Beiträge von l'eau

    Ich muss aber zugeben, dass ich, als meine Hündin unverhofft ins Hetzen durchgestartet ist, mich aktiv versteckt habe. Also Angst erzeugt, damit das Verhalten abnimmt.

    Hätt meine Junghündin als Belohnung genommen - wem scho als Welpe 200 m Entfernung zum Fraule nix ausgemacht hat, der lässt sich von sowas nicht beeindrucken und findet das Suchspiel um Frauchen zu finden auch noch lustig :ka:

    Abgesehen davon, dass die Strafe mMn ziemlich spät kommt - der Hund hatte scho den geilen Spaß des Hetzens, da muss der Hund schon sehr weich sein, dass er die Strafe hinterher mit dem Hetzen verknüpft.

    Zum Beispiel beim Welpen und Junghund, der in die Hose schnappt, entziehe ich mich dem Hund. Ich trete auf die Leine, und warte, bis der Hund etwas erwünschtes zeigt- oder gehe durch ein Babygitter und schließe es eine Weile.

    Ich persönlich finde es total seltsam vor meinem Hund wegzulaufen, wenn er sich mir gegenüber daneben benimmt. Das gibt's in praktisch keinerlei Kommunikationsform von Lebewesen. Klar, mal als Management, z.B. als die 11 Raptoren Whippetwelpen grad in voller Übermut alle nur in den Besuch (mich) beißen wollten, da bin ich auch über's Welpengitter und hab gewartet, bis die ihre Energie anderweitig ausgetobt hatten. Aber bei einem einzelnen Welpen? Da tausch ich das gebissene Kleidungsstück/Körperteil durch ein Spielzeug ein - je nachdem entferne ich das Kleidungsstück/Körperteil vorher aktiv aus dem Hundemaul. Das hat hier jeder fix verstanden und war wenige Wochen nach dem Einzug dann auch kein Thema mehr.


    Ich erziehe auch viel nach Bauchgefühl und unter bewusster sowie unbewusster Nutzung aller Quadranten. Wobei ich Kommandos grundsätzlich positiv auftrainiere, mit Ausnahme des Abbruchs, den ich bewusst aversiv aufgebaut habe. Meine Mädels neigen stark zu Verhaltensketten und ich hab keinen Bock, dass meine Hunde dauernd Verbotenes machen, um eine Belohnung zu kassieren. Die tricksen mich eh oft genug beim Thema Rückruf damit aus :pfeif:

    Bei den Äpfeln und Birnen hat der Rückruf wieder nicht geklappt

    Nutz dafür erstmal keinen Rückruf - da lernt der Hund nix gutes bei! Geh ihn halt abholen oder einfach weiter (wenn's die Umgebung erlaubt), wenn er nicht folgt, kannst du dann mal rufen - aber nicht Rückruf, sondern eher sowas wie "Wo bleibst du denn?", damit er merkt, dass du weiter gehst. Wenn Hund Gas gibt, um dir zu folgen, kannst du ihn motivieren und anfeuern, wenn er bei dir angekommen ist loben.

    Aber sonst einfach sehr schön :bindafür:

    ich wollte sie einfach nicht Überlasten, mental und von den Gelenken her.

    Für Gelenke (im Wachstum) ist Bewegung wahnsinnig wichtig - daher braucht man junge Hunde gar nicht so arg zu schonen, wie es von manchen propagiert wird. Nur "unfreie" Bewegung (Bällchenwerfen, Sprünge und Wendungen im Sport, etc.) sollte man ans Alter anpassen bzw. sein lassen. Außerdem bin ich vorsichtig, wenn meine Hunde von Erhöhungen (Mauern, Steine etc.) runter springen und hebe sie da lieber mal runter, wenn es mir zu hoch erscheint - natürlich kann man da grad beim jungen Hund nicht immer einen unbedachten Sprung vermeiden, aber von mal passiert idR nichts.

    Kurzer Hinweis zum Rückruf: dein Hund weiß auf dem Hundeplatz/im Garten, dass du nicht wirklich weg kannst. Es kann durchaus sein, dass der Rückruf draußen besser funktioniert, weil du hier weg kannst.

