Beiträge von Cherubina

    Ich hatte vorhin eine spannende Begegnung.

    Ich war mit den 5 Bordern im Feld unterwegs. Ich begegne ja fast nie jemandem, aber heute war dann doch ein bisschen Betrieb und hinter mir kam in ca. 200 Metern Entfernung eine Reiterin in Sicht. Da es für diese mehrere Optionen gab abzubiegen, habe ich nur geschaut, dass meine Hunde nicht trödeln, habe sie aber erstmal noch nicht angeleint.

    Dummerweise habe ich dabei übersehen, dass von vorne eine einzelne Spaziergängerin kam. Diese war noch ca 100 Meter weg und Drizzle ist durchgestartet. Sie ist einfach zu menschenfreundlich und ein fieses Hüpfdoing... echt die einzige Situation, in der sie völlig auf Durchzug schaltet. Ist mir jetzt lange nicht mehr passiert und das Abrufen von Menschen ging schonmal viel besser, aber heute gingen die Ohren nicht.

    War mir peinlich, ich bin zügig hin, hab sie eingesammelt und mich entschuldigt. Die Frau war zum Glück sehr nett und mochte Hunde. Eine Sache von wenigen Augenblicken.

    Gerade hatte ich das Kleinteil an der Leine, da sehe ich aus dem Augenwinkel, dass die Reiterin sich plötzlich nicht mehr gemütlich, sondern in sehr zügigem Trab näherte. Die war wirklich schon fast bei uns. Ich bin mit allen Hunden auf die Wiese ausgewichen, die Reiterin hat sich bedankt und ist kurz hinter uns angaloppiert.


    Also, die Hunde kennen Pferde, waren alle cool, nur Drizzle hat dem rennenden Pferd sehr aufmerksam nachgeschaut, aber ich fand es schon recht mutig von der Reiterin. Die muss doch gesehen haben, wie mein Hund die Spaziergängerin begrüßt und ich vergeblich gerufen habe.

    Aber hier vertraut man sich noch blind :relieved_face:

    Ich habe Anfang März einen toten Hirsch keine 50 Meter von meiner Bockweide entfernt gefunden. Ein 16-Ender und schon ordentlich angefressen.

    Ich habe den Jagdpächter informiert und der hat einen Rissgutachter beauftragt.

    Das Ergebnis: Grauwolf


    GW4774m

    Schon mehrmals aktenkundig geworden, bisher dreimal wegen Rissen von Schafen (zuerst in Meinerzhagen und im letzten September im Schwalm-Eder Kreis). Geboren 2024.

    Der Kerl hat also recht jung gelernt Schafe zu reißen hält sich nun aber scheinbar nur noch an Wildtiere. Das finde ich interessant.

    Hier gibt es noch recht viele Weidetiere und vor allem Schafe auch hinter festen Zäunen ohne Strom und leicht zu überspringen. Meine Böcke waren hinter E-Netzen mit ordentlich Wumms, aber wenn ein Wolf ja schon erfolgreich Schafe gerissen hat, dürfte er ja eigentlich wissen, wie man Zäune überspringt. Ob er doch mal eine gewischt bekommen hat und seither die Schafe meidet?

    Meine Böcke waren jedenfalls nicht im Mindesten beeindruckt oder beunruhigt.

    Ich finde die neue Moderatorin gar nicht so schlimm, nur inhaltlich halt sehr oberflächlich, aber das waren die Beiträge ja eigentlich immer schon.

    Wen ich wirklich wirklich nicht gut vertrage ist die TFA beim mobilen Tiernotruf, also die mit dem langen Zopf. Wenn die spricht, zieht sich alles in mir zusammen. Die hat so eine furchtbare belehrende und altkluge Attitüde und es irritiert mich jedes Mal, dass die Tierärztin in den Interviews immer schweigend daneben sitzt, während die TFA das Vorgehen schildert, die Diagnosen erklärt und das weitere Vorgehen beschreibt.

    Es scheint ja zwischen den beiden gut zu funktionieren und das ist ja die Hauptsache, aber die Art wie die (auch mit den Besitzern) spricht... Ich finde es total befremdlich.

