Beiträge von physioclaudi

    Ich finde es völlig ok einen Hund gedanklich aus zu sortieren, wenn er einem optisch nicht zusagt. Mache ich auch. Und Locken sind auch nicht mein Ding. Und dann kam ich zu meinem Lockenkopf, der bei uns im Stall war und dessen Besitzerin ihn ins TH geben wollte, weil sie umgezogen ist. Dieser Hund war überhaupt nicht mein Beuteschema. Und obwohl ich ihn schon etwa 2 Jahre kannte hatte ich ihn nicht auf dem Schirm. Habe ihn genommen, weil ich es blöd fand, dass er ins TH sollte und weil er Kinder liebte und ich ja zwei hatte. Er war der großartigste Hund, den ich mir hätte wünschen können. Und als er vor fast drei Jahren starb dachte ich, ich überlebe das nicht. Hab schon wieder Pipi in den Augen. Was ich nur sagen wollte, es kann gut sein, dass ein für dich unattraktiver Hund dein Herz stiehlt. Und auf einmal wird er in Deinen Augen immer schöner. Aber OT.

    Hast Du Dir Bilder von Kurzhaarcollies angesehen? Und mal in die Rassebeschreibung geguckt? Tatsächlich finde ich der erfüllt all deine Ansprüche und die Optik variiert ja auch. Es sei denn du magst keine langen Nasen, dann wirds schwierig xD

    Wenn ich das richtig gelesen habe ist es immer während Kaukram kauen passiert? Also schon Ressourcen verteidigen? Meine beiden haben das Problem nicht. Aber aus dem Bauch heraus würde ich sagen du verwaltest die Ressourcen und musst das klar machen. Also wenn beide was zu kauen bekommen werden beide damit auf unterschiedliche Plätze geschickt. Will einer zum anderen, weil er schon fertig ist, wird er weg geschickt.
    Wäre jetzt mein Weg.

    Ich hoffe bei uns ja darauf, dass die Aufregung mit steigendem Alter weniger wird. In manchen Bereichen ist es auch schon besser geworden und wenn er denn entspannt ist, ist Balou ein toller Hund.
    Leider ändert sich bei uns die Aufregung nicht, was andere Hunde angeht. Wir müssen sie nicht mal sehen. Riechen reicht. Wenn seine Hundefreundin denselben Weg zwei Stunden vor uns entlang gegangen ist, ist es aus. Ich mache dann immer wieder Stopps, wo er zur Ruhe kommen soll und beharre ansonsten nur auf eine anständige Leinenführigkeit. Aber das bringt alles nix.
    Er kommt nicht zur Ruhe. Auch nach einer halben Stunde an der selben Stelle wird gefiept. :ka:

    Wir können einen Club aufmachen zusammen mit @oregano . Der Club der Aufgeregten.
    Habt ihr nicht auch viel Nasenarbeit mit ihm gemacht? Oder habe ich da was Falsches auf dem Schirm? Kann es sein, dass er deshalb so auf die "Fährte" seiner Angebeteten reagiert? Emil geht ja eher auf Sicht ab wie Schmidts Katze, bei ihm sind Gerüche weniger wichtig. Er verfolgt schon mal ne Fährte, aber halbherzig. nicht so spannend. Läufige Hündinnen sind auch toll, Pipi lecken auch, aber wirklich wichtig wird das erst wenn die Hündin vor ihm steht.
    Wenn Emil "was zu tun hat" kommt er auch nicht zur Ruhe. Aufgeregt sein vorm Gassi: rennbellfiepbrummelhüpf, habe gefühlt tagelang in der Jacke herumgesessen und er sollte sich beruhigen, nix da. Im Wald auf einer Bank sitzen und gucken geht auch nicht. Regt er sich auch auf, weil es nicht weiter geht. Wenn ich das fordere sitzt er, aber gespannt wie ein Flitzebogen, wenn er sich um die Bank bewegen darf tigert er rum, buddelt, nervt Chica und was sonst noch so ansteht.

