Wenn sie nicht gleich reagiert, locke ich sie so lange, bis sie kommt und ich sie belohnen kann.
Hier baust du dir schon von Anfang an nen großen Fehler ein.
Was sie lernt ist: Mensch ruft, egal, Mensch lockt und bittet, nagut... den Keks krieg ich sowieso.
Ne Belohnung gibt es hier maximal, wenn Hund sofort und schnell kommt. Da meine Hunde keine Roboter sind und natürlich auch mal trödeln, gibt es eben auch oft nur ein kleines Lob.
Ich persönlich finde es gut einen Alltagsrückruf zu haben, der durchaus nicht ganz einwandfrei funktionieren muss. Das ist hier ein lockeres Namen rufen oder auch ein "komm her"...
Wenn ich eine hohe Ablenkung habe, wenn es mir wichtig ist, dass der Hund sofort kommt, dann gibt es den richtigen Rückruf. Der wird immer hochwertig belohnt und ich verwende ihn tatsächlich nur, wenn ich auch was leckeres dabei habe. Ausnahmen gab es natürlich schon: kein Futter in der Tasche und Smilla geht nem Reh nach. Natürlich habe ich da gerufen und sie kam. Da musste ich mir eben was einfallen lassen und es gab sofort ein wildes Spiel als Belohnung.
Der Alltagsrückruf nutzt sich ab, der richtige Rückruf nicht. Der wird auch nach dem Aufbau nicht geübt, sondern nur noch sporadisch verwendet.
Der erste Schritt sollte im Aufbau immer sein, dass man ruft, wenn der Hund sowieso auf dem Weg zu einem ist.