Beiträge von physioclaudi

    Bevor du aufstehst, ihn zu dir rufen, dort die Leine an den Hund machen und ihn mitnehmen zur Tür.

    Oder aufstehen, ins Bad gehen, rufen, ihn dort anleinen.

    Was auch immer, Muster durchbrechen, neue Muster etablieren. Kreativ werden.

    Jedenfalls würde ich das rumtigern nicht zulassen. Ihn still sitzen zu lassen, ist aber wahnsinnig schwer für ihn würde ich annehmen, also muss er eben, an der Leine, mit dir mit.
    Dabei so wenig Ansprache wie möglich. Einfach alles ganz selbstverständlich.
    Nichts verlange, was er einfach noch nicht kann (set up für success) - das ist ganz wichtig. Sonst: ständige Korrekturen -> Frust oder Inkonsequenz -> Unsicherheit, was er machen soll.

    auch ne Möglichkeit, muss ich das Geschirr ranbasteln quasi gleich wenn wir aufstehen. Er bellt aber auch wenn er angeleint ist und ich ihn mit nehme beim Anziehen. Habe ich schon versucht. Auch die muster durchbrochen habe ich schon. Also Hund angezogen, dann irgendwas anderes gemacht, hat er auch gebellt. Ich war aber vermutlich dabei nicht konsequent genug.

    Das Problem in der jeweiligen Situation ist mit Sicherheit auch, dass nicht nur er seine Löffelchen weg schmeißt, sondern ich auch. Das Bellen zerrt an meinen Nerven und an denen meines Mannes, der von zuhause aus arbeitet.

    Naja...ein bisschen was geboten kriegen wollen Collies natürlich schon. Aber eigentlich gilt das doch für jeden Hund. Und das läßt sich eigentlich gut in den Alltag integrieren und macht ja auch Spaß.
    Klar, warum nicht auch apportieren. Macht mein Emil auch gerne mal. An sich ist laufen für ihn aber sehr wichtig. Im Sommer Longieren, ansonsten bei Wind und Wetter am Fahrrad und beim Joggen, das mag er sehr. Wenn ich ihm das biete ist er im Alltag entspannter. Nachmittags wird ein bisschen getrickst und auch mal Alltag geübt (Einkaufscenter, oder so), oder eben auch nichts. Wirklich viel Programm geht mit Emil nicht und da ist er wohl auch nicht der einzige Hüti bei dem das so ist. Beim Agi war er nach einigen Std so drüber, dass ich das komplett aufgegeben habe. Für seine körperliche Auslastung sorgen halt Fahrrad, joggen, oder longieren für seine geistige, Tricks, oder Nasenarbeit. Ruhige Dinge. Agi probieren wir vllt nochmal wenn er erwachsener ist, wenn nichts draus wird auch nicht schlimm.
    Denke mit einem Collie ist es vermutlich ähnlich. Viel kann, nicht alles muss. Bewegung brauchen sie natürlich, aber kein Rundrumprogramm. Die KHC die ich kenne gehören älteren Herren, die Gassi gehen und nix weiter. Einer dieser Hunde ist so alt wie Emil und rennt auch gerne mal mit ihm, aber der ist gegen Emil eher eine coole Socke.
    Sind natürlich alles subjektive Eindrücke, die ich schildere :hust:

    @Wasser naja, Hund weiß natürlich morgens nach dem Frühstück gehts zum Gassi. Er frisst, ich trinke meinen Kaffee ohne den ich vermutlich die Haustür nicht finden würde und dann gehts quasi los mit dem Irrsinn, wenn ich aufstehe. Egal, ob ich den Kaffee jetzt am PC, oder im Wohnzimmer trinke. Ich gehe dann los, Hunde und mich anziehen und er belltbelltbellt. Ich entschärfe das, indem ich ihn sitzen lasse und wenn er sitzt soll er ruhig sein, vorher mache ich nicht weiter. Dann ist er kurz ruhig, ich mache weiter und nach ein paar Sekunden geht das ganze von vorne los. Wenn ich nicht zwischendurch unterbreche kläfft er immer lauter und schriller, quasi ohne Pause. Und dabei wuselt er herum. Auch das versuche ich zu unterbinden, er soll halt sitzen. Das verbessert es schon, aber ich schraube halt am Symptom herum. Der Grund für das Bellen ist ja seine Aufregung.
    @frauchen07 die Hündin liegt derweil ruhig irgendwo rum und wartet ab. Aufspringen und kommen tut sie nur, wenn Kekse im Spiel sind. Daher lasse ich das inzwischen, lobe Emil verbal wenn er sitzt und ruhig ist.

