Beiträge von Lucy_Lou

    Wir waren auch schon 12 + Stunden mit den Hunden unterwegs auf Fähren. Teils mit "Ausgang", teils mit Kabine. Ich würde da auch einfach eine Fährgesellschaft suchen, die bietet, was man möchte. Die gibt es quasi überall hin (Atlantik-Überquerung mal außen vor...).

    Was ich anmerken möchte: meine Hunde lösen sich extremst ungerne bis nicht auf den auf Fähren vorgesehenen Plätzen. Die platzen gefühlt lieber, als die versifften Hundeklos zu nutzen... Meinen beiden Großen kann ich Pipi-machen befehlen (und wenn es dreimal mit Nachdruck ist, bis sie es tun), die Shelties: no way!!!
    Das würde ich etwas planen, womit die Hunde klarkommen, falls sie sich nicht lösen wollen. Über Nacht geht ja meist, da pennen die und halten eh X Stunden ein. Besser, nix füttern im Verdauungsabstand vorher!

    Und wieder tote und viele verletzte Menschen. Mal abgesehen davon, was man den armen Tieren damit antut. Es ist für mich unverständlich, wie sehr an der Böllerei immer noch festgehalten wird :verzweifelt:

    Uns geht es gut, wir haben im Schlafzimmer den Jahreswechsel durchgekuschelt, aber es war echt heftig hier!

    Den Schafen geht es auch gut. Und wie ein (weiser) Mann vor ein paar Jahren auf dem Morgenspaziergang an Neujahr mal zu mir sagte: lassen sie die Hunde gerne bellen, die da (auf den Ort zeigend) haben uns diese Nacht doch auch nicht schlafen lassen |)
    Die Shelties durften also gerne eine Runde über die Wiese toben und auf ihre Weise die bösen Geister verjagen :pfeif:. Ist doch Brauch, dass das nur über Lärm funktioniert...

    Streicheln empfindet keiner meiner Hunde als Belohnung.

    Training und Alltag wird bei mir schon unterschiedlich aufgebaut. Alltag ist eher Rahmen setzen, Ja-Nein kommunizieren können und dass die Hunde mit Alltagsreizen gut umgehen können und / oder im Zweifelsfall Problemlösungen (in meinem Sinne) kennen.
    Hundesport ist im Gegensatz zum Alltag Kommando-basiert bei mir und die werden kleinschrittig und mit so wenig Fehlerpotential wie möglich aufgebaut. Negative Strafe versuche ich zu vermeiden (Vorenthaltung der Belohnung), kommt aber vor, positive Strafe gibt es nicht. Funktioniert eine Umsetzung nicht, suche ich den Fehler bei mir / dem Setting. (ich rede von Hoopers, Agi und RO)

    Ich denke die wenigsten sind dann in diesen Sekundenbruchteilen, die eine Reaktion ggf. erfordert in der Lage zu denken: oh das muss aber nun auf jeden Fall mit Umorientierung funktionieren oder aber da gibt es eine zackige Ansage oder whatever.

    Wobei man ja durchaus z.B. in Selbstverteidigungskursen aber auch in vielen Berufen lernt, solche Situationen in Gedanken immer wieder durchzuspielen, bis es rel. von selbst klappt. Ich bin recht leicht zu verunsichern und mir hilft das wirklich. Auch sich selbst möglichst wenig Stress machen und wie erreiche ich das (Fremdhund läuft rel. unkontrolliert wirkend auf uns zu z.B.). Natürlich läuft dennoch genug blöd, aber es hilft zumindest mir, ruhig zu agieren und zu wissen, ich tue zumindest mein Bestes und stresse die Hunde nicht zusätzlich und habe einfach etwas, um mich langzuhangeln.

    Reagiert der (junge) Hund nicht, gibt es ein Abbruchsignal und / oder ich wirke körpersprachlich ein, ohne (!) den Hund zu berühren.

    Interessehalber: Sollte ich ignoriert werden, "schiebe" ich dann durchaus. Macht es das für dich "falsch" oder "schlimm" oder würdest du sagen, dass das vom Hund abhängt ob es angemessen ist?

    Nein, weder falsch noch schlimm. Irgendwie ist es so ein persönliches Ding, dass ich möchte, sie schauen mich an und hören zu und nicht "ich bringe sie in Position / weg". Da würde ich eher körpersprachlich deutlicher werden. Aber wenn der Hund einen erst nach "Schieben" wieder wahrnimmt, würde ich sicher nicht denken, dass er da ein Trauma von zurückbehält behält oder so. Von weiterziehen sicher auch nicht, da lernt er für mein Empfinden aber nicht das, was ich möchte.

    Hunde sind sehr soziale Tiere, können hervorragend kommunizieren und sind in der Lage ein "das will ich nicht" zu verstehen. Ich habe 5 Hunde, die können sich untereinander hervorragend sagen, was sie genau nicht wollen (z.B. angerempelt werden, da das Beispiel Anspringen kam). Dafür braucht es weder körperliche Züchtigung noch soziale Isolation untereinander. Und das Tolle ist: Hunde können das auch mit Menschen! Ich verstehe tatsächlich nicht, warum es dramatisch sein soll, dem Hund "Nein" zu sagen, statt z.B. mit Keksen um sich zu werfen, damit er einem nicht das Essen aus der Hand klaut oder hinter ein Kindergitter zu flüchten.

    Aber das körperliche Abbringen von Pinkelstellen, von denen der Hund sich selbst nicht löst?

