Beiträge von Camillo09

    Es gibt professionelle Sitterdienste, die den Hund, sofern einigermaßen erzogen und verträglich, gegen Bezahlung betreuen. Das finde ich dann gut, wenn der Hund tagsüber sehr lange allein wäre, und das jeden Tag, bzw. der Hund große Probleme mit dem allein sein hat.

    Für Urlaub etc. geht das zwar auch, würde ich aber nicht machen. Als wir uns für den Hund entschieden haben, fiel auch die Entscheidung gegen Flugreisen in ferne Länder, etc. Der Hund kommt mit in den Urlaub. Also eben nähere Ziele mit dem Auto, Hotel oder Fewo, wo der Hund erlaubt ist. Wenn man vielleicht mehrmals im Jahr so verreisen will, dass ein Hund nicht mit kann, sollte man sich das Projekt Hund doch noch mal überlegen.

    Zu unserer Situation hier: unser Hund ist sehr skeptisch Fremden gegenüber und ich glaube, er bleibt lieber ein paar h allein in seiner gewohnten Umgebung als zu einem Sitter, den er wenig kennt und v.a. nicht das Gebiet dort. Dann wird er sehr unsicher. Noch schlimmer, wenn er den Gassigänger dann nicht kennt und der ihm keine Sicherheit geben kann. Im Normalfall haben wir hier direkt eine Freundin mit einem eigenen Hund, die Camillo nehmen könnte, wenn es um einen oder zwei Tage geht. Wenn es doch mal was längeres wäre, würde er zu meiner Schwester kommen, die er auch kennt und mag. Zur allergrößten Not haben wir aber auch eine Sitterin an der Hand, die regelmäßig beim Training in der HuSchu dabei ist und die er also auch einigermaßen kennt. Dort würden zumindest wir wissen, dass er gut unter ist.

    Aber auf jeden Fall eine wichtige Überlegung vorher :gut:

    Wann ist denn genau die richtige Situation? Mein Freund und ich haben uns auch in so einer ähnlichen Situationen einen Hund geholt. Er arbeitet, ich studiere noch bis nächstes Jahr. Für uns war es der richtige Zeitpunkt.

    Wer kann denn bitte 10 Jahre in die Zukunft schauen?

    - junge Leute nicht: wenn man arbeitet, kann es sich ergeben, dass die Firma pleite geht, Kündigung, etc. Studiert man, endet das Studium und man geht arbeiten; außerdem vielleicht noch Kinder - unmnöglich
    - Rentner schon gar nicht, man weiß ja nicht, wie es mit der Gesundheit weiter geht
    - Leute zwischen 35 und 50 auch nicht, könnten ebenfalls plötzlich krank werden, arbeitslos etc.

    Niemand kann genau sagen, wie die Situation in 10 Jahren sein wird. Wer "darf" dann noch einen Hund halten?

    Unser Hund hat das Tierheimfutter auch nur sehr widerwillig (mit Nafu gemischt) gefressen, aber da hatte er im Tierheim nichts zu melden. Es musste das gefressen werden, was es gab, sonst eben nichts. Man hat uns das allerdings auch gleich gesagt und wir haben sofort umgestellt. Vielleicht ist das bei deiner Hündin auch so, dass sie es noch nie wirklich mochte, aber im TH keine Wahl hatte.

    Je nachdem, wie gut das Futter ist, entweder aussitzen oder umstellen, wenn es eh nichts tolles ist.

    Ich finde solchen schnellen Entscheidungen nicht unbedingt gut. Zumindest nicht, wenn nicht dein Bauchgefühl sagt, jawoll, genau der, passt alles. Unserer ist ja auch so zurückhaltend und den hätten wir nach einem kurzen Spaziergang auch nicht gleich genommen. Aus welchem Grund sollst du dich gleich entscheiden? Es macht ja keinen Sinn, wenn du nach zwei Wochen feststellst, dass es nicht passt und der Hund kommt zurück.

    Wenn ich mir die Zusammensetzung anschaue, ist das halt typisches Tierarztfutter wie die anderen auch. Massig Getreide, kaum Fleisch, alles schwammig deklariert und wahrscheinlich superteuer.