    Was mich so nervt ist (klar auch das Gebell), aber eben die Tatsache, dass er das bei meinem Mann nicht macht. Der geht auch nur nachts ne kleine Löserunde, aber der sagt, wenn Emil dann doch mal nen Laut von sich gibt Schhhht, ein Befehl, den er ja nie geübt hat und Emil hält die Klappe.

    Meine Trainerin war auch schon bei uns, wobei die Dynamik der Hunde dann eine ganz andere ist, da Chica auf hab acht ist, wenn jemand im Haus ist und Emil dann eher auf die Person reagiert und ganz einfach insgesamt angestrengt ist und einfach anders. Sie sagt, immer wieder Hunde anziehen, wieder ausziehen. Selber anziehen, wieder ausziehen, etc. Schwer zu realisieren, wenn man irgendwann ja mal ans Gassi kommen muss, da man ja auch arbeitet.

    Diese Aufregung ist halt generell unser Problem, auch wenn wir wie jetzt im Urlaub sind, andere Leute beim Gassi, etc. Ist dann alles falsch und er motzt rum.

    Ja, so ungefähr hatte das auch meine Trainerin gemeint. Aber dafür müsste ich ja erstmal Urlaub nehmen, damit ich da so viel Zeit drauf verwenden kann.
    Normalerweise gibts morgens Futter, dann fahren wir in den Wald und gehen 1,5 Std. Danach sind die Herrschaften bereit den Rest des Tages zu pennen, bis die Tochter kommt und Gassi geht. Nachmittags/abends wenn ich wieder da bin gibts ein bisschen was für den Kopf, im Sommer haben wir öfter longiert, oder es gibt halt auch nix.
    Wenn ich das mit dem 50x an- und ausziehen machen will, muss ich ja die Dauer der Gassigänge reduzieren, sowie andere Beschäftigungen und mit zu wenig Bewegung wird das Plüsch auch irgendwann ätzend.

    Vllt versuche ich das auch nochmal, wenn der andere Trainer, den ich im Auge habe, keine zündende Idee hat.

    Wobei es für mich logisch ist, dass es beim Abwarten zuerst schlimmer wird. Er hat für eine Zeit lang gelernt, dass er durch das Bellen schneller ans Ziel kommt, auch wenn es für dich nicht beabsichtigt war. Natürlich steigert sich die Intensität dann, bis er merkt, er kommt mir seinem Bellen nicht ans Ziel.
    Für ihn ist das Bellen eine Strategie, nur leider die falsche. Jetzt sollte er eigentlich lernen, dass Bellen die falsche Strategie ist.


    Ich habe das durchaus schon eine Weile durchgehalten, aber er dreht dann wahnsinnig auf und rennt durchs Haus und bellt. Dann kommt Chica zu mir, um mal zu fragen wie die Sachlage ist, dann regt er sich darüber auf, als letztes kommt dann mein Mann aus seinem Arbeitszimmer gestampft und fragt ob wir noch alle Latten am Zaun haben. Das kriegt beim Warten alles eine irgendwie ungute Dynamik.
    Vllt kann mir ein neuer Trainer neue Ideen geben, das bislang versuchte führt irgendwie nicht zum Ziel. Zumal ich anscheinend der treibende Bellauslöser bin.

    Trainer live drauf schauen hatten wir ja schon, wobei es dann natürlich auch wieder anders ist. Ich habe schon so viel Kohle in der Huschu gelassen |) . Auch viele gute Tips bekommen, die mir auch geholfen haben, aber für dieses Riesenproblem halt noch keine Lösung.

    Das Buch, was Du empfohlen hast habe ich auch schon bestellt, man greift ja nach jedem Strohhalm

    Chica kommt an, er ist eh schon auf 180 und jede Bewegung führt zu Steigerung des Irrsinns. Futterneid ist nicht unser Problem.

