Beiträge von Bonadea

    Ja, das lasse ich jetzt auch einfach mal so stehen. Ist halt deine Meinung. Ist doch ok. Kann ich auch akzeptieren.

    Warum auch immer jetzt dein Unterton so bissig ist?

    Ja, hat für mich funktioniert. Ich kenne sogar noch paar andere Sportler, die es genauso oder so ähnlich gemacht haben und auch Prüfungen gelaufen sind. Die Frage ist doch auch immer, was ist mein Ziel. Ich denke kein Ersthundehalter wird WM als Ziel haben. Die meisten sind doch wesentlich bescheidener.

    Ich finde diese Diskussion auch immer etwas müßig und frage mich auch ernsthaft wo all diese "superguten Trainer" sind, die einen wirklich sportgerecht fördern und fordern. Ich hab als Anfänger leider keine Ahnung gehabt, wo man diese findet und auch nicht herausgefunden wie man dort auch Training bekommt. In einer x-beliebigen Hundeschule findet man sie jedenfalls eher selten.


    Keine Ahnung wie sich Obedience in den letzten Jahren veraendert hat. Abt. B bei uns hat sich massiv geaendert. Ich bin mir absolut sicher, dass die UO von Mia und Helge aus 2008 heute keine 100 Punkte mehr bringen wuerde.

    Natuerlich hat nicht jeder das als Ziel, aber ich kann mir gut vorstellen, dass sich auch im Obedience einiges geaendert und Dinge, die frueher ok waren, heute nicht mehr ok/erwuenscht/... sind.

    Am Ende muss es eh jeder fuer sich entscheiden. Ich find es falsch bzw. kritisch :nixweiss:

    Wer ist Mia oder Helge?

    Muss man die kennen?

    Und soll ich da jetzt aus den Zeilen rauslesen, dass meine UO von damals heute nichts mehr wert ist?


    Wenn man manche Beiträge hier so liest, bekommt man das Gefühl, Fußarbeit ist eine Atomwissenschaft, und wenn man Fehler im Aufbau macht, geht irgendwo ne Bombe los. Ich glaube nicht, dass ein Ersthundehalter mit Ambitionen den Anspruch erfüllen muss eine absolut korrekte Fußarbeit aufs Parkett zu legen ... da geht es doch erstmal ums Lernen, Ziele stecken und Teilerfolge.

    Aber gut. Ist doch auch alles in Ordnung. Es muss doch niemand meine Meinung teilen. Ich habe bloß meine eigenen Erfahrungen geteilt und ich denke jede Diskussion lebt von unterschiedlichen Blickwinkeln. Die TE muss ja eh selbst entscheiden welchen Weg sie einschlagen will. Grad als Hundesportneuling hat man doch noch gar keine richtige Übersicht und muss erstmal ausprobieren.

    Ich weiß was du meinst. Da widerspreche ich ja gar nicht,

    Aber trainierst du also Unterordnung nur, wenn du IMMER jemanden hast, der draufschaut und dir sofort sagt, wenn der Hund ein Mü schief wird?

    Ernstgemeinte Frage! :???:

    Dann Bonadea nehm ich das zurück. Aber du hattest vorher schon Hunde erzogen und mit ihnen anderes trainiert, oder? Ansonsten meinen größten Respekt. Ich denke die meisten, mit erstaunt, hätten es nicht geschafft alleine mit online Kursen ihren Hund ordentlich aufzubauen.

    Lg

    Nein. Lyra war mein erster Sheltie. Kaami mein zweiter. Davor gab es zwar immer Hunde in der Familie, aber es waren nicht meine eigenen und ich habe damals auch noch keinen blassen Schimmer gehabt, wie man Hunde eigentlich ausbildet und trainiert. Meine Großeltern damals kamen auch mehr aus der Schutzhundeecke und da musste der Hund halt "funktionieren" - das ging noch ganz klassisch mit Druck, Kette und Stachler .... das hatte dann relativ wenig damit zutun, was ich dann später mit meinen eigenen Hunden gemacht habe. Ich würde also schon sagen, dass ich mit meinen Shelties erst so richtig ins Hundetraining eingestiegen bin.


    Ich möchte jetzt gar keine riesige Diskussion lostreten über die Unterschiede im Agility und Obedience - aber Ziel der Onlinekurse bei Agility ist es jetzt auch bei Zonen sicherlich etwas mehr als "getroffen ist getroffen" ;-)

    Mit IGP kenne ich mich natürlich gar nicht aus und kann dazu auch nix sagen.

