Beiträge von Camillo09

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    Ehrlich gesagt,ist das für mcih keine Entscheidung was besser oder schlechter ist, ich finde das einfach Beschiss am Kunden.
    Es wird im Endeffekt etwas vorgegaukelt, dass garnicht da ist..

    Was ist denn nicht da? Das Protein ist ja schon da, nur halt nicht in der Qualität und Herkunft, wie man sich wünscht. Es ist ja schon deklariert.

    Mir ist es im Endeffekt auch egal, mein Hund bekommt auch kein hydrolysiertes Protein.

    Ich meine lediglich den Aspekt, sich daran so zu stören, dass hydrolysiertes Protein drin ist. Der Hersteller könnte den Proteinanteil ja auch mit kaum verwertbarem oder billigem, pflanzlichem Protein "auffüllen". Vielleicht würde sich in der Zusammensetzung, wenn ohne %-Angaben, nicht mal was ändern und keiner würde wissen, dass er Anteil von hochwertigem Protein deutlich abgenommen hat.

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    Künstlich modifizierte Proteine, die idR eingesetzt werden um trotz wenig/minderwertigem Fleisch, den Proteinanteil einzuhalten.

    Letztlich ist es einfach nur Protein, was in kleinere Bestandteile (Peptide oder sogar einzelne Aminosäuren). Es ist nicht schlimm, zeugt wie schon geschrieben, davon, dass sonst der Proteinanteil aus dem Fleisch nicht reichen würde für den Anspruch eines Alleinfuttermittels.

    Allerdings wüsste ich jetzt nicht, was für den Hund wertvoller ist, hydrolysiertes tierisches Protein oder dafür pflanzliches Protein. Ich denke eigentlich eher ersteres, aber wissen tu ich es nicht.

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    um es nochmal klar zu sagen (und vielleicht hat die TÄ so kompetent sie ev. sein mag, da auch wenig Erfahrung speziell): wenn man sich einen 3,5-jährigen Hund aus dem Tierheim holt mit ziemlich unbekannter Vorgeschichte und einen ev. noch eher nicht ganz einfachen Rassen-Mix (Husky wäre ja auch nicht gerade der am einfachsten Erziehbare), muss man damit rechnen, dass er nicht auf Anhieb "perfekt funktioniert" - ohne Dir da jetzt was unterstellen zu wollen.

    Wir wussten letztlich von Anfang an, dass er nicht einfach ist und dass wir Arbeit in ihn stecken müssen. Einige Baustellen wie die Leinenaggressionen haben wir beim ersten Spaziergang gesehen, ebenso, dass er mit Spiel nichts anfangen kann. Trotzdem wollten wir dem Hund eine Chance geben. Im Tierheim ging es ihm auch nicht so gut, war total gestresst.

    Mein Freund hatte vorher einen Golden Retriever, der einen halt auch ganz schön verwöhnt hat. Von Anfang an richtig sozialisiert, später freundlich zu allem und jedem, Menschen, Artgenossen, Katzen.... Das einzige Problem war sein doch vorhandener Jagdtrieb, aber sonst ein problemfreier Hund und das mehr oder weniger ohne Arbeit. Jetzt müssen wir halt doch arbeiten, aber das tun wir und wollen wir auch schaffen.

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    Sorry, wenn ich nerve :ops: Alles was ich da lese, empfinde ich als normales Verhalten, wenn man den Hintergrund des Hundes sieht. Und ich sehe absolut nichts, was sich nicht Erziehung und der Arbeit an Beziehung und Bindung hinbekommen läßt..

    Das nervt doch nicht, im Gegenteil!! Ich bin froh, dass hier alle schreiben, dass das Verhalten im normalen Rahmen ist und hinzubekommen, wenn man mit ihm arbeitet. Das letzte, was ich will, ist meinen Hund als unheilbar abzustempeln und ihn vor sich hindümpeln zu lassen. Ich bin ja froh, dass ich hier gefragt habe und ihr alle die Sache viel positiver seht als die TÄ. Ich wollte ihn bisher auch nie kastrieren lassen, sonst wäre das schon im TH passiert, die haben uns gefragt, was wir wollen.

