Ich hatte heute auch keinen Bock auf Konzentration, also wollte ich eine entspannte Schnüffelrunde an der Flexi gehen. Schön durch den Ort und an viel begangenen Strecken, weil ich Depp dachte, dass bei so starkem Tauwetter doch wohl keiner spazieren gehen wird (ich zumindest hasse Tauwetter, egal ob mit oder ohne Sonne, da geh ich 10x lieber bei Schneesturm raus).
Tja leider ging meine Rechnung nicht auf und wir haben so viele Menschen und Hunde getroffen, wie sonst vielleicht in einem Monat. Also gab es Hardcore Begegnungstraining und Mazie hat das richtig gut gemacht und ich haben sogar Lob für den gut erzogenen Hund bekommen 
Und ich bin mega stolz auf mich - ich hab heute eine Hundehalterin mit sehr entspanntem Retrievermischling gefragt, ob Mazie mal Hallo sagen darf. Ich bin ja ein extremer Hundebegegnungsschisser (Überbleibsel von den schlechten Erlebnissen mit Finya und Frodo) und bemühe mich da etwas dran zu arbeiten, denn Maze mag andere Hunde. Sie ist nett, aufgeschlossen und selbstbewusst, aber provoziert nicht oder so und irgendwann muss ich ja auch mal üben, dass sie auch im Fremdhundkontakt ansprechbar bleibt. Das hat heute wunderbar gepasst und sehr gut funktioniert. Wir sind beide positiv aus der Begegnung rausgegangen 
Eine blöde Begegnung hatten wir allerdings auch, weil ein HH meinte, es wäre eine gute Idee seinen Kleinhund zu Maze zum Spielen zu schicken. Ich konnte da zwar rechtzeitig intervenieren, aber Mazies Nerven waren dann schon sehr dünn und ich musste sie am Halsband packen und wegführen. Der kleine Hund ist so penetrant immer wieder in die Leine gesprungen (möchte gar nicht wissen, was der für Hals- und Rückenschmerzen haben muss) und hat dermaßen gebellt, dass er mit seinem Adrenalin Maze angesteckt hat und dafür braucht es echt viel. Da ging also nur noch festhalten und weg von dort. Ich bin froh, dass sie sowas, auch wenn sie die Situation vielleicht lieber anders regeln würde, inzwischen gut annimmt und nicht mehr gegen mich arbeitet. Vor über einem Jahr hatten wir ja mal eine ähnliche Situation, da hat sie mir noch die Pfoten ins Gesicht geschlagen, weil sie nicht zu dem anderen Hund durfte (sie war so ein Herzchen
).
Hier wurde in den Weihnachtsferien im Wald auf einer meiner Lieblingsstrecken übrigens ein Hund erschossen. Erst meinte der Jäger er hätte ihn mit einem Fuchs verwechselt (Kurzhaar Border Collie in blue merle mit Mantel und neongelbem Geschirr...) und später meinte er dann, der Hund hätte ein Reh gejagt. Laut Halter hat der Jäger den Hund direkt auf der Forststraße knapp vor dem Hochsitz erschossen 
Mazie läuft im Wald auch fast immer frei, bleibt auf den Wegen und hört sehr gut. Wenn die irgendwie nervös wird und was anzeigt, leine ich sie an, wobei das wahrscheinlich gar nicht notwendig wäre, denn die paar Mal, wo wir bisher im Wald Rehe, Hirsche oder Gamsen getroffen haben, hatte sie Angst und hat sich hinter mir versteckt 
Aber die Vorstellung, dass sie einfach so erschossen wird, ohne dass sie irgendwas falsch gemacht hat...ein absoluter Albtraum.
Ich weiß noch, als ich noch in Wien gewohnt habe, wurden im Wiener Wald zwei Hunde beim Spazierengehen erschossen - beide waren an der Schleppleine und keine 10m von ihrem Menschen weg. Also schützt einen nicht mal die Leine vor Idioten 