    Du siehst, du bist nicht alleine, wir suchen auch noch immer den goldenen Weg. Zuhause ist er der tollste Hund überhaupt. Genau wie dein Balou. Entspannt, kuschelig, arbeitet freudig mit, wenn wir was üben, wenn wir nix üben ist es auch ok. Der Traumhund. Wenn die Aufregung nicht wäre...
    Ich versuche es jetzt nach dem Urlaub mal mit L-Tryptophan zur Beruhigung. Zusammen mit dem Thundershirt und evtl einem Calming Cap, mal sehen. Aber mit dem L-Tryptophan das wollte ich erst mit unserem TA absprechen, wo ich eh nach dem Urlaub hin muss, weil Chica mir nicht gefällt :muede:

    Mir fiel auch spontan der Kurzhaarcollie ein. Ich kenne zwei, auch beide noch relativ jung, können viel action vertragen, können aber auch mal entspannt herumliegen.
    Chowchows hatte ich zwei in Behandlung. Große Gelenkprobleme und auch Probleme mit Haut und Zähnen. Einer davon war aber extrem gut erzogen, scheint also nicht unmöglich, aber bei der Rasse nicht einfach. Gehörte einer Frau, die 30 Jahre lang nur Chows gehalten hat.
    Beide Hunde, sind aufgrund ihrer Gelenkprobleme nur 7 Jahre alt geworden, dann musste man sie erlösen. Das ist natürlich nicht repräsentativ, da ich nur zwei kannte, würde mich persönlich aber abschrecken.

    Pudel sind auch tolle Begleiter und echt pfiffig und die Fellpflege kann man auch selber übernehmen. Mein Alter war ein Pudelmix, ich hatte eine gute Schermaschine und habe ihn immer selbst geschoren. Er kannte es nicht anders und hat es genossen. Und tatsächlich hatten wir ein haarfreies Haus. Gerade im Büro, wo andere von Hundehaaren genervt sein könnten vllt auch ein Argument.

    Ich kenne auch Labbis, die entspannte und nette Bürohunde sind. Mal viel und mal wenig Action wäre auch ok, aber reserviert zu Mensch und Hund vermutlich eher nicht so. Da passen die Kurzhaarcollies die ich kenne schon eher ins Schema.

    Ja, wenn er bei anderen auf ein nicht konditioniertes und nur impliziertes Abbruch Signal reagiert, dann scheint sein Bellen Dir zu gelten. Das liest sich tatsächlich so und erklärt, warum es dir so lange Probleme macht.

    Ja, das denke ich auch. Und überlege jetzt, ob ich generell im Umgang mit dem Hund was ändern muss und was genau das sein könnte. Er ist halt auch sehr auf mich fixiert. Und das ist auch nicht gut. Meine Hündin neigt ja auch zum Kontrollieren, das hat mit den Jahren nachgelassen. Aber Emil folgt mir auf Schritt und Tritt. Zuhause, schicke ich ihn auf seinen Platz, was im Erdgeschoss für ihn nicht so schlimm ist, denn Wohn-, Koch-, Essbereich und auch das Arbeitszimmer sind quasi von überall einsehbar, somit liegt er auf seinem Platz und stalkt mich trotzdem. Gehe ich nach oben, flitzt er hinterher. Er löst dann das Kommando, dass er auf seinem Platz bleiben soll auf. Wenn ich Türen hinter mir schließe motzt er nicht, liegt aber davor bis ich raus komme.
    Könnte diese Kleberei mit dem Gebelle zusammenhängen?

    Womit ich ja in einem Dilemma stecke, denn meine unwillkürlichen Reaktionen kann ich ja nicht beeinflussen. Ich versuche ruhig zu bleiben, aber bin es innerlich natürlich nicht.

    @physioclaudi Wenn du nen Hund mit Pfeffer willst, der ansonsten aber still ist empfehle ich nen Cocker Spaniel. Wenn sie mal bellt, dann ist es irgendwie wichtig, aber ansonsten würde mich ihre Schnelligkeit und oft auch Hibbeligkeit weitaus mehr nerven.
    Emil liest sich so wie Lucky, nur dass der nicht gekläfft hat, ich glaube dann hätte ich keine 6 Jahre durchgehalten, sondern ihn vorher an nen Baum getackert.
    Probier wirklich mal Thundershirt und Calming Cap aus, ich hab es bei Lucky damals gemerkt, als er ne längere Zeit Trichter tragen musste, das hat ihn beruhigt, weil er seitlich nicht mehr so viel gesehen hat. Also Scheuklappen für Hunde wäre echt nochmal ne sinnvolle Erfindung.

