Beiträge von Lucy_Lou

    Wie laufen normalerweise auch so um die 3 Stunden pro Tag, 1 langer Spaziergang (1.5 - 2,5 Stunden), ein Beschäftigungsspaziergang (etwa 45Min) und kurze Gänge. Variiert sehr stark. Keine Kinder, Halbtagsjob... da geht das natürlich ;)


    Meine Erfahrungen: meine Hunde stecken mehrere Tage am Stück 5 Stunden und mehr an Spaziergang/Neuem locker weg, aber auch einige Tage am Stück wenig tun. Mit Unterschieden. Grisu (Australian Shepherd) ist voll da, wenn etwas gemacht wird, sehr viel aktiver, wenn wir unterwegs sind/viel machen, hat aber keinerlei Probleme damit, ein paar Tage am Stück nur zu dösen. So der perfekte "Arbeitshund", denke ich, was das angeht. Extrem anpassungsfähig.
    Lucy dagegen powert wenig, will weder wenig, noch viel tun. Sie wird unleidlich, wenn ein Tag richtig viel ist und unleidlich, wenn ein paar Tage am Stück kaum etwas ist... Sie mag ihr Mittelmaß, überdreht, gestresst, fordernd... ist sie damit nicht... Aber sie braucht "ihr Pensum".

    Ich persönlich mit den Hunden die ich habe, denke daher nicht unbedingt, dass ein "Arbeitshund"/eine "aktive" Rasse schnell überdreht bei viel Beschäftigung oder sofort am Rad dreht, bei zu wenig. Und auch nicht, dass es nur an der "Motivierbarkeit", an der Freude an Bewegung und Beschäftigung liegt, womit ein Hund letztlich unterfordert/überfordert ist. Lucy ist Gewohnheitstier, Grisu ist anpassungsfähiger Arbeiter...

    Wir waren gestern noch in Soest auf dem Weihnachtsmarkt mit den Hundis :smile: (übrigens überraschend schön, die Altstadt). Nachmittags unter der Woche ist es weder laut noch voll auf vielen Weihnachtsmärkten, das scheint mir nicht dramatisch für die Hunde... Sie bekamen sogar Wurst geschenkt von einem Fleischstand :D ... und Lucy hat daraufhin jeden Stand abgescannt, an dem wir vorbei gingen :roll: . Es waren einige Hunde unterwegs, aber wieder hat keiner gepöbelt oder ist sonst negativ aufgefallen...

    Wir waren heute in Münster auf den Weihnachtsmärkten. Mit Lucy ist das so, als wäre da kein Hund... Die trottet mit, könnte genau so gut ohne Leine laufen. Aber gibt ja genug Leute, die das nicht gerne sehen, Angst haben... Und in Münster auch eindeutig zu viele Fahrradfahrer :headbash: . Und das bei dem Wetter... wie viele ich da heute hab über den Boden schlittern sehen... Äh, okay, das ist nicht das Thema. Grisu würde vermutlich ohne Leine verloren gehen... Der findet alles aufregend, interessant, dann muss er da mal schauen, dann hier mal schnuppern und das da hinten... Da käme ich vor lauter gucken nach ihm ohne Leine überhaupt nicht mehr zum bummeln :roll: . Schlecht erzogen würde ich nicht mal sagen... Mit ihm habe ich als Junghund sehr viel mehr Stadttraining gemacht, als mit Lucy... Aber er hatte es auch nötig, während Lucy mit Grundruhe zur Welt kam :D . Ist halt immer leicht sagen, dann üb halt, der Hundetyp scheint mir nicht ganz unwichtig... Mit Grisu habe ich auch immer ein halbes Auge bei ihm...

    Wir sind vielleicht so um die 10 Hunden begegnet, ein paar auch etwas hibbelig/aufgeregt, aber keiner Leinenaggressiv oder so.

    Hatte heute das Vergnügen: an einer Hauptstraße in Münster an einer roten Ampel. Ich stand da mit meinen beiden, warte auf Grün, steht da plötzlich ein freilaufender Dalmatiner zwischen meinen. Die fanden das gar nicht lustig :hust: . War das erste mal seit sehr langem, das Grisu an der Leine die Beherrschung verlor :/

    Frauchen sammelte dann doch mal ein, ich beruhige meine Hunde..., auf der anderen Seite leinte Frauchen direkt wieder ab, nachdem sich kurz der Grund für die Leinenlosigkeit offenbarte: Dalmatiner zog wie Bolle und Frauchen schlitterte auf dem Eis-Schnee hinterher :roll: . Geld für Streumittel scheinen die in Münster auch nicht übrig zu haben...


