Beiträge von Camillo09

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    Ok, danke für eure Tipps!

    Ich war heute eine halbe Stunde lang auf einem vollen Wochenmarkt mit ihr und sie macht da überhaupt keine Probleme. Nicht mal ansatzweise geknurrt.
    Immer nur bei Menschen ohne Hund in unserer Umgebung (in der man eher selten Menschen trifft weil ländlich).

    Was meint Ihr, woran das liegt? Also dass sie es nicht bei jedem macht?
    Danke :)

    Ich kann dir nur sagen, dass das bei unserem auch so ist. Ich denke, auf einem vollen Wochenmarkt ist der Hund einfach total überflutet von den Reizen und macht deshalb gar nichts mehr. Wo soll er denn anfangen ;) . Allerdings weiß ich, dass unser Hund dort, auch wenn er nicht reagiert, absolut gestresst ist und nur im Fluchtmodus. Also innerlich mindestens genauso reagiert wie bei einzelnen, die er anbellen würde. Am meisten reagiert mein Hund (würde gerne, wenn er dürfte) dort, wo er oft geht und fast nie jemanden trifft. Der gehört dort einfach in seinen Augen nicht hin. ;)

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    Ich wünsche mit ja einen Hund, der Ansprüche an mich setzt, wenn auch keine, die mich gnadenlos überfordern

    Einen Welpen, auch einer leicht erziehbaren und anspruchsloseren Rasse, gesellschaftstauglich zu machen, ist anspruchsvoll genug für einen Anfänger.

    Wir haben uns wegen dem Alleinbleiben und der Stubenreinheit für einen erwachsenen Hund aus dem TS entschieden. Welpe wäre nicht gegangen, weil der Hund sehr schnell mehrere Stunden am Stück (nicht täglich, aber es kommt eben vor) allein bleiben musste. Das wäre mit einem Welpen eben nicht gegangen. Wenn Hund, also nur einen, der das Alleinbleiben schon kennt und dann ging das wirklich problemlos. Wenn man lange genug sucht und entweder nicht auf Rasse fixiert ist oder weitere Fahrten in Kauf nimmt, findet man im TS auch einen Hund ohne große Baustellen.

    Die anderen haben ja schon geschrieben, dass Unsicherheit und Angst auch nach vorne gelöst werden kann. Erst recht, wenn sich das Verhalten festigt, weil die Hunde ja zu 99% Erfolg damit haben. Die wenigsten Menschen nähern sich bellenden und knurrenden Hunden, und alle verschwinden so oder so wieder. Also merken die Hunde, klappt ja super, mach ich immer so. Deshalb auch unbedingt vermeiden, dass sich das festigt. Unserer hat das bei den Vorbesitzern drei Jahre lang gelernt, das ist schwer wieder rauszukriegen, weil er ja gelernt hat, wie gut es funktioniert.
    Ohne Leine laufen lassen würde ich nicht, wenn du nicht sicher bist, dass sie kommt und 90% ist zu wenig, s.o. sie hat dann damit nur Erfolg und das macht dir das Leben schwerer.

    Ich finde es schwierig, da was generelles zu raten. Bei unserem Hund führt Sitz machen lassen und mit Leckerlies arbeiten (= Spannung aufbauen, weil er so verfressen ist und das dann unbedingt will; angespannt flippt er aber 10x schneller aus) garantiert zum Ausrasten, während er durch ein simples, emotionsloses Verbot ohne Bellen dran vorbeigehen kann. Er kann auch so lernen, dass Menschen nichts schlimmes sind und er sie nicht vertreiben muss. Sie verschwinden auch ohne Getöse wieder. Wenn er sich benommen hat, dann bekommt er auch mal ne Belohnung, aber eben erst danach, um nicht in der Situation Spannung in den Hund zu bringen. Da muss man halt sehen, was beim Hund funktioniert. Alle Hunde sind anders.