    Das finde ich ein schönes Beispiel. Ich persönlich ziehe weder weiter noch locke mit Keksen oder warte 5 Minuten bis der Hund fertig ist. Ich lasse den Hund durchaus schnüffeln, situativ, wenn ich weiter will, sage ich dann genau das: "weiter". Reagiert der (junge) Hund nicht, gibt es ein Abbruchsignal und / oder ich wirke körpersprachlich ein, ohne (!) den Hund zu berühren. Ziel: der Hund nimmt mich wahr, ist "gesprächsbereit". Sobald er mich wahrnimmt, gibt es ein freundliches "weiter" und freundliches Lob. Und das löse ich bei sehr vielem so. Ignorieren ist nicht, aber positives Verhalten lobe und belohne ich sehr lange, auch wenn es "selbstverständlich" sein sollte.
    Zumindest bei meinen sehr weichen Hunden hat das schnell den Effekt, dass freundliche Worte reichen, bzw. sie z.B. im obigen Beispiel eh weitergehen, wenn ich mich weiter bewege.

    Ich wüsste tatsächlich nicht, warum ich da drumherum doktern sollte, statt dem Hund einfach klar zu sagen, was ich möchte und was nicht. Es ist ja auch so, man braucht dann gar nicht mehr alles neu aufzubauen in neuen Situationen. Hat man eine funktionierende Grundkommunikation, ist das beliebig übertragbar (starken Stress des Hundes mal außen vor oder sehr führerharte Hunde, keine Ahnung.)

    Ich arbeite so gut wie nicht im Alltag über Kommandos. Meine Hunde hören auf Spaziergängen im Durchschnitt ungefähr keins. Ich setze sehr auf automatische Umorientierung und langsames Aufbauen im Umgang mit Umweltreizen auf Spaziergängen.

    Zuhause nutze ich weder Boxen noch Ausläufe, auch nicht für Welpen

    Schleppleinen nutze ich bei den meisten Hunden auch nicht.

    Nun habe ich Hütehunde, die empfinde ich für mich sehr einfach. Sie bekommen von Welpe an ein Feedback. Positiv wie negativ. Ich versuche schnell dazu zu kommen, dass ich abwarte und sie selbst kluge Entscheidungen treffen oder ich hilfsweise ein Zeigen-und-Benennen einbaue. Bei unerwünschtem Verhalten unterbreche im Ansatz (!!!). Jede Form von Abwenden wird hochwertig belohnt. Das mache ich von Welpe an. Ja, Welpen sind sehr leicht zu beeindrucken und man mag das fies finden, ich werde aber nicht körperlich, stelle nur "Gesprächsbereitschaft" wieder her (eines der sehr wenigen Dinge, die ich positiv von Anne Krüger mitgenommen habe).

    Ich habe aber auch einfach passende Hunde dafür. Die dürfen sich sehr frei entfalten, laufen fast nur frei, nur bestimmte Dinge trainiere ich sehr akribisch ab Welpe auf (und die laufen auf Spaziergängen größtenteils auf automatische Umorientierung hinaus und ja, da werde ich so deutlich wie ich muss, wenn der Hund keine "Gesprächsbereitschaft" zeigt, mich also ignoriert.)

    Noch mal zum Verständnis, es haben ja andere schon gefragt: 20 Minuten heißt: 10 Minuten hin und 10 Minuten wieder zurück?

    Es kann an sich nicht sein, dass ein 7 Monate alter Hund in ruhiger Umgebung mit 20 Minuten überfordert ist. Jedenfalls nicht, wenn er von Welpe an bei einem ist und eigentlich Außenreize kennt und wie du schreibst, ländlich, reizarm unterwegs ist bei Spaziergänen. Mitten in New York würde ich das gelten lassen. Ich würde wirklich vermuten, dein Hund wird dann gerade erst warm und es ist viel zu wenig :ka:

    Ich wundere mich manchmal, dass ausgerechnet Retriever als völlig Anfänger-tauglich verkauft werden. Man liest dieses nicht mit Umweltreizen klarkommen und hohldrehen / jeder Reiz ist zu viel... ja echt oft im Forum bei den Rassen.

    Hilft dir jetzt nicht viel weiter, aber ich kenne das Verhalten von meinen Hütehunden (Border, Aussie, Shelties) wirklich Null. Die sind mit 7 Monaten normal bis 1,5 Stunden mit spazieren gewesen, waren mit im Urlaub, auch mal Stadtbummel etc.

    Vielleicht sind deinem Hund die Spaziergänge auch einfach viel zu kurz :ka:. Bei 20 Minuten ist man ja kaum losdgelaufen und dreht schon wieder um. Habt ihr wirklich reizarme Strecken, wo ihr einfach mal langsam ein Stündchen rumbummeln könnt?

    Wir haben als Grob-Planung:

    erste April-Hälfte 2 Wochen Schweden mit Wohnmobil. Ich freue mich sehr drauf, allerdings fahren wir nur bei passender Wettervorhersage.

    Im Juni arbeiten wir noch dran, 4 Wochen Urlaub zubekommen, dann würden wir gerne bis Portugal kommen (über Nord-Spanien) mit Wohnmobil.

    Beides steht ja noch nicht fest, aber es wären so die Wunschziele.

    Über Weihnachten /Neujahr wollen wir kommendes Jahr unbedingt weg. Aktuell wird es sehr sicher auf Toskana hinauslaufen (vielleicht zeitweise in ein Ferienhaus, sonst WoMo und ggf. mit ein paar Tage Alpen-Schnee)