    Naja trainieren sollten sie das schon, wenn sie das regelmäßig machen. Aber halt in kleineren Schritten. Und wirklich trainieren nicht mitschleifen.

    Ich glaube grundsätzlich haben wir da die gleiche Vorstellung. Ich hatte es oben ja auch ausgeführt "erstmal da anfangen, wo der Hund sich schnell wieder wohl fühlt."


    Im Prinzip ist das ein klassischer Fall von Habituation. Der Hund gewöhnt sich an die Umweltreize. Trainieren heißt für mich neue Verhaltensweisen einstudieren. Ich will ja aber nicht, dass der Welpe lernt in diesen Situationen neben mir zu sitzen und mich anzuschauen, ich hätte gerne, dass er sich wohl fühlt und entspannt bleibt (wenn er dann in der Lage ist dort Kommandos auszuführen oder erlerntes Verhalten zu zeigen ist das natürlich auch schön, aber nicht der Kern). Natürlich kann es helfen mit dem Hund in neuen Umgebungen bekannte Dinge zu üben, das bringt Sicherheit.

    In dem Alter sind aber nunmal unheimlich viele Hunde mit sovielen neuen Reizen überfordert. Und ich erlebe immer wieder, wie so ein scheinbares "Problem" verschwindet, wenn der Welpe an anderer Stelle Selbstbewusstsein tankt, lernt sich am Menschen zu orientieren und mit zig neuen Dingen konfrontiert wird.

    Ein Welpe aus meinem ersten Wurf war mit 12 Wochen beim Gang an den Bahnhof völlig überfordert. Danach hat er auf einen Bauernhof gelebt, sich mit Menschen und Tieren auseinandergesetzt, gelernt auf dem Quad und dem Schlepper mitzufahren und ist über grüne Wiesen geflitzt. Eine Leine hatte er fast nie dran. Mit 9 Monaten war er dann mit auf einer Hundeausstellung (im Freien, mit der Möglichkeit das Ganze abzubrechen, wenn es doof ist). Der junge Herr ist völlig selbstverständlich an der Leine durchs Getümmel gelaufen, hat am Rand des Ringes mit seinen Schwestern gespielt und niemand hätte ihm angemerkt, dass er so ein Landei ist.


    Ich schweife ab...

    Wenn der Rütter nur sagt, dass man das unbedingt trainieren muss, kommt dabei raus, dass Leute mit ihrem zitternden und hechelnden Hund zwischen den Karussells auf der Kirmes stehen und sagen, dass der Hund das jetzt lernen muss. Ja, das habe ich so schon gesehen und die Dame war extra nur für den Hund dort, zum "Trainieren".


    Ich habe differenzierte Aussagen vermisst:

    Der Welpe ist überfordert, sowas ist zur Zeit noch echt zuviel für den.

    Das nächste Eis sollten die an einem ruhigeren Ort essen, wo der Hund besser entspannen kann.

    Man fängt mit sowas erstmal klein an...

    Gerade, wenn der Hund später mal überall mit hin soll, sollte man es ihm nicht so verleiden.

    "Das müssen die uuuunbedingt trainieren!!!" Ich weiß nicht mehr wie oft der Rütter das gesagt hat, als der Gos beim Eisessen in der Stadt unsicher war.

    Aber nicht einmal hat er gesagt wie und was trainiert werden soll. Die schleppen den überforderten Welpen nach eigener Aussage doch schon überall mit hin. Für mich ist das halt kein adäquates Training dieser Situationen.

    Ich persönlich würde da sogar raten sowas viel "weniger" zu machen. Also weniger Trubel, weniger Menschen, erstmal dort anfangen, wo der Hund sich schnell wieder wohl fühlt. Und ansonsten: Den Hund älter werden lassen. Oft löst sich sowas von alleine.

    Vielleicht meinte Rütter das, aber ich glaube nicht, dass irgendjemand das so verstanden hat.

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    Ich muss nochmal nachlegen. Das war gerade eine superschöne Überraschung.

