Zitat
- Nicht so viele Kommandos benutzen (gut, sie benutzt angeblich keine, was auch nicht richtig ist, denn Signale sind Signale ob körpersprachlich oder verbal).
Wenn man unter Kommando ein konditioniertes Signal versteht, dann verwendet sie keine (zumindest nicht in dem, was ich gesehen habe). Wenn man natürlich Kommando=jegliches Signal versteht, muss man sie ja verwenden, logisch, sonst findet ja keinerlei Austausch statt. Und ohne Konditionierung geht es schon.Was ich nicht so gut finde:
- wenn sie das Abbruchsignal konditioniert, dann erklärt sie, dass die Hunde nicht an das Futter dürfen hinterher (die Katze dürfen sie dann ja auch nicht jagen....), aber lässt in einer Folge einen Hund dann doch das Futter aufsammeln, wo sie ihm vorher mit dem Abbruchsignal vermittelt hat, dass er nicht ran gehen soll.
- dass das Abbruchsignal auch "warten" bedeutet (ich glaube meine Hunde würden ganz schön durcheinander sein, denn "warten" heißt "warten" und "nein" heißt, lass das und mach das nie wieder).
Wie Nowak das begründet, weiß ich nicht. Die HTS sagt dazu, dass Leithunde nie konsequent sind, d.h. nur weil der Knochen/Leckerlie... gestern verboten war, kann er heute trotzdem erlaubt sein. Wenn man das ganze nicht über Konditionierung macht (Kommandos wie Nein, Warte...), sondern körpersprachlich, verstehen die Hunde das trotzdem, weil es ihre Natur ist.
Wenn ich Zeit finde, würde ich das auch gerne schauen. Die Arbeitsweise von ihr ist halt ganz anders als das, was im Moment absolut in ist. Dem Hund ständig mit konditionierten Kommandos zu sagen, was er jetzt gerade machen soll. Dieses positiv verstärken, jenes clickern...Und wenn ein normales Nein nicht reicht, kommen halt Rütteldosen, Wasserflaschen, Disks oder sonst was. Ich bin froh, dass es auch Konzepte wie das von Nowak (von der ich nicht mehr weiß als die Reportage) oder HTS gibt, die nicht in diesem Strom mitschwimmen und andere Wege gehen.
EDIT: in der HTS gibt es so etwas wie Belohnung eigentlich nicht, jedenfalls nicht situativ. Wenn ein Hund verstanden hat, was man von ihm will, dann muss er für das Ausführen nicht belohnt werden. Wir geben 18-jährigen ja auch kein Eis mehr, weil er so toll auf Toilette gegangen ist.
Allerdings wird auch betont, dass genauso wichtig wie Führung die Zuneigung ist. Das muss immer in Balance bleiben, aber es wird nicht situativ gelobt.