Beiträge von Bonadea

    Zobelmerle darf soweit ich weiß nicht ausgestellt werden. Zumindest nicht im VDH.

    Korrigiert mich wenn ich falsch liege, aber zumindest bei meiner Rasse kann es gar keine Zobelmerle geben weil die Verpaarung Merle x Sable/Zobel verboten ist. Daher würden Welpen aus so einer Verpaarung wahrscheinlich ein Zuchtverbot kriegen - ist ja verboten.

    Moderat finde ich Fiete jetzt auch nicht, auch wenn er schon super Fell gelassen hat aber es ist halt ein Showbrite, da ist keiner mehr moderat. Aber im Gegensatz zu den Hunden, die ich so auf den Shows sehe, sehe ich Fiete wegen der Pflege nicht als Qualzucht. Da wird alles getan damit die Unterwolle raus kommt und die Haut atmen kann. Wenn ich mir viele Show-LHC auf den Ausstellungen ansehe (und antatsche:D) ist da sehr, sehr viel Unterwolle mit dabei. Möglichst dick, möglichst viel Fell, teilweise das Gesicht kaum noch kenntlich, winzige, irgendwie seltsam eingedrückte Augen und ein Gangwerk, bei dem einem regelmäßig schlecht wird. Aber leider wollen das die Richter sehen, die Züchter finden es toll also wird es weiter gezüchtet.

    Ja, aber wenn der Hund jetzt Registerpapiere bekommt oder bei einem Unfallwurf doch mal Zobelmerle dabei ist, dann stellt sich ja schon die Fage ob man die ausstellen darf. Zuchtverbot geht ja nicht automatisch mit dem Ausstellungsverbot einher - meine ich zumindest.

    Ich mag zobelmerle übrigens :)

    Sorry, dass ich mich geäußert hab....kommt nicht wieder vor...

    Natürlich darfst du dich äußern!


    Ich meine das doch gar nicht persönlich. Aber vielleicht mag Claudia ja nochmal ein Foto einstellen, wo sie Fiete bekommen hat und bei aller Liebe - wer diese Fellmassen als moderat bezeichnet, bei dem möchte ich dann wissen was er unter "fellig" versteht ;-)

    Frieden?

    Tatuzita - doch, Tierarzt finde ich gut! Lass ihn mal alles abtasten (Hals, Rücken, Hüfte durchstrecken, Knie strecken und Patella und Sprunggelenk übrerprüfen!). Wenn sie dort Schmerzreaktionen zeigt, könnte man über eine Röntgenuntersuchung nachdenken. Leider ist es ganz oft so, dass Hunde beim Tierarzt so unter Adrenalin stehen, dass sie wenig Reaktionen zeigen. Der nächste Weg wäre dann auf jeden Fall für mich Physiotherapie bzw. Osteo/Chiro! :)

    Und Helikopter bist du sicher nicht - man sieht ja, dass sie unrund läuft. Wenn der Tierarzt nix findet, dann lasse sie auf jeden Fall osteopathisch checken.

    Fiete finde ich ja noch moderat für einen Briten. Was ich da schon auf Ausstellungen gesehen habe.....wahre Plüschbomben....und da wird auch nicht zum Groomer gegangen und für Erleichterung in Sachen Unterwolle gesorgt, das bleibt damit die so richtig rund sind.....das finde ich dann wirklich verwerflich.

    Fiete ist NICHT moderat!

    Und ich weiß, dass Claudia ganz schön zu kämpfen hatte am Anfang (und sie macht das wirklich großartig mit ihren Hunden) - aber unter moderat würde ich wirklich etwas anderes verstehen!!!

    Zobelmerle darf soweit ich weiß nicht ausgestellt werden. Zumindest nicht im VDH.

    Bonadea Sehr interessant, danke fürs teilen!

    Also wäre ein Gentest-Pflicht bei allen Zuchthunden die aus einer regulären M/m x m/m Verpaarung stammen sinnvoll um (einfach gesagt) 'versteckte' Merle aufzudecken und ungewollte double Merle Verpaarungen sicher zu vermeiden.

    Theoretisch wäre ein Test auf M bei jedem Zuchthund einer Rasse sinnvoll, wo Merle vorkommt. Das wird aber wohl noch ein langer Weg. Das Problem ist, dass Merle nicht gleich Merle ist und sich sehr, sehr unterschiedlich "ausdrücken" kann. Je nach Allelkombination können "Doublemerles" absolut uneingeschränkt gesund sein, oder tatsächlich Einschränkungen bzgl. Augen und Ohren aufweisen.

    Fiete, oder? Warum? Wegen dem Fell? Wegen dem Charakter? Weswegen?

    Wegen dem Fell. Der einzige, der hier die Hitze eher dämpfend fand war Emil. Und der hat quasi gar keine Unterwolle, besteht fast nur aus Deckhaar und hat einen nackigen Bauch. Also alleine am Fell kann es nicht liegen, wenn manche Hunde keine Hitze mögen. Hier im Wald gibt es auch ein Labbi-Duo, die gehen mit den Hunden quasi nur nachts Gassi, wenn es heiß ist. Und die sind ja nun mega kurzhaarig. Fiete läuft noch am Fahrrad mit. Wir fahren dann sehr langsam zum Auslaufgebiet, aber ein Thema hat er damit nicht. Flitzt auch noch bei 35 Grad mit Emil durch den Garten, legt sich auf dem Rasen in die Sonne und wälzt sich grunzend, will möglichst den ganzen Tag draussen sein. Nach Leid sieht das für mich nicht aus.

    Verfilzungen können so einen Hund auch einschränken, aber das liegt ja in meiner Verantwortung, dass er die nicht hat. Und bei solchen Fellmassen bin ich bei Filz auch flott mit der Schere dabei. Sieht man ja eh nicht.