    Die freilaufenden Hofhunde bei uns finde ich nicht so tragisch. Die kennt man ja und kann sich gut drauf einstellen, finde ich

    Als Lucy noch Junghund war, ist sie ein paar mal angegangen worden, warum, weiß ich nicht. Dass sie provoziert hat, kann ich mir kaum vorstellen, sie hat sich auch nie gewehrt. War aber immer viel Lärm um nichts, sprich, Lucy war nie verletzt.
    Lucy mag heute kaum noch Hunde auf Anhieb, was aber nicht unbedingt auf schlechte Erfahrungen im Junghundealter zurückzuführen ist. Sie zeigt fremden Hunden schon recht deutlich, dass sie keinen Kontakt wünscht, aber ohne "Körperkontakt". Ich denke, sie kann sehr gut einschätzen, was am besten zieht: völliges ignorieren oder aufplustern + ausweichen/sonstwas tun oder offenes Drohen (durchaus mit Zähnefletschen). Glaubt sie, es könnte zu einer Beißerei kommen oder der andere ist (mental) stärker, flüchtet sie, bzw. deeskaliert.
    Gut das war jetzt nicht die eigentliche Frage, aber ich finde es im Vergleich zu Grisu interessant: der kommt mit den meisten Hunden erst mal gut klar, hat durchaus Interesse, spielt auch mal, aber wenn ihm mal was nicht passt, explodiert er... Ein ganz anderer Hundetyp.

    Bei Grisu, mal sehen... am schlimmsten war es, als er so um 1 Jahr alt war. Er konnte fröhlich mit einem Hund spielen und im nächsten Moment dem anderen Hund im Fell hängen... Gründe: der andere Hund ist männlich und hat Lucy zu lange angeguckt. Oder: ein anderer Hund ist auf einem Flohmarkt von hinten knurrend auf Grisu drauf, Grisu fackelt keine Sekunde und startet den Gegenangriff (Lucy hätte erst mal einen halben Herzinfarkt bekommen...). Oder: der andere Hund näherte sich meinem Rucksack, mir, der Bank, auf der wir eben noch gesessen haben, der netten Frau, die Grisu gerade erst kennen gelernt hat (konnte wahlweise auch durchaus die Besitzerin des anderen Hundes sein...). Oh und 2 Rüden gibt es (DSH + DSH-Dobermann-Mix), die hasst er, was auf Gegenseitigkeit beruht. Die sind beide ähnlich drauf :roll:
    Mit dem DSH-Mix hat er sich mal so richtig ernsthaft in der Wolle gehabt, inkl. kleinerer Wunden. Alles andere war kurzes explodieren ohne Folgen.

    Mittlerweile ist Grisu 3,5 Jahre alt und ein gutes Stück gelassener geworden. Und vor allem erkenne ich es mittlerweile, wenn er kurz davor ist (habe nun auch etwa 2 Sekunden Zeit zu reagieren, statt ehemals 0,2 Sekunden :hust: ). Er dreht mittlerweile meist von selbst ab, was ich lobe, lange habe ich ihn aktiv weggeschickt. Anders als bei Lucy ist sein "Drohen" mehr ein ganz leichtes starr werden und "der Blick". Obwohl, ich glaube, es ist kein Drohen, Grisu will ja die Auseinandersetzung nicht verhindern...

    Zitat

    Verweisen soll er später auf freiem Feld. Jeden Gegenstand den er auf seinem Weg findet, wenn ich ihn mit "Vorraus" nach vorn zum Schnüffeln schicke.

    Was heißt jeden, da liegt ja eine Unmenge für so eine Hundenase. Woher soll der Hund wissen, was von den 1070 Gerüchen und "Dingen" du verweisenswert findest?

    Lucy kann zum einen Geld anzeigen (so allgemein) und zum andern "Müll", was vor allem Dosen, Plastikflaschen und größere nach Mensch riechende Gegenstände sind... Wenn dr so etwas vorschwebt, kann ich dir gerne schreiben, wie ich das aufgebaut habe... Ist aber bloß "fröhliche-Alltagsbeschäftigung", keine "verbindliche harte Arbeit" aus der Sicht meines Hundes.

    Meine beschnuppern sich immer kurz, wenn sie getrennt waren und sich wieder sehen, dabei leben sie zusammen... Grisu (unser Rüde) verhält sich dabei auch immer leicht unterwürfig zu unserer Hündin. Bei Gassi-Freunden wird auch immer kurz geschnüffelt oder aber ein bekanntes Ritual abgespult. Gibt eine Hündin, mit der spielt Grisu immer recht ausdauernd und "wild" und die begrüßen sich auch schon so. Sonst ist die Begrüßung eigentlich immer mehr ein auffrischen von "Dominanzverhältnissen" habe ich den Eindruck. Also ein kurzes Posen und beschnuppern.

    So ganz verstanden habe ich deinen Beitrag aber nicht. Wie reagieren die Hunde denn sonst miteinander? Spielen sie sonst zusammen? Was heißt "packte"? Wie hat der andere Hund reagiert?

    Zitat

    J
    mich stört es keineswegs wenn mir ein Hund entgegen gerannt kommt und Frauchen noch versucht ihn zu rufen aber es klappt nicht,

    Wobei: das wäre bei mir schon genau der Punkt: Man weiß (oder so), der Hund hört im "Extremfall" nicht. Wo lässt man ihn dann laufen? Sagen, wir, da fordert ein Artgenosse in 50m Entfernung zum spielen auf, da rennt eine Katze quer vor ihm los, da ...was auch immer. Man weiß, da gibt es Situationen, da hört er nicht. Aber freundlich, hey, das ist er immer. Das schien mir so der Grundgedanke vieler Menschen zu sein. Eigentlich macht er ja nichts, eigentlich hört er ja... Er ist ja nett und weiß eigentlich, was sich gehört... Nur "hören" tut er offensichtlich nicht. Wo zieht man da die Grenze?

