Beiträge von Bonadea

    Und ich gehöre auch zu den Hundeführern, die - wenn was wirklich kacke war - den Hund im Ziel auch mal nicht feiert. Da stirbt der auch nicht von ... wenn der da sein eigenes Ding macht, dann gibts halt mal keine Superbelohnung im Ziel.

    Wobei man dann zumindest ein sehr gutes Gefühl dafür braucht, was wirklich am Hund gescheitert ist (und selbst da würde ich mich fragen, was das eigentlich grundlegende Problem ist und warum der Hund etwas absichtlich falsch macht). Joey z.B. fängt an zu fiddlen im Parcours, wenn man so will, wenn Frank sehr angespannt ist. Die müssen an Turnier-Situationen noch immer arbeiten. Bei Faye merke ich auch sofort, wenn ich nicht gut drauf bin.

    Und es muss ja einen Grund haben, warum es im Training -immer- klappt, aber im Turnier macht der Hund es (absichtlich?) falsch. Und wenn der Hund es im Training schon nicht sicher kann, kann man es ihm im Turnier auf fremdem Platz mit der Kulisse und aufgeregtem Menschen an seiner Seite eh nicht vorwerfen.

    Also ich sehe das so.

    Es gibt Hundehalter, die sind körperlich und mental nun mal nicht so die Talentbolzen. Haben sich aber dann - natürlich! - nen triebigen Hund zugelegt, ihn dann noch schlecht ausgebildet und schreien diesen dann durch den Parcours und bei eigener Unzulänglichkeit und Fehlern, die der Hund so eben überhaupt nicht verbockt hat, wird der erstmal verbal rundgemacht und der Frust am Hund abgelassen.

    -> Ist unfair und absolut zum Kotzen!

    Und es gibt Situationen, wo der Hund ein Kommando bricht (Startsequenz, Zone, Engspringkommando etc. pp) - das sind Fehler, die der Hund gemacht hat. Wenn er solches im Training sicher (!!!) beherrscht, dann kann ich von ihm erwarten, dass es im Turnier auch geht. Wenn das Fehler sind, die immer und immer wieder im Turnier passieren, muss ich das Training überdenken.

    Und mir geht es auch nicht um "Bestrafung" .... aber ganz ehrlich, wenn sich mein Hund an Gerät 5 einfach abschießt, sich noch ne Runde selbst im Tunnel bestätigt und mein Kommando einfach dreist ignoriert ... dann gibt es sicher keine riesen Party dafür ;-)

    Und natürlich ist das ganz, ganz stark vom Hundetyp abhängig. Einen unsicheren Hund würde ich - auch wenn Fehler passieren - einfach lsutig weiterlaufen lassen und anfeuern, hauptsache der bekommt Selbstvdertrauen.

    Bei Hunden, die sich aber schon derart durchs Rennen selbst bestätigen, brauchen im Ziel nicht noch den Jackpott ...

    Ich hab Spaß an der Ausbildung - und die Hunde auch. Das ist mal das Wichtigste. Allerdings bin ich selbst gerade in einer Zwickmühle. Mir geben Prüfungen schon den "Kick", auch schwierige und frickelige und mühsame Trainingsphasen motiviert und gut gelaunt und mit dem richtigen Biss durchzustehen.

    Wir sind uns ähnlich. Also, wenn ich auf Prüfungen hin trainiere, dann bin ich an einigen Stellen definitiv pingeliger und bleibe besser dran.

    Insgesamt habe ich aber schlichtweg Spaß daran Hunden was beizubringen. Das ist für mich der größte Kick, eigentlich. Da kann ich mich dann auch diebisch über Erfolge freuen, die ich ganz allein sehe, wenn ich einsam in der Pampa bin oder so. Ich brauche irgendwie den Beifall von außen nicht. Ist mir echt Wurst.

    Aber der Beifall von außen ist ja auch bei einer Prüfung für die meisten eher wurst. Ich glaube kaum, dass Leute deswegen intensiv trainieren, nur um die Bestätigung von außen zu bekommen. Ich glaube, das ist nicht wirklich die Triebfeder für gutes Training. Die Bestätigung kommt ja eher durch das direkte Feedback der Hunde.

    Auch in nicht so guten Läufen kann ich mich an den kleinen Dingen und Teilzielen erfreuen, die dann in der Prüfung klappen. Dafür muss ich am Ende nicht mal mit einer Wertung aus der Prüfung kommen.

    Muss dann für die Außenstehenden auch nicht toal "erfolgreich" aussehen und man geht aber trotzdem mit einem Grinsen aus dem Parcours, wenn man eine besonders schwierige Stelle gut gelöst hat. So geht es mir jedenfalls.


