Beiträge von Lucy_Lou

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    Also ich hab nicht den Eindruck, dass dein Hund dir nicht vertraut, sondern eher umgekehrt ;) .

    Entspann dich mal und mach dir nicht soviele Gedanken.

    Das mag ein Grundproblem bei mir sein :ops: . Ich mach mir immer zu viele Gedanken fürchte ich und mag es nicht, wenn ich das Gefühl habe, im Zweifelsfall die Situation nicht mehr kontrollieren zu können. Da können meine Hunde natürlich nichts für :/


    Also, ich habe es eben so probiert: wurde Grisu zu schnell, wurde ich langsamer... Kein verstecken, aber er hatte sehr rasch raus, dass er sich heute auf meine Geschwindigkeit nicht verlassen kann. So hat er von selbst sehr viel mehr geguckt. Außerdem habe ich bestätigt ("Fein!! ...alles ok"), wenn er stehen blieb, wenn er was entdeckt zu haben glaubte, und mich dann anschaute. Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, ob ich ihn so nicht noch ermutige, weiß der Geier was zu finden (zu suchen). Jedenfalls hat er ingesamt deutlich häufiger nach mir geschaut, der Radius war kleiner und er hatte weniger den Tunnelblick drauf.

    Und ich versuche einfach mal entspannter zu bleiben :roll:

    Danke euch :smile: .

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    Hast du dich in so ner Situation im Dunkeln schonmal versteckt, bist plötzlich umgedreht o.ä.?
    Das würde ich als erstes versuchen. Da würde er vielleicht nach einigen Malen checken, dass die größte Gefahr im Dunkeln die ist, dass du "verschwindest".
    Alle Maßnahmen die du im Moment ergreifst sind eher kontraproduktiv zum Ziel, denk ich.
    Alle Aufmerksamkeit vom Hund ist im Nirgendwo und deine volle Aufmerksamkeit ist aufm Hund, du gibst immer brav Signal, um dich muss man sich nicht kümmern- du meldest dich ja.
    Und genau das muss umgekehrt werden.

    :ops: Ja, eigentlich sehe ich das auch so, der Hund hat auf mich zu achten... Manchmal scheine ich etwas mit der Nase drauf gestoßen werden zu müssen... Im Moment ist tatsächlich meine Sorge, dass er verschwindet und ja, ich gebe ihm also regelmäßig meine Position durch :hust: . Wobei das mit dem Radius so ist: bei Tageslicht etwa 15 Meter im Normalfall, im Dunkeln vielleicht 30 Meter. Aber ohne Beleuchtung, ohne einen größeren Ort in der Nähe der Licht abstrahlt, sieht man da schnell ungefähr nichts mehr. Ein Leuchtie wäre da tatsächlich auch eine Idee. Heute hat es die Tagesplanung nicht ergeben, ich probiere es aber morgen mal mit dem verstecken. Wobei ich denke, er wird dann eher noch wuschiger, versucht neben der komplette Umgebung auch noch mich im Auge zu behalten... was mich zu diesem Problem führt:

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    Dass er den Radius vergrößert kann auch einfach daran liegen, dass er deshalb misstrauischer wird, und lieber mal ein bißchen weiter vor geht, um frühzeitig zu erkennen, wenn irgendwas kassiert, was seinen Bezugspunkt HH tangieren könnte, macht meine auch, ist z.B. für Hütehunde oder Herdis oder auch Hunde mit Wachtrieb ne recht logische Angelegenheit.
    An der kurzen Leine ist jedoch wieder klar, dass Du eindeutig die Führung hast, da ist er nicht mehr fürs Aufpassen zuständig

    Ich bin da immer gleich am rotieren: vertraut er mir nicht? Traut er mir die Führung und Sicherheit nicht zu? Auf der anderen Seite neigt er ja nicht zu Alleingängen, wenn er was gefunden hat. Und Aufgaben übernehmen muss ja nicht heißen, dass er komplett an mir zweifelt, oder?

