Beiträge von Cattledogfan

    Mich ärgert es, dass man überhaupt angeben muss dass man körperlich eingeschränkt ist.

    Oh doch, das ist ein wichtiger Faktor!

    Ich bin im selben Alter, allerdings erst seit einigen Jahren nach einer schweren Erkrankung gehbehindert, und habe festgestellt, dass sich der Umgang mit den Hunden deutlich geändert hat.

    Je nach Einschränkung können nämlich so simple Dinge wie den Hund hochheben oder das Eingreifen in unerwünschte Fremdhundbegegnungen zum Problem werden. Ich musste bei einigen Dingen ganz gewaltig umdenken - und habe wirklich pflegeleichte, leichtführige Hunde.

    Wenn Huskey seit Geburt gehbehindert ist, kennt er/sie es allerdings nicht anders und hat sicherlich nicht mehr Schwierigkeiten als ein x-beliebiger Mensch ohne körperliche Einschränkungen.

    Was aus meiner Sicht problematisch sein könnte, ist die Eingewöhnungs- und Erziehungsphase, bis ein größerer Hund relativ gefahrlos am E-Rolli mitläuft:

    Der Hund bleibt schnüffelnd etwas zurück, man hat ihn mit gedrehtem Kopf zwar noch im Blick, aber ein aufspringender Hase im richtigen Moment, und der Hund startet seitlich nach hinten weg durch, die Leine bleibt womöglich noch irgendwo hängen, gerne an irgendeinem wichtigen Schaltelement ... da sehe ich je nach Geländeverhältnissen durchaus Kippgefahr.

    Ich selber fahre mit 2 Hunden E-Dreirad, Modellname sinnigerweise Easy Rider, also chopperartig mit tiefem Sitz (= tiefer Schwerpunkt) und mit 120 kg schwer genug, um auch die durchstartende 20 kg-Hündin (der Rüde läuft so gut wie immer frei) im Notfall abfangen zu können. Trotzdem hat sie mich einmal durch einen kurzen Zug in die falsche Richtung aus einer engen Kurve in den Straßengraben gekippt, aus dem ich nur mit Hilfe wieder herauskam.

    Ich habe übrigens mittlerweile Dreirad Nr. 2, weil das Nachfolgermodell Rücktritt hat, um nicht wieder im Graben zu landen, denn damit habe ich eine Hand für die Hundeleine frei und muss nicht lenken und bremsen mit beiden Händen.

    Wie sicher kann man mit E-Rolli im Gelände bremsen?

    Den Vorschlag, Bilder und evtl. Videos zu schicken, finde ich prima!

    Blöde Frage: Bist Du auch mal mit Rolli im Tierheim gewesen? So würde ich es machen und sagen, hallo, ich bin der/die von den Bildern, dieses und jenes habe ich mit meinem früheren Hund gemacht, wenn Sie Fragen haben, nur zu, ich zeige es Ihnen, wenn zufällig gerade ein Hund - vielleicht nicht gerade der schlimmste Leinenrambo - Gassi geführt werden müsste. Wenn mich jemand begleitet, könnten Sie ja sehen, wie es funktioniert.

    Tendenziell macht man sich das Leben mit einem leichtführigen, kleineren Hund, der bei entsprechender Erziehung ableinbar ist, einfacher, wenn man auf ein fahrbares Hilfsmittel angewiesen ist. Ich fahre zwar mittlerweile mit dem frei laufenden Rüden alleine auch mit dem normalen Fahrrad, aber das Auf- und Absteigen dauert, und wenn ich den Hund beiseite räumen oder anleinen muss, muss ich erst den Gehstock aus der Halterung holen und aufklappen.

    Auch Laufen mit Rollator mache ich nur mit dem Rüden, weil die Hündin mit Fremdhunden meist nicht verträglich ist, und 20 kg haben ordentlich Wumms, wenn die in die Leine gehen, weil "Willssu spielen, ey?" nicht kapiert, dass er wegbleiben soll.

    Es ist einfach von der Biologie her nicht möglich, dass einen geliebte Menschen wie die eigenen Eltern oder bestimmte Tiere ein ganzes Leben lang begleiten.

    Hunde sind nun mal keine Schildkröten oder Papageien und haben eine wesentlich kürzere Lebensspanne.