    Emil bellt nicht und guckt mich dann an, ob ich reagiere, das hieße ja er würde auf einen Reiz von aussen hin bellen. Emil bellt MICH an. Als ob ich halt irgendwas unternehmen soll. Eben ein Problem für ihn lösen. Aber das Problem sind andere Menschen, die mit uns zusammen gehen und dass er sie nicht hüten darf. Sind wir drei alleine unterwegs höre ich ihn gar nicht. Ausser mal im Spiel, aber mich bellt er dann nicht an. Sofern ich es nicht wage aus der Reihe zu tanzen und mich zu unterhalten und dabei stehen zu bleiben. Aber das wie gesagt läßt sich abbrechen und da bleibe ich dann auch weiter stehen, selbst wenn mein Gesprächspartner einen Tinnitus bekommt :ugly:

    @oregano ich finde es schwierig das zu beurteilen, ob ich ihm zu langsam bin. Das kommt definitiv vor, aber wenn es vor dem Gassi so ist, dann auf jeden Fall gepaart mit der hohen Erregung. Also Abwarten habe ich versucht, macht es noch schlimmer. Mit Futter ist schwierig, weil Chica dann noch angewuselt kommt, was ihn wiederum aufregt.
    Im Wald hatte ich es schon öfter, dass er mich anbellt, weil ich zu langsam bin. Zb stehen geblieben um mit jemandem zu quatschen. Das hört dann nach einer Weile auf, wenn ich mich weiter unterhalte und er einen Abbruch kriegt.
    Je länger wir dieses Problem mit uns herum schleppen um so unsicherer werde ich, weil einfach nichts funktioniert. Wenn ich nun der Bellauslöser bin, und das scheint mir immer wahrscheinlicher, wie soll ich denn damit umgehen. Zumal sich das Problem ja ausweitet und er nun auch am Fahrrad bellt (zumindest kurz).

    Werde zumindest erstmal nach dem Urlaub einen anderen Trainer kontaktieren. Die Nr liegt ewig bei mir rum, bislang wollte ich ungern wechseln, aber so komme ich ja nicht weiter.

    @thedorkina: Ich kenne mich mit Mehrhundehaltung nicht aus, aber rein vom Gefühl her würde ich schon den Ansatz des Konfliktes unterbinden, also schon beim provozieren/fixieren einschreiten und nicht erst darauf warten, dass sie aufeinander losgehen. Wenn du dir um "Fairness" Sorgen machst, achte halt drauf, welcher Hund das Fixieren anfängt und schick den entsprechend weg. Wenn halt immer einer den anderen provoziert und der andere sich "nur" wehrt, dann ist es halt so, dass hauptsächlich einer weggeschickt wird. Hat dann aber nichts mit unfair zu tun, sondern der "Stinkstiefel" bekommt dann halt die Quittung dafür, dass er anfängt. Wenn du es mal nicht genau sagen kannst, kannst du ja auch beide an unterschiedliche Plätze schicken. Sonst frag vielleicht auch nochmal im Mehrhundehalter-Thread, möglicherweise bekommst du da noch mehr/anderen Input.

    Wäre für mich schon an den Symptomen rumschrauben (das mache ich ja leider auch sehr gerne :hust: ). Ich würde wirklich beim Futter ansetzen, das ist ja offenbar die Ressource um die es geht.

    @kawaii und @Mikkki ich fühle da genau mit Euch. Habe das Problem der Hilflosigkeit und des schreiend in der Leine hängen, wenn ich nicht frühzeitig eingreife auch. Aus anderen Gründen, andere Hunde sind es eher nicht, die findet Emil toll, es ist die Aufregung. Wie jetzt im Urlaub, wo man dann auf jeden Bewegungsreiz mit "ich will da hinterher reagiert". Rehe, die fröhlich unseren Weg kreuzen sind da nicht hilfreich. Auch segelnde Möwen nicht. Und auch bei mir kommt der Abbruch, der bei Zeug fressen funktioniert dann nicht mehr an. Alternativverhalten ist sitzen und mich angucken, das klappt zuhause inzwischen sehr gut, hier im Urlaub eher weniger. Bei Autos gehts jetzt schon wieder, weil ich die ja zuerst sehe und er an der kurzen Leine ist, bei einem Reh was plötzlich vor uns über die Straße rennt geht nichts mehr.