Die ganz normalen Kosten für die Grundversorgung nicht mehr tragen zu können wirft die Frage auf, ob man sich bei so knappen Ressourcen tatsächlich ein Tier anschaffen sollte.
Nein, wenn man sich (wie in dem SRF Beitrag) eine Zahnbehandlung nicht leisten kann, sollte man kein Tier halten. Gewisse medizinische Eingriffe, werden im Leben eines Tieres definitiv passieren. Dazu zählen für mich Zahnbehandlungen, mit denen man rechnen MUSS.
Ich denke daran entzündet sich auch hauptsächlich hier die Diskussion: Was ist überhaupt Grundversorgung? Da versteht ja jeder etwas anderes drunter.
Wenn schon eine Impfung, Chippen oder Entwurmung (auch in dem Beitrag genannt) nicht gezahlt werden können, dann können auch doofe Unfall-Verletzungen (blöd Aufgetreten, Augenverletzung usw.) nicht finanziell gestemmt werden. Und ich finde es nicht okay wenn die Allgemeinheit (in Form von Spenden und Entgeltverzicht der TA-Mitarbeiter) für solche Fälle (das ist für mich eben Grundversorgung) kalkuliert herangezogen werden soll.
Wenn ICH die Grundversorgung, nicht gewährleisten kann (durch OP-Versicherung, Rücklagen usw.) würde ich definitiv kein Tier anschaffen.
Mir ist natürlich bewusst, dass man großes Pech haben kann und das eigene Tier schon in jungen Jahren, chronisch krank wird und auf unbestimmte Zeit, hohe Tierarztkosten verursachen könnte. Da finde ich spenden tatsächlich angebracht und absolut in Ordnung. Gleichzeitig ist das aber für mich ein Szenario, das zum Lebensrisiko gehört und mich nicht davon abhalten würde ein Tier anzuschaffen. Ich kann genauso chronisch krank werden. Das ist dann wieder eine Frage von Wahrscheinlichkeiten...