Ich hab mit den Shelties ja auch Hunde, die unsicher sein können und die im Junghundealter (17 Wochen ist da halt der Übergang) probieren, wie sie unerwünschtes verhindern. Und mit denen ich tendentiell nicht in eine Welpengruppe gehe. Nun geht der durchschnittliche Sheltie halt nicht nach Vorne und ist froh über alles, was man ihm abnimmt. Deine Rassemischung ist schon recht heftig, nicht böse gemeint.
Völlig schlecht finde ich die Ansätze der Trainerin nicht mal. Sie testet halt. Dein Hund reagiert wirklich recht heftig für 17 Wochen, da ist der Durchschnittshund (und selbst der in Richtung unsicher) nicht völlig weggeschossen von.
Habt ihr regelmäßige Hundekontakte? Kennt dein Hund überhaupt irgendwas aus seinem Ursprungshaushalt?
Im Großen und Ganzen sehe ich es wie flying-paws, gerade bei der Mischung, die ist wirklich... gibt halt nicht jeder "immer nur das Beste" mit, wie Vermehrer gerne versprechen. Und bei der Mischung rollen sich mir ehrlich gesagt die Fußnägel auf... Ein Trainer vor Ort bei dir im Alltag mag da sehr viel sinnvoller sein. Wo wohnst du denn grob, dann kann man Tipps geben.
Ich finde, dass 99% der Hunde in unserer Gesellschaft kein artgerechtes Leben führen können.
Glaube ich nicht mal . Ich weiß, du hast geschrieben "provokante These", ich stell mal die Gegenthese auf: "Arbeitshunde" haben immer schon einen verschwindend kleinen Teil ihres Lebens gearbeitet. Gibt Ausnahmen, sicher. Aber eigentlich sind es eher die An-Aus-Schalter-Typen, da du nicht täglich jagst oder täglich was an der Herde zu tun hast, immer schon. Die meiste Zeit hatten / haben die eher herzlich wenig zu tun oder laufen im Alltag mit, wenn man so über die Zeit ihrer Zucht-Jahrzehnte / Jahrhunderte geht. Da dürften eher die Rattler und Wachhunde diejenigen sein, die öfter mal eine tägliche Aufgabe hatten. Heißt natürlich nicht, dass sie sich nicht über eine ihren Anlagen entsprechende Aufgabe freuen (oder andererseits weniger über Menschen, die einen Jagdhund ohne Jagdtrieb wollen oder den Hütehund ohne Hüte-Ambitionen (das versprechen tatsächlich erschreckend viele Züchter)).
Zucht verspricht leider viel, auch wirklich blumiges, rasseuntypisches, je nach Züchter. Gibt aber auch sehr gute und ehrliche Züchter. TS verspricht leider auch viel. Gibt aber auch sehr guten und ehrlichen Tierschutz. Aber auch das Gegenteil, in beiden Fällen.
Was ich aber nicht verstehe, warum es schlecht geredet wird (in beiden Fällen), wenn man genau den Hund sucht, der bei einem glücklich wird, genau in das Leben passt, das man bieten kann? Wer von euch hält denn ernsthaft einen Hund, obwohl er eigentlich keinen will (mit Eigenschaften xy bitte und wenn es "nur" Verträglichkeit etc. ist) nur so um einen Hund "zu retten"? Es sind letztlich immer egoistische Gründe. Ich persönlich finde das Egoistische daran nicht schlimm, liebe das Leben mit meinen sehr passenden Hunden! Schlimm finde ich nur, wenn jemand von woher auch immer einen völlig unpassenden Hund aufnimmt und versucht, ihn zurecht zu biegen in ein Leben, in das er nicht will und in das er nicht passt. Aber das gilt für Zucht und TS-Orgas gleichermaßen.
Warum Welpe in meinem Fall? Ich habe "meine" Rassen gefunden, die perfekt zu meinem Leben passen. Und ich liebe Welpen ! Wirklich, die Welpenzeit ist immer viel zu kurz, auch wenn ich mit der Meinung vielleicht etwas alleine bin im Forum . Ich liebe es, den Hund von Anfang an zu begleiten und ihn einfach in mein (unser) Leben hinwachsen zu lassen. Hier leben ja mehrere Hunde, Katzen... Er lernt das WoMo früh kennen und alles, was mir wichtig ist im Alltag. Und wenig "Falsches", was man nicht nur ausbügeln, sondern erstmal überhaupt wissen muss bei einem erwachsenen Hund. Dazu kommt Hundesport nach Möglichkeit.
