Beiträge von Bonadea

    Btw. schade, dass du auf mein Gedankenspiel bzgl. Kotproben bei einem Wurf kein Stueck eingegangen bist. Aber nun denn...

    Naja, das zielt ja eher auf die Frage ab, ob das praktikabel ist. Bei 10 Welpen wohl nicht, wenn man davon ausgeht, dass alle 2 Wochen getestet werden soll und es nicht damit getan ist, den zwei separierten Welpen eine Wurmkur zu geben, weil es ja "überall" von Wurmeiern nur so wimmelt. Auf jedem Grashalm kann praktisch eine Wurmgefahr lauern.

    Für mich stellt sich die Frage, wieviel von der Erzählung über Wurmgefahren ist Panikmache und was davon ist wirklich ernstzunehmen.


    Panikmache ist ein interessanter Begriff im Umgang mit wissenschaftlichen Fakten. Aber gut.

    es gibt bestimmt "züchter" die ihre Welpen nicht entwurmen, gibt ja auch "züchter" die ihre Welpen nicht impfen

    Die meine ich natürlich nicht, das ist wohl klar.

    Aber es gibt doch wohl auch seriöse Züchter, die den Kot der Welpen untersuchen lassen, bevor sie zur Wurmkur greifen? Oder entwurmen alle schon deshalb, "weil man das so macht"?

    Nahezu alle Welpen infizieren sich beim Säugen bereits kurz nach der Geburt über die Milch mit durch "Stress" reaktivierte Spulwurmlarven bei der Mama.

    Welpen nicht zu entwurmen kann für den Welpen unter Umständen den Tod bedeuten.

    Nein, bei mir wird es niemals Welpen geben, die ich nur auf Wunsch des zukünftigen Besitzers nicht entwurme. Wer sowas von mir verlangen würde, würde bei mir auch keinen Welpen bekommen.

    https://www.kleintiermedizin.ch/hund/helmint/helmint2.htm

    Würde ich gerne dreimal liken!


    Zum Thema Gesundheitsergebnisse veröffentlichen - ich PERSÖNLICH finde, bei einer kontrollierten Verbandszucht, sollte gerade der transparente Umgang mit Erkrankungen an erster Stelle stehen. Genau hier fängt das große Problem doch an. Jeder hat Schiss an den Pranger gestellt zu werden, jeder hat Schiss sein Rüde darf nicht mehr ran, wenn da mal ein Epiwelpe, ein Einhoder, fehlende Zähne, schlechtes Wesen oder whatever dabei war im Wurf. Kann ja nicht vom Rüden kommen. Die Hündin ist schuld. Der Züchter mit der Hündin hatte sowas natürlich noch niemals nicht nie und die Linie ist ja sowieso frei von allem ... MUSS also vom Rüden kommen.

    Anstatt einfach mal das Hirn anzuschalten und sich zu überlegen ob es vielleicht mit der KOMBI nicht gepasst hat, wird sich stattdessen einfach gegenseitig der schwarze Peter zugeschoben. Man hält am Besten alles unter Verschluss. Droht mit Rufmord. Und schon gehen diese äußerst erwachsenen Rosenkriege los.
    Bravo - das ist seriöse Zucht! Aber Hauptsache ein Papierchen mit nem schönen Stempel und paar tolle Showergebnisse auf der Homepage.

    Wenn es Datenbanken gäbe, in denen sowas auch wirklich eingetragen wird, dann würde auch das erstmal reichen - damit Züchter sich ein Bild machen können bei der Recherche nach einem passenden Zuchtpartner. Das würde ja auch reichen, wenn es dort nur einen Zugang für Züchter gibt.

    Was steht bei uns in der Datenbank?! Nur offzielle Ergebnisse von HD/ED, MDR1 und CEA Status und falls gemacht, die Ergebnisse der Augenuntersuchung im Welpenalter. Ist ganz nett, aber kann ich mir nichts drauf backen. Drin stehen fast eh nur Hunde, die also für die Zucht untersucht worden sind. Alles andere fällt dann oft schon raus. Infos über Epi, Herzerkrankungen, Fersenkappenabrisse, Lanzencanini .... joah, spricht sich mal rum, aber erfasst geschweige denn gesammelt werden diese Infos nur sporadisch von einzelnen Züchtern, die selbst entscheiden welchen Züchtern und Interessenten sie wieder Zugang zu diesen Infos gewähren.

    Man fragt sich also rum und ist immer darauf angewiesen, dass andere Züchter ehrlich sind. Und mir wurde schon so dreist ins Gesicht gelogen ... ich finde, das ist einfach der absolut falsche Weg. Wir müssen einfach mal wegkommen der Suche nach der "Perfektion", sondern sachlich und transparent Infos sammeln - damit man eben auch wieder sinnvoll anpaaren kann.

    Ich gebe die Hoffnung nicht auf. Und ja, ich schreibe meine Gesundheitsergebnisse drauf, auch wenn dann mal was dabei steht, was nicht absolut perfekt ist. Niemand ist perfekt. Aber so können wenigstens andere von diesen Infos vielleicht profitieren und sich sinnvolle Gedanken zu eigenen Anpaarungen machen. GENAU DAFÜR sollte doch eine vernünftige Verbandszucht stehen!!!

