Beiträge von Lucy_Lou

    Woran soll denn "gearbeitet" werden?

    Du, ich bin da deiner Meinung. Wollte eher, dass der TE mal drüber nachdenkt, vor allem, wenn er einen bis zwei Hunde als das Problem ansieht und nicht die Gruppenkonstellation, das in dem Fall völlig unsinnige Hundesammeln (sage ich als überzeugter Mehrhundehalter) und vor allem den eigenen Umgang mit den Hunden.

    Man hätte viel tun können zu Beginn, keine Frage. Es muss auch nicht jeder Hund im Rudel total verträglich sein. Ob es noch eine Chance hat, wenn der TE die komplette Haltung in der Konstellation überdenkt :ka:. Es würde jedenfalls verdammt viel Arbeit, Management und keinesfalls mehr Hunde-sich-selbst-überlassen bedeuten.

    Ich kenne aus Südeuropa diese Haltungsform durchaus: 1-2 Hunde, die eine Form von Hundehütte /Zwinger /Rückzugsort und ein großes Grundstück haben. Bei passenden Hunden (mögen sich, mögen den Job, haben dennoch Ansprache und TE schrieb ja auch was von Gassi) kritisiere ich das gar nicht.
    Dass es so in der Konstellation keine Chance mit diesen Hunden hat, dürfte aber feststehen. Ich bin ja immer noch etwas fassungslos, als ich eben noch mal nachgelesen habe im Eingangspost, dass man nicht mal die Fütterung geregelt bekommen hat, trotz des Wissens, wieviel Stress das ist :fear:

    Und ja: interessant finde ich auch die Aussage, im Tierheim hätte es Kira schlechter. Alle 5 Hunde sind jung. Gerade wenn man nichts mit den Hunden machen will, warum weiter sammeln? Die Hunde haben da jedenfalls mal nichts von

    auch Kira provozierte immer wieder indem sie immer von seinem Napf fraß

    Noch dazu. Wie kommst du darauf, dass Kira provoziert hat? Wenn sie quasi von Anfang an Angst vor Irk hatte, müsste sie schon ein großer Masochist sein, um Prügel zu provozieren, das sind Hunde ganz sicher nicht... Wie füttert ihr? Wollt ihr überhaupt irgendwas managen? Gerade das Futterthema wäre so dermaßen einfach zu managen gewesen!

    Wenn euer Ziel ist, die Hunde machen alles unter sich aus und ihr wollt da gar nichts managen, was soll dann ein Trainer ändern?

    Ich hatte viele Jahre einen Rüden, der auch im Rudel (mit Fremdhunden sowieso) absolut nicht einfach war. Ich habe den die ersten Monate (!) nie mit einem Neuzugang alleine gelassen. Habe viel angleitet, beide: den Rüden und den Neuzugang.

    Dein Irk wird nicht durch Handauflegen eines Trainers plötzlich Kira mögen und Kira wird nicht freudig mit Irk zusammenleben, wenn ihr nicht bereit seid, daran zu arbeiten, statt die Hunde da völlig sich selbst zu überlassen. Dass die aktuell nicht miteinander klarkommen, dürfte völlig klar sein. Ihr könntet vielleicht etwas ändern, wenn ihr eure Haltung überdenkt und dieses "Hunde, die sich nicht mögen, sich selbst überlassen" ändert. Was für eine Art Wunder erwartet ihr da bitte?

    Und nochmal: warum zu einer nur bedingt funktionierenden Hundegruppe ein fünfter Hund? Zu welchem Zweck? Wer hat da etwas von?

    Ich möchte mich mit Enya endlich trauen im Hoopers in der H3 zu starten :see_no_evil_monkey:. Dieses Jahr hat uns ja der Kieferbruch sehr viel Training und Turniere gekostet, aber die Qualis hat sie ja, muss mich nur noch überwinden :roll:

    Mit Lotta möchte ich tatsächlich mehr im Agi starten (wir hatten genau einen Start dieses Jahr xD), und es wäre schön, in die A1 zu kommen. Und im Hoopers Distanztraining, an sich müssten wir H2 hinbekommen (die Qualis hat sie), aber das Lösen auf weite Distanz auf Turnieren fehlt da noch etwas...