    Ich denke beim nächsten Hund drüber nach, bin momentan aber eher so Richtung Collie am gucken. |) Aber einen Dritthund wird es hier nicht geben und Chica ist ja erst 12.
    Das Thundershirt ist bestellt, wir sind ja im Urlaub. Vermutlich liegt es zuhause schon rum. Hattest du denn bei Deinem Lucky das Gefühl, dass es Dich erzieherisch weiter bringt und es besser wurde, oder war es nur symptomatisch? Was war der denn für eine Rasse? Vor dem Calming Cap scheue ich mich etwas. Kann er denn dann noch gucken? Oder rennt er mir dann irgendwo gegen. Wir fahren ja auch Fahrrad.
    Ja tatsächlich ist es nur das Gebell und natürlich die vorhergehende Übererregung, die mich am Emil verzweifeln läßt. Sonst ist er ja ein toller Hund. Aber diese extreme Aufregung ist schon sehr vordergründig.

    Hier in Dänemark wurde sehr wenig geknallt, deshalb sind wir ja auch hergefahren. Genau genommen hat Chica also unser Urlaubsland gewählt. Als dann das Geknalle anfing hatte ich meinen hechelnden Vibrator (Chica) auf dem Schoß. Die ersten Raketen hat Emil mit Bellen kommentiert und etwas Herumgerenne. Dann wurde es wieder ruhiger und er war entspannt. Dann ging es kurz nach Mitternacht wieder los, Chica bebte weiter, saß dann zwischen mir und meinem Mann auf dem Sofa. Der Zustand der Hündin hat Emil dann verunsichert und er drückte sich an mein Bein, war dabei aber völlig ruhig. Kein Bellen mehr.
    Aber um halb eins war der Spuk vorbei und Chica ist sehr schnell runter gekommen und hat wieder gepennt. Das macht mich sehr froh, denn zuhause dauert die sch... Knallerei ja drei Tage und Silvester ist der Supergau. Da braucht der Hund danach zwei Tage bis sie freiwillig wieder Gassi geht. Hier hatten wir einen völlig entspannten Nachmittagsspaziergang und um ein Uhr nachts eine etwas angespannte Löserunde, aber immerhin hat sie sich nicht geweigert. Zuhause kriegen sie in der Silvesternacht selbst um 4 Uhr morgens keine Zehn Pferde vor die Tür.

    Ich traue mir tatsächlich nicht zu das Bellen unter Kommando zu stellen, denke das würde ich nicht hinkriegen. Daher muss ich noch einen anderen Weg finden die Aufregung zu reduzieren. Auch meine wirklich häufigen Trainerstunden haben mir noch nicht grundlegend weiter geholfen.
    Im Moment manage ich halt. Sprich er regt sich auf, meist vor dem Gassi und ich friere alle Aktivitäten ein, verlange dass er sitzt und mache dann erst weiter. Kurz hält er es aus, dann fängt er wieder an. Und Tips von meiner Trainerin, wie dann alles weglegen und aufs Sofa setzen und lesen, um die Verhaltenskette auf zu brechen sind im Alltag nicht zu realisieren. Muss ja auch mal arbeiten.

    Jetzt muss ich nur noch herausfinden, warum das Plüsch bei meinem Mann, der nie mit ihm irgendwas trainiert hat nicht, oder kaum bellt und auf ein nicht gelerntes Schht, oder Ey mit Ruhe reagiert. Dann wäre ich vllt schlauer.
    Ich habe den Eindruck der Hund beschwert sich bei mir. Dass er was unangenehm findet, dass er was nicht versteht, oder schlichtweg, dass ihm das zu langsam geht.
    Auf dem Hundeplatz, wenn wir was Neues machen und er kapiert es nicht gleich, bellt er mich an (Trainerin sagt er motzt, dass ich ihm zeigen soll, was er machen soll). Wenn wir mit Familie Gassi gehen, was extrem selten ist, bellt er mich an, würde ich ihn lassen würde er zusätzlich noch alle hüten. Nimmt mein Mann dann die Leine meckert er noch kurz, beruhigt sich dann aber. Direkt anmotzen, wie bei mir, macht er da nicht. Vor dem Gassi ist es eben auch so, dass er mich anmotzt. Wahlweise auch mal Chica. Bei meinem Mann versucht er es kurz und auf "Schhht" ist Ruhe. Die Aufregung ist auch deutlich reduziert.