    Danke dir. Und nein, keine Sorge - mit einem popeligen Wurf ist man ja tatsächlich noch Zuchtanfänger - das habe ich nicht in den falschen Hals gekriegt. Ich hab aber natürlich durch meinen Beruf schon ein "bisschen" Erfahrung in der konservativen und chirurgischen Geburtshilfe gesammelt xD


    Und ja, mit dem Rest hast du selbstverständlich recht - bis auf deinen letzten Absatz. Bevor ich den Mix von Tante Erna nehmen würde, würde ich trotzdem zu einem vernünftigen Verbandszüchter gehen. Denn auch wenn die vielleicht nicht alle mit einem superduper Zuchtziel züchten, müssen die jetzt ja keine schlechtne Hunde haben. Und auch dort gibt es eben ein gewisses Maß an Kontrolle und Gesundheitsuntersuchungen, die zumindest etwas mehr Sicherheit versprechen.

    Ich wurde gerufen ... und fasse das jetzt einfach mal als Kompliment auf und überlese die "mangelnde Erfahrung", haha ;-)

    Zum Thema Homepage - Naja ... ich mach das einfach gerne. So lebe ich meine kreative Triebfeder aus und ich mag Webdesign und verbinde das nun mal gerne mit anderen Hobbies (also die Hunde) ... viele Züchter sind da einfach nicht so versiert. Die meisten Züchter haben ja kaum mal ne HP. Viele Infos muss man sich mittlerweile mühsam auf FB zusammenkratzen, wenn überhaupt.

    Das Problem außerhalb der Gebrauchshunde ist, dass viele Züchter nichts anderes tun als "hübsche Hunde" zu produzieren. Natürlich gibt's dann noch welche die Wert auf Gesundheit und Typ legen, manche gehen auf Shows ... aber viel mehr "Inhalt" gibts da oft nicht. Soll jetzt auch gar nicht so abwertend klingen, wie es vielleicht wirkt.

    Zumindest bei meiner Rasse kenne ich echt einige Züchter ... die schauen nach paar Gesundheitswerten, der Farbe, wo steht der Rüde ... und fertig. Hauptsache Welpen. Das sind jetzt keine schlechten Hunde ... aber naja, so ein richtig "geplantes" Ziel steckt oft nicht dahinter. Könnte ich mir persönlich für mich jetzt nicht so vorstellen.

    Dazu kommt das Problem, dass viele Gendefekte, Erkrankungen, verstorbene Hunde und sonst was "nicht salonfähig" sind. Jeder Mangel in der Zucht ist sozusagen der Beweis für schlechte Hunde/schlechte Zucht (obwohl das selbstverständlich absoluter Quatsch ist). Ich hoffe sehr, dass in den nächsten Jahren evtl. langsam ein Umdenken stattfindet und Züchter (egal welcher Rassen) auch mit Fehlern ihrer Hunde etwas offener und transparenter umgehen. Aber nach außen hin müssen natürlich imme alle top gesund, top schön und top im Wesen sein. Nichts darf an der Fassade kratzen ... dafür brodelt dann hinter vorgehaltener Hand die Gerüchteküche und .... egal, ihr wisst was ich meine.

    Ich weiß grad gar nicht ob ich das Thema überhaupt getroffen habe!


    hasilein75 Ach wirklich? Ist ja witzig! Die Welt ist klein :)

    Wen meinst du?

    Hinzufügen möchte ich noch, dass ich nie gesagt habe, dass ich dann "sauer auf den Hund bin". Ich bin dann einfach gefrustet. Natürlich wird mein Hund nicht geschlagen, oder sonstwie "bestraft" (ich hab ihn ja auch lieb und er könnte alles mögliche anstellen, daran würde sich trotzdem nix ändern!) - aber er bekommt trotzdem ein Feedback von mir. Nämlich "sorry, das war kacke, dafür gibt es nichts!". Und ich habe auch schon Läufe einfach abgebrochen, wenn das Sheltiehirn mal wieder auf error stand.

    Ich habe aber bis jetzt immer Hunde gehabt, für die war allein das Rennen selbst schon so selbstbelohnend. Mit meinem ersten Hund habe ich auch noch gesagt "Agility ist nur mein Hobby, da gibt es kein nein" ... ja ähm, mittlerweile sehe ich das einfach etwas differenzierter. Weil wenn man einen Hund hat, der rennen geil findet, und er niemals korrigiert wird oder ähnliches Feedback bekommt, der macht einfach was er will.

    Wirklich superwichtig ist, dass man eben nicht unfair wird!!! Man muss klar erkennen können ob es der eigene Fehler war, oder der Hund. Dafür habe ich ja aber immer meine kritischen Mitstreiter am Turnier dabei, die dann schon direkt sagen "Das warst du!" oder "ja das hätte sie machen können".

    Und ich lass mich in der Regel filmen und danach werden die Läufe eh immer analysiert, dank Smartphones und Slomo entgeht einem nichts mehr :P Und ja, meistens ist man selbst schuld. Aber auch nicht immer. Auch Hunde sind nur Menschen.