    Schon heute Morgen war mir dieses Schaf aufgefallen, hat sich abgesondert, kommt bestimmt bald. Mittags war es immernoch alleine, aber der vorsichtige Versuch mich anzunähern um zu schauen, ob da ein Lamm ist, führte dazu, dass die Mutti aufgeregt blökend weglief. Ich meine schon Geburtsschleim gesehen zu haben, aber sie war zu weit weg und ich wollte sie nicht weiter beunruhigen. Also nochmal Zeit gelassen. 2 Stunden später kam ich hin und sie hatte ein großes und sehr mobiles Lamm bei sich. Es war trocken und sie hat es gelockt, aber schon auf große Distanz versucht es von mir wegzuführen.

    Das Problem dabei ist, dass ich das Lamm morgen dann auch nicht mehr einfach einfangen kann. Dann kommen die Hunde ins Spiel und wenn die Schafe rennen, werden Lämmer gerne mal überrannt. Das will ich vermeiden. Also habe ich zu einem Spirt angesetzt (ja, ich musste schon richtig rennen) und habe das Lamm gefangen. Die Mutter ist, wie ich erwartet habe, dem Lamm nicht gefolgt. Also habe ich es in Sicherheit gebracht und dann mit Hilfe der Hunde das Schaf eingefangen. Das ging dann zum Glück sehr flott und ich habe es zum Lamm auf den Hänger buxiert.

    Dort angekommen sah ich, dass noch zweites Lamm hinten rausschaute. Es hatte die Beine nicht richtig gestreckt und es ging drum nicht weiter. Eine ganz kurze Geburtshilfe später hat Mutti sich dann ganz brav um beide gekümmert.

    Es sind ihre ersten Lämmer, sie ist super nervös und dann noch der Stress durch schwere Geburt und Einfangen - aber nun steht sie tapfer da und leckt ihr zweites Lamm trocken.

    Ich hatte echt nicht erwartet, dass da zwei so Brocken drin sind.

    Hier ist es derzeit wieder echt spannend. Zum einen hat vor drei Tagen meine alammzeit begonnen und ich sammele jeden Tag Muttis mit ihren Lämmern von der Winterweide, damit sie im Stall sicherer vor dem Fuchs sind.

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    Zwischenstand: 7 Mädels und ein Bocklamm von 5 Muttis.


    Und dann habe ich vor zwei Wochen keine 50 Meter von meiner Bockweide entfernt einen toten Hirsch gefunden. Nun kam das Ergebnis des Rissgutachtens, das der Jagdpächter angeleiert hat. Es war tatsächlich ein Wolfsriss. Hätte ich nicht erwartet. Für mich sah das aus, als sei der verendete Hirsch von Füchsen ausgeweidet worden...

    Nunja, meine Böcke stehen da auch jetzt noch völlig entspannt und ohne besondere Vorkommnisse hinter E-Zäunen. Bei der Größe der Wolfsreviere macht es wohl auch keinen Unterschied, ob ich die dort lasse oder auf eine andere Weide bringe.

    Drückt mal die Daumen, dass der Wolf oder die Wölfe weiter ans Wild halten.


    Der tote Hirsch:

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    Das geht, ich kastriere die (oder lasse sie vom TA kastrieren) wenn die Hoden abgestiegen sind.

    Magst du das mal genauer definieren?

    Die Hoden sind ja meist schon bei der Geburt, spätestens aber nach einer Woche abgestiegen. Früher war es ja weit verbreitet in diesem Alter schon Gummiringe über den Hoden zu ziehen, damit er abstirbt - inzwischen verboten...

    Zumindest nach dem was man so liest (ich habe da keine verlässliche Quelle, bin auch zu faul zum Suchen), soll so eine frühe Kastration das Risiko für Probleme durch Urolithiasis erhöhen. Das ist für Schlachtlämmer sicher egal, aber bei Tieren, die bei mir alt werden dürfen, war das immer ein gutes Argument dafür erst recht spät zu kastrieren.

    Meine Hammel wurden bisher mit ca. 9-12 Monaten blutig kastriert.

    Ich kann bestätigen, dass diese Hammel bisher alle völlig problemlos in der Herde mitliefen, auch ehemalige Flaschenlämmer und sehr zahme Tiere. Ich kuschele aber auch nicht viel mit denen und achte darauf keine "Frechheiten" zu erlauben. Auch ein halbherziges Stoßen durch ein Jungtier wird hier sehr deutlich beantwortet.