Ich war eigentlich nie helikopternd. Dann kam Smilla, die ja mit knapp 2 Jahren ihren ersten Anfall hatte. Und dann über einen langen Zeitraum jedesmal einen, wenn sie aufgeregt war. Freudige Aufregung! Hey, wir üben, wir spielen, ich seh da wen Tolles, es gibt Futter, Strand (der Endgegner), Schnee... etc.
Klar, auch negative Aufregung (Angst, Wildschwein rannte vor uns über den Weg, z.B.), aber an sich hat sie sich ja immer mehr gefreut als dass sie sie etwas negativ aufgeregt hätte.
Die ganzen Medikamenten-Versuche... Was die an Nebenwirkungen teils mitbrachten und was ist schlimmer?
Ehrlich, da trainiert man Dünnhäutigkeit und sofort in Habacht-Stellung sein.
Dann natürlich das allerschlimmste: dass Faye totgebissen wurde. Ich war lange nicht mehr in der Lage, "normal" spazieren zu gehen.
Mittlerweile ist Fayes Tod über 3 Jahre her und Smillas Anfälle kaum noch da. Ich bin wieder deutlich entspannter. Aber sobald da irgendeine Nervenzelle "potentielle Gefahr gesichtet!!!" brüllt in mir, brauch ich erst mal ein paar Momentchen, um wieder runterzufahren.
In den allermeisten Alltagssituationen geht es aber.