Ich verstehe völlig, wenn andere sagen, sie lieben das Gefühl, einen erwachsenen Hund kennenzulernen, ihn anzunehmen und zusammen zu wachsen. Und können mit Welpen eh nichts anfangen. Und mögen "Aufgaben". (Ich empfinde Welpen halt als sehr "einfach" und möchte einen Lebensgefährten, keine Aufgabe und das möglichst einschätzbar, was er so mitbringt genetisch).
Nun ja, der Hund schnappt nach Menschen (seinen Besitzern) und laut Beschreibung auch nach Menschen und Hunden draußen auf einem Spaziergang. Da gehört ein Maulkorb drauf. Jetzt schon, nicht erst, wenn es "schlimmer" geworden ist. Was ist die Steigerung von Schnappen? Zumindest aber mal außerhalb der Wohnung. Drinnen können die Besitzer es sich ja überlegen, ob sie das Risiko eingehen wollen, die Passanten draußen und ihre Hunde aber nicht. Ich verstehe gerade nicht so wirklich, warum das hier eher verharmlost wird und: schauen wir doch mal, wie es sich entwickelt... Ein Maulkorb ist kein Weltuntergang. Wenn der Hund beim Abschnappen ein (freudig draufzulaufendes und ja, sollte nicht) kleines Kind ins Gesicht schnappt, aber sehr wohl. Für den Hund absolut, der ist dann bissig-nicht vermittelbar, ggf. durch die Entstellung aber auch fürs Kind. Ich will wirklich nichts schwarzmalen und vielleicht "verwächst" es sich, aber bis man das weiß, würde ich dringend im Sinne aller (auch des Hundes) außerhalb der Wohnung zu einem Maulkorb tendieren. Ich meine, würde hier jemand schreiben, mein Schäferhund ist für mich nicht einschätzbar und schnappt für mich nicht wirklich vorhersehbar nach xyz, vielleicht nach dir, wenn du vorbei läufst oder nach deinem Hund... Ist doch egal, ob der TS-Hund hier im Thread das aus Unsicherheit tut, er tut es
Mal eine blöde Frage . Ist es wirklich so völlig unnormal, wenn ein Junghund kein größeres Interesse an fremden Artgenossen zeigt? Hier im Thread geht es ja bei dem Thema irgendwie immer darum, dass der eigene Hund zu viel Interesse zeigt, aber bin ich da echt die Einzige mit den akteuell hier lebenden 4 von 5 Hunden die im jeweiligen Alter mit 6 - 18 Monaten an sich nur sehr ausgewählt Kontakt haben wollten und dieses: Whua...ein anderer Hund!!! nie gezeigt haben? (einzig Aussie Joey, dagegen Borderine und die Shelties gar nicht).
Ansonsten: bei Hundesichtung gehe ich über automatische Umorientierung, falls nötig: Zeigen und Benennen, dazu Kommunizieren mit dem Gegenüber und Wohlfühlabstand einhalten. Funktioniert hier auch mit den sehr vokalen Shelties gut.
Hunde lernen das im jungen Alter (Welpe, junger Junghund). Sie lernen, wie man mit Menschen spielt und dass man mit ihnen spielen kann in der Phase, in der sie noch sehr verspielt-unbedarft sind. Es gibt sicher Ausnahmen, aber ich kenne das von vielen TS-Hunden, die mit über einem Jahr erst zu Menschen kamen, die das überhaupt erstmals im Leben dieses Hundes versucht haben: die Hunde sind entweder eh schon recht ernsthaft-erwachsen (und haben diesen Spiel-mach-trotzdem-Spaß-Kick mit Menschen nie erlebt / erlernt) oder sie verstehen das "menschliche" Spiel nicht. Das ist mit viel Vertrauen je nach Hundetyp noch nachholbar, aber es gibt genug erwachsen eingezogene TS-Hunde, die mit Menschen nicht spielen.
