Beiträge von McChris

    es scheint da ja einige Hunde zu geben, die da Probleme haben.

    Letztlich führen genau solche Sätze dazu, dass ich keins meiner Tiere (egal ob Rinder, Hunde, Katzen) einfach einem TA überlasse, das ist nämlich kein "Problem", sondern das ist erstmal der Normalzustand.
    Alle meine Tiere lassen sich notfalls auch durch wenig vertraute Personen durch solche Situationen handeln - diese müssen sich aber bewusst sein, dass sie maximale Übergriffigkeiten vornehmen und nicht so tun, als sei es normal, dass sich ein Tier Zwangsmaßnahmen und schmerzhafte Tätigkeiten einfach so von Fremden gefallen lässt.

    Welche Hobbys/Beschäftigungen fallen euch für jemanden ein, dessen Hobbys bisher Sport oder andere Dinge, die mit körperlichen Anstrengungen verbunden sind, waren und der jetzt die Diagnose CFS bekommen hat und das alles nicht mehr machen kann? (Mann, ca. 30 Jahre alt)

    CFS kann ja in sehr unterschiedlichen Ausprägungen auftreten, mit Variablen in der körperlichen Erschöpfung und der Konzentrationsfähigkeit, deshalb ist das sehr individuell, was möglich ist und was nicht.

    Wenn körperlich überhaupt noch was geht, evtl. ein E-Mountain-Bike, das ist vllt. nahe genug an "Sport" dran, um ihn nicht in ein zu tiefes Loch fallen zu lassen.

    In den Original-Ländern werden meist Rüden eingesetzt, niemand kann sich erlauben mehrere Tagesetappen vom Dorf weg zu sein und die Hündin wird plötzlich läufig.
    Theoretisch kann man eine sicher zauntreue Hündin im Herdenschutz einsetzen, auch wenn sie läufig ist. In hiesigen Breitengraden mit vielen schlecht hörenden, freilaufenden Spaziergänger-Hunden ist das aber nicht empfehlenswert. Manche Tierhalter machen es dennoch. Meist geht es gut, manchmal gibts dann lustige Mixe.

    Hier gibts den Verhüterli-Zwinger, in dem McYassi während der Läufigkeit von den Rüden getrennt ist, wenn ich nicht unmittelbar dabei bin. Im Sommer lümmelt sie dann im Offenstall-/Auslaufbereich rum, während die Rüden und Rinder auf der Weide sind. Im Winterbetrieb wechsel ich die Hunde ab.

    Läufigkeit ist aber einer der wenigen Momente im Leben eines Herdenschutzhundes, die den Herdenschutz an 2. Stelle rutschen lassen können.
    In wilderen Ländern gibt es immer wieder Berichte über Verpaarungen von HSH mit Wölfen, egal wie rum da die Geschlechterverteilung ist.

    Wie man damit umgeht als HSH-Halter, muss man selbst herausfinden, da spielen ja auch betriebliche Gegebenheiten eine Rolle.

    Sollten hier jemals Tiere einziehen, die Nachwuchs bekommen, wäre das etwas, was sehr eng von mir begleitet werden würde.
    Der Hund in dem Video macht im Grunde gar nicht sooo viel falsch - er schützt die verwundbarsten Mitglieder der Herde, nur eben vor dem Falschen, dem Muttertier. Bei intakten Hündinnen muss man doppelt aufpassen, je nach Stand der hormonellen Lage. Würde derselbe Hund ein verletztes/krankes Schaf vor Bedrängen durch andere Herdenmitglieder schützen, gäbe es Applaus. Der Grat, auf dem die Hunde wandeln, ist schmal und klar brauchen sie, wenn sie noch jung sind, immer wieder Hilfe/Unterstützung durch den Hirten.

    So plötzlich wie das Video abbricht, gehe ich mal getrost davon aus, dass der Hirte da eingegriffen hat. Der Umgang mag dort etwas robuster sein, aber so doof, einem lt. Beschreibung noch jungem Hund dieses Verhalten durchgehen zu lassen, wird niemand sein. Lämmer wegen nicht aufgenommenen Kolostrums zu verlieren oder wegen mangelnder Bindung ans Muttertier, kann sich dort niemand erlauben. Genausowenig wie verletzte Mutterschafe.


    ....

    Was nicht dabei steht, ist, dass die Herde hinter einem erst kürzlich von der LWK kontrolliertem Herdenschutzzaun steht - der angreifende Wolf hat also Herdenschutzmaßnahmen überwunden, andere Schäfer in dieser Region setzen bereits HSH ein, da ist ein "nur" Zaun entsprechend der leichtere Weg:

    https://www.ndr.de/nachrichten/ni…,zeven-104.html

    Die Abgeber könnten haftbar werden, wenn sie den neuen Halter nicht ausreichend über die konkreten Risiken des jeweiligen Hunds aufklären -- was der Halter darauf macht, ist dann seine Sache. D.h. der Abgeber muss nachweisen können, dass er dem zukünftigen Halter gesagt hat, dass der HSH-Mix in der Hochhaussiedling eine echt schlechte Idee ist; es sollte ihm aber ausreichen dürfen, der Aussage des zukünftigen Halter zu glauben, dass dieser dort nur gemeldet ist, und ansonsten im Wohnwagen bei der mobilen Schafherde im Weidegebiet schläft.

    Das finde ich gar nicht schlecht - ähnlich wie mit der Aufklärung über Narkoserisiken, die nachgewiesen werden muss. Möglicherweise macht es das einem Käufer noch den entscheidenden Tacken bewusster, was er sich da ins Haus holt, wenn er liest und unterschreibt, dass der Kangal nicht der gewünschte Familienbegleithund ist. Und wer da als Verkäufer seine Sorgfaltspflicht verletzt, ist dann mit in der Verantwortung, wenns schief läuft.
    Ich sehe das grundsätzlich schon so, dass auch die Produzenten Verantwortung tragen müssen, für Lebewesen, die sie in die Welt gesetzt haben. Viele tun das bereits auch so schon, aber offensichtlich nicht genug.

    Allein die Reparatur von kleineren Bagatellschäden durch Schnee am E-Zaun sind mal eben €350,- , die meisten Schäden entstehen, wenn Schneewehen vereisen und der Schnee so schwer wird, dass er die Litzen runterzieht, das reisst Litzen durch und T-Pfosten-Isolatoren ab. Dieses Jahr kommt noch der routinemäßige Austausch von bekannt "anfälligem" Material hinzu, das sind z. B. Torgriffe oder Verbinder wie diese hier https://www.averde.de/product/weidez…ck-avtpz2s.html , das sind so typische Stellen, an denen Leistung verloren geht, wenn die zu lange im Einsatz sind.

    Chillen im Auslauf

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