    Allerdings würde ich bei einem verfressenen Hund den Rückruf vllt auch im Lernstadium nicht gerade nutzen, wenn er was frisst, sondern dann hingehen und den Hund einsammeln oder - wenn es sich um was harmloses wie Äpfel handelt und der Hund gelernt hat, auf den Menschen zu achten - einfach weitergehen. Wobei "einfach weitergehen" an der Schleppleine halt limitiert und daher wirkungslos ist (außer man lässt die Schleppleine fallen).

    Hier gibt's übrigens keine Schleppleine für Welpen/Junghunde. Natürlich sitzt der Rückruf (anfangs) noch nicht sicher, aber ich bin so unterwegs, dass ich durch vorausschauendes Spazierengehen auch ggf. ohne bzw. mit Management auskomme.

    Wildes Rumhüpfen und Quatschmachen gibt's hier übrigens gelegentlich auch bei meiner 10-jährigen Hündin (bei der 2-jährigen eh). Das ist bei uns kein Zeichen von Überforderung sondern von Lebensfreude.

    Ich weiß nicht, ob man das in Höschen erkennt, ich teste das mit Klopapier/Tempo bzw. schau halt beim Gassi (vor dem pullern) wie es an der Vulva aussieht. Das erkennt man echt gut.

    :denker: da muss ich das nächste Mal mal genauer drauf achten bzw. das vergleichen. Hab mich bislang auf das Aussehen im Höschen gestützt, kam gar nicht drauf, dass ein einzelner Tropfen womöglich anders aussieht.


    Ach ja, der Junghund. Er geht doch nicht übers Kindergitter. Er macht es auf :skeptisch2: :motzen:

    Ich glaube, du brauchst einen andren Mechanismus... Ich war auch scho mal mit einem Kindergitter ein wenig überfordert - ich weiß allerdings leider nicht mehr, wo/bei wem das war :denker:

    Im Gegenzug kann ich übrigens vermelden, dass Sookie ganz brav das Kindergitter als Grenze akzeptiert - jedenfalls, wenn Menschen anwesend sind. In Abwesenheit haben wir es nicht getestet und habe ich auch nicht vor - da trau ich dem kleinen Hund mal so überhaupt nicht :pfeif: Wenngleich sie vmtl. einfach drüber hüpfen würde. Nachdem sie sich oft nichtmal zutraut, angelehnte Türen zu öffnen, geh ich mal davon aus, dass sie auch kein Kindergitter öffnen würde.


    Ich kann übrigens vermelden: Rückpfiff funktioniert auch, wenn Sookie bei meiner Mama in der Küche steht und diese mit Tüten raschelt.

    WIE das Blut dann in der Standhitze aussieht.

    Ich erkenne bei meinen Mädels tatsächlich gar keinen Unterschied im Aussehen des Blutes - da sie teilweise viel Höschen tragen (wenn wir im Büro sind), seh ich das Blut ziemlich viel :ka: Aber ja, die Vulva verändert sich.

    Nachdem Whippets allerdings Stehtage gerne sehr großzügig interpretieren und ich auch schon eine Hündin einer andren Rasse erlebt habe, die sich deutlich nach den Stehtagen decken ließ, würde ich mich grundsätzlich im Kontakt mit Rüden nicht darauf verlassen.

    Ich bin in dem Punkt Schisser und lasse meine Hündinnen in der Läufigkeit nicht zusammen mit intakten Rüden frei laufen bzw. nur unter extrem guter Aufsicht und wenn beide Parteien ausreichend gut im Gehorsam stehen. Ist ersichtlich, dass eine von beiden Parteien das nicht (mehr) kann, wird angeleint. Außerdem muss ich hierzu dem Rüdenhalter vertrauen - also das mach ich ganz sicher nicht mit irgendwelchen Gassibegegnungen! Die haben in der Läufigkeit nichts an meiner Hündin zu suchen - ganz egal, ob kastriert oder intakt.

    Ich würde dazu einfach mal eine Trainer*in in Raum kontaktieren, deren Konzept Dir vernünftig scheint, und es im persönlichen Gespräch abklären, was konkret Dein Bedarf ist. Auch wenn es nicht explizit angeboten wird oder nicht der Bearbeitungsschwerpunkt ist, ggf. ist es ja doch im Methodenfundus :smile:

    Über diese Methode hab ich bislang leider keine*n passende*n Trainer*in gefunden - daher dachte ich, ich frag mal hier...

