Alles anzeigenMeine erste Hündin habe ich sogar fürs Obi ohne Livetraining ausgebildet. Das war vor etwa 11 Jahren ... mit DVDs von Imke Niewöhner (
). Der Hund war Tagesbeste in der BH, hat die Beginner und die Ob1 (dreimal) mit V bestanden (und ich glaube 2 mal gewonnen, und 2mal 2. Platz, das weiß ich aber garn icht mehr so genau) und immer Höchstpunktzahl in Leinenführigkeit und Leinenfolge bekommen.
Und da hatte ich niemanden (!) der mir geholfen hat. Ich hab mich gefilmt und das wars. Klar, der Hund hatte auch Bock, keine Frage, aber das ist ja trotzdem nicht einfach nur "Glück" gewesen.
Schön wenn es für dich funktioniert hat.
Aber das ist eben nicht die Regel.
Ich bin jetzt seit 10 Jahren wieder aktiv durchgängig im Sport und in der Zeit ist mir niemand, absolut niemand untergekommen, der als Anfänger bei der Vorarbeit nicht alles schlimmer gemacht hätte.
Drauf zu hoffen, dass man die eine Ausnahme ist, ist beim Training wie bei allem anderen in der Hundehaltung einfach gefährlich.
Ich habe zu viele motivierte Sportanfänger gesehen, die frustriert hingeworfen haben, weil sie sich durch die eigene Vorarbeit die Position so verhaut hatten, dass man das nie wieder 100% in den Griff bekommen hat.
Auch hier bei uns in den Fotothreads sehe ich unzählige "guckt hab ich ganz allein aufgebaut" UO Videos, wo ich zwar aus Höflichkeit in diesem Bereich die Finger still halte, wo ich aber aus dem Kopfschütteln nicht rauskomme, während andere Applaus klatschen, weil ich mir denke, "Gratuliere, damit wirste auf der Prüfung keinen Blumentopf gewinnen, wenn du mal PO konform führen musst".
Ja mag sein, dass es der ein oder andere hinkriegt. Es gibt auch Leute, die ihren allerersten Hund direkt zur WM führen, man sollte aber eben nicht davon ausgehen, dass man die eine Ausnahme von der Regel ist und das allein hinkriegt. Denn auf den einen, der es hinkriegt kommen nach meiner Erfahrung 200, wo sich später die Trainer die Haare raufen und sich nächtelang Gedanken machen, wie man das am Besten wieder hinbiegt.
Vor allem weil sich nicht nur beim Hund, sondern auch beim HF die falschen Routinen festigen.
Aber trainierst du also Unterordnung nur, wenn du IMMER jemanden hast, der draufschaut und dir sofort sagt, wenn der Hund ein Mü schief wird?
Wenn ich Positionsarbeit im Aufbau mache, ja.
Ansonsten gibt es in der UO genug Dinge, die man auch allein - teils mit ein paar Hilfsmitteln - üben kann.
Und auch beim ausgebildeten Hund gibt es hier nie lang Zeiten in denen keiner drauf schaut und korrigiert, einfach weil sich immer Fehler und Schlampereien einschleichen.
Ja, das lasse ich jetzt auch einfach mal so stehen. Ist halt deine Meinung. Ist doch ok. Kann ich auch akzeptieren.
Warum auch immer jetzt dein Unterton so bissig ist?
Ja, hat für mich funktioniert. Ich kenne sogar noch paar andere Sportler, die es genauso oder so ähnlich gemacht haben und auch Prüfungen gelaufen sind. Die Frage ist doch auch immer, was ist mein Ziel. Ich denke kein Ersthundehalter wird WM als Ziel haben. Die meisten sind doch wesentlich bescheidener.
Ich finde diese Diskussion auch immer etwas müßig und frage mich auch ernsthaft wo all diese "superguten Trainer" sind, die einen wirklich sportgerecht fördern und fordern. Ich hab als Anfänger leider keine Ahnung gehabt, wo man diese findet und auch nicht herausgefunden wie man dort auch Training bekommt. In einer x-beliebigen Hundeschule findet man sie jedenfalls eher selten.
Keine Ahnung wie sich Obedience in den letzten Jahren veraendert hat. Abt. B bei uns hat sich massiv geaendert. Ich bin mir absolut sicher, dass die UO von Mia und Helge aus 2008 heute keine 100 Punkte mehr bringen wuerde.
Natuerlich hat nicht jeder das als Ziel, aber ich kann mir gut vorstellen, dass sich auch im Obedience einiges geaendert und Dinge, die frueher ok waren, heute nicht mehr ok/erwuenscht/... sind.
Am Ende muss es eh jeder fuer sich entscheiden. Ich find es falsch bzw. kritisch
Wer ist Mia oder Helge?
Muss man die kennen?
Und soll ich da jetzt aus den Zeilen rauslesen, dass meine UO von damals heute nichts mehr wert ist?
Wenn man manche Beiträge hier so liest, bekommt man das Gefühl, Fußarbeit ist eine Atomwissenschaft, und wenn man Fehler im Aufbau macht, geht irgendwo ne Bombe los. Ich glaube nicht, dass ein Ersthundehalter mit Ambitionen den Anspruch erfüllen muss eine absolut korrekte Fußarbeit aufs Parkett zu legen ... da geht es doch erstmal ums Lernen, Ziele stecken und Teilerfolge.
Aber gut. Ist doch auch alles in Ordnung. Es muss doch niemand meine Meinung teilen. Ich habe bloß meine eigenen Erfahrungen geteilt und ich denke jede Diskussion lebt von unterschiedlichen Blickwinkeln. Die TE muss ja eh selbst entscheiden welchen Weg sie einschlagen will. Grad als Hundesportneuling hat man doch noch gar keine richtige Übersicht und muss erstmal ausprobieren.