    :hilfe:

    Klar ist das Schwäche, keine Frage. Auch damals von meinen Eltern. Mich hat das damals sehr beeindruckt, ich bin auch sehr harmoniebedürftig.
    Authentisch ist das schon, aber ich gebe Dir recht für den Hund unangenehm, weil er es nicht einordnen kann und das nicht unserer Art der Kommunikation entspricht. Vllt haben wir auch unterschiedliche Auffassungen von Authentizität. Aber nein, ich will jetzt nicht in den Duden gucken.

    Mein Vergleich war auch blöd, gebe ich zu. Ich wollte eher darauf hinaus, dass ein Hund, der möglichst immer positiv verstärkt wird von einer deutlicheren Korrektur sicherlich sehr viel mehr beeindruckt ist, als ein Hund der permanent körperlich korrigiert wird. Gilt für durchdachte Korrektur, wie heute morgen mein Stupser an Emils Schulter, als er aufs "Schau" nicht reagiert hat, was ihn dann sofort aus dem Fixieren geholt hat. Würde ich jeden Tag auf diese Weise korrigieren würde in schwierigen Momenten vermutlich der "Überraschungseffekt" für den Hund fehlen.

    Smilla ist ja auch sehr kommunikativ (und es stört mich nicht mal, wobei Smilla dürfte allgemein deutlich entspannter und ansprechbar sein als Emil, nach deinen Erzählungen), aber zu deinem Scenario fällt mir so spontan nichts ein :???: . Habt ihr mal einen Hundetrainer drauf schauen lassen?, oft sind es ja Kleinigkeiten in der Kommunikation oder eingefahrene Verhaltensketten... Für mich wäre (ist) es weniger die Mitteilsamkeit, sondern dieses Reinsteigern, das ist ja auch für den Hund nicht angenehm oder gesund. Habt ihr es mal mit konditionierter Entspannung versucht? Da will ich ja endlich mal ran... Es ist bei Emil wohl einfach zu viel, was ihn hochfährt.

    Wir sind leider wieder Zuhause aus dem Urlaub, aber immerhin um einige Erfahrungen reicher. Besonders spannend fand ich ja den Findungsprozess bei Hundebegegnungen mit Joey, ich hoffe sehr, das können wir Zuhause so weiter führen. Und vor allem, wieder mehr Vertrauen zu haben, was Smillas Fähigkeiten angeht, Dinge auch alleine zu regeln.

    Ja, meine Trainerin kennt das Problem zumindest aus meinen Erzählungen.Mein Mann kommt nicht mit zum Hundeplatz :muede: . Sie denkt Emil ist zu sehr auf mich fixiert und bellt mich an, wenn ich seine Probleme lösen soll. Das macht er in der Huschu auch, wenn wir etwas mit ihm üben und er nicht gleich dahinter steigt. Dann bellt er mich an, Frauchen mach mal. So scheint mir das beim Gassi auch. "Wawawa, Frauchen, unternimm was, die sind sonst auch alle nicht da. Und wenn sie schon da sind, dann will ich sie hüten."

    Mit Entspannung üben, das Habe ich auch auf meiner to do liste :hust: . Habe es mal angefangen, immer wenn er ruhig war ein tiefes, lang gezogenes "Ruuuuhe". Allerdings nicht konsequent genug. Und nicht oft genug geübt. Bin auch nicht sicher, ob das der richtige Weg ist. Also das Kommando einführen, wenn er rum liegt. Ich hatte das so gelesen. Wie würdest du das aufbauen?