ZitatFür mich kommt es auch so rüber dass der Weg über Gewalt einfach bequemer für den Halter ist. Man "sieht" ja schnell "Erfolge" ....
Alles außer positive Verstärkung Gewalt zu nennen, finde ich doch mehr als übertrieben. Ok, man beeinflusst Verhalten, insofern ist es Gewalt, aber dann gilt das auch für positive Verstärkung. Dann ist eben, egal wie ich meinen Hund erziehe, alles Gewalt.Ich verstehe einfach nicht, warum man einem Hund nicht sagen darf, was man nicht gut findet? Auch, wenn man ihm vorher nicht haarklein erklärt hat, was er genau tun soll. Und Fehlverhalten immer verhindern, das geht einfach nicht, schon allein deshalb, weil ein Hund auch mal neues ausprobiert und schaut, was passiert. Da kommt eben ne Ansage, dass das grad blöd ist. Genau das tun alle Lebenwesen untereinander nun mal, Hunde untereinander, Menschen untereinander, aber zwischen Hund und Mensch ist das nun gewalttätig? Darf dann ein Hund einem Menschen auch nicht mehr sagen, dass er etwas nicht tun soll? Also Knurren doch verbieten, weil es Gewalt dem Menschen gegenüber ist? Oder Hunde untereinander, weil sie dann einen Schaden davon tragen? Das ist doch lächerlich.
Es redet doch auch keiner davon, alles NUR über Grenzen und Strafe aufzubauen. Ich empfinde Blocken beispielsweise aber auch nicht als Strafe, es ist eine Begrenzung, womit ich sage, bis hier hin und nicht weiter. Ich arbeite fast immer mit positiver Verstärkung, der Hund arbeitet gerne mit mir, ich clickere Tricks, arbeite über freies Shapen etc., aber es gibt eben eine Situation bzw. Problemstellung, bei dem ich eben mal ein Verbot verwende, weil es beim Hund einfach wesentlich besser ankommt. Das ist ganz normale Kommunikation und Interaktion zwischen Lebewesen, es gibt nicht nur das eine oder das andere, sondern es findet (hoffentlich) immer eine Mischung statt.