Beiträge von Julia127

    Habt ihr einen Tipp, wie ich meinen kleinen Hund etwas besser händeln kann?

    Das Problem bei Empfehlungen in solchen Fällen ist, dass ein Trainer vor Ort, definitiv besser einschätzen kann, welche Tips bei euch funktionieren könnten. Wir kennen deinen Hund und seine Motivation ja nicht. Was ich auf keinen Fall zulassen würde, wenn er so ausgeflippt ist, ist jeglicher Hundekontakt (oder auch Menschenkontakt wenn ihn der Mensch gruselt). Egal ob die Motivation nun Freude oder Angst ist. In beiden Szenarien sollte er daraufhin keinen Kontakt haben.

    Und was ich zudem als generelle Aussage von meiner Trainerin weitergeben kann: Wenn er so ausflippt, war es schon zu nah an seinem Trigger. Es muss schon viel früher reagiert / im Training angesetzt werden.


    Zufälligerweise mach ich gerade (mit der Unterstützung meiner Trainerin) Begegnungstraining mit Yoshi und einem jungen Hund, der vor Aufregung bei Hundesicht so sehr ausflippt, dass er schreiend in der Leine hängt. Weil er sich so freut. Dieser Hund hat Schwierigkeiten sich bei Hundesichtung zu regulieren. Das vorgehen ist im Grunde genau so wie bei Yoshi und mir.

    In Kurzform und runtergebrochen: Es wird an dem Punkt trainiert, an dem er den anderen Hund zwar wahrnimmt und aufgeregt ist aber noch nicht ausflippt. Dann wird die Toleranzgrenze langsam immer weiter verschoben. In dem Tempo das der jeweilige Hund eben schafft. Die Erwartungshaltung beim Hund wird so langsam geändert. Hundesichtung bedeutet nicht Hundekontakt.

    Wenn der Hund schon eskaliert ist oder sich gar nicht abwenden kann, war es ein Schritt zu viel / zu nah (passiert in nicht-gestellten Situationen und im Alltag schnell) und die Situation wird nur noch gemanagt (= umdrehen / ausweichen / weggehen). Training kommt dann eh nicht mehr beim Hund an.

    Für einen reaktiven Hund ist das Treppenhaus wirklich sehr schwer. Es ist sehr eng. Da bei Begegnungen ruhig zu bleiben, fällt vielen Hunden schwer. Und wenn es schon draußen bei mehr Abstand nicht klappt, dann ist Treppenhaus ein großer Schritt zu weit.

    Ich würde ihn an deiner Stelle, in den Situationen in denen er nicht laut werden darf (z.B. nachts, wegen der Nachbarn), im Treppenhaus einfach tragen. Also managen bis ihr im Training so weit seid, dass er diese Situation realistisch schaffen kann.

    Da mecker ich noch, dass Yoshi mit Frühlingsanfang nervöser geworden ist (ist er wirklich!) und dann haben wir plötzlich Sonntag die beste Fremdhundebegegnung bisher. :lol:

    Es tauchten plötzlich um die Ecke zwei kleine Hunde auf (Zwergschnauzer und Wuschel). Waren so ca. 15 Meter. Yoshi wird steif und starrt, rastet aber noch nicht aus. Trotz der frontalen "Konfrontation". Das ist ungewöhnlich. Ich schnapp mir Halsband und Geschirr, dreh ihn um und gehe mit ihm auf die andere Straßenseite. Trage ihn eher weil er den Hunden ja nicht den Rücken zuwenden will. :muede:

    Ich stelle mich in eine Autoeinfahrt und er bellt aufgeregt zwei Mal rüber. Ich halte ihm ein Stück Lunge vor die Nase. Ich probiere das jedes Mal aber normalerweise nimmt er in der Situation kein Futter. Egal wie hochwertig. Er ist sonst zu aufgeregt.

    ABER diesmal schlingt er es runter. Das ist noch nie passiert. :emoticons_look: Ich geb ihm schnell noch eins. Und noch eins... und noch eins. :ugly: Die zwei Hunde laufen langsam und desinteressiert auf der anderen Strassenseite vorbei. Sie sind offenbar Senioren und haben die Ruhe weg. Top, weil das gerade jetzt super zum üben ist. Mir geht die Lunge aus also schmeiße ich ihm händeweise Leckerlie vor die Füße, die er ebenfalls runterschlingt, und überschlage mich mit Lob. :ugly:

    Es funktioniert. Kein Ausraster.Man merkt danach wie er total unter Strom steht und versucht die Anspannung durch Bewegung loszuwerden. Das war sehr schwer für ihn aber er hat es hinbekommen. Das war so toll. :cuinlove:

    Natürlich ist er dann heute morgen, trotz erheblich größerem Abstand, bei einem Australian Sheperd der ihn komplett ignoriert hat, wieder in eine Belltirade verfallen. Aber egal. Von dem einen Sieg, zehre ich jetzt die nächsten Monate. |) :lol:

    Kaum wird das Wetter besser, ist Yoshi deutlich aufgeregter draußen. :muede: Und das wirkt sich natürlich extrem auf Hundesichtungen aus.

