Na, eine Spielaufforderung wird das eher nicht sein. Er hat nur gelernt, dass es ziemlich doof ist, wenn du an ihn ran kommst, denn dann nimmst du ihm das leckere Fressen ja weg...
sarplaninac hat ja schon einen Vorschlag gemacht. Ich sehe dabei allerdings die Gefahr, dass der Hund sich trotzdem bedient, wenn er ohne Leine ist. Alternativ kannst du langsam ein Nein aufbauen. Anfangs hält du das Futter in der Hand, dem Hund vor die Schnauze. Will er dran, sagst du Nein und schließt die Hand. Dann machst du nichts mehr, während dein Hund deine Faust bearbeitet. Sobald er einen Moment inne hält und dich ansieht, sagst du "Nimm's" und gibst es ihm. Das übst du mehrmals täglich, wobei da kein System drin sein sollte: du hälst dem Hund zweimal Futter hin ohne Nein und er darf es sofort fressen, beim dritten Mal kommt dann das Nein, dann wieder einmal ohne Nein, dann zweimal nein, dann dreimal ohne Nein.... Es geht ja darum, dass der Hund auf Nein reagiert, nicht darum, dass er nichts mehr ohne Aufforderung aus deiner Hand nimmt. Wenn dein Hund sicher auf das "Nein" hin dich sofort anschaut, kannst du zur nächsten Stufe übergehen: du legst das Futter vor dir auf den Boden. Statt der Faust, stellst du den Fuß drauf, falls es nötig ist. Wenn der erste Schritt gut trainiert wurde, kann es sein, dass du nicht mehr absichern musst. Hier machst du es jetzt so: sobald der Hund auf das Nein hört (vom Futter ablässt und dich anschaut), gibt es Futter aus deiner Hand, nicht das vom Boden. Das übst du, wie den ersten Schritt. Dann langsam steigern, bis es auch beim Futter finden draußen klappt. Ziel ist: Hund hört dein "Nein" und orientiert sich sofort in deine Richtung. Hilfreich sind besonders tolle Leckerlie für diese Situation.
Als Alternative: du legst supertolles Futter aus (in der Wohnung zuerst), leinst den Hund an und näherst dich dem Futter, so dass der Hund gerade eben nicht dran kommt. Dann wartest du, bis der Hund dich verzweifelt anschaut. In dem Moment sagst du Sitz, gehst zum Futter (Hund sollte nach wie vor nicht dran können...), nimmst das Futter in die Hand, begutachtest es, sagst "Fein" (oder was auch immer) und gibst es dem Hund. Das übst du erst in der Wohnung, dann draußen, bis dein Hund sich automatisch setzt, wenn er was tolles findet. Du begutachtest es immer (auch wenn es mal eklig ist...) und falls der Hund dieses "Futter" nicht darf, gibst du ihm was anderes.