Hier gings vermutlich nicht ohne Drückjagden. Unser Wald hat (auch schon in relativer Ortsnähe) dichtes Unterholz, geht teils sehr hoch und runter und es gab sehr lange zu viele Wildschweine. Ich bin nun echt totaler Laie, aber ich denke, nur mit Ansitzjagd kann man da nicht wirklich viel machen, oder?
Den Bauern wurden vor ein paar Jahren mit schönster Regelmäßigkeit die Felder und Gemüsegärten verwüstet. Und da die paar, die wir noch haben, das alle nebenberuflich machen, hätten die beinah das Handtuch geschmissen. Und die Jäger haben gewaltig Druck und Schelte bekommen, weil sie zu wenig geschossen haben. Das gibts also auch.
An Dich ein Dankeschön, dass Du hier so geduldig erklärst. Sachen, die Du gar nicht zu verantworten hast. Ich wüsste nicht, ob ich so viel Nerv für „Erklärbär“ hätte.
Ja, so ein Guide, was denn nun Jägeraufgaben sind, ist mit Sicherheit eine gute Idee.
Wildschweine sind einfach ziemlich schlau. Wenn die einmal an einer Kirrung geschossen wurden, meiden sie die lange. Wenn sie bei Mondlicht bejagt wurden, meiden sie offene Flächen. Da gibt es noch viele weitere Beispiele die viel von den Jägern verlangen wenn sie erfolgreich sein wollen. Eine Drückjagd ist da deutlich effektiver und man muss im Optimalfall insgesamt weniger Jagddruck machen. Drückjagden werden auch immer mehr werden denke ich und Nachtsicht ebenfalls. Welche Auswirkungen das auf das Verhalten haben wird, ist noch nicht klar.
Ich bin gerne "Erklärbär" und durch meine Arbeit bin ich geübt darin die Nerven zu behalten ![]()