Beiträge von Camillo09

    Zitat


    Warum versteht er die Methoden nicht, wenn sie doch wie ein Hund mit ihm arbeitet?
    Weiß er nicht, das er ein Hund ist?

    Bei solchen Aussagen bekomme ich immer die Krise!
    Menschen sind keine Hunde und können auch nicht auf Hundeart kommunizieren!
    Kein Wunder, wenn er es nicht versteht!

    Hunde kommunizieren beispielsweise über Fixieren, Blocken und Bewegungseinschränkung und das kann auch ein Mensch. Es scheitert nur bei vielen an der exakten Umsetzung, denn da sind Hunde nun mal Meister, Nuancen in der Körpersprache zu lesen.

    Zitat

    Unsere hundetrainerin arbeitet so wie maja nowak im zdf. Auf ebene des hundes, ohne leckerlis. Drin soll er halt seinen ruheplatz haben und diesen nur verlassen, wenn wir es erlauben. Draußen sollen wir ihn mit ''blocken'' immer hinter uns geghen lassen, und den fremnden menschen und hunden abgewandt (also dass wir immer dazwischen sind), sodass er sich von uns geschützt fühlt :/

    Findest du die Arbeit gut? Willst du so arbeiten?

    Und hast du genau verstanden, was du wie umsetzen musst? Oder gibt es noch offene Fragen? Das ist natürlich die Grundvoraussetzung, dass du dich so verhalten kannst, dass es der Hund versteht.

    Wenn du nicht hinter dieser Methode stehst, dich damit nicht wohlfühlst oder es nicht richtig verstanden hast, dann kann das nichts werden. Dann schau dich, wenn ihr den Hund behalten wollst, nach einem anderen Trainer um. Nicht jede Methode passt zu jedem Halter und Hund, egal wie gut sie ist. Wenn du das Gefühl hast, alles wird nur schlimmer, dann lasst es, dann hat es keinen Zweck.

    Wir arbeiten mit dem gleichen Problem auch in dieser Art mit dem Hund und wir machen riesengroße Fortschritte. Ich will damit nur sagen, diese Art ist nicht schlecht und kann funktionieren, zumindest so, wie ich sie gelernt habe ;) , wie es genau bei euch laufen soll, habe ich ja nicht gesehen. Das heißt aber nicht, dass es DAS Patentrezept schlechthin für jeden Hund ist.

    Hunde lernen ortsbezogen. Hundeplatz ist Hundeplatz und Gassistrecke ist Gassistrecke. Da können sich Hunde total unterschiedlich verhalten. Bei meinem ist das auch nicht anders und ich habe es auch nicht geschafft, sein tolles Benehmen auf dem Platz nach draußen zu transportieren.

    Hattest du schon mal einen Trainer, der euch auf der Gassistrecke Trainingstipps gibt? Ich denke, das ist das einzige, was euch weiterhilft. Training auf dem Platz hilft im Alltag nur bedingt.

    Zitat

    :D
    Zwei Methoden :lachtot:

    Es gibt noch eine dritte Methode: C.M. :D

    Gut, dass es TV gibt, ich würde die sonst gar nicht kennen und einfach so mit meinen Tieren zusammenleben.....

    Das sind alles Hundetrainer und die werden in den seltensten Fällen von Leuten zu Rate gezogen, die einfach problemlos mit ihren Hunden zusammenleben. Warum auch, es gibt ja kein Problem.

    Ich kannte auch keine Hundetrainer, weder Milan, noch Grewe, noch Nowak oder die HTS, bis ich selbst einen gebraucht habe. Wie oft wird hier im Forum zu nem Trainer geraten? Gefühlt in jedem zweiten Beitrag. Wie oft liegen Probleme in der mangelnden Führung?- etwa genauso häufig. Es gibt Leute, die Hunde eben einfach führen können, viel Erfahrung haben, einfache Hunde etc. Und es gibt eben andere. Bei uns liegt/lag das Hauptproblem auch genau da, unser Hund brauchte auch Führung, weil er selbst mit den Umweltreizen nicht gut umgehen kann, und ich wusste einfach nicht, wie ich das erreichen kann. Deshalb empfinde ich das auch nicht als Symptombehandlung, wenn ich ihm das nach vorne-gehen verbiete und klar mache, dass ich das regle. Ich werde es nie erreichen, dass mein Hunde fremde Menschen oder Hunde toll findet, das ist utopisch, aber ich kann ihm zeigen, wie er damit umgehen soll.
    Und da nicht jede Methode zu jedem passt, braucht es eben verschiedene Trainer. Anita Balser hat auf dem Seminar damals auch gesagt, auf die Frage, ob man das nun immer so umsetzen muss, nein, natürlich nicht, aber alle sind mit einem Problem hergekommen und sie hat eine Lösungsmöglichkeit gezeigt. Wäre so, wie man vorher mit den Hunden gelebt hat, alles toll gewesen, wäre man ja nicht zu ihr ins Training gekommen.

    Genauso ist das mit Nowak auch. Wenn man keine Probleme hat, braucht man sie und ihre Art nicht kennen. Hat man einen tollen Trainer, ebenso wenig. Hat man das aber nicht, könnte man sich das ja schon mal anschauen und überlegen, ob es zu einem passt. Ich finde viele ihrer Ansätze sehr gut, während mir Rütter und sein Futterbeutel nicht gefällt. Ansichtssache, ganz einfach. Deswegen ist nun keiner besser oder schlechter, es muss einfach passen.

