Beiträge von Camillo09

    Ich denke auch, dass das von Hund zu Hund sehr unterschiedlich ist. Wenn eurer damit offensichtlich kein Problem hat, dann wird es schon in Ordnung sein. In dem anderen Beitrag gab es ja massiv Probleme, die damit sehr wahrscheinlich zusammenhängen. Unserer braucht mehr Ruhe, der döst auch den ganzen Tag, wenn wir nicht unterweg sind. Hat er diese Ruhe nicht, dreht er draußen total hoch und dann wird er echt nervig. Quasi wie ein quengeliges Kind, das bei jeder Kleinigkeit ausflippt. Wenn wir im Urlaub sind, dann ist er länger auf den Beinen als normal und abends regen ihn dann Dinge auf, die morgens noch gar keine Beachtung gefunden haben. Und wenn es nur ein wehender Ast ist. Einfach nur, weil er total kaputt ist und Ruhe braucht.

    Solange ein Hund gut klar kommt, nicht gestresst ist oder aufdreht, dann würde ich mir keine Sorgen machen.

    Allein bleiben: nicht warten, bis sie jault! Dann war es nämlich schon zu lang. Immer nur so kurz weg, dass sie NICHT anfängt, zu bellen oder jaulen oder sonst was.

    Leinenführigkeit: ein Geschirr bringt auch nichts, ihr müsst dem Hund erst mal erklären, was ihr von ihm wollt. Denn es klingt danach, als wüsste der Hund schlichtweg nicht, was er machen soll. Hier gibt es viele Threads dazu, wie man Leinenführigkeit üben kann. Ich fand die Trennung HB/Geschirr gut. HB= geh ordentlich, Geschirr = ziehen ok, inzwischen Geschirr=ziehen erwünscht. Anfangs dann wirklich nur ganz kurze Strecken Leinenführigkeit fordern, dann wieder umhängen ins Geschirr. Am HB aber ganz konsequent jegliches Ziehen unterbinden, egal mit welcher Methode und dabei bleiben. In 4 Monaten alles durch klingt nicht gut, da kann es der Hund gar nicht verstehen.

    Hinterherlaufen: auf den Platz bringen, anbinden und fertig. Platz = Auszeit und Ruhe

    Und nen anderen Trainer würde ich auch suchen. Eigentlich klingt das für mich nicht so schwierig und stur, eher wie ein Hund, mit dem schon alles versucht wurde und der einfach heillos überfordert ist.

    Die Kosten sind doch sehr individuell. Ferienwohnung/Hotel/Camping? Selbstverpflegung/Essen gehen? welche Art von Ausflügen/Besuchen

    Wir wohnen i.d.R. in einer Ferienwohnung mit Selbstverpflegung und 1x Essen gehen während dem Urlaub. Ausflüge kosten nur das Spritgeld, weil wir gerne in der Natur unterwegs sind, große Wanderungen machen (demnach wird auch so das Ziel gewählt ;) ). Dementsprechend sind natürlich auch die Kosten für den Urlaub nicht so hoch, nur ca. 40-60€/pro Tag für alle (2P+Hund) + Anfahrt je nach Entfernung.

    In Anbetracht meines knappen Budgets waren wir nie länger weg als über Wochenenden, aber ich bevorzuge eigentlich längere Aufenthalte. Nächstes Jahr schaffen wir immerhin schon mal eine Woche. ;)

    Ich würde auch behaupten, dass nicht jeder einen pöbelnden von einem wirklich aggressiven Hund unterscheiden kann. Meiner macht manchmal (noch) bei Hunden auch ein RiesenTHEATER, das klingt, als wäre der andere gleich Hackfleisch. Kommt der andere Hund trotzdem her, passiert absolut NICHTS. Es ist nur Theater, aber er kann das ganz super schauspielern! Meiner will seine Ruhe und hat früher gelernt, dass das so wunderbar klappt. Ich weiß, dass ich meinen Hund 100%ig halten kann und nichts passieren wird. Wenn andere ihm nicht zu nahe kommen, schon gar nicht.

    Wenn die Halterin den Hund halten kann, wo ist das Problem? Außer die falsche Anmeldung, um weniger Geld zu bezahlen und eben keine Auflagen zu haben. Zumal er ja im Ort an der Leine gesichert ist. Warum ihr jetzt an den Karren fahren und zu nem Wesenstest einladen, den der Hund jetzt nicht besteht? Obwohl letztlich gar keine Gefahr von ihm ausgeht, weil die Halterin den Hund soweit unter Kontrolle hat, dass er niemanden beißen kann? In der Regel reicht dazu ja ne Leine und die ist dran.

    Ich würde die Halterin freundlich darauf hinweisen, dass es mit dem Verhalten des Hundes Probleme geben könnte, weil vielleicht doch mal jemand den Hund meldet, aus Angst, dass mal was passiert. Am besten mit nem guten Trainer-Tipp, vielleicht überlegt sie es sich ja doch mal, auch wenn sie es nicht offen zugibt.

    Ein paar mehr Satzzeichen und Absätze würden das Lesen erleichtern.

    Ich habe erst mal ein paar Fragen, weil mir einiges nicht klar ist, was aber wichtig ist:
    - woher kommt der Hund und wie alt ist er?
    - an was habt ihr mit der Trainerin schon gearbeitet und wie?
    - wie sieht euer Alltag aus? Wer ist "wir"? Zwei Erwachsene, sind Kinder da? Ist der Hund allein? Mit auf Arbeit? Ist jemand zuhause?
    - arbeitet ihr etwas mit dem Hund? Schäferhund-Border Collie-Mix muss schon beschäftigt werden, je nachdem, wie alt er ist, sonst denken die sich sehr schnell Blödsinn aus.

