Beiträge von mittendrin

    Beim letzten Welpen haben wir den Garten auf etwa ein Viertel für ihn abgegrenzt. Darin gab es nichts, was ihm gefährlich hätte werden können oder wo mein Herz dran gehangen hätte. Da konnte er also rumkullern und kaspern. Im Haus haben wir uns ebenfalls diverser Welpengitter bedient. Abgegrenzte Bereiche für ihn, wo man situativ alles im Blick haben konnte oder er vom Weiten beim Wischen zugucken konnte, z.B..

    Der konnte jederzeit aktiv sein, ohne dass man ständig hinter ihm her sein musste. Für beide Seiten sehr entspannend.

    Alle meine bisherigen Welpen durften sich im Garten lösen. Wenn die über ein gewisses Alter hinaus sind, wollen sie das meistens ohnehin nicht mehr.

    Also Ja, bemessen an diesem hat sie wohl eine zu geringe Brusttiefe. Was aber dennoch für viele Rassevertreter nicht ungewöhnlich ist.

    ich könnte mir vorstellen, dass die auch einfach noch kommt. Paterson konnte im ersten Jahr auch ganz normal AnnyX tragen, ohne dass das verrutscht ist. Irgendwann dann nicht mehr. Seine Brust ist jetzt so tief, dass nur noch die Geschirre mit geteiltem Bruststeg ohne Verrutschen vernünftig sitzen.

    Weiß der Hund das auch?

    Er kann es von seiner Position aus nicht gut sehen, nur hören. Wir können uns auch nicht so positionieren, dass er es gut sehen kann. Ich müsste ihn hochheben.

    Ich denke schon, dass es ihm helfen würde, wenn er die Ursache auch sehen könnte.

    Hast du Angst vor der knarzenden Markise? Warum nicht?

    Die Frage verstehe nicht. Worauf möchtest du damit hinaus?

    Ich gehe davon aus, dass du weißt, warum die Markise knarzt und dass dir das keine Sorgen macht. Der Hund weiß nicht, was er hört, kann das nicht einordnen, hat keinen klaren Auslöser.

    Ich würde tippen, das ist schon eine Kette. Angst vor Gewitter - > Angst vor Wind -> Angst vor knarzender Markise. Da kommt dann demnächst noch die sich bewegende Gardine und ähnliches dazu. Im Grunde bist du schon spät dran und ich würde auch lieber heute als morgen zum Verhaltens-TA gehen. Mit Training allein wirst du das wahrscheinlich nicht mehr unterbrechen können. Und es wird immer schwieriger da einen Fuß reinzubekommen, je mehr Zeit verstreicht und je mehr sich etabliert.

    Ihr seid doch schon bei Ängsten ohne klaren Auslöser. Und irgendwann kommt noch die Angst vor der Angst dazu.

    Ich höre den Auslöser nicht immer, aber ich hab ja auch kein Hundegehör. Einen Auslöser gibt es, es sind die knarzenden Geräusche der Markisen.


    Toshara Oh je, das klingt nicht schön. Ich hoffe, ich kann es durch ein gezieltes Training wieder richten, behalte das aber mal im Hinterkopf.

    Du weißt, dass das die knarzende Markise ist. Weiß der Hund das auch? Hast du Angst vor der knarzenden Markise? Warum nicht?

    Ich glaube, dann würde ich erst mal bei der Verhaltenstierärztin bleiben, wo du jetzt angefragt hast, und ihr die bisher vorhandenen Blutwerte und deine Bedenken/Überlegungen zeigen. Im Zweifel könnte man ja Frau Wergowski immer noch mal als Zweitmeinung hinzuziehen, aber wenn du da jetzt jemanden vor Ort an der Hand hast, versuch es doch ruhig erst mal mit ihr.

    Ja, dafür habe ich mich jetzt auch entschieden. Ich hoffe, dass das menschlich und fachlich passt. Danke dir.

    Das hat aus verschiedenen Gründen etwas gedauert. Aber wir haben jetzt einen unkonventionellen Fahrplan.

    Die Verhaltens-TÄ hat Paterson kennengelernt und ich habe berichtet. Sie meint, die niedrigen Schilddrüsenwerte, das plötzliche Auspacken quasi der gesamten Bandbreite an Geräuschangst und dass er sich nach Gabe von Trazodon (geringe Dosis an 3 Tagen) so schnell wieder gefangen hat (sie meint, einem Hund, der die Geräuschangst "mitbringt", würde das nicht gelingen), sprechen erstmal für die Schilddrüse.

    Außerdem sind wir jetzt so früh dran, dass sich noch nichts an Angst wirklich etabliert hat und das hat für sie (und da bin ich ganz ihrer Meinung) erstmal Priorität. Wir beginnen also eine diagnostische Substitution und decken bis zur Zieldosis (Blutkontrollen, klar) eventuelle Wetterereignisse mit Trazodon ab.

    In ein paar Wochen wissen wir dann mehr.

    Paterson ist Team Loki :D

    Wobei seine Taktik bei neuen, nicht ganz eindeutig guten Sachen so ist: erstmal komplett ignorieren, vielleicht ist es ja morgen wieder weg.