    Was seine Ängste angeht (gestern mal wieder Angst vor wehendem Schilf am Bach), will ich das ganze jetzt richtig mit Zeigen und Benennen angehen und ihm einfach die Welt zeigen, und dass sie nicht böse ist. Die Leinenpöbelei will ich noch mal mit dem Trainer besprechen und event. genauso angehen.

    Wegen Rassen: ich kenne einen Mix, der sieht fast genauso aus und ist eine Mischung aus DSH und Husky, zumindest laut den Besitzern. Angenommen, er wäre ein HSH-Mix, müsste man dann so viel anders mit ihm arbeiten?

    Egal ob knapp bei Kasse oder nicht, ich würde es auch nicht einsehen, den Hund komplett auf meine Kosten untersuchen zu lassen. Die Besitzer wissen von der Problematik und wollen anscheinend nichts machen. Wenn sie den Hund gut vermitteln wollen, dann können sie auch etwas investieren. Deshalb würde ich da auch die Einigung mit dem Besitzer suchen.

    Wenn euch die Haare stören, dass lasst das Thema Hund besser bzw. sucht euch ne Rasse, die nicht haart.

    Der Fragebogen wäre schon sehr interessant. :smile:

    Ich denke, bei ihm ist es eher eine Art Bewältigung. Früh nicht mit Reizen konfrontiert, dann Angst entwickelt und er versucht nun, sich die Sicherheit anders zu holen, um klar zu kommen. Auch, weil er nie gelernt hat, dass ihm Menschen Sicherheit geben können, sondern ihn eher noch dafür schlagen.

    Gestern beim Spaziergang habe ich auch viel nachgedacht darüber. Ich finde, es hat sich schon so viel gebessert, seit er bei uns ist. Anfangs hat er nur geschnuppert, sonst gar nichts. Null Interesse an Interaktion. Inzwischen ist er ja auch ansprechbar draußen, wenn er das Gebiet kennt und ich finde, man merkt auch, dass ihm dann die Wege Spaß machen. Er rennt mal ein Stück, freut sich, wenn ich mit ihm laufe. Kennt er Gebiet nicht, dann rennt er nur seiner Nase nach. Aber es ist halt auch alles neu und interessant. Aber muss man mich dann komplett ignorieren? Da habe ich einen ganz anderen Hund an der Leine. Er erschreckt dann auch dauernd von irgendwas. Und wenn es nur das wehende Schilf im Wind ist und will panisch wegrennen.

    Die TÄ hat sonst nichts geraten. Nach dem DAP-Halsband habe ich gefragt, da meinte sie, dass man es natürlich probieren kann, aber sie glaubt, dass es nichts hilft. Ich will am Donnerstag aber noch mal den Trainer danach fragen. Er ist ja schon viel ansprechbarer geworden als am Anfang. Wir hatten auch schon ne Einzelstunde ausgemacht, aber die hat er dann kurzfristig absagen müssen. Aber das werden wir wieder in Angriff nehmen. Er will mit uns auch gezielt an der Bindung arbeiten.

    Er braucht anscheinend sehr lange, bis er mal anfängt, jemandem zu vertrauen. Aber die Freude, die der Hund zeigt, wenn ich mal ein paar Stunden weg bin, in denen er nicht mal die ganze Zeit allein ist, macht schon deutlich, dass er inzwischen eine Bindung aufgebaut hat. Ich hoffe, dass das uns schon die Chance gibt, an ihn dran zu kommen und ihm auch noch mit 3 Jahren die Welt zeigen zu können, ohne, dass er Angst vor allem haben muss.

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    Hat er dir nicht auch zu dem Chip geraten :???:

    Er hat uns schon dazu geraten, weil er damit die Erfahrung gemacht hat, dass die Erziehung einfacher wird, zumindest in vielen Fällen und unseren würde er auch so einschätzen. Er ist weniger abgelenkt durch seine Umwelt und kann sich dadurch mehr auf anderes konzentrieren. Trotzdem ist es kein Erziehungsersatz und wir müssen genauso mit dem Hund arbeiten wie ohne Chip. Es wird auch ohne gehen, nur mit vielleicht einfacher.

