Beiträge von Bonadea

    Den Führerschein fürs Auto muss man sich auch erarbeiten und für manche Menschen ist selbst dieser lästig. Warum will man denn nun unvorbereitet in ein Agilityturnier gehen und dafür eine Freikarte haben?

    Ich denke, wer ernsthaft irgendein Ziel erreichen will, der soll auch für das Ziel erarbeiten müssen.

    Und in der Tat: Wieviel der Agilityleute will denn ganz nach oben? Die suchen ihre Unterhaltung und wurschteln sich eine gute Plazierung zusammen, verbringen die Wochenende mit Gleichgesinnten, treffen Freunde und Bekannte. Die meisten wollen gar nicht mehr. Und gerade diese Menschen sind es dann, die die Agilitysparte zur Lachnummer werden lassen.

    Beantworte doch bitte einfach meine Frage.

    Du findest also, wenn man Agilityhunde auf diese Dinge prüft

    1) Chip ablesen

    2) Startsituation

    3) Geräteabfragen

    4) Motivation beim Hundehalter zu bleiben

    dann kriegen sie also eine Freikarte für den Sport?

    Aber wenn sie 50Meter geradeaus am Bein laufen, dann ist das natürlich viel besser?!

    Sorry, mir erschließt sich deine Logik null.

    Das ist doch das Grundproblem hier.

    Man darf offensichtlich nur etwas kritisieren, wenn man selbst ein Problem mit etwas hat.

    Hab ich aber gar nicht. Mein Sheltie lief im Obi ständig volle Punktzahl in der Freifolge. Alle meine Hunde haben eine BH. Ich ziehe mir "keinen Schuh an". Ich laufe die BH wenn es sein muss auch noch 100 mal mehr und ich verstehe sogar JEDEN Trainer, der ernsthaft mit seinen Teams trainieren will und keinen Bock auf diese "ich brauchs je eh nicht-Einstellung hat". Würde mir als Trainer doch absolut genauso gehen.

    TROTZDEM darf ich doch auch die andere Seite verstehen. Also die Sportler, die sich eben entweder nicht so leicht tun mit der Unterordnung, oder die einfach keine Lust auf diese Prüfung haben.

    Ich PERSÖNLICH habe schon ein gewisses Anspruchsdenken - ich trete keine Prüfung an, wenn ich das Gefühl habe, das klappt eh nicht. Ich finde es genauso peinlich Teams zu sehen, bei denen der Hund 3 Meter vom Bein wegläuft, nicht kommt, nachhängt etc.

    ICH würde mich auch schämen, wenn das bei mir so aussehen würde.

    Aber das ist meine persönliche Einstellung. Und ich gestehe anderen Hundesportlern zu, ein anderes Anspruchsdenken an die BH zu haben. Ich kann es ihnen nicht vorwerfen, dass ihnen die Lust und Zeit dafür fehlt.

    Und deshalb nervt mich einfach immer diese unterschwellige und vorwurfsvolle Ton, dass alle Agilitysportler zu dumm sind ihre Hunde auszubilden.

    DiemitdenAussies Ich würde diese Leute dann einfach aus der Gruppe werfen. Du kannst ihnen ja eh nix beibringen. Das würde deine Nerven und deine Zeit sicher schonen.

    Was ist für dich daran eine Lachnummer, wenn genau das abgefragt wird, was ein Agilityhund können muss?!

    Kleine Eignungstests für die entsprechende Sparte, ggf. sogar direkt am Wettkampftag - fertig.

    Dürfte das nicht bißchen schwierig werden, wenn die Leute für den gleichen Tag ihren Hund auch noch auf einem regulären Lauf angemeldet haben?

    Insofern das möglich sein könnte.

    Ich meine, die bestehen dann den Eignungstest nicht, aus welchem Grund auch immer, dann fällt auch der geplante erste Start am gleichen Tag, oder eine Woche später flach, weil für x Wochen gesperrt.

    Naja, das geht dann nicht.

    Also du kannst natürlich nur den Eignungstest melden - starten erst beim nächsten mal.

