Beiträge von Bonadea

    Ich hab ein bisschen im Internet gelesen (ich weiß, das ist gefährlich, weil ungefiltert). Die Symptome für Darmverschlingungen sind wirklich nicht immer eindeutig, es ging vielen Tieren zwischendurch gut, so daß die Besitzer nicht auf eine ernste Geschichte gekommen sind. Da ist es dann für so manches Tier dann zu spät gewesen. Ich hoffe, daß ich mal wieder nur die Flöhe husten höre und es nix Ernstes ist. Er bekommt nun immer nur einen halben Napf Wasser zur Verfügung, bin ja zu Hause und kann sofort auffüllen. Sobald sich sein Zustand aber verschlechtert, sind wir zu jeder Tag- und Nacht-Zeit auf dem Weg zum TA.

    Er ist schon seit vielen Jahren schwer krank (Addison seit 9 Jahren, Insipidus, SDU und Herzklappenfehler wurde vor ca 1 Jahr diagnostiziert), dabei ist er immer gut zurecht gekommen, aber vielleicht lassen nun langsam seine Kräfte nach, und er verträgt z.B. keine großen Wassermengen mehr auf einmal. Er hat auch Muskulatur durch das Cortison abgebaut, das Immunsystem ist auch angegriffen, vielleicht muss ich ihm auch Mittags das ADH-Hormon geben, ich werde das mal alles beim TA abklären.

    Vielen Dank für Eure Beiträge
    Liebe Grüße Tanja

    Im Prinzip können diese Erkrankungen über unterschiedliche Wege zu Erbrechen/Übelkeit/Reflux führen.

    Lass ihn einfach mal wieder durchchecken. Insbesondere Elektrolyte.
    Alles Gute für deinen Patienten!

    Und @Bonadea:
    Magen und Darm sind zwei verschiedene Organe. Eine Darmdrehung ist keine Magendrehung.
    Der Darm ist endlos lang. Wenn eine Drehung vorliegen würde, kann die an allen möglichen Stellen sein.

    Ich würde sowas halt auch immer im Hinterkopf haben. Sollte der Hund Kot erbrechen, würde ich sofort zum TA fahren.


    Öhm ... ich weiß ziemlich gut was der Unterschied zwischen Magen und Darm ist :) Zumal eine "Darmdrehung" - sorry - eher selten vorkommt. Wenn dann wohl eher "Ileus", also ein Verschluss durch Fremdkörper oder Invagination. Ein "Volvulus" - also die wirkliche "Drehung" des Darms, die zum Verschluss führt, sieht man im Gegensatz zum klassischen Fremdkörper-Ileus eher selten ... Und "endlos" lang ist ein Darm auch nicht, und Ileus kommt auch eigentlich in der täglichen Praxis fast nur im Dünndarm vor.

    So weit, so gut.
    Das im Hinterkopf zu behalten ist sicher nicht verkehrt. Aber wie gesagt, tierärztliche Diagnose ist da schon hilfreich.


    Genau das sind so Antworten ... ich mein es nicht böse. Aber sollte nicht lieber ein Tierarzt untersuchen, ob ein Reflux vorliegt, bevor man dem Hund jetzt das Wasser portioniert? (Davon abgesehen, was hat MANGELNDER Reflux damit zutun? Du meinst wohl eher nur REflux?). Was ist, wenn ein Megaösophagus vorliegt? Eine heftige Gastritis? Obstipation? Ileus? Nephro- oder Hepatopathie? Addison?... Differentialdiagnosen zu Erbrechen/Regurgitieren gibt es sicher hunderte.

    Davon mit gefährlichem Halbwissen hier was in die Runde zu werfen bringt doch wirklich keinen weiter, zumal der Hund bereits eine lange Krankenakte hat.

    Und im Übrigen gibt es auch Hunde mit Magendrehung, die ruhig liegen - irgendwann liegt jeder Hund mit Magendrehung ruhig, nämlich kurz vom Exitus (auch wenn ich ebenso für unwahrscheinlich halte, dass der Hund eine Magendrehung hat) - aber so viel zu manchen "Tipps" und "Indizien".

    Wie gesagt, ist echt nicht böse gemeint ...

    Leider MUSS man diese Auflagen VORHER erfüllen (also bevor so ein Hund angeschafft wird), sonst hat man kaum eine Chance. Sie werden den Hund ganz gewiss einziehen.

    Anwalt wäre keine schlechte Idee, Kommunikation mit dem Tierheim (wo er dann ja sehr wahrscheinlich erstmal hinkommt), und dann ggfs. alle Nachweise etc. machen und mit etwas Glück "darfst" du den Hund wieder aus dem Tierheim adoptieren.

    In meiner tierärztlichen Praxis ist das leider auch schon mit Kunden passiert, die einen angeblichen "Labbimix" hatten und nicht die ensprechenden Nachweise. Wenn das OA davon Wind bekommt ist der Hund sehr schnell weg, also wirklich weg ...