    Thema HSH: wir wissen es natürlich nicht. In seinem alten Impfausweis, den er mit ins TH gebracht hat, stand belg. Schäferhund-Mischling drin. Aber selbst wenn es stimmt, könnte ja trotzdem HSH drin sind. Würde sich ja nicht ausschließen, dass da allerhand mitgemischt hat.

    Ja, das ist der Hund im Avatar. Ich hatte auch schon im "Welche-Rasse-ist-da-drin"-Thread gefragt. Da kamen zwar nur wenige Antworten, aber ein Vergleichsbild, bei dem Malinois-Mischlinge schon so ähnlich aussahen. Unser Trainer hat einen reinen Mali und wenn man die nebeneinander sieht, finde ich schon, dass Ähnlichkeiten auffallen.

    Da ist mal ein Bild http://www.myimg.de/?img=DSCF150559cf5.jpg
    Ich habe leider keine guten von der Seite, wo man ihn ganz sieht.

    Ich danke euch wirklich für eure Antworten, die bringen mich noch mehr ins Nachdenken, was am besten ist. :smile:

    @Artgenossen: klar bin ich froh, dass er so verträglich ist und jedem Streit aus dem Weg geht. Ich kenne auch einen Rüden, der seit der Kastration alle anderen Rüden vermöbeln will. Das wäre natürlich weit schlimmer als so und das möchte ich ja auch vermeiden.
    Daher habe ich jetzt aber auch eine Frage: ich bin davon ausgegangen, dass es für Hunde gut ist, Sozialkontakte zu haben. Ich wollte regelmäßig mit den immer gleichen Hunden und Menschen Gassirunden drehen. Findet ihr sowas sinnvoll? Jetzt v.a. auf meinen Hund bezogen? Ich meine jetzt gar nicht spielen, sondern einfach nur zusammen durch die Gegend ziehen. Es ist ja dann doch auch Interaktion, das ist mir schon klar. Oder soll ich das bei meinem Hund einfach bleiben lassen und akzeptieren, dass er darauf keine Lust hat. Ich habe halt Angst, dass ihm doch was fehlt.

    @Trainer: der Trainer hatte es so formuliert, dass uns der Chip bei der Erziehung helfen würde. Eben weil er dann nicht mehr so viel schnüffeln "muss" und sich besser auf andere Dinge konzentrieren kann. Nicht mehr und nicht weniger. Da war die Aussage der TÄ schon deutlicher, aber ok, sie würde dran verdienen. ;) Dem Trainer traue ich schon, der weiß, was er tut und geht auch davon aus, dass wir den Hund hinbekommen, auch ohne Chip.

    @Nasenarbeit: Genau das mache ich mit dem Hund. In der HuSchu arbeiten wir an ZOS, das habe ich jetzt auch angefangen, bei den Spaziergängen einzubauen. Schon seit einer ganzen Weile verstecke ich unterwegs Leckerlies, die er suchen muss. Das scheint ihm schon auch Spaß zu machen. Wir haben es zwar mal kurz versucht ganz am Anfang, jedoch ohne Erfolg, mit dem Futterdummy zu arbeiten. Das fange ich jetzt auch richtig an, aufzubauen. Eigentlich ist er ja ein cleverer Hund, vielleicht lernt er ja sogar apportieren noch.
    Ich habe auch schon darüber nachgedacht, ob Mantrailing nicht was tolles für ihn wäre. Kann er seine Nase gut benutzen und Spuren folgt er ja eh gerne. Aber ob das dann nicht alles etwas zu viel wird??

    schleppleine: Ich bin täglich 2h mit ihm an der Schlepp unterwegs. Klappt soweit eigentlich auch sehr gut, Hund schaut regelmäßig nach mir, kommt auch immer mal wieder zu mir, lässt sich zu 95% abrufen (die anderen 5% sind zu tolle Spuren von Kaninchen oder Hündinnen).

