Beiträge von Lucy_Lou

    Nä, hab es nicht geschafft, mich zusammen zu reißen...

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    Und wir haben Jimmy ausgewählt, weil er der ruhigste Aussie war, den wir kannten...


    Und das ist euer Hauptkriterium, wenn ihr Aussies in die Welt setzt???

    edit: sehe grad, ich hätte mich auch einfach Gammur anschließen können...

    Hab heute selbst gemerkt, wie leicht man doch in die Rolle des "ach, meiner macht doch nix" fällt :ops: . War mit meinen Hunden in einer ruhigen Sackgasse am warten (auf meinen Mann), beide Hunde frei, am Waldrand am schnüffeln. Kam eine Frau 50 Meter weiter mit Flexi-Kleinhund aus der Einfahrt. Sie blieb stehen, guckte, ich hob grüßend die Hand... Frau verschwandt wieder in der Einfahrt, guckte dann kurz darauf vorsichtig um die Ecke... Da kam mir dann auch in den Sinn, meine Hunde mal zu mir zu rufen :ops: . Ich wusste, die laufen eh nicht zu dem Westie und falls die Frau die Straße raufkommt, statt in den Wald zu gehen, hätte ich die beiden immer noch an die Seite schicken können... Die Frau wusste das aber nicht... Nachdem ich dann doch mal meine zumindest abgerufen und abgesetzt hatte, ging sie dann rasch Richtung Wald...

    Es ist einfach so: wenn man selbst keine Probleme hat in der Situation, man verliert doch einen wenig den Blick dafür, was für andere ein Problem ist. Es ist immer leicht, sich dann aufs hohe Ross zu setzen :/ Mit etwas mehr Rücksichtnahme ist es doch für alle angenehmer.

    Fotografieren, wenn man mehr möchte als "nur" ein paar nette Schnappschüsse bei optimalen Bedingungen, ist wirklich eine langwierige Lernerfahrung. Ich probiere es schon eine Weile, aber es gibt ungefähr monatlich neue Dinge, die ich bislang noch nicht ausprobiert habe, in der Form noch nicht fotografiert habe und es ist einfach ein ausprobieren und bewusst machen, was man da gerade probiert hat und was welchen Effekt hatte.

    Vom technischen Hintergrund habe ich wenig Ahnung. Mir wurde das vor Jahren mal für eine Analog-Kamera erklärt, aber für eine digitale ist es ja eh wieder anders. Am meisten hilft wirklich, ein Gefühl dafür bekommen und bewusst zu fotografieren. Wo ist die Sonne, wie sind die Lichtverhältnisse, der Bildausschnitt, der Hintergrund, die Blende, will ich viel Tiefenschärfe... das macht auch einfach die Erfahrung. Ich kann nur raten: probieren und sich bewusst machen, was genau da gerade die Einstellungen waren und was sie bewirkt haben.


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    Das mit dem raw hab ich auch schon mal gelesen, aber wie kann ich das umstellen? Ich hab da nix gefunden. Die Cam sagt mir zwar bei bestimmten Programmen "Speichermodus geändert" aber wenn ich am PC schaue, sinds trotzdem jpgs.


    Kann sein, dass deine Kamera raw + jpeg speichert?! raw kann von den normalen Vorschau-Programmen nicht angezeigt werden. Welches Bildbearbeitungsprogram hast du?

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    Die unterschiedlichen Programme versteh ich auch noch nicht so.

    Das ist halt eine Hilfe für die Kamera zu erkennen, was du willst. Du wirst es in jedem Fall besser selbst einstellen können ;) . Beim Sportprogram schaut sie halt, dass eine bestimmte Belichtungszeit eingehalten wird, beim Schnee-Program ein bestimmter Weißabgleich, beim Portrait eine bestimmte Blende etc. Das bekommst du selbst besser hin, wenn du erst mal ein Gefühl für die Kamera hast, damit würde ich mich gar nicht aufhalten. Fotografier lieber in Halbautomatik.