    Ja, Hunde mögen im Dunkeln teils anders reagieren. Meine frühere Hündin wich mir nicht mehr von der Seite und war etwas schissig im Dunkeln, für Lucy macht es keinerlei Unterschied...


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    Wenn Du unbedingt mit ihm spielen willst, versuchs doch mal mit nem Zerrtau, damit kannst Du ihn auch schön provozieren mit Dir zu rolzen... und wenn er mal dabei ist, hat der Hund meiner Erfahrung nach meist auch schnell Spaß dran...

    Nein, unbedingt spielen nicht. Es ging mir mehr um die Verdeutlichung, wie er sich im Dunkeln verhält; normalerweise ist er immer mit Freude dabei, wenn wir was machen. Wobei Zerrspiele allgemein weniger seins sind (dafür würde Lucy das dann übernehmen :roll: )

    Es geht um Grisu. Ist kein großes Problem, aber vielleicht kommen ja ein paar Anregungen?

    Zur Zeit wird es ja früh dunkel und so verbringen wir unsere Spät-Nachmittags-Runde zumindest teils in der Dämmerung und manchmal auch im Dunkeln. Grisu wird automatisch aufmerksamer, wenn es dunkel wird. So weit kein Problem. Er verbellt trotzdem niemanden und läuft auch zu niemandem hin, aber er ist insgesamt angespannter, beobachtet genauer und wirkt auf mich auch so ganz allgemein gestresst. Das äußert sich so: der Radius wird größer, er ist nicht mehr an Spiel/Übungen/Futter interessiert, sondern scannt permanent die Umgebung. Die Rute ist unten (typisch Hütehund vielleicht), er wirkt angespannt und konzentriert. Geschnüffelt und markiert oder so wird auch nicht mehr. Entdeckt er Wild, pest er zu mir, das klappt auch im Dunkeln. Entdeckt er Menschen oder so, bleibt er stehen und beobachtet (im Hellen würde er diese ignorieren). Nun könnte es mir eigentlich egal sein, wenn nicht 1. sein Radius größer wird als meine im Dunkeln eingeschränkte Sichtweite und 2. ich ihn halt lieber entspannter sähe ;)


    Nun nutze ich zur Zeit folgende Möglichkeiten:

    - ich sage ungefähr alle 30 Sekunden "warte", um ihn in einem vernünftigen Radius zu halten. Er wartet und es geht von vorne los...

    - ich schicke ihn hinter mich. Ergebnis: er läuft etwa 1Meter hinter mir und verhält sich immer noch nicht normal (bei Tag würde er dann halt hinter mir schnüffeln, markieren, mal schneller, mal langsamer werden...)

    - ich leine ihn an. Ergebnis: Grisu ist recht entspannt und trottet neben mir her, schnüffelt auch mal... Das funktioniert aber nur an der kurzen Leine. An der Flexi ist er wieder angespannt die Umgebung am scannen.


    Ich frage mich halt, was er von so einem Spaziergang haben kann und ob ich da was machen kann/sollte :???:

    Die Flexi verführt ja schon dazu, nicht wirklich auf den Hund achten zu müssen, auch nicht wirklich kommunizieren zu müssen... Mit der Schleppleine hat man entweder automatisch mehr Arbeit und achtet dann auch entsprechend mehr darauf, was der Hund gerade treibt oder man lässt die Schlepp schleifen, dann ist man gezwungen zu kommunizieren :p . Grisu war eine Zeit an einer 15 Meter Schlepp, die ich nur im Notfall in die Hand genommen habe. So war es schon eine gute Simulation von Freilauf, er hat den Radius gelernt (weil ich ihm den mitteilen musste, wenn ich die matschige Schlepp nicht doch in die Hand nehmen wollte...) und im Prinzip habe ich so "eingewirkt", kommuniziert, wie ich es auch ohne Leine getan hätte. Nur dass ich ihn im Notfall halt stoppen/einsammeln konnte. Fand ich recht optimal so.