    Zitat


    Es kann ja sein, dass "hinterhergehen" funktioniert, weil der Hund halt reagiert und nicht agiert, weil der HH zwischen Hund und potentiellem Aggressionsgegenstand steht oder sonst wie - aber das hat nichts mit Geh-Reihenfolge im Rudel zu tun.

    Wir machen das auch, das funktioniert hier aus dem Grund, dass Hund nicht mehr der erste ist, der bei was auch immer ankommt, sondern ich. Im Prinzip also schon " der Chef geht vor und klärt das". Außerdem verschafft es einem schlichtweg Zeit. Wenn der Hund hinter einem läuft, dann ist der Weg, bis Hund vorne in der Leine hängt, einfach weiter und er muss an mir vorbei, was ich so meistens verhindern kann. Bei Hunden, die nicht nach vorne auf irgendwelche Reize (aggressiv) reagieren, braucht man das natürlich nicht, aber für Hunde, die das eben tun, kann es eine echte Hilfe sein. Allerdings natürlich nicht mit Gewalt, das sollte sowieso klar sein.

    Im Freilauf darf mein Hund aber laufen, wo er will und beim Canicross darf er sogar an der Leine ziehen ;) .

    @kikt: mir hat mal ein Hundetrainer erzählen wollen, ich soll meinen Hund mit Leinenrucken am HB dazubringen, mich anzuschauen. Warum tut meiner das nie? Klar, er sieht mich nicht als Rudelführer, ist dominant und ignoriert mich. Dem hätte es auch nicht geschadet, sich mal mit Beschwichtigungssignalen zu befassen.

    Meine Eltern wohnen auch absolut ländlich und da ist das Leben mit Hund schon anders als hier. Ich wohne zwar auch in einem ländlichen Vorort, aber in einer sehr dicht besiedelten Region, wo sich alle Hunde auf dem bisschen Feld, Wiese und Wald treffen, was in der Nähe ist.

    Ich erlebe es so, dass es auf dem Land eigentlich keine Tut-Nixe gibt. Bisher bin ich kaum unangeleinten Hunden begegnet und meiner bleibt bei Hundebegegnungen (logischerweise) dann auch an der Leine. Wie sie ohne Leine sind, keine Ahnung, niemand will seinen Hund im Wald ableinen. Die meisten (70%) der Hunde im Dorf sind ausgebildete und eingesetzte Jagdhunde, die nie spazieren gehen. Ansonsten ist das Gebiet halt weiträumig genug, dass ich bei einem 2h-Spaziergang höchstens mal einen treffe. Da seh ich mehr Wild unterwegs. Ich gebe zu, dass ich nicht wüsste, ob ich dafür beispielswiese an Leinenaggressionen gearbeitet hätte. Das Geld für den Trainer kann man sich ja eigentlich auch sparen, so selten, wie man mal jemanden trifft. An meinem Wohnort ist das einfach nur nervig, weil man alle 100m jemanden trifft.

    Wir werden im Herbst (vorerst) zu meinen Eltern ziehen und ich glaube, dass das mein Hund super findet. Der will eh keinen Kontakt zu fremden Hunden und da kommt ihm das gerade recht. Das einzige, was schade ist, dass der Freilauf weniger werden wird, weil es einfach soooooo viel Wild gibt.

    Ich sehe das wie Lajla, das Problem ist für mich hier die frühe Kastration. Wenn Hunde wirklich fertig sind, aus der Pubertät raus etc. und man dann immer noch Probleme hat, die man nicht in den Griff bekommt, dann finde ich ne Kastration schon eine Option. Allerdings nicht schon mit ca. 1 Jahr, auch wenn das dann halt 2x Narkose bedeuten würde. Ich würde es trotzdem nicht machen lassen. Schlimmstenfalls muss er halt in ein paar Jahren noch mal in Narkose. Oder mit dem Tierarzt absprechen, den anderen Hoden auch erst später zu entfernen.

    Manchmal frage ich mich schon auch, woher die Schauergeschichten nach der Kastration eigentlich kommen. Ich kenne nicht einen solchen Hund. Ich weiß von einem einzigen Hund, der seit der Kastration Artgenossen nicht mehr leiden kann, allerdings kenne ich dazu keinerlei Hintergründe (Alter, Sozialisation...) Gut, unserer ist auch deutlich verfressener und ruhiger geworden. Aber er hat tolles Fell (dank anderem Futter), fett werden kann man ja übers Futter steuern und Muskeln hat er tatsächlich auch noch welche, es werden sogar noch mehr. Je nach Gegenüber wird er schon immer für nen Senior (gräuliche Schnauze, weil er sich nicht zwischen weißer und schwarzer Maske entscheiden konnte) oder nen Junghund gehalten.

    Es kommt immer drauf an, wie man all das trainiert. Sowohl UO als auch Longieren kann spaßig oder langweilig sein. Du musst es halt für den Hund spannend machen.

    Mir persönlich macht longieren mehr Spaß, man ist flexibler und kann UO-Elemente einbauen (Sitz, Platz auf Entfernung, aus der Bewegung etc. ;) ) oder auch mal Hindernisse, Tempo- und Richtungswechsel etc.