    Isses morgen immer noch da, dann seufz, muss man das wohl näher begucken.

    Die Qualle würde ihm bestimmt sofort gefallen und dann gibt er vollen Körpereinsatz :hurra:

    Als Paterson vor nicht ganz 3 Jahren eingezogen ist, war ich mit mir am Hadern, ob ich den Hundekäfig fürs Bakfiets wirklich brauche. Ich hab mir den dann schön geredet, mit der Option, jederzeit vor doofen Fremdhunden (und Wölfen) bei Welpe und Junghund sicher zu sein.

    Tja, genau einmal in den fast 3 Jahren hab ich Paterson ruckizucki in seinen mobilen Käfig gesetzt. Hier gibts nämlich tatsächlich zu 99% nur noch Hundehalter, die ihre Hunde verantwortungsvoll führen, was nicht gleichbedeutend mit permanentem Angeleintsein ist.

    Ich habe schon öfter drüber nachgedacht, was wohl zu diesem veränderten Verhalten geführt hat. Früher war es hier nicht anders als anderswo.

    Zum einen ist hier Niedersachsen und wir haben seit inzwischen 12 Jahren, meine ich, den Hundeführerschein für Neuhundebesitzer. Vielleicht ist der doch nicht so unnütz.

    Ich fürchte aber, der noch schwerer wiegende Grund ist die örtliche Politik. Hier wird sehr schnell, sehr hart durchgegriffen. Den Status "gefährlicher Hund" kann hund sich auch mit ner Keilerei unter seines Gleichen oder einem Jagdausflug einfangen und das hat dann ganz erhebliche Folgen, finanziell und auf die Haltung bezogen. Hat übrigens auch nichts mit Gewicht zu tun. 5 kg Hunde schaffen das auch.

    Auch ich sehe die Zucht von Bulldoggen als problematisch an, schere aber nicht alle Bulldoggen über einen Kamm. Ich habe den "Ausschuss" bei Contis gesehen und bin nicht der Meinung das sie übermäßige qualen erleiden müssen.

    Du irrst.

    Wir hatten das ganze Jahr 24 einen Conti in unserer RO-Trainingsgruppe. Hübscher Junge in Blau. Frauchen hatte ihn aus einer Beschlagnahme übernommen.

    Zuerst mal, war der so unverträglich, dass wir sämtliche Hunde vom Platz schaffen mußten, wenn er dran war. Alles andere wäre unverantworlich gewesen. Da hat die Besitzerin intensiv dran gearbeitet und auch gute Fortschritte erzielt.

    Aber ein Hund mit Sozialkontakten wird das nie.

    Außerdem war er hochgradiger Allergiker, gegen was auch immer. Trotz medizinischer Betreuung hatte er oft rote Pfote, Ohren, Augen.

    Schon im Frühling/Frühsommer hatte er große Temperaturprobleme und war nicht leistungsfähig. Wir sprechen hier von RO, nicht von Frisbee!

    Über die Sommermonate war er dann raus, weil bds. Bänderriß mit OP und Rekonvaleszenz.

    Im Herbst war er wieder da. Im November bei Nebel und einstelligen Temperaturen haben wir SOKO-WUFF gespielt auf einer Strecke von etwa 2 km. Frauchen war total glücklich, dass er soweit verträglich war, dass sie da mitmachen konnte. Nach etwa der Hälfte hat sie abgebrochen, weil er einfach platt war und nicht mehr konnte.

    Zum Jahresende hat sie sich von uns verabschiedet. Diese Besitzerin war wirklich toll. Ich konnte mich nie so recht entscheiden, wer mir mehr leid getan hat. Dieser leidende Hund oder die Besitzerin, die alles erdenkliche getan hat und so viel für ihren Hund errreichen wollte, aber gescheitert ist.

    Ich hab ihn nie auffällig atmen gehört.

    Taro nicht weil der es eben meist nichtmal mitbekommt das er getroffen wird.

    Das ist hier ganz genauso:rolling_on_the_floor_laughing:

    Das hab ich bei den Collies hier auch immer gedacht. Dass die im Schnüffelwahn gar nicht mitbekommen, dass sie sich gegenseitig anpinkeln.

    Bis zu dem denkwürdigen Tag, als Eddie mit bester Strahlrichtung das Bein hob.

    Beide Collies sind mit entsetztem Gesichtsausdruck ruckzuck einen Meter rückwärts gehoppst. Von dem wollten sie nicht angepinkelt werden :shocked:

    Wissen doch alle, was Entnahme heißt.

    Das halte ich für ein Gerücht. Wenn ich 5 Leute aus meinem Freundeskreis fragen würde, die sich nicht in einer bestimmten Bubble aufhalten, dann würden die alle denken, bei einer Entnahme würde ein Wolf eingefangen und irgendwo untergebracht.

    In meiner Bubble sind die Leute, die alle mit in örtlichen Informationsveranstaltungen gesessen haben. Die, die unmittelbar betroffen sind. Die wissen alle was Entnahme heißt.

    Bei Kurti, MT6, war es übrigens erst angedacht, den in Springe unterzubringen. Zum Glück ist man davon abgerückt. Was für eine Idee.