Beiträge von Lucy_Lou

    Meine Erfahrung ist: Hunde können damit umgehen, wenn sie nicht immer dürfen. Grisu darf mich anspringen. Wenn ich das nicht möchte, sage ich im Ansatz Nein und er akzeptiert das. Man muss nur schnell genug sein :roll:
    Fremde darf er nicht anspringen... seine Taktik war dann eine Zeit lang: vor den Menschen in die Höhe springen und diese ohne sonstige Berührung einmal quer durchs Gesicht zu schlecken :ops:

    Whaaa, ich sehe schon, ein eindeutiges Verbot wär vielleicht doch besser gewesen...

    Die Frage ist, wie wichtig dir das? Kann ja sein, deinem Hund fehlt nichts, sie braucht sonst keine Beschäftigung... Trotzdem kannst du natürlich versuchen, sie zu begeistern :^^:


    Zitat

    Draußen rennt sie gern, und veräppelt mich auch, aber spielen ist wieder uninteressant.


    Was genau macht sie denn, wenn sie dich veräppelt? In welchen Situationen rennt sie? Spielt sie fangen?
    Hat sie Jagdtrieb? Auf Sicht oder Fährte? Ist sie in der Wohnung für Spiele zu begeistern? Wenn du ein Spielzeug interessant machst und schnell vor ihr her ziehst, würde sie dann versuchen, es zu fangen? Wie sieht es denn mit Kommandos aus? Macht sie gerne Sitz, Rolle, Pfötchen, etwas in der Richtung?
    Nimmt sie irgendwas an Futter draußen? Z.B. du hälst ihr eine Scheibe Salami vor die Nase, legst diese dann vor sie auf den Boden und sie darf sie auf Kommando nehmen (nicht vorher). Wäre sie scharf auf die Salami? Würde sie die Salami gerne schon ohne deine Erlaubnis nehmen wollen? Daraus kann man in winzigen Schritten Suchspiele aufbauen.

    Was ist denn mit Balgspielen? Spielt sie körperlich mit dir? Da kann man dann auch ein Spielzeug mit einbauen und das so langsam interessanter machen.

    Oder clickern vielleicht. Das würde ich aber auch erstmal in ablenkungsfreier Umgebung in der Wohnung probieren

    Lucy ist unheimlich menschenfreundlich, aber ob sie mit gehen würde? Keinesfalls jedenfalls, wenn es nicht von unserem Haus aus ist oder wenn ich an dem Ort bin, den sie verlassen soll. Eine zeitlang ist sie noch nicht mal mit meinem Mann spazieren gegangen, wenn ich Zuhause blieb :/ . Das geht glücklicherweise wieder.
    Grisu würde definitiv nicht mit einem ganz fremden Menschen mit gehen.

    Ich mach mir jetzt mal Feinde :D : gibt es einen Grund, bei den überfüllten Tierheimen noch mehr Katzen in die Welt zu setzen? Ich persönlich lass bei Katzen noch wesentlich weniger "Unfallwurf" gelten als bei Hunden und es dürfte auch deutlich weniger Gründe gegen TH-Katze als gegen einen TH-Hund geben...
    Wenn das Ganze einen guten Grund hatte, entschuldige ich mich schon mal...

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    ganz einfach: damals hatte jeder hund noch seine aufgabe :^^:

    es hielt niemand einen hund, um mit ihm einen hindernisparcour zu laufen oder ihn im rosa plüschtäschchen umher zu tragen - hunde mussten arbeiten, jagen, hüten, schützen, wachen etc.

    ich finde, das ist ein wichtiger Punkt. Früher hat man sich auch die "Rasse" entsprechend dem ausgesucht, was man mit dem Hund vorhatte. Auch Begleithunde gab es ja früher schon, aber es wurden eher keine Jagdhunde/Hütehunde von den feinen Damen zweckentfremdet... Als Beispiel, ich erlebe es auch hier in der Gegend noch öfter, dass Bauern ihre Hofhunde danach aussuchen, wie gute Hofhunde die Elterntiere sind. D.h. Bauer kennt Hund xy, finden den klasse als Hofhund, der hat zufällig mal Welpen --> der neue Hofhund ist gefunden. Nach Gebrauchsfähigkeit halt.
    Aber die meisten Menschen halten sich heute Rassen als Begleithunde, die zu ganz anderem Zweck gezüchtet wurden und dementsprechend Eigenschaften mit bringen. Und gerade auch bei engagierteren Haltern kann dann auch genau das passieren, was flying-paws schrieb: man weiß, der Hund braucht viel Beschäftigung, ohne dass wirklich bedacht wird, welche Art von Beschäftigung der Hund braucht... Man hört es auch im Alltag immer wieder. Ich habe einen Aussie und gerade als der noch Welpe/Junghund war, bekam ich viele "gute" Ratschläge nach dem Motto: der ist aber ein Arbeitshund, mit dem müssen sie dann aber viel Fahradfahren/stundenlang spazieren gehen/Ball werfen etc. Würde ich das in der Form tun, hätte ich hier einen Hochleistungssportler, der überhaupt nicht mehr runter käme...
    Aber ist schon ein generelles Problem. Jeder kommt an jede Rasse dran, aber kaum jemand lastet seinen Hund mit der Arbeit aus, für die die jeweilige Rasse ursprünglich gezüchtet wurde. Es ist damit eigentlich immer irgendwo ein Kompromis.

    Ich würde eher vermuten, dass sie ihre Suchweise umstellt, nicht, dass sie allgemein den Spaß daran verliert.

    Bei meinem Rüden war es so, dass er anfangs immer mit der Nase auf dem Boden gesucht hat. Wir machen viel mit dem Futterbeutel, vor allem Suchspiele. Der Beutel bleibt auch schon mal im Gestrüpp hängen oder wird von mir bewusst erhöht postiert. Dazu kommt, dass die Hunde ja "orten" müssen, wenn sie keine Ahnung haben, wo der Dummy liegt, das ist effektiver mit der Nase in der Luft. Mittlerweile hat mein Rüde die Nase meist oben, außer er ist schon dicht dran. Ist interessant, den Suchprozess zu beobachten :^^: . Den Spaß verloren hat er jedenfalls nicht durch die Umstellung.

    Aber dies auch als Antwort auf deine Frage: zumindest bei uns hat der Dummy zu Nase-in-der-Luft-suchen geführt. Vielleicht wär das was für euch?