Beiträge von McChris

    Zitat

    Da fahren jetzt regelmäßig die Traktoren.

    Ich hab das Bezugszitat ent-namt. Allgemein, weil die Bewirtschaftung durch die Landwirte oft ins Spiel gebracht wird:

    Die Landwirte fahren bei der Bewirtschaftung nie kreuz und quer, sondern immer auf den meist durch die ganze Vegetationszeit zu erkennenden Spuren. Ab einer bestimmten Aufwuchshöhe, in der keine mechanische Bodenbearbeitung mehr stattfindet, haben Bodenbrüter wie die Feldlerche da trotz Landwirtschaft ihre Ruhe zum Brüten.
    Viele landwirtschaftlichen Tätigkeiten finden in einem ähnlichen Rhythmus statt, wie die Brutzeit, beides ist abhängig von Witterung und Temperatur, das ist sich nicht umsonst jahrhundertelang aufgegangen. Ohne die zahlreichen engagierten Landwirte wäre es um den Bodenbrüterschutz noch weit schlechter bestellt, als es so schon ist.

    Einfach nur mal als Anmerkung.

    Auch im Wald gibt es - je nach Waldstruktur - Bodenbrüter oder Vogelarten, die in lichtem Gestrüpp sehr bodennah brüten. Gerade lichtdurchflutete, mit Gestrüpp bestückte Wegränder werden da bevorzugt. Es sind also sowohl die Gelege, als auch die Nestlinge und im Verlauf die noch nur rudimentär flugfähigen Ästlinge auch in Bäumen brütender Arten bedroht - und zwar nicht allein durch gezieltes Jagen, sondern auch durch den lieben Hundeoldie, der da neben dem Weg durch die Stauden stolpert.

    Wenn ich daran denke, wie genau ich hinschauen muss und wie langsam und vorsichtig ich mich auf dem Grünland bewege, wenn ich gezielt nach Bodengelegen schaue (um die Weideführung zu planen), von denen ich durch vorherige Beobachtung der Anflüge durch die Elternvögel eine ungefähre Ahnung habe, wo sie sein müssten: man sieht beim normalen Hundespaziergang aus mehreren Metern Entfernung nicht, ob der Hund gerade durch ein Gelege tapert oder an einem Ästling am Boden schnuppert und ihn dabei inhaliert.

    Die BuS ist die Kinderstube der Natur - damit wird das Bestehen der Artenvielfalt in den verschiedensten Lebensräumen gesichert. Und diese Artenvielfalt ist unser aller Lebensgrundlage. Da kann man als Naturnutzer, ob mit oder ohne Hund, gar nicht genug Rücksicht walten lassen. Auf den Wegen zu bleiben, ist da eine einfache und sehr effektive Methode, für uns HH sollte das genaue im Auge behalten unserer Hunde selbstverständlich sein, ein auf dem Boden sitzender Ästling kann mit einem Haps weg sein.

    Das ist dort nicht der erste Wolfsangriff trotz HSH:

    2024

    https://www.ndr.de/nachrichten/me…,wolfmv100.html

    https://www.ostsee-zeitung.de/lokales/rostoc…JMXVNCCAIQ.html

    2025

    https://www.ndr.de/nachrichten/me…fswald1846.html


    Was willste da noch machen als Tierhalter?
    Noch mehr Hunde? In unseren Breitengraden schwierig und betriebswirtschaftlich muss man diese enormen Kosten erstmal wieder reinwirtschaften, das können kleinere Betriebe gar nicht. Da braucht auch niemand mit Herdenschutzförderung kommen - gefördert wird nur die Anschaffung, nicht der Unterhalt der Hunde.

    Und auch TA-Kosten werden nicht vollumfänglich ersetzt, wenn ein HSH so schwer verletzt ist, da gibt es - nach den GOT-Erhöhungen eher lächerliche - Obergrenzen für.

    Das wäre für mich einer der Fälle, in denen ich für einen Abschuss dieser Wölfe stimmen würde. Irgendwann muss auch mal gut sein mit dem Aufrüsten der Tierhalter und man muss dabei bitte immer auch den Standort Deutschland bedenken, der vieles an "richtigem" Herdenschutz unmöglich macht. Da muss es Grenzen geben, die Wölfe nicht überschreiten dürfen. Wer das tut, muss weg. Und schafft damit Platz für die Wölfe, die Herdenschutzmaßnahmen akzeptieren und mit denen eine Koexistenz möglich ist.

    es scheint da ja einige Hunde zu geben, die da Probleme haben.

    Letztlich führen genau solche Sätze dazu, dass ich keins meiner Tiere (egal ob Rinder, Hunde, Katzen) einfach einem TA überlasse, das ist nämlich kein "Problem", sondern das ist erstmal der Normalzustand.
    Alle meine Tiere lassen sich notfalls auch durch wenig vertraute Personen durch solche Situationen handeln - diese müssen sich aber bewusst sein, dass sie maximale Übergriffigkeiten vornehmen und nicht so tun, als sei es normal, dass sich ein Tier Zwangsmaßnahmen und schmerzhafte Tätigkeiten einfach so von Fremden gefallen lässt.

    Welche Hobbys/Beschäftigungen fallen euch für jemanden ein, dessen Hobbys bisher Sport oder andere Dinge, die mit körperlichen Anstrengungen verbunden sind, waren und der jetzt die Diagnose CFS bekommen hat und das alles nicht mehr machen kann? (Mann, ca. 30 Jahre alt)

    CFS kann ja in sehr unterschiedlichen Ausprägungen auftreten, mit Variablen in der körperlichen Erschöpfung und der Konzentrationsfähigkeit, deshalb ist das sehr individuell, was möglich ist und was nicht.

    Wenn körperlich überhaupt noch was geht, evtl. ein E-Mountain-Bike, das ist vllt. nahe genug an "Sport" dran, um ihn nicht in ein zu tiefes Loch fallen zu lassen.