Ebenso wie das Grundvertrauen in Menschen früh gebildet wird und ist das nicht passiert, wird es schwer. Das müssen nicht mal schlechte Erfahrungen sein, es können auch einfach fehlende sein.
Klingt vielleicht böser, als ich es meine, aber ein Direktimport aus dem Ausland an Hundeanfänger... verstehen kann ich solche TS-Orgas nicht. Wirklich nicht. Vor allem, wenn ihr klar kommuniziert habt, was ihr leisten könnt und was euch vorschwebt.
Euer Hund ist extrem verunsichert und braucht viel Zeit und Verständnis. Er spürt deine Überforderung und Stimmung. Das passt nicht zusammen. Was sagt denn der TS-Verein zu der Situation? Arbeitet der mit Pflegestellen in Deutschland zusammen? Eine erfahrene Pflegestele könnte genau das sein, was dein Hund gerade dringend braucht. Das ist kein Scheitern oder den Hund aufgeben, eher genau in seinem Sinne.
Die Frage ist, womit wollt ihr dauerhaft leben? Und was seit ihr bereit, bis dahin zu investieren? (Werbung für TS-Direkt-Importe hat auch diese Orga jedenfalls genau mal wieder nicht gemacht. Traurig genug)
Bei meiner Oma gab es einmal die Woche Waschtag. 12 Geschwister + Eltern, alles per Hand gewaschen. Mutter + älteste Töchter haben das gemacht. Da war man mehrere Stunden dran und dass die Hände das wenig gut fanden, ist mehr als nachvollziehbar. Dinge, die man sich heute gar nicht mehr vorstellen kann (und hoffentlich dankbar dafür ist)
Angeregt hierdurch: RE: Wohin geht‘s 2026 in den Urlaub?, wo ja auch immer mal wieder Zweifel aufkommen, wie schön es wohl wird, wie hundegeeignet etc., ... Vielleicht mal ein Rückblick, wie es denn so gewesen ist? Ich frag mich das beim Durchlesen des verlinkten Threads durchaus immer mal wieder, wie man es im Nachhinein so sieht und bewertet. Und was sich lohnt. Vielleicht mag sich ja jemand beteiligen
Wir waren an Haupturlauben letztes Jahr zum einen im Baltikum (Lettland und Litauen), zum anderen im nördlichen Italien mit ein paar Tagen Schweiz und vor allem Elba.
Ich fange mal an mit Lettland / Litauen: man muss Natur mögen . Es ist wirklich sehr viel Nationalpark, sehr viel Wald, einsame Strände... Klingt bestimmt für viele fantastisch, mir hat der "Ausgleich" dazu aber etwas gefehlt . Wir haben die Orte mit nicht nur Natur letztlich gesucht, denn Natur haben wir auch Zuhause viel... Und die Anreise ist wirklich heftig weit von Westdeutschland aus. Trotzdem, schön war es, auch wenn es kein bevorzugtes Urlaubsziel von mir werden wird. Mit Hunden ging gut, aber viel Leinenpflicht...
ein paar Fotos, es gab sehr viel "Kunst" in allen möglichen Varianten, über die man auch im Niemandsland gestolpert ist. In Bunkern, in Städten, in zugänglich gemachten Gärten etc. Das ist mir besonders im Gedächtnis geblieben
Hier ist das Wetter gerade, nun, mies... hilft nicht, das ist es ungefähr 90 Prozent der Zeit in den Wintermonaten hier und ich kann den Hunden schlecht erzählen, wir gehen dann so im März wieder spazieren. Wobei das Positive daran ist, dass man quasi alle Wege hier für sich alleine hat . Das nur als Background zu meinen heutigen Gedanken, die sich irgendwo in südliche Gefilde geträumt haben, aber auch mit einem Bogen zu den HH hier im Forum, die ja teilweise (?) sogar mehrfach am Tag "richtig" spazieren gehen, was ich so aus den Threads über die Zeit in Erinnerung habe. Und dazu halt Gedanken zu meinem Umfeld und zu mir selbst.
