Beiträge von Cherubina

    Naja trainieren sollten sie das schon, wenn sie das regelmäßig machen. Aber halt in kleineren Schritten. Und wirklich trainieren nicht mitschleifen.

    Ich glaube grundsätzlich haben wir da die gleiche Vorstellung. Ich hatte es oben ja auch ausgeführt "erstmal da anfangen, wo der Hund sich schnell wieder wohl fühlt."


    Im Prinzip ist das ein klassischer Fall von Habituation. Der Hund gewöhnt sich an die Umweltreize. Trainieren heißt für mich neue Verhaltensweisen einstudieren. Ich will ja aber nicht, dass der Welpe lernt in diesen Situationen neben mir zu sitzen und mich anzuschauen, ich hätte gerne, dass er sich wohl fühlt und entspannt bleibt (wenn er dann in der Lage ist dort Kommandos auszuführen oder erlerntes Verhalten zu zeigen ist das natürlich auch schön, aber nicht der Kern). Natürlich kann es helfen mit dem Hund in neuen Umgebungen bekannte Dinge zu üben, das bringt Sicherheit.

    In dem Alter sind aber nunmal unheimlich viele Hunde mit sovielen neuen Reizen überfordert. Und ich erlebe immer wieder, wie so ein scheinbares "Problem" verschwindet, wenn der Welpe an anderer Stelle Selbstbewusstsein tankt, lernt sich am Menschen zu orientieren und mit zig neuen Dingen konfrontiert wird.

    Ein Welpe aus meinem ersten Wurf war mit 12 Wochen beim Gang an den Bahnhof völlig überfordert. Danach hat er auf einen Bauernhof gelebt, sich mit Menschen und Tieren auseinandergesetzt, gelernt auf dem Quad und dem Schlepper mitzufahren und ist über grüne Wiesen geflitzt. Eine Leine hatte er fast nie dran. Mit 9 Monaten war er dann mit auf einer Hundeausstellung (im Freien, mit der Möglichkeit das Ganze abzubrechen, wenn es doof ist). Der junge Herr ist völlig selbstverständlich an der Leine durchs Getümmel gelaufen, hat am Rand des Ringes mit seinen Schwestern gespielt und niemand hätte ihm angemerkt, dass er so ein Landei ist.


    Ich schweife ab...

    Wenn der Rütter nur sagt, dass man das unbedingt trainieren muss, kommt dabei raus, dass Leute mit ihrem zitternden und hechelnden Hund zwischen den Karussells auf der Kirmes stehen und sagen, dass der Hund das jetzt lernen muss. Ja, das habe ich so schon gesehen und die Dame war extra nur für den Hund dort, zum "Trainieren".


    Ich habe differenzierte Aussagen vermisst:

    Der Welpe ist überfordert, sowas ist zur Zeit noch echt zuviel für den.

    Das nächste Eis sollten die an einem ruhigeren Ort essen, wo der Hund besser entspannen kann.

    Man fängt mit sowas erstmal klein an...

    Gerade, wenn der Hund später mal überall mit hin soll, sollte man es ihm nicht so verleiden.

    "Das müssen die uuuunbedingt trainieren!!!" Ich weiß nicht mehr wie oft der Rütter das gesagt hat, als der Gos beim Eisessen in der Stadt unsicher war.

    Aber nicht einmal hat er gesagt wie und was trainiert werden soll. Die schleppen den überforderten Welpen nach eigener Aussage doch schon überall mit hin. Für mich ist das halt kein adäquates Training dieser Situationen.

    Ich persönlich würde da sogar raten sowas viel "weniger" zu machen. Also weniger Trubel, weniger Menschen, erstmal dort anfangen, wo der Hund sich schnell wieder wohl fühlt. Und ansonsten: Den Hund älter werden lassen. Oft löst sich sowas von alleine.

    Vielleicht meinte Rütter das, aber ich glaube nicht, dass irgendjemand das so verstanden hat.

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    Ich muss nochmal nachlegen. Das war gerade eine superschöne Überraschung.

    Schon heute Morgen war mir dieses Schaf aufgefallen, hat sich abgesondert, kommt bestimmt bald. Mittags war es immernoch alleine, aber der vorsichtige Versuch mich anzunähern um zu schauen, ob da ein Lamm ist, führte dazu, dass die Mutti aufgeregt blökend weglief. Ich meine schon Geburtsschleim gesehen zu haben, aber sie war zu weit weg und ich wollte sie nicht weiter beunruhigen. Also nochmal Zeit gelassen. 2 Stunden später kam ich hin und sie hatte ein großes und sehr mobiles Lamm bei sich. Es war trocken und sie hat es gelockt, aber schon auf große Distanz versucht es von mir wegzuführen.

    Das Problem dabei ist, dass ich das Lamm morgen dann auch nicht mehr einfach einfangen kann. Dann kommen die Hunde ins Spiel und wenn die Schafe rennen, werden Lämmer gerne mal überrannt. Das will ich vermeiden. Also habe ich zu einem Spirt angesetzt (ja, ich musste schon richtig rennen) und habe das Lamm gefangen. Die Mutter ist, wie ich erwartet habe, dem Lamm nicht gefolgt. Also habe ich es in Sicherheit gebracht und dann mit Hilfe der Hunde das Schaf eingefangen. Das ging dann zum Glück sehr flott und ich habe es zum Lamm auf den Hänger buxiert.