    Nachdem ich heute in den Seilen hänge, hab ich Sookie mit meinem Bruder + Familie Gassi gehen lassen. Mit Leckerchen, Spieli und Hundepfeife ausgerüstet. Gut, dass ich an die Pfeife gedacht hatte: Sookie hat das Ableinen genutzt, um postwendend zurück zu rennen - glücklicherweise aber auf die Pfeife gehört, auf den Rückruf nicht (zugegebenermaßen unterscheidet sich die Stimme meines Bruders doch deutlich von meiner |)). Ist dann halt an der Leine mitgedackelt und war soweit brav - nur kurz vor daheim hat sie dann so stark gezogen, dass mein Bruder mit ihr den restlichen Weg gejoggt ist xD Nun weiß ich das also auch. Wenn ich Sookie mit andren Leuten Gassi schick, dann ohne Ableinen. Hätt ich anders eingeschätzt, weil der kleine Hund echt brav ist, aber gut, ist halt so.


    Ich bin allerdings etwas verunsichert weil jemand schrieb, die Hünin blutete die ganze Zeit. Ich dachte, die Blutung hört auf und dann kommen die Stehtage?

    Ja, sowohl Jin als auch jetzt Sookie haben keine am Blut sichtbaren Stehtage - obwohl es lehrbuchmäßig anders sein sollte :ka:


    und sie hat einem Rüden heute den Hintern beharrlich entzogen.

    Bitte bedenken, dass manche Hündinnen sich bei ausreichend Ausdauer des Rüden irgendwann doch zu einem Deckakt erweichen lassen. Also beim Freilauf immer gut ein Auge drauf haben und evtl. auch den Radius etwas einschränken.

    Aber ich merke halt, dass im Bereich des aversiven Absicherns bei mir eine große Wissenslücke ist,

    Die habe ich auch und fände daher einen Thread für diesen Bereich auch echt interessant.

    Neben dem, was hasilein75 anspricht - gerade "Hardore-Wattebauschler" vergessen in solchen Threads gerne, dass sie eigentlich gegen aversives Verhalten und Gewalt sind und gebärden sich entsprechend -, seh ich als großes Problem, dass dieses Training sehr viel individueller auf das einzelne Hund-Halter-Team abgestimmt sein muss. Gerade was die Intensität der Strafe betrifft. Es ist halt was andres, ob man mit Strafe "herumexperimentiert" oder mit der Art und Weise der Belohnung.

    Aber grundsätzlich fänd ich einen solchen Thread schon super-interessant - wenn es halt beim ehrlichen Austausch bleiben würde, was es nur leider nicht tun wird...

    dass niemand um 3:00 oder 4:00 aufsteht, damit man gemeinsam Spaß hat.

    Warum denn nur :rollsmile:

    Mittlerweile können wir sogar entspannt "Couch-Time" machen. [...] Jetzt kuschelt er wie ein kleiner Teddy und pennt.

    wie schön :cuinlove:

    Ich hoffe einfach, dass hat einfach mit der Pubertät zu tun. Training in Sachen Alleinbleiben habe ich jetzt trotzdem mal gestartet.

    Ich bin so froh, dass ich nicht aufs Alleinebleiben angewiesen bin. Ich hab "einfach" die Hunde so gut wie nie allein gelassen und jetzt klappen 2 h problemlos - auch bei meiner Mama (wenn ich sie auch hier sicherheitshalber in mein Zimmer einsperr, da Sookie ja eine kleine Elster ist und ich nicht das ganze Haus hundesicher machen will). Evtl. würde auch länger gehen, das hab ich aber mangels Notwendigkeit noch nicht versucht. Also bei meinen Mädels scheint's "nur" am passenden Alter zu liegen - aber ca. 2,5 bis 3 Jahre zu warten bis man den Hund alleine lassen kann, ist freilich nicht für jeden eine Option.

    Vllt hilft es euch auch, eine kurze Pause zu machen und dann nochmal vorsichtig anzusetzen? Gibt es ja durchaus hin und wieder, dass man beim Training von irgendwas an einen Punkt kommt, an dem's nicht klappt und dann nach einer Pause es plötzlich viel besser läuft.