Als Kind waren meine großen Lieben ein Neufundländer und ein Irischer Wolfshund. Groß, in sich ruhend, selbstbewusst... Mein erster eigener Hund war dann völlig anders: Pudel-Terrier-Mix... nicht ausgesucht, sondern mit 11 zu Weihnachten bekommen. Danach stand eigentlich fest, nix mehr mit Terrier
. Dabei war sie extrem gelehrig, aufmerksam und triebiger, als mein Aussie jetzt, was ich gut fand.
Zu Lucy kam ich sehr unverhofft, aber im Großen und Ganzen dürfte sie meinen Kindheitsvorstellungen schon recht nahe kommen (Berner Sennen-Mischling).
So, dann die erste wirklich ausgesuchte Rasse, die hier einzog: ein Australian Shepherd. Ich wollte zu Lucy einen Hund, der besser motivierbar ist, mehr Interesse an Zusammenarbeit oder überhaupt an "Arbeit" hat, agiler, kontrollierbarer Jagdtrieb, mittelgroß. Ich wollte einen Bearded Collie. Mein Mann erklärte sich schließlich zu einem Zweithund bereit, nachdem er einen Aussie kennen gelernt hatte, also sollte es von seiner Seite aus ein solcher werden. Wir haben uns also informiert, ich hatte Bedenken wegen niedriger Reizschwelle/aufbrausend (das mag ich schon am Terrier nicht) und Wachtrieb/Schutztrieb. Aber es wurde einer.
Wachtrieb/Schutztrieb finde ich mittlerweile sehr gut, so wie Grisu ihn zeigt, nämlich an mir orientiert. Aber der Aussie an sich ist wohl eher nicht meine Rasse. Eher zu sensibel, zu sehr an mir orientiert, zu aufbrausend... Ich glaube, dann doch eher die Richtung was selbstbewusster, souveräner, eigenständiger, was mehr über den Dingen stehend, eher hohe Reizschwelle. Muss Arbeitsfreude ja nicht ausschließen
. Nach wie vor finde ich den Spanischen Wasserhund sehr interessant (würde auch auslastungstechnisch besser passen) und den Bearded Collie
. Mein Mann schwärmt vom Altdeutschen Schäferhund, aber wenn der einzieht, muss er das zumindest mit übernehmen... das wird also so schnell nicht der Fall sein...