    Sowas macht einen traurig. Weil es einfach quatsch ist.

    Versteh mich bitte nicht falsch, ich will hier auch niemanden an den Pranger stellen.

    Aber das was ich bei manchen Briten auf Ausstellungen gesehen habe fällt für mich ganz klar in das Thema Übertypisierung und das diese Massen an Fell nicht auch einschränken, das kann mir keiner erzählen.

    Also klar, schlimmer geht immer. Ist sicher besser als keine Luft zu bekommen, wie bei den Brachycephalen. Aber Ziel sollte das nicht sein.

    Naja - ich denke man sollte das Ganze nicht so schwarz und weiß sehen - da gibt es doch noch sehr viele Grautöne :)

    Ich habe meine Hunde auch von zwei tollen Züchtern und auf deren HPs gab es auch ganz unterschiedliche Schwerpunkte. Ich denke es gibt da viele Graustufen und je verkopfter man am Ende ist, umso schwieriger wird es bei der Hundesuche.

    Ich habe 2 wirklich tolle Hunde von zwei verschiedenen Züchtern und mit beiden bin ich noch im freundschaftlichen Kontakt.

    Das was deutlich oder auch eher unterschwellig in sehr vielen Beiträgen herauszulesen ist, stösst mir übel auf:

    "Der Hund hat gefälligst zu funktionieren", immer, überall und in allen Situationen, wird also degradiert zum reinen Sport-Gerät, ganz egal, ob gleich daneben eine läufige Hündin steht oder sonstige Ablenkungen vorhanden sind (übrigens, was hat eine läufige Hündin an einem Wettkampf zu suchen? Ich dachte, das sei verboten...)

    [...]

    Ich möchte in Deinem Text nur das Wort "richtige" Sportarten durch "alte" Sportarten ersetzen, basierend auf den alten Grundsätzen aus Militär und Polizei, bei denen der Hund nach strikten Regeln gedrillt wird und "funktionieren" muss. Wehe, er guckt mal in die falsche Richtung oder reagiert erst nach 2 Sekunden, statt nach 0.5 Sek. Und hier beginnen dann die "Korrekturen."

    Ich denke das ist doch genau das Kernproblem, warum es immer wieder diese ganze ermüdende Diskussion über die "bösen" Hundesportler gibt. Nur weil ein Hund eben im Sport eine Leistung zeigen soll und nicht uneingeschränkt seine kreative Ader ausleben darf, muss man sich anhören man würde seinen Hund zum Sportgerät degradieren. Das stimmt aber nicht. Man kann mit seinem Hund arbeiten und als Team auf dem Platz stehen und das auch, ohne dass man seinem Hund ungerecht gegenüber wird (und wenn es mal keine Belohnung gibt oder meinetwegen eine verbale Korrektur, dann ist das einfach konsequent und für de Hund kein Weltuntergang).

    Natürlich dürfen läufige Hündinnen starten. Die sind doch nicht krank.

    Und was du mit "richtigen" und "alten" Sportarten meinst zeigt meiner Meinung nach nur, dass du wohl schon sehr lange keinen vernünftigen Hundesport mehr gesehen hast. Ich bin zwar kein Riesen Fan von IPO (oder IPG?) etc. - aber auch dort wird doch schon längst nicht mehr trainiert wie vor 20 Jahren!

    Wie willst du denn "neutrale Werte" für Ansteckungsgefahr ermitteln? Die ändern sich doch durch viele verschiedene Faktoren permanent. Allein schon die betriebene oder fehlende Behandlung und Prophylaxe (Impfungen, Ektoparasiten, Wurmkuren und was du alles aufgezählt hast...) der anderen HH in deiner Umgebung ändert sich die Ansteckungsgefahr ständig.

    Auch dafür gibt es aber doch bestimmt Eckdaten, oder? Im Sinne von "hoch ansteckend", "ansteckend", "kaum ansteckend" (im Fall von Krankheiten); oder meinetwegen Verbreitungsgebiete von Überträgern bestimmter Krankheiten :denker:

    Selbstverständlich.


    Zitat

    Spulwürmer, T. canisund T.leonina,kamen in 4,6 % bzw. 0,6 % der Hundeproben vor. Die ausanderen Untersuchungen bekannten Prävalenzensind sehr variabel (vgl. Tab. 21).Prävalenzen von T. canis zwischen 6% und 60 % wurden bei Welpen und besitzerlosen Hunden (streunende, Tierheimhunde und Hundefindlinge) diagnostiziert.

    [...]

    T. caniswird allerdings darüber hinaus auch pränatal und galaktogen übertragen (vgl. Eckert et al., 2008). Dies scheint den entscheidenden Vorteil in der Epidemiologie zu bringen.

    [...]

    In der vorliegenden Studie konnten T. canis-Eieram häufigstenim Winter und T. leonina-Eier im Herbst und Wintergefundenwerden. Dubna et al. (2006) fand niedrigere Ausscheidung von T. canisim Sommer, dagegen war dieAusscheidung von beiden Spulwürmern im Herbsthäufiger als in den anderen Jahreszeiten.Gottschalk und Prange (2004) und Totkova et al. (2006) ermittelten die meistenToxocara-Infektionen Ende Sommer und im Herbst.Die epidemiologischen Abläufe bei Spulwurminfektionen werden nicht zuletzt durch die generell langen Embryonierungszeiten der Eier kompliziert, die zudem durch die Umgebungstemperatur und –feuchtigkeit bestimmt werden (Eckert et al., 2008). Dies spiegelt sich offensichtlich in den nach Abschluss der warmen Jahreszeiten steigenden Ausscheidungsextensitäten.

    http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/…_2013_10_09.pdf