    Dort angekommen sah ich, dass noch zweites Lamm hinten rausschaute. Es hatte die Beine nicht richtig gestreckt und es ging drum nicht weiter. Eine ganz kurze Geburtshilfe später hat Mutti sich dann ganz brav um beide gekümmert.

    Es sind ihre ersten Lämmer, sie ist super nervös und dann noch der Stress durch schwere Geburt und Einfangen - aber nun steht sie tapfer da und leckt ihr zweites Lamm trocken.

    Ich hatte echt nicht erwartet, dass da zwei so Brocken drin sind.

    Hier ist es derzeit wieder echt spannend. Zum einen hat vor drei Tagen meine alammzeit begonnen und ich sammele jeden Tag Muttis mit ihren Lämmern von der Winterweide, damit sie im Stall sicherer vor dem Fuchs sind.

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    Zwischenstand: 7 Mädels und ein Bocklamm von 5 Muttis.


    Und dann habe ich vor zwei Wochen keine 50 Meter von meiner Bockweide entfernt einen toten Hirsch gefunden. Nun kam das Ergebnis des Rissgutachtens, das der Jagdpächter angeleiert hat. Es war tatsächlich ein Wolfsriss. Hätte ich nicht erwartet. Für mich sah das aus, als sei der verendete Hirsch von Füchsen ausgeweidet worden...

    Nunja, meine Böcke stehen da auch jetzt noch völlig entspannt und ohne besondere Vorkommnisse hinter E-Zäunen. Bei der Größe der Wolfsreviere macht es wohl auch keinen Unterschied, ob ich die dort lasse oder auf eine andere Weide bringe.

    Drückt mal die Daumen, dass der Wolf oder die Wölfe weiter ans Wild halten.


    Der tote Hirsch:

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    Das geht, ich kastriere die (oder lasse sie vom TA kastrieren) wenn die Hoden abgestiegen sind.

    Magst du das mal genauer definieren?

    Die Hoden sind ja meist schon bei der Geburt, spätestens aber nach einer Woche abgestiegen. Früher war es ja weit verbreitet in diesem Alter schon Gummiringe über den Hoden zu ziehen, damit er abstirbt - inzwischen verboten...

    Zumindest nach dem was man so liest (ich habe da keine verlässliche Quelle, bin auch zu faul zum Suchen), soll so eine frühe Kastration das Risiko für Probleme durch Urolithiasis erhöhen. Das ist für Schlachtlämmer sicher egal, aber bei Tieren, die bei mir alt werden dürfen, war das immer ein gutes Argument dafür erst recht spät zu kastrieren.

    Meine Hammel wurden bisher mit ca. 9-12 Monaten blutig kastriert.

    Ich kann bestätigen, dass diese Hammel bisher alle völlig problemlos in der Herde mitliefen, auch ehemalige Flaschenlämmer und sehr zahme Tiere. Ich kuschele aber auch nicht viel mit denen und achte darauf keine "Frechheiten" zu erlauben. Auch ein halbherziges Stoßen durch ein Jungtier wird hier sehr deutlich beantwortet.

    Die 6 Monate sind voll.

    Zwischenstand:

    Ins Auto Einsteigen ist wieder doof, wir sind da wo wir vor 2 Monaten waren. Allerdings kommt sie sofort angeflitzt, wenn ich einfach ohne sie losfahre. Nachdem ich das nun ein paar Mal durchgezogen habe, kam sie heute schon gerannt, als ich die Kofferraumklappe geschlossen hatte. Es ist also noch Hoffnung.

    Pinkeln in der Wohnung? Naja! Vorletztes Wochenende war sie mit auf Seminar, Übernachtung in alten Büroräumen mit überall Teppich. Alles blieb trocken! Wieder Zuhause hat sie mir drei Nächte hintereinander nachts ins Schlafzimmer gepinkelt. Echt ätzend! Jetzt ist es seit 6 Tagen trocken geblieben - eine Pfütze beim Alleinebleiben. Das waren aber ungeplant 6 Stunden... Es ist noch Hoffnung.

    Freilauf und Rückruf bisher super. Im Training wird sie selbstsicherer. Alleinebleiben (mit den anderen Hunden) super.

    Bisher keine kaputten Möbel o.ä. und bisher keine ernsthaften Jagdambitionen - das kommt bestimmt noch.

    Drizzle war ne ganze Zeit lang gar nicht ansprechbar, wenn sie andere Menschen gesehen hat, auch auf echt große Distanz.

    Sie ist dann einfach durchgestartet und da hingelaufen - ich musste sie dreimal peinlich berührt bei Leuten abholen, weil ich die einfach zu spät gesehen hatte.

    Natürlich war die Leine in den meisten Fällen dann doch dran und ich konnte Vorkommnisse dieser Art einige Wochen vermeiden.


    Heute hab ichs mal wieder zu spät gesehen und sie war schon durchgestartet und auf halbem Weg zu den Leuten (ohne Hund, die Menschen sind die Attraktion). Aber heute hat der Rückruf einfach bombe gesessen. Ein Ruf und Kleinteil dreht sofort ab und kommt freudig zu mir.

    Das ist so ein Beispiel für: geht irgendwann dann einfach. Wobei ich natürlich noch nicht sicher bin, dass es nächste Woche nicht anders aussieht.