Beiträge von Camillo09

    Schutztrieb beeinhaltet in letzter Konsequenz auch Aggression und die muss man dann schon händeln können. Ich glaube nicht, dass du mit einer Rasse mit richtigem, ausgeprägtem Schutztrieb glücklich wirst. Das ist nämlich nicht einfach!
    Du suchst eher einen, der nicht wie viele Retriever auf alles zustürmt, sondern reserviert bleibt. Unser Hund hat keinen Schutztrieb, ist Fremden gegenüber einfach nur skeptisch und zurückhaltend. Der geht auch auf niemanden zu und lässt sich von sonst niemandem zu sich rufen/locken (zumindest hat er das bisher nie, es kam aber auch noch niemand mit Käse, Wurst etc und hat es ihm entgegen geworfen.).

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    aber ich hab festgestellt, dass nicht jeder hund soo gut mit zeichen klar kommt... Unsere Hündin zum beispiel hört lieber kommandos, während unser rüde alles auf eine minimalste fingerbewegung macht


    so aus interesse: wie verhalten sich eure hunde wenn sie etwas nicht verstehen?Also die hündin ist dann total frustriert und quieckt rum, während er dann alle kommandos durchprobiert ("peng" ist in seinen augen sowieso lösung auf alles :lol: )

    Zeichen: das meiste klappt eigentlich schon ganz gut ohne. Ich brauche das Kommando eigentlich v.a. DASS er was macht und nicht WAS. Also wie ein "Startsignal" sozusagen. Das lässt sich aber zum Glück nach und nach abbauen.

    Unserer verhält sich ganz genauso ;). Wenn er nicht weiß, was ich von ihm will, testet er alles durch und quiekt dabei.

    Noch ne Frage: wie bringt man Rolle und Peng bei? Bei ihm läuft alles über Leckerlies, falls das wichtig ist.

    Zumindest ich habe bei "schau im Tierheim" nicht die Optik gemeint. Auch der Charakter und die Art müssen gefallen/passen.

    Wir haben unseren über 1 Monat mehrmals die Woche besucht und haben ihn kennengelernt. Vieles haben uns die Mitarbeiter erzählt, dazu noch das, was wir in der Besuchszeit kennenlernen durften. Anderes haben wir erst so nach und nach gemerkt (z.B. die Intelligenz). Andere Hunde haben wir im Tierheim erst gar nicht gesehen, weil die nicht in unsere Anforderungen gepasst haben.

    Klar spielt die Optik eine Rolle, aber das darf nicht alles sein. Mir kommt es auch eher so vor, als schaust du im Moment nur danach. Ich hätte beispielsweise gerne einen Husky oder Border Collie, weil ich sie schön finde, aber es passt einfach nicht von den Anlagen.

    Was meinst du mit loyal dir gegenüber in Bezug auf Fremde? Dass er nichts von Fremden will und nicht von deiner Seite weicht?

    Schutztrieb und Wachtrieb in einer WG? Wenn er dann die Wohnung und dich verteidigen will? Auf dich fixiert hat nichts mit Schutztrieb zu tun, zumindest kann er auch bestens auf dich fixiert sein ohne Schutztrieb.

    Ich würde auch sagen, schau mal im Tierheim, ob es da was passendes gibt. Das war bei uns eigentlich auch so. Wir wollten einen mittelgroßen Hund, sportlich, der was tun will und der allein sein gewöhnt war. Eigentlich ja nicht so große Anforderungen. Es sollte einfach passen. Herausgekommen ist dabei ein Malimix. ;)

    Er ist aber auch so, wie schon angeklungen ist, arbeitsintensiv und verdammt clever. Er lernt sehr schnell, positiv wie negativ. Tricks kann er quasi sofort, da brauche ich nicht lange üben, genauso schnell werden aber Fehler meinerseits ausgenutzt und negative Erlebnisse gespeichert. Er braucht/mag keine fremden Menschen und WG wäre nicht wirklich was für ihn.
    In der Wohnung ist er schon ruhig und schläft meistens, aber mit 2h Beschäftigung am Tag oder einfach nur 3x ne halbe Stunde um den Block ist er auf keinen Fall zufrieden. Es geht eher so, 3h Spazieren mit Futtersuche und rennen (auch gerne mal 2h joggen), dazu dann noch täglich 30-60 min Kopfarbeit (Tricks oder ZOS).

    Wenn einen das nicht stört und die Zeit da ist, dann macht das Spaß. Aber man muss halt schon wissen, worauf man sich da einlässt.

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    Unser Hund kann eigentlich so einiges, allerdings nichts was wir ihm extra beigebracht hätten. Dieses offensichtlich weit verbreitete Beibringen von Zirkusnummern ist auch nicht ganz unser Ding und der Sinn der ache erschließt sich uns nicht ganz.

    Wegen dem Sinn: mir und dem Hund macht es einfach Spaß. Und er muss seinen Kopf benutzen. :smile:

    Ich mache auch kein Dogdancing in dem Sinn, zumindest noch nicht. Irgendwann will ich es mal zusammenbauen. Im Moment arbeite ich parallel zu neuen Tricks daran, die Stimmkommandos immer weiter abzubauen und nur noch auf Sichtkommando zu arbeiten.

    Er kann an Tricks:

    - Dreh dich
    - Pfote
    - Gib fünf mit beiden Pfoten, gib 10
    - Männchen
    - Slalom durch die Beine (ich laufe) oder acht (ich stehe), manchmal vergisst er es aber irgendwie und er braucht noch viel Kommando dafür

    Wir arbeiten jetzt am Hop = über meinen Arm springen

    Grundkommandos und alles, was man draußen so braucht wie Stop, Hier... lass ich mal weg.