    Jeder Mensch, der Hunde als Bereicherung seines Lebens empfindet, wird sich daher nach dem Tod eines Vierbeiners einen neuen anschaffen. Bei uns leben mittlerweile Hund Nr. 9 und 10; Nr. 8, mein Schwarzi-Border, wird nach 9 1/2 Monaten immer noch schmerzlich vermisst.

    Der Zeitpunkt, an dem man sich erneut auf so ein wunderbares Tier einlässt, ist ganz individuell, wie die anderen schon geschrieben haben, und nicht immer ist es eine bewusste Entscheidung. Manchmal ist da einfach ein Hund, der ein Zuhause braucht, und man nimmt ihn so halb-, viertel- oder auch nur achtelherzig, obwohl man denkt, man hat gerade seinen unvergleichlichen, einzigartigen Herzenshund verloren.

    Und dann schleicht sich dieses komische Tier irgendwie und klammheimlich und hintenrum doch ins eigene Herz, und man entdeckt nach und nach seinen wunderbaren Charakter und stellt fest:

    Läbbe geht weider! Und zwar wieder mit Hund.

    Von daher: ja, nach dem Ende kommt ein neuer Anfang.

    Keine Ahnung, wie lange Deine Anfahrt nach Kassel ist, aber was ich machen würde, wäre, bei Tierheimen an der Strecke bzw. in Kassel direkt nachfragen, ob sie Pensionshunde nehmen, und wenn ja, dann beide für einen Tagessatz für ein, zwei oder auch drei, vier Stunden dort parken - wobei es in der Ferienzeit schwierig sein dürfte, einen freien Platz zu bekommen ...

    Dafür müssten die Hunde natürlich die Voraussetzungen wie Impfstatus erfüllen, um überhaupt genommen zu werden, aber ich denke, da wären sie am sichersten und besten aufgehoben, und Du müsstest nicht befürchten, dass sich das Auto in Deiner Abwesenheit doch zu sehr aufheizt oder die Abgaskonzentration über Stunden hinweg zu hoch ist oder irgend jemand die Polizei ruft, wenn die Hunde länger im geschlossenen Auto sind.

    Viel Erfolg bei der Suche nach einer auskömmlichen Lösung!

    Meiner Ansicht nach zäumst Du das Pferd ganz gewaltig von hinten auf, weil Du Dich auf aufgeschnappte Nebensächlichkeiten wie Ballen- und Zahnpflege stürzt, die sicherlich irgendwann im Hundeleben ihre Berechtigung haben, aber - noch - nicht jetzt.

    Interessant wäre ja, wo der Hund herkommt, weil Du schreibst, er war anfangs "verratzt". Was muss man sich darunter vorstellen? Ungepflegt? Parasitenbefall? Wenn ein Hund mit Kringelrute diese ausrollt, ist er entweder krank oder zutiefst verstört, verängstigt oder etwas in der Richtung.

    Inwieweit ist er geimpft? Hat er Papiere?

    Ich würde den Hund bei Zweifeln an seinem Gesundheits- und Pflegezustand einem Tierarzt vorstellen - als Katzenhalterin hast Du ja sicherlich einen - und auch Kotproben auf Wurmbefall und Giardien untersuchen lassen und vorab bei der Terminvereinbarung die Umstände schildern.

    Bei dem dichten Fell würde ich außerdem eine wirksame (!) Zeckenprophylaxe betreiben und nicht auf irgendwelche "natürlichen" Mittel setzen, weil durch den Klimawandel durch Zecken übertragene Krankheiten gewaltig auf dem Vormarsch sind, und bei Erkrankungen wie Babesiose, Anaplasmose & Co. muss dann sowieso Chemie in den Hund.

    Es gibt z. B. Tabletten, die einige Monate gegen Flöhe und Zecken wirken. Flöhe sind übrigens Bandwurmüberträger.

    Hunde stellen außerdem als Haustiere ganz andere Ansprüche an den Menschen als Katzen und müssen wesentlich enger angeleitet und beaufsichtigt werden, weil sie eine viel engere Bindung zum Menschen eingehen.