    Der erste Tag mit gutem Wetter (sonnig und es ging auf gefühlte zwanzig Grad zu) war er extrem nach außen gerichtet, kaum ansprechbar, starke und schnelle Bauchatmung- Wir sind nicht mal einem Hund begegnet und nur die Standardroute um den Block gelaufen. Aber er war die ganze Zeit am scannen und in die Leine rennen. Es war echt schlimm... Ich habe schon befürchtet, dass wir wieder auf den Stand des letzten Sommers, zurückgefallen sind.

    ABER: Zum Glück offenbar nicht. Er ist bei dem aktuellen Wetter definitiv nervöser. Aber bis auf den genannten ersten Tag, ist er jetzt wieder ansprechbarer. Seine Zündschnur ist merklich kürzer aber man merkt auch, wie er zumindest VERSUCHT seine Aufregung zu regulieren. Und das ist für ihn ein Fortschritt. =)

    Merkt ihr, bei dem Verhalten eurer Hunde, einen Unterschied im Frühling oder bei Wetterwechsel?

    Für Molly: €745,29 für Entfernung von Epuliden im Maul ("aufwendig") und Zahnsteinentfernung/reinigung in Narkose. Inkl. Antibiotika und Schmerzmittel für die Tage nach der OP.

    Fand ich, insbesondere für eine Klinik, preislich echt in Ordnung.

    Was ich nicht so toll dort finde: Der HUnd wird morgens abgegeben. Dann findet irgendwann im Laufe des Tages die OP statt und er kann dann Spätnachmittags abgeholt werden. Also für Yoshi wäre so ein Ablauf mental gaaaanz schwierig. |) Ich kenn es eben bisher nur so, dass man während der OP vor Ort wartet und den HUnd, nach dem Aufwachen direkt wieder mitnimmt.

    Ansonsten ist die Klinik aber super. Und ich verstehe natürlich dass das für die Klinik organisatorisch so deutlich einfacher ist.

    Denke das ist einfach so in dem Hund drin...diese generelle aufregung...das kriegt man sicher nicht so ohne weiteres raus.

    Das kannst du aus Außenstehende(r) doch gar nicht beurteilen.

    Der Hund ist bei euch in wenig bekannter Umgebung. Zuhause könnte er sich wieder anders verhalten. Das fände ich nicht ungewöhnlich, bei Hunden die z.B. nicht umweltsicher sind und/oder aus Unsicherheit, sich sehr an ihrem Halter orientieren.

    Ich würde das Thema gar nicht unbedingt betiteln mit "Wann Nachfolger" sondern eher: "Will ich Mehrhundehaltung?". Denn darauf läuft es hinaus. Der Ersthund kann noch sehr lange leben. Und in der Zeit habe ich eben mehrere Hund für die ich sorgen muss. Und das setzt imo ein gewisses Interesse dafür voraus, sich mit Hunden, Körpersprache usw. auseinanderzusetzten, damit es harmonisch läuft.

    Interessanterweise hatte ich erst kürzlich den Fall in der Nachbarschaft, dass ein Welpe zum Seniorhund angeschafft wurde, und nach wenigen Tagen schon wieder zurück zum Züchter ging.

    Nicht weil die Seniorin sich auffällig verhalten hätte. Ja, sie hat ihre Grenzen abgesteckt, den Welpen ab und zu angeknurrt wenn er ihrem Empfinden nach, zu nah kam.

    Die Halter hat das bereits etwas aufgebracht und wir hatten ein längeres Gespräch über ihre Erwartungen. (Weil ich die einzige HHin mit zwei Hunden war, die sie kannten, sprachen sie mich an.) Ihnen war bewusst dass sie ihre Seniorin schützen müssen. Das taten sie auch. Und sie hatten nicht die Erwartung dass beide beste Freunde werden.

    Trotzdem kamen sie emotional nicht damit klar. Vllt. Welpenblues? Vllt. Angst dass die Seniorin total unglücklich sein könnte? Überforderung wegen der Mehrarbeit? Es entsteht nun mal eine Dynamik im Haushalt wenn zwei Hunde da sind. Man muss mehr schauen und evtl. managen. Es läuft nicht unbedingt einfach nebenher. Und man sollte sich imo schon etwas mit dem Thema Körpersprache von Hunden auseinandergesetzt haben. Das kann sonst überfordern... Ich denke dass war der Hauptgrund.


    Ich hatte Yoshi (damals 5 jährig) dazugeholt als Molly 11 Jahre (?) alt war. Ich kümmere mich alleine um beide und bereue nciht das Yoshi da ist aber nochmal würde ich es nicht so machen. Einfach wegen dem erheblich höheren Aufwand. Ich mache sehr viel getrennt weil Yoshi seine Umweltprobleme hat und sie körperlich sehr unterschiedliche belastbar sind. Molly findet ihn nicht so toll aber akzeptiert seine Anwesenheit und ab und zu interagieren sie auch nett. Ich manage trotzdem viel, da Yoshi Schwierigkeiten hat sich zu regulieren und ich nicht will das Molly mit ihm in eine doofe Situation kommt.