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    hört im Freilauf perfekt...

    Ja wenn es denn so wäre... Hatte da einige wirklich nette Begegnungen gestern, eine ging so: Mensch mit leinenlosem Hund kam uns im Dunkeln entgegen, Hund entspannt neben Mensch, Grisu aus genannten Gründen angeleint, Lucy frei. Der Mann war an uns vorbei, alle Hunde völlig entspannt bei ihrem Menschen. Dann stutzte der Mann: "Sie haben ihren Hund ja auch los, von mir aus können die auch schnüffeln". So ist das doch kein Thema. Wenn der Hund hört, an seinem Menschen orientiert ist, niemanden belästigt... Aber wenn man das nicht sicher weiß... Wie eben die Frau mit dem Labbi: erst rufen, klappt nicht, dann sich in den Satz flüchten, da passiert nix...

    Aber: da passiert ja meist wirklich nichts :ops: . Ich lasse die Hunde frei laufen oder selbst etwas regeln, wenn ich mir nahezu 100% sicher bin, wie es ausgeht :/ . Sie laufen fast nur frei (Grisu halt im Hellen und wenn keine Straße direkt daneben ist), aber das ist dann eben der entsprechende Gehorsam. Ich weiß nur nicht..., ich meine, die meisten Städter scheinen das entspannter zu sehen als ich...

    Ich wohne ja recht ländlich und bei uns stellt sich das Thema einfach nicht. Ich war nun aber im November einige Male mit Hunden und WoMo unterwegs und dadurch auch viel im städtischen Raum. Und so langsam frag ich mich, spinn ich oder die anderen :???: . Es sind so Sachen wie: Weg schlängelt sich durch einen schmalen Wiesenstreifen, 2-5 Meter von der Straße entfernt, viele Fahrradfahrer (Münsterland halt) und Passanten unterwegs. Lucy hatte ich erst frei, habe sie dann wegen der Fahrradfahrer angeleint, da mir das Risiko zu groß war, dass sie doch mal ignoranterweise quer vor ein Rad rennt. Kommt uns eine Frau mit Labbi entgegen. Labbi steuert auf uns zu, Frau ruft "Finn". Okay, Lucy mag keinen Kontakt zu Labbis haben, Grisu tät ich ja ableinen, dann hätt er machen können, wäre da keine Straße daneben. Hund hört nicht auf "Finn". Daraufhin sagt Besitzerin: der läuft einfach vorbei, keine Sorge. Pustekuchen. Hund klebte noch ein gutes Stück an uns, während Frauchen in zunehmender Ferne am Rufen war. Ist nichts passiert. Lucy "ignorierte" mit Bürste, Grisu ignorierte tatsächlich... Dennoch: da war einiges los, die Straße daneben, gut, Hund war nicht unfreundlich, hörte aber kein Stück. Oder: Ein Park bei Borken, eigentlich Leinenpflicht. Als wir uns dem Hauptweg genähert haben, habe ich angeleint, da viele Radfahrer unterwegs waren (Münsterland halt). Kam da ein Mann mit Airedale Hündin ohne Leine und mit Rad. Rief Hündin, Hündin ignorierte und kam auf uns zu. Gut dachte ich, gehst du ein Stück den Nebenweg rein, da kannst du Grisu ableinen, und die beiden können spielen, wenn sie mögen, ohne Radfahrer und Lucy in die Quere zu kommen. Mann fuhr weiter, rief weiter, eine andere Frau mit Kleinhund wechselte zügig die Richtung... Irgendwann trabte Airedale dann mal hinterher. Ok, nix passiert... Oder heute Abend: Grisu im Dunkeln und fremder Umgebung an der Flexi, denn 100% weiß ich nicht, ob er nicht doch erst handelt im Zweifelsfall und mir dann erst einen fragenden Blick zuwirft im Dunkeln. Da kam ein kleiner Hund leinenlos auf uns zu gestürmt, quer über eine (zugegeben kaum befahrene) Straße und einen Parkplatz. Frauchen rief halbherzig hinterher. An langer Flexi (Grisu) beschnüffelten Kleinhund und Grisu sich, dann drehte der wieder ab. Das waren jetzt nur ein paar Beispiele...

    Ich könnte das alles nicht, ich würde wahnsinnig werden vor lauter Gedanken, die ich mir mache :schockiert: . Was alles passieren kann... Im Hundewiesen-Spielparadies, meinetwegen, da erwartet wohl keiner, dass der Hund seinen Besitzer immer im Focus hat und perfekt hört, aber an der Straße, in Parks, da wo Passanten und Radfahrer sind?! Und dann denke ich mir wieder, vielleicht schränke ich zu sehr ein und vertraue zu wenig?