    Mir ging s nur um die Organisation und Örtlichkeit - am Wettkampf hast du alles vorhanden und man muss keine Auswärtstermine organisieren.

    Die BH für Agisportler abzuschaffen, würde diese total lächerliche Prüfung wieder deutlich aufwerten und für Trainer und für UO-Sportler auch wieder tausendmal attraktiver machen.

    Aber man kann doch den Sportlern nicht vorwerfen unmotiviert an eine Prüfung ranzugehen, die für sie halt wirklich absolut energieverschwendend ist.

    Und ich habe die Prüfung auch schon dreimal gelaufen. Und ich habe eine ganze Zeit früher UO/Obi mit meinem ersten Sheltie gemacht, die läuft das wirklich perfekt runter. Aber das war viel Arbeit und ich kann niemanden vorwerfen, dass man nicht so viel Luft hat, da so viel zu investieren.

    Ja verstehe ich alles, kann ich auch alles nachvollziehen.
    Wäre halt schon ganz gut einfach mal zu verstehen, dass es nicht darum geht, hier die "dummen" Agisportler zu bashen, die auf alles keinen Bock haben, sondern darum, dass man auch einfach mal ganz kommentarlos in den sauren Apfel beißen kann und das eben durchzieht, weil es sich ja nunmal einfach nicht ändern lässt. Ich hatte schon etliche Teams, die sich auf der BH wirklich nicht mit Ruhm bekleckert haben, weil ihr Hund ja eh ins Agi soll. Da sind Leute durchgefallen, die mit einem Fünkchen mehr Einsatz den Eintrag in der LU gehabt hätten und dann wäre es gut gewesen. Und anstatt das einzusehen, wird sich beschwert, gejammert und gebetsmühlenartig wiederholt, dass der Hund eh ins Agi soll. Ja...wissen wir alle. Ist bestimmt auch in dem Moment doof. Aber ne BH schafft man auch ohne großartige UO Ambitionen recht ordentlich. Da muss nix perfekt sein, denn "ganz ok" reicht ja wirklich in der Regel aus.

    Aber ganz ehrlich? Das tun die meisten doch.

    Bleibt ihnen ja auch nichts anderes übrig ;-)

    Ich fahre übrigens gar nicht zu irgendwelchen BH-Trainngs (und raube so auch keinem armen Trainer seine wertvolle Zeit). Das bringt mir null. Ich trainiere das alles alleine, dann geh ich einmal zum Training als Generalprobe und dann in die Prüfung und die meisten, die ich kenne, die machen es genauso.

    Ich sehe viel mehr "Hausfrauen und just for Fun Sportler" auf die deine Beschreibung passt, die aber irgendwie auch schon im späteren Sport eher schlecht als recht trainieren.

    @Helfstyna Du hast meinen Beitrag nicht verstanden, offensichtlich. Und ja, ganz ehrlich, das Agility-Bashing bzw. diese Spitzen immer wieder Richtung Breitensportler nerven. Gewaltig.

    Nur mal so - in meiner letzten BH liefen die Agisportler die besten BHs. Der einzige teilnehmende Schäferhund riss sich mehrmals (!) von seinem Besitzer los, lief zum Zaun, musste eingesammelt werden. Durfte die Prüfung aber zuende laufen und bestand. Weil, wäre ja peinlich wenn der einzige DSH in einer SV-Prüfung durchfällt. Bei meinem Sheltie hat der Richter einen tierischen Aufriss gemacht, weil sie beim Chippen zurückgewichen ist - sie lief aber ein gutes Schema und hatte ne Bombenablage und war auch im VT super brav.

    Soll ich eine solche Veranstaltung ernstnehmen? Mir ist die BH einfach sowas von egal. Sie macht keinen Sinn. Sie wird absolut subjektiv gerichtet. Sie frisst Zeit und Geld. Und ich habe auch keine Schuldgefühle. Fremdschämen tu ich mich ganz oft. Spartenübergreifend.

    Ich persönlich trete eine Prüfung nur an, wenn ich glaube, dass ich sie auch bestehen kann und bis jetzt haben alle meine Hunde sie auf Anhieb bestanden. Was andere machen liegt nicht in meiner Verantwortung und ist nicht mein Bier.