    Molly hat nun in den letzten Monaten viele gesundheitlich Baustellen bekommen, die mehr Pflege und Zeit benötigen. Ich mache das alleine, gehe noch Vollzeit arbeiten (die Hunde kommen mit ins Büro aber ich bin eben mit ihnen von 7 bis 19 Uhr aus dem Haus), habe noch den Haushalt mitlaufen und das Training mit Yoshi... Das ist alleine sehr anstrengend.

    Wenn man ggfs. zu Zweit ist, ist es natürlich entsprechend einfacher das aufzuteilen.

    Ich persönlich würde mir vorrangig, unabhängig vom Alter des Ersthundes, die Fragen stellen:

    Akzeptiert der Ersthund einen zweiten Hund im Haus oder wird ständiges Management erforderlich sein?

    Habe ich Lust und Zeit Spaziergänge, Erziehung usw. getrennt zu machen? Und auch die Zeit, wenn einer von beiden intensive medizinische Betreuung benötigt?

    Habe ich die finanziellen Reserven um medizinische Behandlungen für beide zu gewährleisten?

    Warum will ich einen zweiten Hund?

    Ich hab für mich persönlich festgestellt: Mehrhundehaltung ist mir zu aufwendig. Zumindest in der Konstellation Alt und Jung. Ich habe immer das doofe Gefühl das einer zu kurz kommt. Aber wie gesagt, das kann auch sehr gut daran liegen dass ich alleine lebe.;)

    Hattet ihr mal den Fall, das ein neu getestetes Nafu, die ersten 5-6 Tage vertragen wurde und dann plötzlich nicht mehr?

    Oder das es unterschiede bei der Verträglichkeit von 400g Dosen im Vergleich zu 800g Dosen (des gleichen Futters) gab?

    Ich habe von Rocco Diet Care, das Gastro Intestinal Huhn ausprobiert. 6x 400g Dosen getestet. 5-6 Tage wurde es super Vertragen. Endlich kein Sodbrennen und guter Output. Daher hatte ich nach ein paar Tagen, 24x 800g Dosen bei Zooplus bestellt. Der Testlauf war ja gut. Und plötzlich hat sie, nach Fütterung aus der ersten 800g Dose am Vorabend und am nächsten Morgen, ab Mittags flüssigen Durchfall. So schlimm hatte sie das in ihrem ganzen leben noch nicht. Jetzt zweifel ich gerade ein bisschen ob es an der dosengrösse liegt oder sich das „nicht vertragen“ wirklich so spät bemerkbar machen kann… :???:

    Aktuell bekommt sie Schonkost von Ritzenberger (Karottensuppe + Hühnchenfleisch). Der Output ist noch sehr weich aber „stabilisiert“ sich stetig. |)

    Die Tierklinik meinte, man kann Allergien nicht durch einen Bluttest sicher bestimmen.

    [...]

    Kann man vllt Hausstaubmilben irgendwie testen ?

    Ich bin mit meiner Hündin, nach einem wahren TA-Marathon, zu einer Dermatologin gefahren. Da sind wird dann auch endlich vorwärts gekommen.

    Ihre Aussage: Die Bluttests sind zu unzuverlässig. Goldstandard bei Umweltallergien sind Pricktests. (Die kennst du vllt. auch vom Dermatologen für Menschen... ;))

    Den hatten wir dann auch machen lassen und er war sehr eindeutig, weil die Haut eben entsprechend auf die Allergene reagiert. Die Ergebnisse stimmten NICHT mit dem Bluttest überein, den ich auch aus Verzweiflung bei einem anderen TA habe machen lassen. Ich halte daher nichts mehr von diesen Bluttests im Zusammenhang mit Allergien.

    Laut der Dermatologin ist der Grund warum die wenigsten TÄ den Pricktest anbieten: Die Allergene, die sehr teuer eingekauft werden müssen, sind nicht lange haltbar. Das heisst wenn der TA den Pricktest nicht häufig genug durchführt, zahlt er unterm Strich deutlich drauf.

    Meine Hündin hat eine Hausstaubmilben und Futtermilbenallergie. Dazu u.a. noch einige Pollen und Gräser. Da wäre ich ohne den Test niemals drauf gekommen. Die Ausschlussdiät habe ich dann trotzdem weitergeführt, da sie ja weiterhin Nahrungsunverträglichkeiten haben kann. Diese lassen sich durch Pricktest auch nicht zuverlässig ausschließen. Schlussendlich hätte ich viel früher zu einem Spezialisten fahren sollen. :muede: Bzgl. Allergien sind einfach die wenigsten TÄ im Thema.