Beiträge von lemming

Wir führen derzeit umfassende Wartungsarbeiten durch.

    Ich will nur noch einmal den Punkt hochholen, dass das Alleinebleiben bei "beide zuhause, danach einer 100% Homeoffice" wirklich Aufmerksamkeit bedarf, damit das nicht hintenüber fällt. Frühzeitig und kleinschrittig beginnen und regelmäßig aufrecht erhalten ist hier absolut sinnvoll!

    Auch, weil richtiger Trennungsstress sich nicht immer durch Fremdpersonen/Drittpersonen lindern lässt. Außerdem, wenn man nicht eine Pension mit Vollzeitbetreuung durch mehrere Personen, sondern z.B. Privatpersonen zur Urlaubsbetreuung nutzt, muss der Hund auch lernen in dieser anderen Umgebung mal für einen Einkauf o.ä. alleine zu bleiben.

    Meine dürfen die ganze Leinenlänge ausnutzen (2-3m), solange sie nicht ziehen. Dh. auch verschiedenste Positionen sind möglich. Hinter mir Seite wechseln ist nur auf Signal erlaubt, vorne rum machen sie wie sie mögen.

    Für akkurates Laufen hab ich ein "bei mir", dabei ist die kleinere an mir, die große außen. Seite wähle ich je nach Situation. Anders hängt sich die Leine der kleinen manchmal doof fest, außerdem kriegt sie die Position nicht gut gehalten, wenn sie mein Bein nicht zur Orientierung hat.

    Aus Amerika kenne ich "Kojotenroller" - das dürfte evtl auch für Katzen funktionieren. Als obersten Teil des Zaunes einen dünnen Stab/strammen Draht ziehen, auf dem eine PVC Rolle mit größerem Durchmesser aufgefädelt ist, so dass die Rolle sich gut bewegen kann. Damit hat der oberste Teil des Zaunes nichts mehr, woran man sich festhalten kann, weil es ja bei Zug sofort wegrollt. Im Zweifel könnte man auch zwei oberste Reihen so gestalten.

    Es gibt auch Futter, das extra sättigen soll.

    Z.b. Royal Canin satiety. Das könnte man evtl um 10 oder 11 nachts als betthupferl geben, wenn sie es verträgt. Oder man mischt etwas sättigendes unter wie z.b. Futterzelllose oder Gemüse. Ein Automat ist sicher auch einen Versuch wert, aber wenn sie dann ab vier gegen das Ding haut, bis das Futter rauskommt, ist Herrchen vermutlich auch wach 🙃

    16 ist ja doch ein hohes Alter, selbst wenn die Befunde und evtl eine Diagnose da sind heißt das ja nicht, dass das Problem verschwindet. Und der Hund würde sicher auch lieber nicht von Hunger geplagt aufwachen.

    Ich verstehe euch gut, mein Mann hat leider phasenweise auch einen sehr leichten Schlaf und als Rumo in den akuten Phasen seiner Krankheit viel geschmatzt oder an sich rumgeschleckt hat, war das für meinen Mann sehr kräftezehrend. Er liebt ihn zweifelsohne sehr, aber Nachtruhe ist halt schon auch wichtig.

    Der Futterautomat muss ja nicht zwingend im Schlafzimmer stehen, vielleicht gibt es einen gut erreichbaren anderen Raum.

    Ich würde dann wohl alle Mahlzeiten aus dem Automaten füttern, um die Routine "ich gehe wenn ich Hunger habe dort hin" möglichst leicht zu machen. Und neben 4:00h auch eine kleine Fütterung ganz kurz vor dem Zubettgehen ergänzen.

    Aber: ich bin auch pro weiterführende Diagnostik. Meine 14 jährige wird gerade hin und her auf den Kopf gestellt, um schiefen Blutwerten auf die Spur zu kommen und das ganz ohne klar erlebbare Veränderungen im Verhalten.

    Tja, was macht man da. Wie gesagt, ich kann ihn wegschicken, bzw ablegen, aber entspannen tut er dabei nicht. Das war auch schon immer so. Ich habe Dinge versucht, wie 135mal aus dem Zimmer und wieder rein, hin und her laufen, ohne Sinn und Verstand, weil Herr Rütter zb sicher ist, dass das jedem Hund zu doof wird. Dem Emil nicht. Der rennt halt 135mal hinterher. Ihn auf den Platz schicken, ihn im Raum zurücklassen, hab ich alles gemacht, er bleibt dann auch brav, jammert auch nicht, aber starrt halt auf die Tür, bis ich wieder da bin. Wenn ich arbeiten bin, schläft er meist durch. Mein Mann arbeitet ja zuhause, gelegentlich läuft er dem mal hinterher, aber ganz oft halt einfach nicht. Keine Erwartungshaltung ihm gegenüber. Komplett allein bleiben war zb nie ein Thema. Kann er zuhause, in einem Hotel, im Wohnmobil.