    Andererseits gebe ich auch ehrlich zu, dass ich manchmal auch frustriert bin, wenn wir gewisse Sachen nicht abrufen können, von denen ich eigentlich denke, dass sie fuktionieren müssten. Und ich gehöre auch zu den Hundeführern, die - wenn was wirklich kacke war - den Hund im Ziel auch mal nicht feiert. Da stirbt der auch nicht von ... wenn der da sein eigenes Ding macht, dann gibts halt mal keine Superbelohnung im Ziel. Belohnung ist nun mal Belohnung und kein inflationäres must have. Das hat auch nichts direkt mit der Wertnote zutun - wenn ich es z.B. verbockt hab, aber der Hund war toll, dann gibt es natürlich auch ne Belohnung. Aber wenn er dreist Kommandos übergeht, sich auflöst ... whatever. Tja, Pech gehabt.

    Deswegen bin ich weder von Ehrgeiz zerfressen, noch habe ich meinen Hund nicht mehr lieb. Aber Konsequenz hört doch im Turnier nicht auf.

    Ich finde ja für das Verständnis - also WIE der Slalom funktioniert, ist 2x2 echt super!

    Lyra hatte damals z.B. große Probleme mit der Gasse. Hat super funktioniert solange sie noch 1cm offen stand ... richtiger Slalom ging dann gar nicht. Mit 2x2 konnte sie ihn dann in 2 Wochen.

    Kaami hat ihn mit 2x2 gelernt und das ging auch total flott. Allerdings nervt mich wie gesagt das Problem mit den Eingängen und dass man keine Hilfe dranbauen kann um bestimmte Dinge nochmal nachzutrainieren.

    Jou hat jetzt erstmal nur mit den Zäunen gelernt, das ging auch schnell. Aber Eingänge und Ausgänge sind trotzdem noch nicht richtig safe, aber man kann dann ja einfach nochmal den Zaun vorne oder hinten drauf machen.

    Mein nächster kriegt ne Kombi aus 2x2 und Zäunen xD

    Das Thema ist ein bisschen komplex, um das so auf die Schnelle abzureißen. Aber ich persönlich finde das Vorgehen deiner Tierärzte in der Klinik sinnvoll.

    Im Grunde sind die zwei häufigsten Gründe für Thrombozytopenien entweder infektiös (z.B. Ehrlichiose! Dazu passt auch das Nasenbluten!) oder immunbedingt (der Körper zerstört die Zellen selbst, warum auch immer.)

    Man untersucht also auf Zeckenkrankheiten und behandelt mit entsprechenden Mitteln (Doxycyclin, Carbesia etc. pp.) und/oder mit Immunsuppressiva wegen immunbedingter Prozesse. Leider ist es so, dass auch negative Tests Infektionserreger nicht sicher ausschließen können.

    Es gibt einige Bluttests um die Ursache besser einzugrenzen. Ich schätze das haben deine Tierärzte bereits getan und ich denke, sie therapieren bereits in jede Richtung (was gut ist). Da Kortison scheinbar nicht hilft, kann man z.B. auf Ciclopsporin/Atopica umsteigen (ich denke, das meinten sie mit dem Mittel aus der Humanmedizin).

    Bei nicht regenerativen Anämien kann man noch das Knochenmark punktieren.

    Manchmal helfen noch Frischbluttransfusionen und bei Thrombozytopenien kann man manchmal mit der Gabe vom Vincristin einen Anstieg der Zellen erreichen.

    Wenn das alles nichts hilft, dann ist die Prognose leider sehr schlecht und leider gibt es immer Fälle, die trotz bester Diagnostik und medizinischen Versorgung therapieresistent bleiben.

    Alles Gute für den Patienten!

    @leserinmithund Puh, das weiß ich wirklich nicht.


    Ich finde auch, dass man das alles nicht so schwarzweiß sehen darf. Ich habe einen Teil meiner heutigen engsten Freunde mehr oder weniger über das Internet gefunden. Eigentlich eher über das Hobby Hund, aber das Internet hat es uns erst möglich gemacht "uns zu finden".

    Und mit diesen Freunden sitze ich heute face to face am Tisch, trinke Sekt, quatsche, weine, lache und fahre mit ihnen in den Urlaub. Ganz real. Also nein, ich möchte die Zeit nicht zurückdrehen und ich möchte auch heutzutage nicht ohne Internet leben.

    Trotzdem erschreckend, dass neben diesen schönen Dingen eben auch ganz andere Dinge mit dem Internet möglich sind ...

    Ich frag mich da auch immer, ob ein TA die OP wirklich machen muss. Klar, zum Wohl des Einzeltieres ist die OP gut, aber wäre es nicht auf lange Sicht wirkungsvoller zu sagen: Wir sind nicht der Reparaturtrupp für ein völlig durchgeknalltes Zuchtgeschehen? Auch bei Ausstellungen, Zuchtzulassung etc sind TA doch beteiligt. Warum machen die da mit? Ich finde das unethisch.

