Beiträge von McChris

    Es gibt aber auch Menschen, die genau DAS halt nicht können, oder sogar nicht wollen.
    Die zu sehr auf ICH Chef - DU nix! beharren.
    Die dann eben fordern, daß der Hund jetzt sofort dies und jenes zu tun hat, und sich da auch "ordentlich durchsetzen", und wenn Hunde "zu sehr diskutieren", dann muß man denen "zeigen wo der Hammer hängt". Und genau das kann dazu führen, daß man praktisch gegen den Hund arbeitet, manche Zeichen nicht sehen will, oder sogar falsch interpretiert und dementsprechend auch agiert.

    Plus das andere Extrem - Hunde, die nie Grenzen kennen lernen durften, die zu sehr vermenschlicht werden und deren bereits auffälliges, aber noch nicht gefährliches Verhalten einfach vollkommen schräg interpretiert und deshalb nicht ernst genommen wird.

    Aus der Serie, "wir müssen lernen, mit dem Biber zu leben"..... |)

    Biber graben unter Haus: Besitzerin hat Angst vor Einsturz
    Seit Monaten sorgen Biber in Tiefenlauter im Landkreis Coburg für erhebliche Probleme. Die Tiere graben sich unter das Haus von Anja Jakob. Die Hausbesitzerin…
    www.br.de


    Wenn ich Aufwand und Kosten für Herdenschutz berechne, kommt sie mit 2 Stunden am Tag doch noch ganz gut weg....:flucht:Allein die HSH haben in 10 Jahren €36.000,- an reinem Unterhalt mit sich gebracht, TA-Kosten sind da nichtmal mit bei. Da braucht auch niemand mit Herdenschutzförderung zu kommen, die Anschaffung von HSH ist dabei wahrlich der geringste Posten.

    (Aber ernsthaft: natürlich tut die Frau mir maximal leid, auch aus der Erfahrung heraus, wie es ist, mit sowas im Grunde im Regen stehen gelassen zu werden)

    Wie findet man die richtige Hühnerrasse für sich?
    Mit den Hinterwälder Rindern haben wir bereits eine alte Zwei- bzw. Dreinutzungsrasse, ich fänds rund für unseren Hof, auch bei Hühnern in diese Richtung zu gehen, auch, wenn Nachzucht erstmal nicht obenan steht, aber irgendwann schon in Frage kommt.

    Meine Kriterien wären fürs Erste:

    nicht zu klein

    relativ robust wegen der Mittelgebirgswinter, auch wenn Zusatzwärme im Winter möglich ist

    dürfen gern munter sein, aber keine Hektomaten, da zwar ein komplett eigenes Hühnerareal da ist, es aber auch sein kann, dass sie im Winter auch bei den Rindern unterwegs sind und die mögen es nicht zu wuselig

    natürlich dürfen sie auch Eier legen, aber in der Hauptsache sollen sie als Rentner-Aufgabe für die Mc`s da sein - tagsüber auf die Hühner aufpassen und es sich nachts dann gemütlich machen können, weil die Hühner im Stall sicher untergebracht sind. Die reine Legeleistung ist also nicht vorrangig.

    Eine grundlegende Zutraulichkeit wäre gut.

    Ebenfalls gut wäre, wenn 1,20 er Geflügelnetze als Zusatz-Auslauf-Einzäunung genügen würden, dann wären wir nämlich am flexibelsten.

    Großzügiger Stall mit Elektroanschluss für Wärmequelle und Co, Freigehege und reichlich zusätzliche Auslaufmöglichkeit sind vorhanden. Der Stall muss nur noch etwas hergerichtet werden und die Einrichtung in für die dann gewählte Hühnerrasse passender Höhe angebracht werden. TA, der auch Hühner betreut und Geflügelzuchtverein sind auch in der Nähe. Bei Problemen habe ich einen Hühnerhalter als "Mentor" im Dorf. Hier im Dorf sind Hühnerhaltungen inklusive Hahn vom Verwaltungsgericht erlaubt, dahingehend bestehen also überhaupt keine Bedenken.

    Als Prädatoren haben wir Fuchs, Marder, Habicht, Wolf und Luchs - aber eben auch Herdenschutzerfahrung und demnächst Rentner-Mc`s.

    Rein von der Optik scheine ich das Landhuhn-Format am ehesten zu mögen. Und mein optischer Favorit wäre das Vorwerkhuhn, aber auch die Sundheimer würden mir gefallen. Spricht aus Eurer hühner-erfahrenen Sicht was gegen oder habt Ihr weitere Vorschläge für mich?

    Das ist kein Schnäppchen, aber so große Mengen an Stroh wirst Du für die Schlafhütte ja nicht brauchen, vllt ist entstaubtes Stroh noch einen Versuch wert?

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    Bleibt nur, abzuwarten, ob eine Entwurmung nötig wird, und dann den Durchfall und gereizten Darm zähneknirschend in Kauf zu nehmen. Eine Alternative gibt es ja nicht.

    Ich muss noch mal nachfragen. Welche Wurmkuren hast Du denn bereits ausprobiert, auch da gibt es ja große Unterschiede. Mit Geschmack, ohne Geschmack, als Tablette, SpotOn oder Paste? Und auch die Frage nach den Wirkstoffen, auch da kann es unterschiedliche Reaktionen drauf geben. Das eine sind körperliche Reaktionen auf die Wirkung bei tatsächlichem Wurmbefall (der makroskopisch nicht sichtbar sein muss), das andere sind Reaktionen auf den Wirkstoff an sich und es gibt auch noch die Möglichkeit, dass auf Hilfsstoffe unverträglich reagiert wird, wie z. B. Gemachkszusätze, Bindemittel.