    Was mich persönlich an den Terriern und ein paar anderen Rassen - gerade den "Nicht-Hütehunden" - oft stört, ist dass sie häufig so extrem unflexibel im Bewegungsapparat sind - sie brauchen viel mehr Training und Mühe um sich über dem Sprung zu biegen.

    Manchester sehe ich aktuell etwas vermehrt?! Welsh Terrier kenne ich auch paar Gute.

    Papillons sind teilweise auch wirklich sehr witzig und gut unterwegs :) Aber Obi wird dann sicher eine Herausforderung mit so einem Knirps.

    EDIT: Pudel - muss ich ja ehrlich sagen - kenne ich bisher nur einen, der mich wirklich überzeugt hat ...

    Mudis ... sind cool. Aber die sind vom Wesen auch wieder so krass gestreut. Manche arbeiten bombe, andere muss man ständig anschieben, uff.

    Berger? Auch sehr instabiles Wesen. Da gibt es nur die Granaten und die ganz Sensiblen.

    Terrier ... absolut nicht meine Welt und im Agi gibt es da ja auch von Schlaftabletten bis hin zu den mega Flitzern wirklich alles :D Ist aber denke ich einfach Typsache?

    Im Moment "schwer im Kommen" Manchester Terrier!

    Ich lehne mich jetzt weit aus dem Fenster und sage: ja, ich kenne eine Menge Border, die auch ohne Schafe glücklich sind :) Wir haben sogar selber einen, den würde ich garantiert niemals auf Schafe loslassen. Ich hab nämlich nicht nur ein Herz für Hunde, sondern auch eins für Schafe :P

    Und ich finde es ehrlich gesagt viel schlimmer, einen Border zu haben und ihn dann zu "Auslastungszwecken" 1x die Woche irgendwohin zu fahren, um dann da arme Schafe zu schubsen - nur weil "das ein Border ja machen muss um glücklich zu sein".

    Dann lieber eine ernsthaft und ordentlich betriebene Ersatzbeschäftigung.

    Und das ein Border, der an Schafen arbeitet, weniger Verhaltensstörungen zeigt oder generell ein hundegerechteres Leben führt ist ja wohl auch mal ein Märchen, wenn ich mir hier so Schäfer im Umkreis angucke.


    Aber eigentlich kommen wir hier gerade ziemlich vom Thema ab, ups!

    Natürlich, gehört das "mit arbeiten wollen" zur Auswahl.
    Aber da gibt es viel mehr wie zb. Border oder Sheltie
    ( oder in andere Sportarten Mali... ).

    Aber muss es zb. für Agi Border ( ab besten
    noch Arbeitsline ) oder Sheltie sein?


    Hier war erstmal nur die Frage nach Rassehund, und Hunden, die prinzipiell arbeiten. Niemand hat gesagt, dass grundsätzlich nur ein Border oder Sheltie oder Mali in Frage kommt?! Hast du nicht selbst Border?

    Man muss eben schauen, was zu einem passt.

    Wenn man ambitioniert ist und eben sehr gerne mit einem Hund arbeitet, dann passt aber eben unter Umständen eben auch nur ein Hund, der arbeiten will.

    Ich kann dich da auf jeden Fall verstehen. Das Training meiner Hunde nimmt einen sehr großen Stellenwert in meiner Freizeit ein und mich würde es wahnsinnig machen, wenn ich Schlaftabletten hätte, die man zu nix motivieren kann oder ein Großteil der Arbeit mit den Hunden darin bestünde, sie überhaupt zum Arbeiten zu bringen :P
    Und dabei ist es doch auch egal, ob man jetzt WM läuft, oder eben nur Trainingsweltmeister ist. So oder so finde ich die Arbeit mit einem motivierten und begeistertem Hund einfach sehr viel erfüllender, als mit einem Hund, der das nur mir zuliebe macht, aber eigentlich auch mit der Couch rundum zufrieden wäre.

    Genau aus dem Grund habe ich ich eben auch für eine Rasse entschieden, die prinzipiell für hohe Motivationsbereitschaft und Arbeitsfreude bekannt ist.

    Daher würde ich dir aus persönlichen Gründen defintiv eher zu einem "Rassehund" raten, einfach aus dem Grund, weil man Anlagen und Charaktereigenschaften schon im Voraus grob einschätzen kann - nicht weil Mischlinge schlechter wären, aber sie sind eben doch große Wundertüten. Es kann am Ende passen, oder eben auch gar nicht.

    Prinzipiell hast du ja doch recht konkrete Vorstellungen für den nächsten Hund, wieso also nicht auch konkret nach Hunden gucken, die genau das mitbringen, was du dir wünschst?

    Da bist du sicher schon viel weiter, als viele andere :)

    EDIT: Und sicher muss man auch bei den Rassen unterscheiden und sich dort informieren, bezüglich Neigungen und Linien. Der Aussie ist sicher nicht grad das beste Beispiel ... wird zwar viel und gern als "Sportskanone" verkauft, ist er meiner Meinung aber nicht unbedingt. Aber ja, gut informieren eben. Und das vorher, dann gibt es auch keine bösen Überraschungen.