Auch ich sehe die Zucht von Bulldoggen als problematisch an, schere aber nicht alle Bulldoggen über einen Kamm. Ich habe den "Ausschuss" bei Contis gesehen und bin nicht der Meinung das sie übermäßige qualen erleiden müssen.
Du irrst.
Wir hatten das ganze Jahr 24 einen Conti in unserer RO-Trainingsgruppe. Hübscher Junge in Blau. Frauchen hatte ihn aus einer Beschlagnahme übernommen.
Zuerst mal, war der so unverträglich, dass wir sämtliche Hunde vom Platz schaffen mußten, wenn er dran war. Alles andere wäre unverantworlich gewesen. Da hat die Besitzerin intensiv dran gearbeitet und auch gute Fortschritte erzielt.
Aber ein Hund mit Sozialkontakten wird das nie.
Außerdem war er hochgradiger Allergiker, gegen was auch immer. Trotz medizinischer Betreuung hatte er oft rote Pfote, Ohren, Augen.
Schon im Frühling/Frühsommer hatte er große Temperaturprobleme und war nicht leistungsfähig. Wir sprechen hier von RO, nicht von Frisbee!
Über die Sommermonate war er dann raus, weil bds. Bänderriß mit OP und Rekonvaleszenz.
Im Herbst war er wieder da. Im November bei Nebel und einstelligen Temperaturen haben wir SOKO-WUFF gespielt auf einer Strecke von etwa 2 km. Frauchen war total glücklich, dass er soweit verträglich war, dass sie da mitmachen konnte. Nach etwa der Hälfte hat sie abgebrochen, weil er einfach platt war und nicht mehr konnte.
Zum Jahresende hat sie sich von uns verabschiedet. Diese Besitzerin war wirklich toll. Ich konnte mich nie so recht entscheiden, wer mir mehr leid getan hat. Dieser leidende Hund oder die Besitzerin, die alles erdenkliche getan hat und so viel für ihren Hund errreichen wollte, aber gescheitert ist.
Ich hab ihn nie auffällig atmen gehört.