    Mittlerweile ist er ab und an an der Flexi, wenn wir im Urlaub in einer Gegend unterwegs sind, die ich nicht einschätzen kann oder wo recht viel los ist. Lucy läuft da frei, Grisu habe ich abgesichert :D . Da merke ich selbst, wie sehr ich mich auf die Flexi verlasse und wie oft ich die Kommunikation vernachlässige, denn zur Not kann man ja aufs Knöpchen drücken :ops: . Also zumindest für "faulere" Menschen wie mich ist die Schleppleine zum Freilauftraining sicher besser ;)

    Ich kenne zumindest hier die Labbis in erster Linie als distanzlos, grundsätzlich freundlich bis aufdringlich, eher etwas stur, aber bei allem gutmütig und immer glücklich über egal welche Beschäftigung. Aussies eher als distanziert, durchaus mit Wachtrieb/Schutztrieb, recht schnell hochfahrend. Und ja, ich kenne nicht viele, wohne recht ländlich und so viele gibt es hier nicht. Also kann ich nur von meinem und noch 2 weiteren sprechen. Beim Aussie scheinen die Unterschiede innerhalb der Rasse auch recht groß zu sein. Golden Retriever kenne ich hier nur als freundlich, mit allem zufrieden, ach-die-Welt-ist-schön-Hunde. DSH als ernsthafter, arbeitswillig, sehr Spiegelbild ihres Menschen. Dobermann als hibbelig, sehr schnell hochfahrend, sehr sensibel, sehr arbeitswütig und mit Jagdtrieb. Nur meine Erfahrung, da es gerade darum geht.

    Meinen Hunden ist das Wetter auch egal :/ . Wenn es nur einen Tag regnet, zwischen lauter schönen Tagen, den einen Tag würde ich die Hunde wohl im Haus beschäftigen. Aber hier im Oberbergischen ist das mit dem Regenwetter normalerweise eine sehr langwierige Angelegenheit... also fällt die Option eher flach. Wir gehen somit auch bei schlechtem Wetter meist nicht weniger, als bei Sonnenschein. Wenn es den ganzen Tag ohne Pause durchregnet, geh ich allerdings meist nur einmal richtig lang und dazu nur noch "Gartenrunden". Einmal am Tag einweichen und einsauen (Hunde + ich) reicht mir :roll:

    Ich bin ja leider auch nicht immer die sicherste... Und ja, ein entsprechender Hund, der halbwegs sensibel auf seinen Menschen reagiert, nimmt das sofort auf. Man vermittelt ihm ja so erst recht, da ist etwas, worum sich jemand kümmern sollte. Und ist man selbst dann unsicher, "muss" es ja der Hund tun. Oft genug dürfte der Hund auch erst auf die Unsicherheit seines Menschen hin reagieren (könnte ja, wer weiß...). Aber da hilft dir in dieser Konstellation auch ein strenges Abbruchkommando/Unterbinden (was auch immer das dann sein soll) oder ähnliches nicht mehr wirklich weiter... Man wird sicherer, wenn man merkt, etwas funktioniert. Das merkst man selbst und der Hund ja auch. Bis zu einem gewissen Grad kann man das sicherlich lernen, nur leider ist das Leben oft recht unberechenbar und die Realität passt nicht immer in den Vordruck im Kopf... Mit dem präventiv vorgehen bin ich mit Grisu jedenfalls ganz gut gefahren.

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    Muss man jedes Anzeichen für so ein Verhalten bei seinem Hund
    unterbinden? Wenn ja wie denn?