    Ich finde, dass solchen Hunden Erwartungssicherheit hilft - dh. Immer, bevor ich aufstehe, um etwas zu machen, was den Hund betrifft (Futter, Gassi, kurze Aufmerksamkeit/kraulen/spielen, ...) sag ich dem Hund Bescheid. Darüber kriegt man tendenziell einen Hund, der sich sagt "ach, wenn die alte nix sagt, lohnt es sich gleich überhaupt nicht mitzutapern" bzw. "Wenn was spannendes passiert, werd ich eh geweckt". Sonst bin ich ja doch immer am intermittierenden belohnen des Standby Modus, weil ja immer mal was für den Hund wichtiges passiert, wenn ich aufstehe.

    Das kann dann auch bei den besonders spannenden Dingen Routinen wie ein auf die Decke schicken beinhalten, Hund muss ja nicht gaga rumeiern, nur weil ich schon gesagt habe, dass ich mich zum Gassi fertig mache. Aber er bleibt halt auch nicht in der ständigen Erwartung, dass meine Bewegung in der Wohnung hohe Bedeutung für ihn haben könnte.

    Frage:

    Würdet ihr einen 2-jährigen Mischling unbekannter Herkunft mit ansonsten guter Gesundheit röntgen lassen, wenn ihr nur zum Spaß CC/BJ machen wollt?

    Joggen tun wir schon selten, am Rad ohne Zug nebenher läuft er mittlerweile öfters mit, BJ habe ich noch nicht aufgebaut.

    Ich würde den Hund packen und einer der beiden Hundephysios meines Vertrauens vorstellen - wenn die was finden, was auf Schonhaltung/Verspannung/Schmerzen hindeutet, würde ich genauer nachforschen. Wenn Hund dann in Narkose gelegt werden sollte, würde ich wohl einmal alles röntgen lassen. Wenn schon, denn schon.

    Wenn es von Physioseite (meine sind beide Physio/Osteo) keine Bedenken/weiterverweisen zum TA gibt, würde ich einfach machen und den Hund ein-zweimal im Jahr (oder früher, wenn mir was auffällt) wieder zur Physio schleppen. Vielleicht auch am Anfang schneller - nach den ersten ernsthaften Trainings, um mal zu gucken ob das Geschirr/das Ziehen Verspannungen macht.
    Im Hobbybereich ist die Belastung beim Ziehen mMn nicht so exorbitant - das ist bei anderen Sportarten (Agi, SD, je nach Betreiben THS, Flyball ....)auch im Hobbybereich deutlich höher, wegen der vielen Sprünge, schnellen Wendungen, Belastung auf die HWS beim Einbeißen usw.

    Ich würde dir für die Freilaufsequenzen den Tip geben, auf eine größere Wiese/Fläche zu gehen, auf der du dich einfach langsam hin und her bewegst und dein Hund machen kann. Ich würde von dem was du schilderst erstmal vermeiden im Freilauf immer neue und wieder neue Reize "anzulaufen" und daher eben dieselbe Wiese auf und ab, zick zack oder im Kreis durchlaufen. Im Schlendertempo. Und Hund einfach für Kontaktaufnahme belohnen, selten mal ein Stop einbauen und, wenn die Wiese nicht eingezäunt ist, ein Signal für "die Leine ist gleich vorbei" nutzen.
    Das Reduzieren der neu einprasselnden Reize sollte helfen, dass dein Hund mehr in die Umwelterkundung und angemessene Wechsel zwischen Sprinten und Bummeln kommt.

    Nach einer Weile kannst du dich dann mal ein paar Meter weiter von der Wiese bewegen und denselben Weg wieder zurückkommen.

    Ich als Mensch gehe am liebsten Rundwege, aber für Hunde, die sich mit zu vielen Reizen abschießen, ist es erstmal deutlich leichter denselben Weg hin und zurück zu laufen.

    Neben dem gemeinsam Minigassi würde ich mir auch das Klingeln sparen - warum nicht auf dem Handy anrufen lassen. Dann kannst du dich gemütlicher mit deinem Hund auf den Weg machen, ohne vorher die große Aufregung aufkommen zu lassen. Evtl. kann sie sich sogar schon ein paar Minuten vor Ankunft melden, dann kannst du schonmal raus und dein Hund den allerersten Druck loswerden.

    Zum Thema Wassernapf: na klar muss der stehenbleiben, ich würde auch einfach einen zweiten an anderer Stelle im gleichen Raum aufstellen, um gar nicht erst "Knappheit" aufkommen zu lassen.