    Und noch ergänzend: die Mc`s haben hier quasi den Status "mitarbeitende vierbeinige Familienmitglieder", ich habe durch sie nicht nur alles, was für mich die Hundehaltung auch zum Wohlfühlfaktor macht, ich habe eigentlich sogar noch mehr. Ich habe vierbeinige Teamkollegen, die genau das tun, was ich auch tue und auf die ich mich absolut verlassen kann. Im Kontext Herdenschutz sind die Kangals meine absoluten "genau meins"-Hunde. Ich mag ihre Eigenständigkeit, ihre Diskussionsfreude, ihre Verlässlichkeit, ihre feine Kommunikation, ihre Teamfähigkeit. Kuscheln kann man auch im Stroh oder wenn man wie gestern mit den Hunden in der Sonne im Weidegras sitzt und den Rindern beim Grasen zuschaut.

    Hier hat gestern die Weidesaison begonnen - wir sind noch beim Angrasen (und ich persönlich finde Rinder da fast noch empfindlicher als Pferde):
    Da die 19-jährige Brauni mit ihrer Hüfte nicht mehr in vertretbarer Zeit bis auf die hinteren Weideflächen kommt, bleibt sie jetzt vorn. Ohne Herde findet sie zwar nicht so toll und meckert auch ordentlich, aber ohne Hund ginge das gar nicht, dann wäre sie nicht nur motzig, sondern hätte Angst, sie weiß ja, dass sie mit ihrer Hüfte eingeschränkt ist. Entsprechend bleibt einer der Hunde bei ihr vorn, während die anderen beiden mit den übrigen Rindern nach hinten gehen. Das muss jetzt auch erstmal geübt werden. Denn auch für den einzelnen HSH ists schwer, Herde und den Teamkollegen hinterher zu schauen, wenn diese nach hinten marschieren.

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    Mit den zunehmend älter werdenden Rindern ist die lange, schlauchförmige Flächeneinteilung hier wirklich blöd. Das ist zwar alles zusammenhängend direkt hinterm Hof und durch den eingezäunten Treibweg ist das Rausbringen und Reinholen auch recht komfortabel, aber sowas gehört z. B. zu den absoluten must-have-Kriterien bei der Suche nach dem neuen Hof: dass die Flächen kompakter am Hof liegen.

    Das kann man gar nicht so pauschal sagen.
    Es gibt sehr unterschiedliche Varianten der Nutztierhaltung in unterschiedlichen typischen HSH-Ländern. Sowohl mit Behirtung, als auch ohne. Wandernd, in Freiweide, mit/ohne Nachtpferch/-Aufstallung. Die Hunde können grundsätzlich alles, dafür bewahrt man sich ja diese dringend nötige Eigenständigkeit. Der junge HSH braucht aber irgendeinen "Mentor" - das kann der Hirte sein, aber eben auch ein guter, erfahrener älterer Hund.

    Je anspruchsvoller das Umfeld ist, desto mehr Sinn macht es, den jungen Hunden eine gründliche Ausbildung zukommen zu lassen, was die Bewertung von Umfeldreizen angeht.

    Der tibetanische Mastiff, der die Viehherden der Nomaden beschützt, wird eher selten mit Spielzeugdrachen, Radfahrern, Regenschirmen und Kinderwagen konfrontiert sein und vermutlich meckert da auch kaum jemand, wenn er wegen eines Schneeleoparden bellt. Die Ansprüche an HSH sind schon sehr unterschiedlich.

    Mal ein paar erste Erfahrungen mit der Obsidentify-App:

    Auch als "100 % sichere" gekennzeichnete Bestimmungen müssen leider nicht stimmen - ein Gegencheck ist also immer empfehlenswert.
    Ein paar niedliche App-Versuche hatte ich schon dabei, z. B. wurde eine nicht ganz kristallscharfe, aber durchaus bestimmbar erkennbare Ackerhummel auf Ehrenpreis als Rotkehlchen unsicher bestimmt (mit 72% Wahrscheinlichkeit) und besonders schwer tut sie sich mit den Weißlingen unter den Faltern, da hatte ich schon zweimal eine falsch-sichere Bestimmung. Schwebfliegen und Hummeln, da tut sie sich wirklich schwer mit, da komme ich mit dem Feldbestimmungsschlüssel besser ans Ziel, auch dafür brauche ich ja meist Fotos aus unterschiedlichen Perspektiven. Aber immerhin bringt sie einen oft auch auf die richtige Spur und bleibt somit eine gute Ergänzung.

    Spinnen kann sie richtig gut, da waren bisher alle Gegen-Checks richtig.

    Ich mach ja jetzt rein auf meine Flächen beschränkt bei der Artenolympiade mit (und eigentlich auch bei der Hummelchallenge, aber die ist plötzlich weg, möglicherweise gehts da anderen auch wie mir und die Bestimmungen per App sind einfach zu unsicher?) Bisher waren von 128 Arten 112 korrekt, die anderen waren falsch-sicher per App bestimmt. Das ist oft recht zeitaufwändig, alles nochmal gegen zu checken und als letzte Bastion kontrollieren die Admins der observation.org einzelne Bestimmungen noch mal nach, aber man will denen ja auch keine unnötige Arbeit machen.

    Ich stelle zunehmend fest, dass ich mein Land und meine Mitbewohner in einigen Artengruppen schon recht gut kenne, denn hier läuft es bei vielen Arten eher so, dass ich denke "oh, xy müsste eigentlich schon unterwegs sein, bald blühen, etc." und mich dann gezielt an die Standorte/Lieblingsaufenthaltsorte begebe, um z. B. das erste echte Blattpaar vom Knöllchensteinbrech zu fotografieren.