    Also, ingesamt ist mein Ziel, mal etwas mehr Turniere zu laufen...

    Ich erarbeite die Kontrolle am Wild ja nicht über Strafe.

    Du teilst es deinem Hund gar nicht mit, wenn du ein Verhalten nicht in Ordnung findest draußen? (ich arbeite über automatische Umorientierung, nicht über Abruf, aber die dürfen schon wissen, wenn ich was nicht in Ordnung finde)


    So zum Thema: ich finde es extrem Hund-abhängig, wie lange eine Absicherung gebraucht wird. Ein Labrador ist halt im Normalfall sehr außenfokussiert und Typ hinlaufen, recht lange infantil, fiddelnd... Da würde ich auch von längerer Absicherung ausgehen.

    Keiner meiner insgesamt 4 Shelties wäre mit 6, mit 12 oder mit 18 Monaten zu einem fremden Hund oder Menschen gerannt oder einem Reh hinterher. Will gar nicht sagen, dass das für alle Shelties gilt, aber es ist halt extrem Hund-abhängig, was und wie lange überhaupt etwas an Absicherung gebraucht wird. Meine Aussies waren auch beide deutlich außenfokussierter als Junghund.

    An sich ist ja alles gesagt. Aber so als klitzekleine Frage: warum genau habt ihr Kira aufgenommen? Was habt ihr euch davon versprochen in einer eh schon sehr sozial-fragilen Gruppe? Es kann ja eher schlecht sein, dass 5 Schäferhunde abschreckender auf Einbrecher wirken als 4 Schäferhunde. Von Sport oder Zucht lese ich auch nichts. Ebenso wenig davon, dass irgendeiner der Hunde davon etwas hat. Ihr glaubt ernsthaft, Kira hätte es aktuell gut bei euch? Oder auch nur besser als im Tierheim?

    Vielleicht wollte ich gern hören, dass wenn man trainingstechnisch an dem Punkt ist, das er das gut ausfällt und mich machen lässt (wie es im Wald schon ist), der MK irgendwann nicht mehr notwendig ist.

    Wobei die Frage ist, was macht es für den Hund besser, wenn er keinen Maulkorb trägt?

    Ich ziehe Enya mittlerweile gerne einen an (im Freilauf), weil es sie Null stört, sie zwar nicht zu fremden Hunden hinläuft, aber Fremdhunden, die ihr (oder "ihren" Shelties) gegenüber übergriffig werden, gerne die Meinung geigt.

    Ich bin hier ein Stück weit im falschen Thread, da Enya nie pöbelt, aber die kann schon sehr deutlich werden, wenn ihr ein anderer Hund gegen den Strich geht. Pöbeln ist ja weder gleich Beschädigungsabsicht noch gleich Unverträglichkeit. Und Unverträglichkeit ist nicht gleich Pöbeln. (Manchmal denke ich mir, es wäre fast einfacher, wenn Enya das auch kundtun würde, statt nur zu ignorieren, so lange es eben geht. Auch dann pöbelt sie nicht, sondern fletscht und schnappt ab)

    Mein Eindruck, so zum Thema Maulkorb, ist auch: es wird ernster genommen, trotz dass der Hund ja gar nicht zubeißen kann. Ich nicke dann auf Nachfrage immer bestätigend, ja unverträglich, auch wenn Enya völlig ruhig neben mir steht und sonstwohin guckt (und sie ja nicht so richtig völlig unverträglich ist).
    Wenn das Ding gut sitzt und es den Hund nicht stört, sehe ich da eigentlich nur Vorteile bei Hunden, die halt nicht nur nett sind. Für einen Volldepp-mein-Hund-muss-sich-entfalten-ist-noch-jung kann man sich im Zweifelsfall ja auch nicht in Luft auflösen. Und auch ein Abschnappen kann einen massiv blutenden Riss im Ohr des Gegenübers zur Folge haben. Da fragt vermutlich niemand, ob der lieb-freudige Hund vielleicht zu lieb-freudig war, sondern der abschnappende Hund hat dann die A.-Karte...