    Gibt definitiv bessere Alternativen.

    Erfahrungen habe ich damit aber nicht.

    Interessant, wie viele so schlechte Erfahrungen mit Tierheimen gemacht haben. Da hatten wir ja richtiges Glück, dass es bei uns so unkompliziert lief, aber trotzdem Interesse daran besteht, wo der Hund hinkommt. Wir werden auch ab und zu mal noch kurz angerufen, ob noch alles gut läuft oder es irgendwelche Probleme gibt. :gut:

    Mit dem Tierheim, wo wir unseren Hund herhaben, kann ich nur gutes berichten. Wir wollten uns viel Zeit lassen, den Hund kennenzulernen, ging ohne weiteres. Man hatte schon das Gefühl, dass sie die Tiere gut vermitteln wollen, aber trotzdem nicht möglichst lange da haben. Sie haben zunächst mal sehr viel über die Hunde erzählt, damit man sich ein Bild machen kann. Zum Teil auch ganz offen, wenn z.B. ein Hund nicht allein bleiben kann bisher, und deshalb nur vermittelt wird, wenn ein Teil nicht arbeitet. Arbeiten war bei uns auch kein Problem, das wurde einfach realistisch gesehen. Wir haben offen gesagt, dass der Hund auch allein ist, zwar arbeitet mein Freund viel von Zuhause, aber halt auch nicht immer. Ich bin tagsüber im Normalfall auch weg. Wir hatten nach einem Hund gefragt, der das allein sein nicht gewohnt war, den hätten wir nicht bekommen aus dem Grund. Aber das haben wir selbst auch gesehen, weil uns die Eingewöhnungszeit gefehlt hätte.

    Was mir auch gefallen hat, dass dort nicht alle Hunde grundsätzlich kastriert werden, nur Listenhunde. Unserer ist ja auch nicht kastriert und das ist auch gut so.
    Hat zwar nichts mit Hunden zu tun, aber ich weiß, dass sie Wohnungskatzen nur in ganz wenigen (von der Katze abhängigen) Ausnahmefällen allein vermitteln, finde ich auch gut.

    Es ist schon eine Weile her und es war ein anderes Tierheim, da waren die Erfahrungen nicht so gut. Ich war auf der Suche nach einem Meerschweinchen und habe dort gefragt. Ja, sie hätten eines, aber das wird nur als Einzeltier mit seinem Kaninchenfreund vermittelt. :mute: Und das aus dem Tierschutz, na danke. Ich habe da nie wieder angerufen, gibt ja noch genügend andere Meerschweinchen auf der Suche nach einem Zuhause.

    Zitat

    Da sieht man wider mal das ihr keine ahnung habt. klar,dass im TroFu das zuerst aufgelistet ist was gewichstmäßig überragt; ist ja trockenfutter - kein wasser mehr drin :rollsmile:
    aber dafür werben und haben sie 70% tierisches eiweis am gesamteiweis - das ist enorm und somit hochwertig!

    Was hat das mit keine Ahnung zu tun? Da steht auch nichts davon, ob es sich bei "Geflügelfleisch" um die Angabe im Trockenzustand oder sogar frisch handelt. Selbst wenn es die Trockenmasse ist, ist deutlich mehr Getreide drin. Für den Preis bekommt man auch Trockenfutter mit wesentlich mehr Fleischanteil.

    Ich finde auch, dass man es nur schwer vergleichen kann, es ist halt doch was anderes. Zur Zeit gehen wir in die Hundeschule, da kostet eine Gruppenstunde 14€ mit ca. 5-7 Hunden für 2 Trainer. Ich habe mir etwas inhaltlich ähnliches auch mal im Verein angeschaut, der wäre natürlich viel günstiger, aber da war die Gruppenstunde ungelogen mit über 30 Hunden und nur einem Trainer. Was man da dann lernt, weiß ich nicht. Stelle ich mir ziemlich schwierig vor.

    Nach meinem Auslandsaufenthalt und wenn der Hund sicherer geworden ist, will ich die HuSchu sein lassen und zu einem Verein gehen, ich will mir dann Obedience und Agility anschauen.