    Meine erste Hündin habe ich sogar fürs Obi ohne Livetraining ausgebildet. Das war vor etwa 11 Jahren ... mit DVDs von Imke Niewöhner (:lol:). Der Hund war Tagesbeste in der BH, hat die Beginner und die Ob1 (dreimal) mit V bestanden (und ich glaube 2 mal gewonnen, und 2mal 2. Platz, das weiß ich aber garn icht mehr so genau) und immer Höchstpunktzahl in Leinenführigkeit und Leinenfolge bekommen.

    Und da hatte ich niemanden (!) der mir geholfen hat. Ich hab mich gefilmt und das wars. Klar, der Hund hatte auch Bock, keine Frage, aber das ist ja trotzdem nicht einfach nur "Glück" gewesen.

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    Ist da alles perfekt geworden? Sicher nicht. Bin ich da auch irgendwann an den Punkt gekommen, wo ich alleine nicht mehr weitergekommen bin? Definitiv. Bei den Übungen für die 2 war dann irgendwann Schluss, da hab ich aufgegeben. Da hätte ich externen Input gebraucht und zu diesem Zeitpunkt bin ich dann mehr und mehr auf Agility umgestiegen und habe da einfach "meinen" Sport gefunden.

    Mir gehts auch nicht drum jetzt so zutun, als wäre das alles voll easypeasy und als kann und muss das jetzt jeder alleine hinbekommen. Mir gehts auch nicht drum, dass ich jetzt hier irgendwen von Onlinekursen überzeugen möchte. Im Prinzip ist das hier doch einfach ein Erfahrungsaustausch und ich denke wie alles im Leben, ist auch das Thema Live- und Onlinetraining nicht nur schwarz und weiß. Man kann auch im Livetraining super viele Fehler machen und wenn ich als Anfänger dort an einen eher schlechten oder mittelmäßigen Trainer gerate, dann merke ich das vielleicht auch erst drei Jahre später, wenn bestimmte Dinge nicht klappen oder passen.

    Vor Fehlern ist man nie sicher. Egal wie schlecht oder gut man selbst schon ist. Und mit jedem Hund gibt es wieder neue Baustellen, neue Knackpunkte.

    Was ich aber definitiv hilfreich finde ist, wenn man sich selbst ganz genau klar macht, was das Ziel ist und man selbst auch weiß, wie die Teilschritte dahin aussehen müssen. Ich denke das Hauptproblem vieler Anfänger ist, dass sie das "Endprodukt" im Kopf haben, aber keinen Plan haben, wie sie dahin kommen. Und wenn man etwas Gefühl für seinen Hund hat, dann glaube ich schon, dass ein kompetenter Trainer, ob live oder online - da sehr gute Hilfestellung leisten kann. Aber TRAINIEREN muss man am Ende selbst.

    Ich glaube Hundetraining hat ganz viel mit Eigenmotivation zutun.

    Welche Art des Trainings man da nutzen will und was einem liegt, ich glaube, das muss man einfach ausprobieren. Wie gesagt, ich will niemanden "überzeugen" dass man jetzt unbedingt Onlinetraining machen muss. Aber ich denke, es ist auch nicht unbedingt die schlechteste Alternative, wenn man vor Ort kein gutes Training hat oder eben nicht einfach 600km eine Strecke fahren kann oder will.

    Also versteht meinen Post nicht als "Livetraining bäääh, Onlinetraining cooool" - sondern einfach nur als Ergänzung.

    Und Bonadea , du hast viel Erfahrung im agi. Für jemanden der schon gut weiß und sich auskennt, finde ich online Kurse auch super.

    Lg

    Als ich damals mit Agility angefangen habe, hatte ich nicht viel Ahnung. Nö. Mein erster Hund ist in Eigenregie aufgebaut nach Youtube-Videos, weil viele meiner Livetrainer damals noch mit Leckerli durch die Stangen im Slalom geführt haben und ich auch ziemlich schnell gemerkt habe, dass 1x in der Woche Gruppentraining eigentlich überhaupt nichts bringt. Und ich hatte da noch keine connections oder Zugang zu "wirklich guten Trainern". Das wollte ich nicht, also hab ich viel alleine gemacht.

    Kaami, mein zweiter Hund, ist komplett und ausschließlich mit Onlinekursen aufgebaut. Die ist erst ins richtige "Live-Training" gegangen, als sie eignetlich alles konnte und es dann um Feintuning im Handling ging.