    "Unterbinden" hm... Wenn du den Hund als Welpen aufnimmst, wird der in der Regel ja noch keine Leute stellen. Aber da kannst du den Grundstein legen, dass dein Hund bereits lernt, dass nicht er entscheidet, was in gewissen Situationen zu tun ist. Ein Beispiel: bei Grisu habe ich ja auch mit gewissem Wachtrieb gerechnet und hat er ja auch. Da habe ich z.B. drauf geachtet, dass er im Büro Besucher nicht als erstes begrüßt. Auch nicht als "hey-klasse-Besuch"-Junghund. Ähnliches bei uns an der Haustür. Auf Spaziergängen hätte ich es ähnlich gemacht, hätte er größeres Interesse an fremden Menschen gehabt. Also erst selbst hallo sagen, dann darf gegebenfalls der Hund. So legst du schon mal einen Grundstein. Oder als er dann langsam erwachsen wurde und meinte nachts alles melden zu müssen, bin ich dann eben nachts raus, habe ohne ihn (!) nachgeschaut, auch wenn ich mir sicher war, da ist nichts, und habe ihm dann mitgeteilt, dass alles in Ordnung ist. Um zu zeigen, ich kümmer mich. Melden darf er ja gerne ;) . Und es ist dann auch sehr schnell weniger geworden bei ihm.
    Wenn es dann doch mal vorkam, dass er wen verbellt hat (fiel glücklicherweise in die Phase, in der er eh an der Schlepp war :D ), habe ich ihn ruhig eingesammelt und versucht, gelassen aus der Situation zu gehen. Z.B. mit dem Pilzesucher, den Grisu so monster-ähnlich fand, noch ein paar nette Worte gewechselt, so dass Grisu gesehen hat, es ist okay und mit einem guten Gefühl aus der Situation gegangen ist.

    Das sind Tipps für die Junghund-testet-mal-aus und sieht-Gespenster-Phase :D . Allgemein würde ich sehen, den Hund ruhig aus der Situation zu nehmen (zur Not an der Schlepp lassen) und dem Hund versuchen zu zeigen, man hat das selbst im Griff. Wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist und der Hund eh schon alles (gerne) selbst regelt, mag das so aber nicht reichen...

    Vielleicht kam ich falsch rüber?! Ich habe keine Aussage gemacht, sondern eine Frage gestellt. Mit Grisu kann ich in die Innenstadt gehen und es klappt mittlerweile (nach einiger Arbeit), aber ich bin bei ihm nach wie vor mehr gefordert, als bei Lucy. Einfach zu sehen, was ihm zu viel ist und ihm dann "Verantwortung" abzunehmen, bzw. ein Feedback zu geben, es ist okay, entspann dich. Aber das ist hier ja überhaupt nicht das Thema, oder :???: . Das Thema ist ja nicht, wie schaffe ich es, Stresssituationen für den Hund zu entschärfen, sondern was braucht der Hund, um glücklich zu sein. Lebt der Hund auf dem Land, braucht er dann ab und an mal Stadtausflüge, um neue Reize zu haben? Ich stelle mir persönlich die Frage ernsthaft, denn ich weiß es nicht. Ich rede bei "Landspaziergängen" auch nicht davon, den Hund täglich durchs immer gleiche Waldstück im Niemandsland zu bewegen. Aber auch wenn man Talsperren, Wälder, Felder, Dummy-Arbeit etc.... hat, und so viel Natur, dass man keine 2x die Woche die selbe Strecke läuft, die Außenreize sind doch immer sehr ähnlich. Ein paar Rehe, immer die selben paar Hunde die man trifft... Wenig Neues, aber Freilauf und Freiraum zuhauf... Ist ja kaum was, das/den man stören könnte dadurch... Und dann mein Erleben bei Stadt-Ausflügen: auf der einen Seite: der Hund ist sehr viel aufmerksamer, da ist so viel neues zu sehen, zu erleben, zu entdecken... aber auch schnell ein "ich kann nicht mehr" wenn wir im städtischen (nicht in anderen/fremden Naturräumen) unterwegs sind. Und ich weiß nicht so recht, braucht er das? Ist das gut, schlecht? Ist das Auslastung? Ich hab manchmal das Gefühl, er mag es lieber berechenbar und überschaubar und darin Aufgaben... ich bin mir nicht sicher... Bei Lucy würde ich sagen, ihr ist es wurscht mittlerweile, wo wir unterwegs sind. Sie trottet 90% der Zeit eh nur mit, markiert mal was, nimmt gemeinsame Aktivitäten wahr und ob da um sie herum der Bär steppt...?! Auch egal...