Bin auch durch
Fantastisches Buch, gehört zu meinen Favoriten dieses Jahr.
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Ich kann mich dem generellen Tenor hier nur anschließen. Martha ist ein absolut interessanter Charakter (wobei ich kein Interesse daran habe, sie mit der realen Figur zu vergleichen). Die Ehe mit Ephraim ist mir auch etwas zu "zu schön um wahr zu sein", wenn man überlegt, wie fast alle anderen Frauen in dieser Geschichte behandelt werden. Ansonsten war es etwas zu Slow Burn für mich, dieses "sich dahin ziehen" soll ja auch den fiesen, langen Winter symbolisieren, aber ich glaub das Editorenteam hätte gern noch 30 Seiten kürzen können, auch in Anbetracht der Vielzahl an Geburten, wer wen schnell heiraten muss, wer wen umwirbt, wer wen geschwängert hat usw. Den "Spannungsbogen" fand ich super, das Ende passte für mich gut zusammen. Ich ziehe ausreichend Genugtuung aus der Tatsache, wie Joseph North nun leben muss. Interessant fand ich dann aber auch, wie diese Community dann mit dem Mord und denen, die ihn begangen haben umgeht—außerhalb der Gerichte. Den silbernen Fuchs fand ich jetzt nicht so dramatisch, gebraucht hätte es ihn für mich aber auch nicht. Seltsamer finde ich, dass diese wilden Tiere dann immer einen Namen bekommen. Aber auch dieses Buch zeigt wieder einmal "wunderbar", warum Männer vergewaltigen.