    Ich hatte halt immer Interesse am Hundetraining und hab mir viel abgeguckt, viel analysiert, ausprobiert. Für mich waren die Onlinekurse daher wirklich ein Segen. Aber nö, viel Erfahrung hatte ich DAMALS noch nicht ;-)

    Ich mache Onlinekurse jetzt schon seit 7 Jahren, und nicht erst seit gestern, seitdem sie dank Corona so richtig boomen - ICH hab bisher keinen davon bereut. Aber sicherlich ist das auch eine Typfrage.

    Ich kann nur sagen, dass ich mit Onlinekursen so viel mehr gelernt habe, als in jedem "Live-Training" (Agility).

    Ich glaube schon, dass das auch ein wenig Typfrage ist und man eben natürlich auch einen guten (Online)Trainer braucht. Dadurch, dass man sich selbst bei jeder Einheit filmt, sieht man seine Fehler meistens direkt beim Schneiden der Videos und weiß schon, was man beim nächsten mal besser machen muss. Zumindest mir ging und geht es so. Generell finde ich, dass man bei dieser Art des Trainings oft viel genauer und "analytischer" trainiert und zumindest in meiner Sportart hat man den großen Vorteil, dass man die Gelegenheit hat bei Profis, die an der Spitze laufen, Kurse zu buchen. Aber das sind eben nur meine persönlichen Erfahrungen.

    Damit will ich nicht sagen, das Livetraining schlechter ist. Aber gerade aktuell ist das ja auch eher schwer mit Corona. Und ich würde mein Geld jetzt nicht unbedingt in eine Hundeschule investieren, wo ich das Gefühl hätte ex nix zu lernen oder nur "beschäftigt" aber nicht "trainiert" zu werden.

    Ich glaube die Kunst beim Onlinetraining ist im Moment den richtigen zu finden, weil das Angebot halt einfach "überquillt". Die Qualität einiger Kurse ist eben schon sehr .... durchwachsen.

    Ich bin müde.

    Aber nein, ganz so einfach wie das da geschrieben wird mit dem Merle ist es nicht! Wenn ich Zeit habe, dann kann ich dazu gerne nochmal Genaueres schreiben. Oder vielleicht aauch corrier - wenn sie Lust hat.

    Nochmal zur Erinnerung:

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    EDIT: Der Bezug auf eine Studie von 2009, die mittlerweile durch die neuere Forschung eigentlich obsolet geworden ist, bringt halt insgesamt auch nicht so viel ...

    Wobei Bindehautentzündungen jetzt kein Collieproblem sind?

    Viele wachsende Hunde (unabhängig von der Rasse) bekommen Bindehautentzündungen. Da wäre ich jetzt etwas verhalten, das zum Collieproblem zu machen :???:

    Ich kenne mich bei den Border Collies auch etwas zu wenig aus, um das jetzt sagen zu können. Aber wenn diese Hunde aus der ISDS kommen - dann ist es ja trotzdem keine "neue Erfindung". Die Hunde gab es schon vorher. So meinte ich das. Einige dieser "Sportborder" haben Eltern, die nur hüten und niemals einen Agilityplatz gesehen haben - da wird wohl kein Schäfer gesagt haben "na jetzt züchten wir mal einen richtig gewinkelten, leichten Hund für den Sport!".

    Es gibt in der Arbeistszene ja auch noch den Hütesport, wo der Trend auch eine bestimmte Richtung einnimmt ...

    Das kann gut sein,

    Da bin ich dann komplett raus.

    Hab ja viele Freunde/Bekannte, die "Sportborder" haben und die sind teilweise aus reinen Hütelinien/ISDS Linien und bringen alle von dort schon eine recht starke Winkelung mit - ohne, dass ein Sportler da jetzt so gezielt drauf gezüchtet hätte.

    Es werden ja nicht "irgendwelche" aus der Arbeitsszene reingeholt, sondern in der Regel ein bestimmter Typ. Zumindest nehme ich das auch so wahr, dass es in dem Bereich stark in eine bestimmte Richtung geht.

    Ich kenne mich bei den Border Collies auch etwas zu wenig aus, um das jetzt sagen zu können. Aber wenn diese Hunde aus der ISDS kommen - dann ist es ja trotzdem keine "neue Erfindung". Die Hunde gab es schon vorher. So meinte ich das. Einige dieser "Sportborder" haben Eltern, die nur hüten und niemals einen Agilityplatz gesehen haben - da wird wohl kein Schäfer gesagt haben "na jetzt züchten wir mal einen richtig gewinkelten, leichten Hund für den Sport!".

    Davon ab, streite ich ja gar nicht ab, dass der Trend und die Nachfrage nach solchen Hunden im Sport wächst. Sie sind nun mal körperlich perfekt dafür. Klein, flexibel, leicht, viel Antritt und Kraft.