Beiträge von Camillo09

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    Finde ich gar nicht so unpraktisch! Halt für die typischen Situationen- alt, krank, gehandicappt etc.
    Allerdings keine Ahnung wie gemütlich das wirklich für den Hund ist.

    So wie der Hund auf den Bildern drin hängt, würde ich behaupten, dass das überall drückt und überhaupt nicht bequem ist. An sich ne gute Idee, aber die Umsetzung ist mangelhaft. Wirkt halt so, wie eine Baby-Trage und genau so soll es wahrscheinlich auch aussehen.

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    Ist zwar OT aber man benutzt doch nicht Z+B, wenn der Hund was ingnoriert, sondern wenn ein Reiz auftritt, der unangebrachte Reaktionen hervorruft.
    Wenn also bspw. Krähen uninteressant sind, werde ich die sicher nicht zeigen und benennen, warum auch?
    Ich habe immer das Gefühl, hier schreiben einige über Dinge, mit denen sie sich nicht wirklich beschäftigt, den Dinn nicht verstanden, aber durchaus eine (ab-) wertende Meinung haben..

    Das ist schon klar, natürlich macht man das nur mit Dingen, die für den Hund eine Bedeutung haben, und er so darauf reagiert, wie man es nicht haben will. Es ging mir um die alternative Reaktion des Hundes, die er dann zeigen soll. Dass da bei Z/B ignorieren eben nicht reicht.
    Mit "Halt die klappe" konnte ich erreichen, dass er nun 90% der Passanten komplett ignoriert als wären sie nicht da. Die können rufen, bellen, pfeifen... Die übrigen 10% schaut er an. Als er 100% anschauen sollte, war er deutlich aufgeregter, auch wenn es die gewünschte Reaktion war, Blick zum Passanten und dann zu mir war, aber er war immer unter Spannung. Die Anspannung habe ich aber nicht rausbekommen und so ist er eben doch öfters noch explodiert. Zwar weniger als vorher, aber ein richtiger Erfolg war es nicht. Vielleicht ist es für meinen Hund einfacher, sie zu ignorieren und sich damit nicht weiter zu beschäftigen, ich weiß es nicht. Mir reicht es eben so. Ich glaube nicht, dass ich die genetisch bedingte Abneigung gegen Fremde wegclickern kann und so war für UNS der andere Weg der bessere.

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    Es werden keine Sachen wichtiger gemacht - die Auslöser sind vorm Z/B schon wichtig außerdem werden mit dem Auslöser nach und nach positive Emotionen verknüpft ... was erreicht werden sollte.

    Dadurch, dass der Hund eine Belohnung bekommt, wenn er sich so verhält wie gewünscht, macht man die Situation schon wichtiger. Auslöser=Belohnung=wichtig. Er soll sich ja vermehrt damit auseinander setzen, ein Ignorieren wird ja (normalerweise) nicht bestätigt. Mir reicht aber beispielsweise ein Ignorieren völlig aus. Er darf schauen, muss aber nicht.

    Wer gerne mit Z/B arbeitet, darf das ja machen und es auch empfehlen. Ich finde es ja grundsätzlich auch einen guten Ansatz, aber es wird hier gerne als einziger Weg und Allheilmittel für alles dargestellt und das ist es eben nicht. Es gibt auch andere Wege, die genauso ihre Berechtigung haben. Jeder Weg hat Schwächen und Vorzüge und man muss schauen, was eben passt, auf den Hund, aber auch auf den Menschen.

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    "Klappe jetzt" ist mir viel zu vermenschlicht gedacht und meiner Meinung nach nicht zielführend. Ich bevorzuge bei "Trainern" die Arbeit an den Ursachen und nicht die bloße Symptombekämpfung (die ja oft genug schiefgeht...)

    Was macht man, wenn ein Hund (genetisch verankert) fremde Menschen einfach sch**** findet und deshalb verbellt, weil er gelernt hat, dass er sie mit der Strategie los wird? Wenn man eine Ursache nicht beheben kann, weil man gegen Genetik einfach nicht ankommt? Das ganze Hundeleben lang schön füttern? Ich habe mich dann auch nach fast nem Jahr Zeigen und Benennen mit geringem Erfolg dazu entschieden, die Strategie zu ändern und dem Hund einfach zu sagen, "Halt deine Klappe, bleib hinter mir, ich mach das". Und siehe da, der Hund wurde in kurzer Zeit viel entspannter, weil er kapiert hat, dass das nicht (mehr) sein Job ist. Er braucht sich um nichts kümmern, er kann nach den Leuten schauen, aber er kann es auch lassen. Durch Z/B beispielsweise wird eine Situation auch für den Hund wichtig gemacht, wichtiger, als sie eigentlich ist. Es kann dem Hund nämlich eigentlich vollkommen wurscht sein, ob da jemand kommt oder nicht.

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    Komplett Krankenversicherung kommt für mich nicht in Frage, ich will nur die OPs abgedeckt haben.
    Und wenn ich bedenke, dass für meinen Hund der in der Agila in Gruppe drei eingestuft ist, die Uelzener die Hälfte kostet, dann könnte ich mit Formular ausfüllen gut leben, wenn das der einzige Nachteil wäre..

