Grisu hat versucht zu pöbeln, da war er so rund 10 Monate alt. Ich denke, es war eine Mischung aus jungrüdenhaften "du machst mich an? was guckst du...?! Na warte!!" und fehlender Frustrationstoleranz: da ist ein Hund, er will irgendwie reagieren/kommunizieren, kann/darf aber nicht so wie er will an der Leine... Und es brauchte ein Ventil. Und da kommt es dann sicher auf den Menschen an, es zum einen nicht schlimmer zu machen, zum anderen für Sicherheit zu sorgen und auch "Ersatzventile" zu schaffen.
Ich denke, es gibt Hunde, die pöbeln einfach aus Frust. Das kann auch Frust sein, den anderen Hund nicht begrüßen zu dürfen (oder abchecken zu dürfen). Dann ein anfängliches aufbauschen, die Körperhaltung, Stress des Menschen, unklare Situation --> einige Hunde reagieren darauf stärker, als andere.
Aus Unsicherheit... das müssen für mich entweder Erfahrungswerte sein (ich explodiere, der andere geht) oder ein Hund neigt eh zum aufbrausen in unklaren Situationen (das muss ja nicht mangelnde Führung des Menschen sein, aber die verstärkt das dann). Wenn der Hund wirklich Angst hat und/oder denkt, sein Mensch hat das im Griff, explodiert der doch nicht freiwillig in Richtung anderer Hund 
Mein persönlicher Eindruck ist auch, ob fremde Hunde prinzipiell eher positiv oder eher negativ wahrgenommen werden, trägt nicht ausschlaggebend zur Leinenagression bei. Eher der Punkt: umgehen mit Konflikten, Vertrauen auf den Menschen, umgehen mit Frustration