    Für unseren Hund wäre es auch schöner, wenn wir ein Haus mit Garten hätte, wo er seiner Wachleidenschaft nachgehen dürfte. Leider kommt das von nem Balkon in einem Mehrfamilienhaus nicht gut. Er ist eh gerne draußen, im Moment halt auf dem (inzwischen komplett sichtgeschützten) Balkon, einen Garten findet er aber total super. Da läuft er mal Patrouille, oder liegt irgendwo auf der Wiese. An sich fände ich es auch total praktisch, wenn man den Hund einfach nur mal kurz zum Pinkeln abends rauslassen kann. Das heißt ja nicht, dass man gar nicht mehr spazieren geht, aber die 5min-Pinkelnrunden kann man sich dann ja sparen. Bei nem Welpen finde ich es aber noch wichtiger. Dort, wo wir im Moment wohnen, würde ich keinen Welpen großziehen wollen, weil man einfach zu lang bis zum nächsten Grün braucht. Ein älterer Hund hält das ja, aber nem Welpen wird es nicht klappen.

    Einen Welpen so schnell so lange allein zu lassen, wird sehr wahrscheinlich nicht funktionieren. Das ist ein kleines Baby. Wenn du Pech hast, machst du dir das allein sein damit ganz kaputt. Für Hunde ist es schon schwer zu verstehen warum dass das rudel ihn allein lässt, für ein Baby umso mehr. Dass Problem mit der stubenreinheit kommt noch dazu, ein Welpe kann du lange nicht einhalten. Entweder müsst ihr dann einen sitter engagieren oder einen älteren Hund aufnehmen, der es schon kann. Dann geht es wesentlich schneller, dass er es auch bei euch lernt.

    Züchter habe ich noch keine Ideen, weil ich mich erst zu kurz überhaupt mit dem Goldie beschäftige. Ich bin eigentlich nicht so der Retriever-Typ, weil ich dieses distanzlose "Ich liebe alles und jeden" nicht mag. Aber anscheinend sind ja die FT-Linien da gar nicht so drauf und einen menschen- und artgenossenfreundlichen Hund finde ich schon nicht schlecht. Wenn es um mich allein gehen würde, würde wahrscheinlich irgendein Schäfer einziehen, aber später mit Familie reicht einer, der alles Fremde hasst und bei dem man aufpassen muss. Klar ist vieles Sozialisierung, aber genetisch sind Retriever und Schäferhunde ja schon anders drauf. Gerade, wenn später mal meine Eltern auch mit den Hunden spazierengehen müssen, wäre ein von sich aus freundlicher Hund einfacher. Und der Ersthund ist bisher nur mit Hunden einer einzigen Rasse warm geworden: Goldies ;)

    Wann es soweit sein wird, steht leider noch in den Sternen. Es hängt zum einen davon ab, wie schnell oder langsam wir den Ersthund hinbekommen (der Weg stimmt, ist aber noch lang ;) ) und zum anderen, wie es dann halt zeitlich passt. Mit Kindern, Wohnsituation etc. Ich werde jetzt gerade mit meinem Studium fertig und im Moment ist vieles noch offen. Ich denke mal, so in ca. 2 Jahren, aber bei manchen Züchtern muss man sich ja schon wirklich früh anmelden.

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    Ich weiß vieles ist Erziehungssache, aber ich weiß auch, dass ich bestimmt nicht alles richtig machen werde und noch einen Pöbler oder einen Hund der sich dann mit Janosch kabbelt, weil der pöbelt kann ich nicht gebrauchen.
    Ich hab noch nie einen Retriever ernsthaft pöbeln sehen, obwohl es das bestimmt auch gibt.

    Dann komm mal vorbei ;) . Hier gibt es einen Goldie-Rüden, der total pöbelt, der kann mit jedem Schäfer mithalten, und einen Labrador, der komplett unverträglich ist mit Artgenossen. Da ist das Pöbeln an der Leine noch das geringste. Allerdings weiß ich nichts über die Herkunft, weil man sich ja mit den Besitzern unterwegs so schlecht unterhalten kann, bei dem Geräuschpegel. Aber grundsätzlich sehe ich das so wie du.

    Ich finde den Thread echt interessant, ich überleg ja auch schon wegen der Zweithund-Rasse und es spricht sehr viel dafür, dass hier später ein FT-Golden einziehen könnte. Was ich hier so lese, würde der perfekt zu mir und den Anforderungen passen.