    Außerdem ist die genetische Vielfalt zwischen Hunderassen um ein Vielfaches größer als bei Katzen. Nimm einen weißen Großspitz, den man durchaus mit einem Samojeden verwechseln kann. Das ist ein völlig anderer Hundetyp. Ich z. B. würde jederzeit und mit Handkuss den Spitz nehmen, mit dem Samojeden könntest Du mich jagen, obwohl ich von der Rasse wenig Ahnung habe. Allein das, was ich über die Jagdtriebigkeit weiß, schreckt mich ab.

    Ich würde mich an Deiner Stelle auch schnellstmöglich darüber belesen, wo der Samojede genetisch herkommt, d. h. was die ursprünglichen Zuchtziele waren und mit welchen Eigenschaften man rechnen muss. Es hat ja bereits eine Samojedenhalterin geantwortet.

    Du schriebst ja, der Hund schnüffelt viel. Die Frage ist, jagt er genetisch bedingt auf Spur? Oder ist er eher Sichtjäger? Wie sieht es mit Wach- und Schutztrieb aus? Damit würde ich mich beschäftigen.

    Wo ein Spitz z. B. durchaus ohne Zaun hoftreu ist und weitgehend leinenlos laufen kann, würde ich beim Samojeden daher erst mal das Grundstück sicher, d. h. hoch genug und auch gegen Untergraben gesichert, einzäunen. Der Hund ist erst ein Jahr alt, da kommt noch deutlich mehr an Jagdtriebigkeit, und wenn er erst mal entdeckt hat, dass er vom Grundstück kommt, habt Ihr verloren; passiert derzeit bei uns im Dorf mit einem Podencoartigen aus dem Tierschutz, weil der Zaun nicht vernünftig aufgerüstet wurde.

    Ballenverletzungen durch Glasscherben sind übrigens der Schrecken vieler Hundehalter, weil sie so schlecht heilen. Man kann eigentlich nur vorausschauend gehen und Stellen meiden, wo z. B. Flaschen aus Autos geworfen werden oder irgendwelche Saufgelage stattfanden.

    Das sind nur ein paar Gedanken, die Dir vielleicht helfen, Deine Prioritäten besser zu sortieren.

    Ich würde für einen Welpen in dem Alter keine Runden, d. h. keine bestimmten Entfernungen, sondern Zeitbudgets einplanen.

    Wie viel Zeit hast Du vor der Arbeit? Die würde ich dem Knirps geben, egal, was er währenddessen anstellen will, ob spielen, trödeln, schnüffeln. Wie schon von anderen geschrieben, der hat die Nacht über - hoffentlich - Ruhe gehalten und ist jetzt voller Energie. Außerdem sollte bei der Hitze eigentlich morgens die Haupt-Action-Zeit sein.

    Ich würde lediglich darauf achten, dass er sich vernünftig löst, und ihm ansonsten die Welt zeigen bzw. ihn sie entdecken lassen und bei Bedarf einschreiten.

    Üben würde ich lediglich die - wie ich sie nenne - "unsichtbare Leine", also dass der Welpe ohne Leine in einem bestimmten Radius von mir bleibt, der sich nach der jeweiligen Umgebung und der Frequentierung richtet.

    Ich antworte mal als zwei- und dreiradfahrende Mehrhundehalterin.

    Radfahrer sollten meiner Meinung nach:

    a) sich rechtzeitig und bei Bedarf mehrmals bemerkbar machen (ob durch Klingeln oder Rufen, ist m. E. egal)

    b) sich möglichst sicher sein, dass Fußgänger, ob mit oder ohne Hund, mich als Radfahrer wahrgenommen haben und überhaupt reagieren; bei Gegenwind hört man z. B. Klingeln von hinten nicht unbedingt sofort, auch ältere Menschen - mich eingeschlossen - hören oftmals schlechter

    c) das Tempo so drosseln, dass sie notfalls anhalten/absteigen können, weil es, wie schon mehrere Vorschreiber erwähnten, manchmal etwas dauert, bis man Hund(e) und/oder Kind(er) sortiert hat

    d) sich an Engstellen oder Weggabelungen verhalten wie Hundehalter, nämlich sich zur Not mit Abstand und laut genug darauf einigen, wer wohin ausweicht bzw. zuerst weiterfährt oder -geht

    Und wenn man sich als radfahrender Nichthundehalter unsicher ist, ob man weiterfahren kann, kann man getrost fragen.

