Mal ein paar erste Erfahrungen mit der Obsidentify-App:
Auch als "100 % sichere" gekennzeichnete Bestimmungen müssen leider nicht stimmen - ein Gegencheck ist also immer empfehlenswert.
Ein paar niedliche App-Versuche hatte ich schon dabei, z. B. wurde eine nicht ganz kristallscharfe, aber durchaus bestimmbar erkennbare Ackerhummel auf Ehrenpreis als Rotkehlchen unsicher bestimmt (mit 72% Wahrscheinlichkeit) und besonders schwer tut sie sich mit den Weißlingen unter den Faltern, da hatte ich schon zweimal eine falsch-sichere Bestimmung. Schwebfliegen und Hummeln, da tut sie sich wirklich schwer mit, da komme ich mit dem Feldbestimmungsschlüssel besser ans Ziel, auch dafür brauche ich ja meist Fotos aus unterschiedlichen Perspektiven. Aber immerhin bringt sie einen oft auch auf die richtige Spur und bleibt somit eine gute Ergänzung.
Spinnen kann sie richtig gut, da waren bisher alle Gegen-Checks richtig.
Ich mach ja jetzt rein auf meine Flächen beschränkt bei der Artenolympiade mit (und eigentlich auch bei der Hummelchallenge, aber die ist plötzlich weg, möglicherweise gehts da anderen auch wie mir und die Bestimmungen per App sind einfach zu unsicher?) Bisher waren von 128 Arten 112 korrekt, die anderen waren falsch-sicher per App bestimmt. Das ist oft recht zeitaufwändig, alles nochmal gegen zu checken und als letzte Bastion kontrollieren die Admins der observation.org einzelne Bestimmungen noch mal nach, aber man will denen ja auch keine unnötige Arbeit machen.
Ich stelle zunehmend fest, dass ich mein Land und meine Mitbewohner in einigen Artengruppen schon recht gut kenne, denn hier läuft es bei vielen Arten eher so, dass ich denke "oh, xy müsste eigentlich schon unterwegs sein, bald blühen, etc." und mich dann gezielt an die Standorte/Lieblingsaufenthaltsorte begebe, um z. B. das erste echte Blattpaar vom Knöllchensteinbrech zu fotografieren.