    "Schlimm" ist es hier nicht. Bei mir ist das Problem, dass ich nicht extrem souverän bin, meine Hündin fremde Hunde lieber auf Abstand erlebt, aber ohne "Überreaktionen", und mein Rüde zwar mit den meisten Hunden verträglich ist, aber wenn es knallt, dann richtig. Von beschwichtigen oder erst mal drohen und dann weiter sehen hält er wenig. Das kann man natürlich mir anlasten, wenn ich es nicht gebacken bekomme, dass meine Hunde mit allen klarkommen oder zumindest "angemessen" zurechtweisen, was auch immer das im Zweifelsfall heißen mag. Ist ja sehr subjektiv, was gerade angemessen ist. Ich persönlich kann da nicht neben stehen und sagen, ok, schaut mal, wer da grad der Stärkere ist und der andere muss sich halt entsprechend benehmen. Ich bin mir bis heute nicht einig mit mir, was denn "normal" ist oder therapierwürdig. Wie muss denn ein Hund Artgenossen empfinden, wie muss er reagieren, damit es "angemessen" ist? Muss er den Kontakt wollen, um nicht gestört zu sein?

    Meine Hunde sind jederzeit abrufbar, belästigen niemanden und ein einander vorstellen im geeigneten Rahmen klappt meist. Ich mag mir da auch echt selbst im Weg stehen. Aber ich finde es sehr vermessen zu sagen, mein Hund kann mit allen, also bin ich gut und mein Hund ist gut und alle anderen haben offensichtlich Mist gebaut und sollen doch bitte im Niemandsland bleiben, mit den anderen Gestörten. (und ich greife damit nicht Miss Emmy an, denn wenn ihr Hund wirklich so ist, wie beschrieben, fände ich zwar ihre Einstellung recht engstirnig, aber Probleme hätten wir bei einer Begegnung keine).

    Jetzt wo ihr es schreibt, kommt es wieder. Grisu war als Junghund auch so ein Fieper. Vor allem beim warten müssen :roll: . Was wirklich geholfen hat: ableinen, Platz-Kommando. An der Leine konnte er sich über die Leine beschweren und überhaupt, aber im Kommando ohne Leine war er ja dann mit Aufgabe erfüllen beschäftigt. Oder so

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    Ich hatte vorher auch einen Retriever-Mix, der auf gar nichts eingegangen ist und hab mich toll gefühlt...

    Aber die Arbeit, die man in einen ängstlichen oder nicht vertäglichen Hund steckt ist nicht messbar!


    Ist ja nicht unbedingt das Thema, aber den Punkt finde ich schon wichtig. Viele Menschen mit einem "dertutnix" gehen von ihrem Hund aus und denken, eigentlich müsste das bei jedem so sein. Und wenn nicht, hat der Gegenüber doch sicher ganz fürchterlich was falsch gemacht... Und sollte sich doch kompetente Hilfe holen, sich nicht so anstellen oder wahlweise dort spazieren gehen, wo man niemandem begegnet :headbash: . Da scheint es teils auch einfach an Einfühlungsvermögen in den Gegenüber zu fehlen.

    Da es in letzter Zeit ein paar Threads in der Richtung gab und ich nie so recht das Problem verstehe :hust: , frag ich mal:

    Es geht darum: jemand möchte nicht, dass ein fremder Hund Kontakt zum eigenen hat. Aus welchen Gründen auch immer (Training, Leine dran, nicht mit jedem verträglich, krank, was auch immer...). Da scheinen einige ja richtig mit zu kämpfen zu haben. Bei mir ist es in 98% der Fälle so, wenn ich den Kontakt nicht will: ich rufe ab oder schicke die Hunde hinter mich oder laufe einen kleinen Bogen oder fange ein Spiel mit den Hunden an oder leine an. Dann reagiert mein Gegenüber ebenso, eventuell fragt er nach. Aber es kommt fast nie vor, dass der Gegenüber nicht darauf reagiert oder gar Vorhaltungen macht (Letzteres tatsächlich noch nie). In der Nähe von Innenstädten (in "städtischen Freilaufzonen") kommt es eher mal vor, dass jemand trotzdem laufen lässt. Aber auch das meist mit fragendem Blick oder sichtbar mit dem Wissen, dass sein Hund eh geht, wenn er unerwünscht ist.

    Ich halte mich nicht für ein Monster und meine Hunde auch nicht. Also keiner von uns fängt auf Entfernung das Wüten an. Trotzdem klappt das recht problemlos.

    woran liegt das?

    - deutliches auftreten (also kein abwartendes handeln, sondern sehr bestimmtes)?

    - 2 große Hunde?

    - immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort?


    Wenn ich so einige Threads hier lese, denke ich, entweder ich mache etwas wirklich falsch (böse :D ) oder wirklich richtig...