    Die Tierärzte verdienen einen Haufen Geld an den Hunden. Denke schon, dass ihnen das Wohl der Hunde zwar nicht egal ist, aber solch eine sichere Einnahmequelle bringt ja wirklich gutes Geld.

    Mag wenige Kollegen geben.

    Aber ganz ehrlich? Nein. Ich wünschte ich müsste mich mit sowas nicht befassen! Und alle Kollegen, die ich persönlich näher kenne, sehen in diesen Hunden ganz sicher keine bequeme Einnahmequelle. Sorry, aber wir sind auch Menschen und bei aller "Wirtschaftlichkeit" bleibt da doch auch noch ein Funken Empathie übrig. Wirklich schade, dass man sich diesen Vorwurf gefallen lassen muss.

    Trotzdem würde ich diese Hunde nicht aus der Kundschaft schmeißen, auch diese Geschöpfe brauchen medizinische Hilfe - ihnen diese zu verwehren, das wäre in meinen Augen unethisch. Und wo zieht man da bitte die Grenze?

    Bwaaaah und ich mühe mich gerade mit "Eingang suchen lassen" ab.

    Dee hat im Aufbau keine Hilfsmittel wie Bögen/Zaun gebraucht, aber jetzt isses doof. Sie achtet sehr auf mich, aber ich weiß nicht genau, worauf (Füße, Blick, Hände?). Ich habe das Gefühl, ich kann sie total verwirren, wenn ich mit ihr übe, den Eingang auf Distanz zu suchen, und mich dann bewege. Wenn ich aber ganz still stehe (entfernt), trifft sie sehr wenig. Jemand ne Idee? :/

    Megafrustig.

    Grüßle

    Silvia

    Ich hab das gleiche Problem. Aus diesem Grund werden alle meine zukünftigen Hunde ab jetzt mit einer Kombi aus Zäunen und 2x2 aufgebaut .... Shelties sind einfach zu hohl für den Slalom ....

    Das Problem, wenn man ganz ohne Hilfsmittel arbeitet, ist dass man später bei schwierigen Eingängen keine Hilfe mal schnell dranbauen kann, sondern immer wieder auf Punkt null zurück muss und im Zweifel deutlich helfen muss. Das ist ziemlich mühselig. Bei Kaami habe ich jetzt im Nachhinein noch nen Bogen druafgemacht (musste ich aber ein bisschen üben, weil sie es ja wie gesagt nicht kannte).

    Ich hab FB und Insta - und nutze beides auch in einem gewissen Rahmen.

    Generell bin ich schon ein "social media Kind" - also ich kann mich da sicher nicht ganz freisprechen.

    Aber ich habe auch die nötige Intelligenz (sorry, wenn das jetzt eingebildet klingt, ich hoffe es kommt rüber was ich sagen will), dass ich mich bei bestimmten Dingen einfach zurückhalte. Ich poste auch nichts wirklich Privates - meist nur unbedeutender Hundekram. Ich bin in einigen Gruppen, und davon nerven mich echt einige ... (ist ein bisschen wie bei einem Unfall, man sollte einfach wegschauen, aber geht nicht).

    Also manchmal schaue ich einfach paar Tage gar nicht rein, weil mich alles so dermaßen annervt, haha. Aber man ist eben auch unheimlich vernetzt und ich habe dadurch schon wahnsinnig interessante Bekanntschaften gemacht. Daher mag ich mich auch nicht von FB trennen. Außerdem finde ich so immer wieder interessante Hunde, Züchter und Veranstaltungen ... es hat auch seine Vorteile!

    Aber um mal auf das eigentliche Thema zurückzukommen - ja, mir macht das manchmal auch alles Angst. Vor allem wenn man diese grenzenlose Selbstgerechtigkeit, Dummheit, Naivität und diesen durchschlagenden Hass mancher Shitstorms mitbekommmt. Da kann man wirklich schon mal am grundlegenden Verstand unserer Spezies zweifeln.

    Zitat

    Ich sage und schrieb: Ohne Ehrgeiz (oder meinetwegen Ambition) geht es nicht.

    Doch... einfach mit Spaß, ohne jeden Zwang und ohne die Amition seinen Hund irgendeine besondere Leistung, die letztendlich nicht dem Hund, sondern dem Halter dient, abzuverlangen.

    Man könnte es für bestimmte HH auch böse sagen: Es gibt eine Menge Hundehalter, die einfach so mit ihrem Hund glücklich sind und sich allein an seiner Existenz freuen, ohne dass dieser sich seine "Liebe" oder seinen Respekt erarbeiten muss.


    Ich weiß jetzt nicht so ganz wie das gemeint ist.

    Leute, die also mit Ehrgeiz/Ambitionen Hundesport betreiben, die lieben ihre Hunde erst, wenn sie eine Leistung erbracht haben?!

    Das finde ich ziemlich unfair formuliert.