Also zu meiner eigentlichen Frage:
Geht ihr täglich bei jedem (?) Wetter mehrfach spazieren über Löserunden hinaus (Weltuntergang-Gewitter/Sturm mal außen vor)? Also so 1 Stunde und mehr? Wenn ja: wie vereinbart ihr das mit einem Job? Oder ist das eher so ein Rentner- und Teilzeit-Ding? Und auch im Dunkeln im Winter bei 2 Grad und ins Gesicht peitschendem Schneeregen? (Zusatzfrage: macht ihr das gerne ?)
Ich raffe mich ja fast jeden Tag auf (bin aber durchaus je nach Wetterlage froh, mich Montags mit unserem Hallentraining rausreden zu können ) Und wenn man erstmal unterwegs ist, ist es gar nicht so schlimm (meist stimmt das, teils rede ich mir das ein). Aber zum einen wüsste ich nicht, wo ich neben der Arbeit noch Zeit für 2 größere Spaziergänge hernehmen sollte (vor allem im Hellen), zum anderen bin ich im Zweifelsfall eher stolz auf mich, mich zumindest einmal am Tag für 1,5 Stunden durch das Wetter gekämpft zu haben
Also, ich will hier keine Absolution oder so, mich würde nur ernsthaft interessieren, wie recht engagierte DF-Hundehalter (sag ich jetzt mal so) das insbesondere in den Wintermonaten so halten
Über O.M.A oder Webmelden könntest du Seminare oder Turniere (letzters, um ins Gespräch zu kommen) halbwegs in deiner Nähe finden. Viele im Hoopers kommen ja ursprünglich aus dem Agi, da ist der Hoopers-Einstieg einfach. Ohne jeden Bezug dazu, würde ich an deiner Stelle wirklich etwas weiter fahren und ein Einstiegs-Seminar buchen. Grundsätzlich bräuchtest du für einen Einstieg mindestens mal 4 Hoops und mehrere Tonnen. Letztere einfache Laubtonnen, die du von innen beschwerst, damit der Hund die nicht umwirft / verrückt oder der Wind das übernimmt. Was dein Hund ganz als Basic lernen sollte: dass man durch Hoops durchläuft und das am besten von Anfang an von dir weg. Kannst da mit einem Target deiner Wahl arbeiten. Und um Tonnen laufen: von Außen, von Innen und 180 Grad (Wendetonne). Erstes großes Ziel (mit längerem Aufbau versteht sich) könnte somit sein, dass du den Hund von dir weg durch 2 Hoops schickst, um die Wendetonne und zurück. Distanz immer weiter vergrößern. 2. großes Ziel könnte sein, dass du hinter die Tonne im Halbkreis um dich rum noch 2 weitere Hoops stellst. Also 2 Hoops, Tonne, 2 Hoops. Und deinem Hund auf Distanz sagen kannst: nimm die Tonne von Außen und wende + zurück durch die Hoops oder: nimm die Tonne von Außen und laufe weiter durch die anderen Hoops. 3. großes Ziel könnte anschließend sein, dass dein Hund beide Varianten macht, die Tonne aber von Innen nimmt. Innen / Außen kann man gut mit 3 Tonnen üben ("Tonnenwelle"): innen, außen, innen oder außen, innen außen, mit Hoop davor und dahinter als Start bzw. Ziel.
Distanz zwischen den Geräten und zu dir bei allem langsam vergrößern.
Wenn du Obiges kannst (bzw. dein Hund), kannst du schon einen H1-Parcours laufen
Ich würde dir zudem empfehlen: bau dir einen Führkreis, einfach einen Kreis aus egal was und wenn es ein Seil ist, das du auf den Boden legst. Den überschreitest du von Anfang an nicht! Versteht dein Hund es nicht, wenn du dich so wenig mitbewegst, musst du Im Aufbau kleinschrittiger werden, nicht aus dem Führkreis treten!
Wie man führt (gerade Körpersprache, Armeinsatz) das ist sehr individuell und da hat jeder Trainer so seine eigene Philosophie... Da dein Hund auf Kommandos in erster Linie reagieren sollte, nimm möglichst gut für den Hund unterscheidbare.