    Noch ein Tipp für die Hundehalter, die stark von Radlern frequentierte Strecken nutzen müssen: trainieren auf Klingeln hilft ungemein. Seit vielen Jahren reagieren meine jeweiligen Hunde nicht nur auf meine eigene Fahrradklingel, sondern auch auf fremde, und kommen ran.

    Und wenn ich zu Fuß unterwegs bin, habe ich eine ganz kleine Bing-Bing-Miniklingel einstecken - sozusagen die lautere Klickervariante.

    Hier ist ja ein ähnlicher Thread, in dem es von der Erstellerin auch heißt, dass ein Hund in der Gewichtsklasse nicht immer einfach zu händeln ist:

    nise
    18. Juni 2025 um 06:59

    Völlig unabhängig von den Ursachen für unerwünschtes Verhalten muss man meiner Meinung nach trotzdem seinem Hund auch dann gewachsen sein, wenn er nicht hört.

    Mir und meinem Koolie, mit dem ich mich in böser Vorahnung auf die andere Straßenseite ohne Randstreifen gerettet hatte, schoss erst gestern so eine 30 kg+-Wuchtbrumme bestimmt 50 Meter durch den fließenden Verkehr hinterher.

    Eine vernünftige Aufschirrung mit Halsband und Geschirr hilft dabei ungemein, ebenso das Erlernen einer entsprechenden Führtechnik.

    Mit einem mehrere hundert Kilo schweren Gaul reitet man üblicherweise ja auch erst dann aus, wenn man es kann.

    Also bitte: Unabhängig von der Ursachenforschung auch führen lernen, ja?

    Ich dachte schon seit einigen Wochen, das sind weder Fasane noch bellende Rehböcke, da noch zu früh für die Paarungszeit ... klingt irgendwie nach Fasan ...

    Es ist Fasan, mindestens ein Hahn wurde auf mehreren Grundstücken gesichtet, und was da braungefiedert rumhuscht, könnten auch Fasanenhennen sein.

    Es leben die Neozoen! Nach den Alexandersittichen nun also auch Pfauen.

    Für mich hast Du als Halterin ein ziemliches Problem, nise, weil Du nicht erkennst, dass Du den Hund nicht zuverlässig unter Kontrolle hast.

    Wer einen Hund in dieser Gewichtsklasse führt, sollte auch genau dazu in der Lage sein: zum Führen.

    Ich an Deiner Stelle hätte schon längst an einer Führtechnik gearbeitet und würde nichts mehr mit Belohnen oder Ablenken versuchen, denn so, wie sich das liest, hat sich das Verhalten schon so etabliert, dass der Hund wie Blei liegt und ggf. losschießt, wenn ihm danach ist, und Du - so liest es sich zumindest - bist relativ machtlos.

    Einige schrieben, sie würden das Ablegen unterbinden. Super Idee, dass würde ich auch gerne. Nur leider ist er extrem stur und abgelenkt, wenn er einen anderen Hund sieht. Er kann die ganze Strecke über neben mir super Fuß laufen, aber sobald ein Hund in Sicht ist, ist er nicht mehr ansprechbar. Selbst seine heißgeliebte Fleischwurst zieht dann nicht. Mir bleibt manchmal nichts anderes übrig, als ihn dann am Geschirr wegzutragen, ist bei 36 kg nur nicht ganz so einfach. Trägt er ein Halsband, sieht das ganze natürlich noch komplizierter aus. --> Und warum trägt er dann nicht beides?

    Wie gesagt, Leine wie einen Zügel an Halsband und Geschirr einhängen, beide Hände an den Hund, vorne dirigieren, hinten am Hinlegen hindern und immer und immer wieder kommentarlos und mit möglichst viel Abstand vorbei.

    Ich würde das Hinlegen durch eine passende Aufschirrung mit Halsband und Geschirr verhindern, d. h. ein Ende der Leine am Halsband, das andere am Geschirr einhaken und ihn mit beiden Händen an der abgewandten Seite möglichst zügig vorbeiführen. Am Kopf kann man ihn lenken, das Geschirr verhindert, dass er den Hintern auf den Boden bekommt.