    Sich "Hundeflüsterin" zu nennen, oder auch der restliche "Werbetext", finde ich auch übertrieben, aber man sollte nicht vergessen, dass das ne Doku ist und keine Do-it-yourself-Hundetrainings-Anleitung. Wenn man das Konzept nicht wirklich kennt, kann man das einfach nicht so umsetzen, weil man einfach nicht alle Nuancen sieht, dazu wird nun mal zu viel geschnitten. Ich denke schon, dass das auch bis zu einem gewissen Grad auf den Hund angestimmt ist, natürlich aber gibt es ein Konzept. Das hat aber jeder Trainer, da habe ich noch keine Unterschiede erkennen können. Es gibt gewisse Methoden und die werden eben dann angepasst. Mal ein Ssssht zu verwenden, bringt gar nichts, man muss schon wissen wie und das kann man mMn nicht, weil man da was im Fernsehen gesehen hat.

    Noch was zur Leckerlie-Sache: mir kam es so vor, als wäre die Frau damit auch überfordert, die Hunde so zu führen und das denen klar zu machen. Sie war selbst dazu einfach zu hektisch und chaotisch. Da brauchte es einfach ne andere Methode und das mit den Leckerlies war in meinen Augen was, was sie eben auch umsetzen kann, wenn das andere nichts für sie ist. Für mich spricht das nicht unbedingt gegen Nowak oder gegen ihre Methode, wenn es bei einem Gespann einfach nicht hinhaut und man dann was nimmt, was der Halter einfacher umsetzen kann.

    Ich versteh FlyingPaws so, dass du nur 2x spazieren gehen sollst und sonst eben so oft wie nötig kurz Pinkeln. Da brauchst du ja keine große Runde zu gehen.

    Das Verhalten, das du beschreibst (stehen bleiben, bestimmen wo es lang geht), macht sie das ohne oder mit Leine? Wahrscheinlich ohne, oder? Wenn ja, würde ich mal ne Schlepp dran machen und dann muss sie eben mit, ohne Locken, Rufen oder ähnliches. Belohnen zwischendurch, wenn sie von sich aus gut mitläuft und Kontakt zu dir sucht, ansonsten einfach mitnehmen, kommentarlos. Mein Hund bestimmt nicht, wie schnell ich wohin laufe, das ist immer noch meine Sache.

    Wir würden in der nächsten Zeit auch gerne mal wieder mitkommen, wenn die Termperaturen auch nachmittags erträglich sind. Camillo geht ja überhaupt nicht ins Wasser und so konnten wir uns an den heißen Tagen immer nur spät abends für ne größere Runden rauswagen. In den nächsten Tagen soll es aber ja wieder kühler sein, dann gehts auch vor neun oder halb zehn wieder.

    Zitat

    Darauf hin kam der Spruch, das wäre nicht erlaubt, so einen quirligen Hund mit aufs Grundschulgelände zu nehmen und das mich sowieso mal jemand deswegen anzeigen wollte. Hö? Hör ich zum ersten Mal, dass das verboten wäre. N

    Bist du dir da sicher? Ich kenne keine Grundschule, wo Hunde auf dem Gelände nicht verboten sind. :???:

    Da mein Hund Fremde auch so überhaupt nicht ausstehen kann, traue ich ihm in solchen Situationen auch nicht. Deshalb mache ich ihm erst mal klar, dass ich mich um die Person kümmer (= Hund hinter mich schicken) und anschließend wird er auch durch die Leine auf Abstand gehalten. Sprich, ich stehe ein bisschen weg von der Person und event. wenn der Abstand gering ist, gleichzeitig auf der Leine, die so kurz ist, dass der Hund nicht an die Person kommen kann. Eigentlich reagiert er hinter mir nicht mehr, aber man kann nie sicher sein und im Zweifel ist der Hund immer schneller, wie du gemerkt hast. Deshalb die Absicherung. Wenn er trotzdem mal reagieren sollte, gibt es ne klare Ansage, dass das Mist war und er das zu lassen hat. Ich korrigiere dann auch jegliches Nach-vorne-gehen, auch ein Bellen oder Knurren. ICH kümmer mich ja, er hat einfach nur ruhig zu sein und braucht nicht mehr drohen. Allerdings muss ich natürlich auch dafür sorgen, dass die Person ihn in Ruhe lässt und ihn nicht bedroht (vorbeugen etc.), das ist klar.

    Je nach Person und Situation darf er dann auch mal hin, Leckerlie abholen, aber eben nur, wenn ich die Person einschätzen kann und davon ausgehen kann, dass das ne gute Erfahrung wird. Ansonsten muss er hinter mir bleiben, bis ich fertig bin.

    Das, was du unter deinem ersten Punkt beschreibst, tut mein Hund, wenn er Aufmerksamkeit will bzw. spielen. Das Stubsen, auch mal das (ohne Zähne) nach der Hand schnappen, gut, er stellt mich nicht an die Wand. Aber das passt nicht zum Rest, wo er ständig am Maßregeln und Kontrollieren ist.

    Was ist es denn für ein Hund? Ich würde auch sagen, dass mal ein Trainer von Nöten ist, der dir sagt, wie du dich genau verhalten sollst. Mein Hund lässt sich von anderen auch nicht unbedingt was sagen, da hilft nur Bestechung mit Futter. Maßregeln lässt er sich schon gar nicht, da würde er auch dagegen gehen. Deshalb müsste man das wirklich vor Ort sehen, was bei dem Hund angesagt ist. Ob du selbst was machen sollst oder lieber deinen Partner machen lässt. Das kann man auf die Entfernung einfach nicht beurteilen.