    Es ist (in meinen Augen) nicht der einzige Nachteil. Wie schon geschrieben, es wird ja nur der 2fache Satz bei der Ülzener abgedeckt. Mich hat auch gestört, dass nur 12 Tage nach der OP Folgebehandlungen übernommen werden. Die zwei Wochen sind schnell rum. Es ist natürlich so, dass dann i.d.R. keine sehr teuren Folgebehandlungen mehr kommen, aber mir war es der Preisunterschied von nicht mal 3€ nicht wert. Wenn ich allerdings das doppelte hätte zahlen müssen, hmm. Dass man unbedingt in Vorleistung gehen muss, ist auch so ne Sache. Wenn man mit dem TA reden kann, dass man zumindest teilweise später zahlt, wenn das Geld der Versicherung da ist, ok, aber wenn man wirklich mehrere tausend Euros vorstrecken muss, ist das auch nicht unbedingt einfach.

    Wir hatten genau das gleiche Problem mit dem Auto und haben dann einfach selbst eine Box gebaut. 100€ und 5h Aufwand waren im Endeffekt dann doch recht günstig für ne Box mit 80*45*60.

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    Aber genau das erklärt sie in dem Video.

    Wenn sie das nicht mehr so aufbaut, wie dann?

    Und klar kann ich jedes Geräusch benutzen: ein unbekanntes Signal übernimmt nach der Konditionierung das bekannte Signal.

    Das Gelb und das Rot unterscheiden sich nur in der Berührung, ansonsten sind sie gleich. Man muss auch nicht immer vorher Gelb geben, ich entscheide auch je nach Situation und Stimmung des Hundes, ob eine Berührung nötig ist oder nicht. Wenn der Reiz sehr stark ist (weghoppelndes Kaninchen 5 m weg oder Artgenosse), dann braucht er die Berührung (im Moment noch), damit er mein Verbot, nach vorne zu rennen, akzeptiert. Die Berührung kann auch unterschiedlich lang sein, je nach Hund. Manchen hilft es, sie länger zu berühren (meinem inklusive). Der Hund hat ja keinen Schaden durch das "Rot", es ist nur deutlicher.

    Zum letzten Teil: ich arbeite die ganze Zeit mit dem Geräusch. Heute morgen habe ich spaßeshalber mal "Wald" ausprobiert, oder "Ameise", die Reaktion des Hundes war exakt die gleiche wie auf das Geräusch. Und da war nichts konditioniert, ich habe diese Wörter vorher noch nie verwendet. Wenn etwas konditioniert ist, dann meine Körpersprache.

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    Mhh so ganz stimmt das aber nicht.

    Guck mal da: http://www.youtube.com/watch?v=c2gIv3mhfbQ

    Gelb ist das "Schtt" (und fixieren), als der Hund das nicht befolgt (weil er das noch nicht kennt), kommt die Konsequenz: stupsen.

    Und das ist Konditionierung. Auf einem unbekannten Reiz (Schhht), erfolgt ein bekannten Reiz (stupsen). Somit kündigt irgendwann der erste Reiz, den zweiten an und hat somit auch die gleiche Wirkung (das wird danach kurz erklärt).

    Das Video ist schon älter. Heute lehrt sie einiges anders.

    Anita hat selbst gesagt, dass es auf das Geräusch nicht ankommt und wenn der Hund allein auf das Geräusch reagiert, hat man was falsch gemacht. Es geht nämlich eben überhaupt nicht darum, dieses Geräusch als Ankündigung einer Strafe zu konditionieren. Wie gesagt, es funktioniert auch, wenn man das Geräusch weglässt oder ein anderes Wort nimmt, das der Hund nicht kennt.

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    Das Abbrichsignal ist eine Konditionierung: sie benutzt einen SSSSSSSsssst -Laut

    Zumindest in der HTS ist das nicht konditioniert. Es ist einfach ein Geräusch, das einem zur deutlicheren Körpersprache verhilft. Hab ich vorhin selbst ausprobiert, das funktioniert mit jedem anderen Wort oder Geräusch ganz genauso, obwohl ich es noch nie verwendet habe. Alternativ kann man es auch ganz weglassen, klappt auch.

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    Alles 1000mal besser als die Nowak, Millan, Rütter oder Schlegel oder wie sie alle heißen.

    Sagt wer?


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    Meinst du mit HTS Hundeteamschule? Natürlich gibt es da auch Belohnung. Zuwendung/Lob ... gibt es alles und ist gleichzusetzen mit Belohnung. Anita Balser arbeitet und macht daraus auch keinen Hehl, mit positiver Bestrafung. Nichts anderes ist das, was nicht schlimm ist.

    Ja meine ich. Ich habe ja geschrieben, es gibt Zuwendung, natürlich, ist sogar sehr wichtig. Aber nicht in dem Sinn eines Lobes, dass der Hund gestreichelt wird, weil er gerade ruhig am Erzfeind vorbei gegangen ist. Das gibt es so nicht. Also keine Belohnung, um positive Verstärkung zu erreichen. Wie sehr man allerdings am Konzept der Trainer festhält oder inwiefern man seinen eigenen Weg findet, muss jeder selbst wissen. Ich halte mich da auch nicht so dran, dass ich meinen Hund nicht doch mal lobe, wenn er etwas toll gemacht hat oder er auch mal ein Leckerlie bekommt.

    Ich finde Arbeit über Strafe (selbstverständlich ohne Gewalt und Schmerzen) und wenn der Hund mal Meideverhalten oder Beschwichtigungen zeigt, überhaupt nicht schlimm. Das ist unter Hunden ganz normal.