    Die, wo wir sind, wurde uns empfohlen. Das hat natürlich schon einen Vorteil, wir waren dann anschließend dort zu einer kostenlosen Probestunde. :gut:

    Wir haben dann geschaut, wie uns die Einheiten dort gefallen und wie sich der Trainer verhält. Einen wahren Satz hat er gleich am Anfang gesagt: Eigentlich ist es keine Hundeschule, sondern eine Hundehalterschule. Nur darf er das halt nicht so nennen, sonst kommt keiner. Er bringt nicht dem Hund was bei, sondern uns Haltern, wie wir richtig mit dem Hund kommunizieren, wie wir ihn führen müssen und wie dem Hund zeigen, dass er sich an uns orientieren soll. Dementsprechend gibt es da auch kein Leinengerucke, keine Strafen für den Hund, sondern Korrektur an uns. Das finde ich wichtig. :gut:

    Außerdem beobachtet er immer sehr genau das Verhalten der Hunde und kann mir dann sagen, warum er in welcher Situation wie reagiert hat. Wir machen allerdings auch keinen Kurs mit Sitz, Platz, Fuß etc., sondern Longieren, ZOS etc. Also keine Grunderziehung.

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    Wenn ich es richtig gelesen/verstanden habe, gibt es tatsächlich die Möglichkeit Videos hinzuschicken/hochzuladen. Es hört sich WIRKLICH interessant an... Klar, man kann es auch mit DVDs und Büchern machen, aber dort hast Du eben auch die Möglichkeit nachzufragen, eben auch mit Videomaterial...

    Interessant. Wenn es die Möglichkeit gibt mit Videos und Nachfragen, ist das ja schon ein deutlicher Unterschied. 40€ ist ja auch nicht so viel im Vergleich zu Büchern, von daher könnte das schon eine gute Alternative sein, wenn man so einen Grundkurs machen will.

    Auch wenn ich glaube, dass es ein Hundetraining auf dem Platz auch nicht ersetzen kann. Ob man nun Training auf dem Platz braucht oder nicht, ist eine andere Frage. Für mich ist auf dem Platz die größte Herausforderung, unter der hohen Ablenkung durch die daneben sitzenden Hunde und den toll riechenden Platz noch zu trainieren und die Konzentration des Hundes zu bekommen (z.B. beim Longieren). Beim Spaziergang sind die Situationen ja wieder anders.

    Wie kann ich mir dieses Training vorstellen? Was soll man da lernen? Ich frage mich wirklich, wie sowas funktionieren soll, bzw. wo genau der Unterschied zu Büchern, DVD etc. zum Tragen kommt.

    Wenn man in die HuSchu geht/Private Trainingsstunde, dann ist ja das entscheidende, dass der Trainer den Hund, den Halter und die Umgebung sehen und beurteilen kann. Daraufhin gibt es dann gezielt Tipps und für den Hund + Halter passende. Wenn ich das online mache, sieht mich ja der Trainer nicht, d.h. er kann doch eigentlich nur pauschale Tipps geben, die ich genauso in Foren, Büchern etc. kriegen kann, nur wesentlich billiger. Oder läuft sowas mit Kamera? Die Frage ist wirklich ernst gemeint, ich kann mir darunter nichts vorstellen.

    Nur mit Leckerlies locken nicht, aber man kann sich damit auch interessant machen.

    Unser Hund bekommt beispielsweise sein Futter unterwegs draußen. Entweder als Belohnung für Dinge, die ich von ihm gefordert habe, oder eben auch als Spiel. Futter verstecken und suchen lassen, Futter werfen und er rennt hinter her. Das findet er super. Der Hund soll lernen, Frauchen/Herrchen ist draußen interessant. Da passieren tolle Sachen. Statt Futter könnte man natürlich auch Spielzeug nehmen, je nach Hund. Man muss nur etwas finden, was dem Hund Spaß macht und man zusammen macht.
    Das wird natürlich nicht den ganzen Spaziergang lang gemacht, der Hund darf ruhig auch mal schnüffeln und sein Ding machen.

    Bei unserem war es aber anfangs auch schwieriger. Als wir ihn noch im TH besucht haben, hat er uns anfangs mehr oder weniger ignoriert und wir hingen nur am anderen Ende der Leine, er hat gezogen und sein Ding gemacht. Das hat sich mit der Zeit und Futter ;) deutlich geändert. 5 Tage ist ja noch nicht viel, Stromer braucht auch noch Zeit, sich an euch zu gewöhnen und zu lernen, dass ihr spannend seid.

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    SchnarchMops:
    Die MeatBalls von BF haben 100% Fleischanteil. Fleischmehl und Fleischfett sehe ich nicht unbedingt als Fleisch an. Fleischmehl ist als Futter für Rinder, Schweine und Co verboten. Das würde mir zu denken geben, wenn ich meinen Hunden dann sowas geben würde.

    Nein, in den Meatballs ist noch allerhand anderes drin außer Fleisch und das ist auch ok so. Laut Hersteller 50% Fleischanteil. ;)

    Und Fleisch allein ist eben nicht alles. Es kommt auch auf Zusatzstoffe, Konservierungsstoffe etc. an. Kohlenhydrate sind auch in den meisten Futtermitteln drin, auch hier ist eben die Quelle interessant. Es geht nicht nur um das Fleisch allein.