Beiträge von McChris

    Im Thread "Schmerzen beim Hund" hat die Diskussion als Kernaussage ergeben, dass es ungemein schwierig, nicht unmöglich, aber schwierig ist, Schmerzen beim Hund richtig einzuordnen. Mögliche Schmerzen sind aber lediglich EIN Punkt, den man bei einer Sterbebegleitung im Blick haben muss. Da gibt es noch so viele weitere Punkte - latente Vergiftung des Körpers durch allmähliches Organversagen mit Übelkeit, allgemeinem Unwohlsein, Luftnot, Juckreiz, Aspekte wie das paraneoplastische Syndrom bei Krebserkrankungen, die präfinale Unruhe, extreme Mundtrockenheit, einschiessende Schmerzen durch Runterfahren der peripheren Durchblutung und zig weitere. All die wirklich umfassend im Blick zu haben, darauf zu reagieren, wenn man sich nichtmal sicher sein kann analog zu den Schmerz-Anzeichen beim Hund, ob man das alles richtig interpretiert, ist eine ziemliche Herausforderung, die nicht unterschätzt werden darf.

    Ich hab als ITS-Pflegekraft auf einer sehr humanen ITS, die auch Patienten zum Sterben dabehalten hat, weil bei uns der Personalschlüssel einfach besser war und wir mehr Möglichkeiten hatten, als Normalstationen, sehr viele (viel zu viele) Patienten beim Sterben begleitet. Ich kann mich an keinen erinnern, der da keine medikamentöse Unterstützung (Schmerzmittel, Medis gegen Luftnot, Medis gegen Übelkeit, etc.) gebraucht hätte und wir hatten auch bei nicht-Ansprechbarkeit immer noch einige nicht-invasive technische Hilfsmittel, um rasch zu eruieren, ob Schmerzen (Blutdruck), Luftnot (SpO2) vorlagen, um Linderung verschaffen zu können.

    Ich bin da durchaus offen für, für einen natürlichen Tod - aber bei keinem meiner bisherigen Tiere wäre das verantwortbar gewesen an ihrem Lebensende. Es kam immer ein Punkt, an dem vermeidbares Leid entstanden wäre.

    Raubwürger ist immer noch da, allerdings gibt wohl gerade meine eh schon defekte Kamera endgültig den Geist auf. :muede: Sie wird immer dunkler und obwohl ich sie regelmäßig zum reinigen weggebe, ist schon wieder eine Grünspanschicht in der Linse. Der Fotoladenmensch kann sich immer kaum die Tränen zurückhalten, aber ich schlepp das Ding halt immer mit und erst umständlich auspacken macht da keinen Sinn.....

    Ich habs jetzt der UNB mitgeteilt, mit Fotonachweisen, der neue Gebietsleiter für hier ist zwar schriftlich sehr wortkarg, aber weit bissiger bei irgendwelchen Vorhaben mit Eingriffen in die Natur als sein Vorgänger. Er hat sich bedankt für die SEHR interessante Info. Immerhin.

    Ja, genau so mach ich das. Heute kommt der Schmetterlingsführer (auch da danke für den Tipp Märchen ), da kann ich dann bei Gelegenheit meine Fotos nochmal in Ruhe durchgehen.

    Jetzt kommts mir drauf an, für die Biotopkartierung möglichst viele Daten zu sammeln, weil ich, gern hätte, dass unsere Flächen zum Biotop erklärt werden, u. a. auch im Hinblick auf einen Hofverkauf, um die "Mitbewohner" zu schützen.

    Danke nochmal für den tollen App-Tipp Lauretti - das ist gerade genau das Richtige für mich, um möglichst schnell Fotos von Jahren auszuwerten.
    Ein lang bestehendes Falterrätsel hab ich auch bereits lösen können, nämlich ein violett gefärbtes schwarzes C, ich habs nie finden können, weil die Bestimmungsfotos meist eine dunkelgraue Farbvariante zeigen.

    Ich muss aber gestehen, dass ich dabei nicht viel lerne, klar, manche Arten haben einen hohen Wiedererkennungswert, aber ich lerne besser über die Herleitung.

    Ich beschäftige mich gerade intensiv mit dem Thema Raubwürger, in Bayern gibt es nur noch wenige Brutpaare und er wird als vom Aussterben bedroht geführt. In der bayerischen Rhön (das sind etwa 150 km Luftlinie von uns) gibt es noch Vorkommen. In Oberfranken gibt es vereinzelte Sichtungen, von Brutpaaren finde ich nichts. Nun sind die Tabellen vom LfU aber auch mega-altmodisch, ich finde zu den Sichtungspunkten nichtmal das Datum.

    Nun mag es sein, dass "unser" Raubwürger ein altes grumpiges Kerlchen ist, das die Partnersuche aufgegeben hat und einfach so vor sich hin lebt, aber ich weiss es nicht. Ich weiss nichtmal, ob der, den ich JETZT sehe, der ist, der bis Silvester hier war. Ich weiss auch noch nicht, ob er hierbleiben wird, oder einfach sehr spät weiterzieht, da es aber das erste Mal ist, dass ich ihn so spät im März noch sehe, fällts einfach aus der Reihe.

    Ich hab ja damals mit den Braunkehlchen schon versucht, "Anschluss" zu finden an das damalige Braunkehlchen-Projekt in Oberfranken, aber dieser Förderkram lässt ja praxisnahen Mit-Einstieg, wenn so ein Projekt schon läuft, meist gar nicht zu, letztlich gilt auch im Naturschutz die hemmende Bürokratie. Und wer hier mitliest, weiß, was dank der verdammten Techno-Open-Airs aus den Braunkehlchen hier geworden ist, nämlich: Geschichte...


    Anderswo:

    Raubwürger . Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz

    Der Raubwürger – eine bayerische Rarität in der Rhön – Wildland Stiftung Bayern

    Was ich so lese von den Habitatansprüchen, wird das hier bei uns alles geboten, wenn auch auf sehr kleiner Fläche von nur einigen Hektar, wobei es ähnliche Flächen noch in der Nähe gibt und durch den Borkenkäfer auch viele offene Flächen in den Wäldern und an den Waldrändern entstanden sind, die die Raubwürger auch mitnutzen, zumindest, bis dort der Baum-Aufwuchs wieder da ist.

    28. März - immer noch da

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    Was ich immer wieder spannend finde, ist, dass sich auch die scheueren von den Wildvögeln ein wenig an einen gewöhnen, wenn man sich immer berechenbar verhält. Hier gilt das auch für die HSH, die Singvögeln nichts tun. Sie gehen nicht an Gelege und auch sowas wie fussläufige junge Feldlerchen lassen sie in Ruhe. Ich weiss aber nicht, ob ich ihnen das nebenbei beigebracht habe, oder ob das Standardeinstellung ist. Es mag aber auch sein, dass es den Vögeln geht wie manchem Touristen und sie die Kangals für Kälber halten....

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    Ja, mir macht das auch Spaß, auch, wenn es manchmal echt viel ist, alle möglichen Fotos auszuwerten. Hier tummelt sich so viel - was natürlich grossartig ist, aber möglichst viel davon zu dokumentieren, ist gar nicht so einfach.