    Ich denke dennoch, dass die BH GAR NICHTS über die Agilityeignung aussagt. Und wenn man sie abschafft für alle Sportler, die dazu gewzungen werden sie zu laufen, könnte die BH vielleicht auch wieder eine Prüfung werden, die nicht nur eine reine Lachnummer ist.

    Den Gedanken an eine gemeinsame Sporteinstiegsprüfung finde gar nicht verkehrt, z.B. für Einsteiger, die vielleicht noch gar nicht so genau wissen, wohin der Weg mal gehen soll. Wenn es aber eine Einstiegsprüfung für alle Sportarten sein soll, die diese als Pflicht haben, müsste man entweder Elemente aus jeder der Sportarten abprüfen (beispielsweise dann einen kleine Parcours aus dem Agility dazu packen, eine kurze Fährte arbeiten lassen, einen kurzen Hindernislauf, etc.)

    Die Leute, die jetzt schon damit überfordert sind 300 Schritte Fuß zu laufen und den Hund sitz und Platz machen zu lassen, sollen jetzt auch noch Fährten, Hindernislauf trainieren und dem Hund einen Mini Agi Parcours nahe bringen?

    Abgesehen davon, dass da dann vermutlich mehr als ein Trainer genervt die Flucht ergreift, will ich mir nicht vorstellen, was es für die Gesundheit der Hunde bedeutet, wenn die Leute sich da so wischi-waschi durchprobieren, um die Prüfung irgendwie zu schaffen.

    Das denke ich auch.

    Man sollte es nicht schwieriger, sondern nur spezifischer machen.

    Kleine Eignungstests für die entsprechende Sparte, ggf. sogar direkt am Wettkampftag - fertig.

    Wenn ich mehrere Sportarten betreiben will, dann übe ich ja auch genau diese Dinge und dann ist es ja auch kein Aufwand, wenn ich für diese Sports dann evtl. kleinere Einstiegsprüfungen vorher laufe.

    Aber jetzt plötzlich ALLES abzufragen würde den Irrsinn der aktuellen BH wohl potenzieren ...

    Und wenn ein Agisportler für seinen Sport eben so eine sinnlose Prüfung wie die BH kritisiert muss man ihm doch nicht ständig vorwerfen, dass er einfach zu dumm für eine BH ist.

    Wer genau tut das denn? Fakt ist aber, dass ein Großteil der Leute die BH einfach nicht ernst nimmt und die mit dem halben Arsch mal eben runterläuft. Verstehe ich auch. Und deshalb bin ich dafür, dass die Prüfung für Agisportler wegfallen sollte oder, sofern gewünscht, eine ganz eigene Zugangsprüfung für Agi entwickelt werden sollte. Agisportler erwähnen immer wieder wie blöd, langweilig und unnütz diese Prüfung für sie ist. Ja gut...dann lebt bitte auch einfach mal damit, dass es Menschen gibt, die diese Einstellung nicht teilen und auch ein bisschen genervt davon sind, dass das immer wieder erwähnt wird. Es lässt sich nunmal nicht ändern, dass die Prüfung gelaufen werden muss. Macht es halt kommentarlos und ein bisschen vernünftig oder klemmt euch die Prüfung und bleibt Trainingssieger. :ka:
    Ich bin auch kein Fan der BH. Nie gewesen. ich finde, wenn man einen Sport machen möchte, sollte der Trainer entscheiden, ob ein Team bereit für Turniere ist oder nicht. Ohnehin lernt das Team erst da, wie der Hase läuft und woran noch gearbeitet werden muss.

    Ja, das meine ich doch und habe ich schon vor Jahren hier geschrieben.

    Die BH für Agisportler abzuschaffen, würde diese total lächerliche Prüfung wieder deutlich aufwerten und für Trainer und für UO-Sportler auch wieder tausendmal attraktiver machen.

    Aber man kann doch den Sportlern nicht vorwerfen unmotiviert an eine Prüfung ranzugehen, die für sie halt wirklich absolut energieverschwendend ist.