    Ich würde mir ehrlich gesagt ganz allgemein wünschen, weniger Menschen hätten ein Problem damit, ihrem Hund im Zweifelsfall einen Maulkorb aufzuziehen!

    Was machst du, wenn der Hund nie lernen wird...

    Das war ja so der Punkt, an dem ich mich hier ausgeklinkt habe.
    Als dann kam: ein "einfacher, kleiner, alltagstauglicher..." Hund wäre ja langweilig :ugly: :headbash:.

    Was will man dazu noch sagen? Ja, wenn TE findet, ein Hund ist nur dann ein passender Hund, wenn er entweder / oder keine Besucher reinlässt, das Haus zusammenbellt, kaum fremdbetreut werden kann, jagd wie sonstwas oder Artgenossen doof findet... Nun denn... Da wünscht man doch viel Glück, dass der Hund nicht doch total easy wird und all das auspackt, damit die gewünschte "Herausforderung" nicht auf der Strecke bleibt |)

    Ich erfreue mich derweil an den in mein Leben passenden Hunden...

    Da sie in NRW lebt und der dann unter die 40/20 Regel fällt, muss sie ohnehin erhöhte Auflagen erfüllen und dazu gehört eine sehr weitreichende Leinenpflicht dazu. Freilauf ist mit dem Hund legal eh kaum drin.

    Ist zwar nicht das Thema, aber wie kommst du da drauf :???:? Du brauchst einen Sachkundenachweis, der Hund muss angemeldet und versichert sein. Das war es.
    Ich finde NRW tatsächlich sehr moderat in Punkto Leinenpflicht. Die gibt es in vielen Wald-/Feldgebieten ja nicht mal zur Brut- und Setzzeit. Meine 20/40er laufen hier legal das ganze Jahr über meistens frei... Und innerorts dürfen zumindest hier auch Kleinhunde nicht freilaufen, in der Natur dafür alle Hunde (unter der Voraussetzung: funktionierender Einwirkbereich und bleibt auf den Wegen / belästigt niemanden, jagt nicht).

    Ob ich da zu blauäugig mit umgehe, wird sich- wenn es dazu kommt zeigen. Das ist mir auch bewusst.

    Da deine Entscheidung ja gefallen ist: was du tun kannst, damit dich niemand beim Amt meldet und da reicht ja der Verdacht auf Listenhund, wenn dein Hund auffällig wird:

    - leine ihn lieber zu früh an als zu spät. Anspringen von Menschen kann zur Einstufung als gefährlicher Hund führen und das trifft große, halbwegs nach Listenhund aussehende Hunde sehr viel schneller, als andere.

    - gehe nicht von großer Artgenossenverträglichkeit aus, kommt es zur Beißerei, hast du die A.-Karte mit großem Hund, der nach Listenhund aussieht, zumal der Hundetyp auch nicht unbedingt prädestiniert für Verträglichkeit ist

    - was erlaubt dein Vermieter, falls du zur Miete wohnst? Auch wenn Hunde nicht völlig verboten sind, kann das ganz schnell anders aussehen, wenn ein Nachbar deinen Hund doof findet und "Kampfhund" sagt

    - nimmt dein Verein den Hund zurück, hat er Pflegestellen in Deutschland?


    --> ich würde alle Register ziehen, völlig unter dem Radar zu bleiben mit diesem Hund. Erlauben kannst du dir da nicht viel. Das mag man nicht fair finden, ist aber so