    Ich gehe davon aus, dass es sexuell motiviert ist. Würde ein Hund bei Kaninchenspuren anfangen zu sabbern? Am schlimmsten ist das ganze auf dem Hundeplatz, da ist er nur am Schnüffeln und Lecken, wenn wir nicht gerade Übungen machen.

    Danke für eure Antworten!

    @Helfstyna: er ist ein Malinois-Mischling, wohl mit irgendeinem Windhund. Die Rassen sprechen schon dafür, dass er Fremden gegenüber sehr distanziert ist, da gebe ich dir schon recht. Das ist auch etwas, was ich ihn gewissem Rahmen wollte und froh darüber bin, dass er nicht zu anderen hinrennt etc. Aber er bellt halt durchaus auch Passanten an, z.T. schon, wenn sie ihn nur ansprechen. Ist zwar schon viel weniger als am Anfang, aber kommt ab und an noch vor.

    Tamita: Ausländer wissen wir nicht, wir glauben es nicht, aber über seine Vorgeschichte ist nicht so viel bekannt, außer, dass er in einer Familie war, die nie Zeit hatten, er täglich bis 12h alleine war und dann (wohl zu seinem Glück) aus Zeitmangel abgegeben wurde.
    Unseretwegen muss er nicht mit Spielzeug spielen, aber eigentliche alle Hunde, die ich kenne, haben wenigstens Spaß an irgendwas. Ok, er spielt mit seinem Kauzeug, aber das wars auch schon. Ab und an mal kurz Zerrspielchen mit uns.
    Ich bin davon ausgegangen, dass Hunde Rudeltiere sind und zumindest mit solchen, die sie kennen und regelmäßig sehen, auch mal interagieren, sich mal jagen und jagen lassen etc. "Hallo" an der Leine bei unbekannten Hunden brauche ich nicht, mir würde es schon völlig reichen, wenn er nicht schon auf 10m ausrastet.

    Murmelchen: wenn er könnte, würde er zum ersten Kontakt zu fremden Hunden schon hinlaufen und schauen, ob es eine läufige Hündin ist. Und an der Leine gibt es halt riesen Theater.
    Er soll keinesfalls ein "ich liebe alle Menschen"-Hund werden, den will ich gar nicht ;). Die Hoffnung ist, dass er dann auch noch was anderes um sich herum wahrnimmt außer Gerüche. Er draußen ansprechbarer wird, mit uns zu interagieren, weil er nicht nur seinen Hormonen nachrennt.

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    Das finde ich ja mal interessant. Wie hat die Ärztin denn den Autismus diagnostiziert?

    Diagnostiziert naja, ist halt nicht so einfach. Ich habe ihr sehr viel darüber erzählt, wie sich der Hund verhält. Sie hat sich sein Verhalten ihr gegenüber und in der Praxis angeschaut. Klar verhält sich da ein Hund nicht normal, aber es für sie schon extrem. Es gab für ihn nur eines, Schnüffeln, am Boden lecken.

    Kann man das bei Hunden irgendwie richtig diagnostizieren? Wenn ich mal nach den menschlichen Diagnosekriterien gehen würde, würde er sie erfüllen, fast von oben bis unten ;), sofern man das auf den Hund übertragen kann. Intelligent ist der Hund sicher auch, so schnell, wie er Dinge lernt, wenn man an ihn ran kommt. Drinnen geht es ja inzwischen, nur draußen halt so gut wie gar nicht.

    Spielen z.B. mit anderen Hunden: wenn ihn andere Hunde auffordern, ob nun durch ins Gras legen, anbellen, anrempeln..., er steckt einfach nur steckensteif da und wartet, bis sie aufgeben. Draußen interessiert ihn jedes Spielzeug nicht, selbst das, was er drinnen noch gut findet. Er spielt drinnen ganz gerne mit seinem Kauzeug, aber so gut wie nur mit sich selbst, er trägt es rum, wirft oder kickt es weg und rennt hinterher... aber alles nur alleine.