    Und ich habe die Prüfung auch schon dreimal gelaufen. Und ich habe eine ganze Zeit früher UO/Obi mit meinem ersten Sheltie gemacht, die läuft das wirklich perfekt runter. Aber das war viel Arbeit und ich kann niemanden vorwerfen, dass man nicht so viel Luft hat, da so viel zu investieren.

    Ich hab's hier übrigens schon oft geschrieben.

    Eine Einstiegsprüfung fürs Agility ließe sich sehr einfach organisieren und könnte ggf. sogar an richtigen Turnierwochenanden von dn ganz normalen Agirichtern abgeprüft werden.

    Chip ablesen

    am Start ablegen

    einmal alle Hindernisse laufen, um zu gucken ob der Hund diese beherrscht

    schauen ob der Hund mitarbeitet und sich nicht selbstständig macht

    fertig

    Wer das schafft, darf offiziell starten

    Wer durchfällt kriegt ne gewisse "Sperrzeit" und darf es dann nochmal versuchen

    Nur mal als grobe Idee, wie sowas ziemlich problemlos ablaufen könnte.

    Oh Gott .... ey .... ja ... Agileute sind alle hohl und dumm und die Hunde sind nicht erzogen und asozial und hören nicht und können nicht sitz und nicht fuß und nicht platz und überhaupt sind die Halter alle faul und dumm und wollen ja nur ein bisschen dämliches Stangenhüpfen machen, das man eh nicht ernstnehmen kann. Gut so, dass man sie wenigstens noch durch die BH quälen muss, damit man der ganzen Welt beweisen kann, wie unfähig all diese Idioten sind, die einfach keinen Bock auf langweilige Unterordnung haben.

    Also manchmal muss man sich hier echt ein bisschen zusammenreißen.

    Ihr könnt ja gern mal 100 IGP Hunde mit BH und schieß mich nicht tot Prüfungen auf einen normalen Hundeplatz alle zusammen stecken und dann gucken wir mal, wie "gut erzogen", die dann alle sind, wenns drauf ankommt. Ach neee ... vergessen, die werden ja immer gut im Hänger geparkt, wo sie Vorbeikommende dann mit lautem Getöse zerlegen wollen und wenn sie dran wird, wird peinlichst drauf geachtet, dass nirgendwo einer mal zu dicht kommt |)

    Eine Siegerehrung mit 100-200 Agihunden auf engstem Raum und allen möglichen Rassen erlebe ich tatsächlich regelmäßig, ohne dass es zu irgendwelchen Zwischenfällen kommt. Training in der Halle mit 20 Hunden auf drei Feldern, die nicht groß voneinander abgetrennt sind mit intakten Rüden und teils läufigen Hündinnen - kein Problem, obwohl alle Hunde frei sind. Komisch. Irgendwas machen die Sportler wohl doch nicht ganz so falsch mit ihren schlecht erzogenen, alltagsuntauglichen Hunden.

    Wenn wir dann mal fertig sind mit Schubladendenken, sagt mir Bescheid.

    Nachtrag: und ja es tut mir leid, einen gewissen Sarkasmus konnte ich mir jetzt einfach nicht verkneifen und mir geht es nicht um IGP=böse und AGI=gut - aber wieso kann man nicht einfach mal akzeptieren, dass das eine nicht besser oder schlechter als das andere ist und beides seine Berechtigung hat?

    Und wenn ein Agisportler für seinen Sport eben so eine sinnlose Prüfung wie die BH kritisiert muss man ihm doch nicht ständig vorwerfen, dass er einfach zu dumm für eine BH ist. Aber manche haben das wohl einfach nötig.

    Welcher Unterordnungssportler würde seinem Hund denn bitte mit Herzblut perfekte Zonen und Slalom beibringen, wenn sie die Vorgabe hätten dies in einer Einstiegsprüfung zu zeigen, ohne dass es für sie je wieder von Relevanz wäre? Wohl herzlich wenig. Verständlicherweise. Wären sie deshalb schlechte Hundesportler oder schlechte Ausbilder?! Wohl kaum.