Beiträge von Estandia

    Kazuo Ishiguro – The Buried Giant / Der begrabene Riese

    "Britannien im 5. Jahrhundert: Nach erbitterten Kriegen zwischen den Volksstämmen der Briten und Angelsachsen ist das Land verwüstet. Axl und Beatrice sind seit vielen Jahren ein Paar. In ihrem Dorf gelten sie als Außenseiter, und man gibt ihnen deutlich zu verstehen, dass sie eine Belastung für die Gemeinschaft sind. Also verlassen sie ihre Heimat, in der Hoffnung, ihren Sohn zu finden, den sie seit langer Zeit nicht mehr gesehen haben. Ihre Reise ist voller überraschender Begegnungen und Gefahren, und bald ahnen sie, dass in ihrem Land eine Veränderung heraufzieht, die alles aus dem Gleichgewicht bringen wird, sogar ihre Beziehung."

    Ein ruhiges, fast melancholisches Buch, um ein ältliches Paar, das sich aufmacht, um den verschollenen Sohn zu finden, an den sie sich kaum erinnern können, den ein Nebel verwäscht seit langer Zeit alle Erinnerungen. In dieser Geschichte geht um Oger, Drachen, gemeine Pixies, Ritter und große Kriege. Ein Märchen wie es im Buche steht und im Kern Axl und Beatrice, die sich auf ihrer Reise klar werden, was geschehen würde, verschwände der Nebel und die Menschen könnten sich erinnern, was geschehen ist ... Grundsätzlich mochte ich die Geschichte, man kann mehr hineininterpretieren als nötig wahrscheinlich, das Tempo ist schon recht langsam jedoch ohne langweilig zu sein. Mich hat es auch sehr an "Was vom Tage übrig blieb" erinnert.

    Erforschte Themen sind Erinnerung und Vergessen, Liebe und Sterblichkeit, Gewalt und Versöhnung, Mythos und Geschichte

    Charlotte McConaghy – Migrations / Zugvögel

    "Franny hat ihr ganzes Leben am Meer verbracht, die wilden Strömungen und gefiederten Gefährten den Menschen vorgezogen. Als die Vögel zu verschwinden beginnen, beschließt die Ornithologin den letzten Küstenseeschwalben zu folgen. Auf einem der letzten Fischerboote macht sie sich auf den Weg in die Antarktis. Schutzlos ist die junge Frau den Naturgewalten des Atlantiks ausgeliefert, allein die Vögel sind ihr Kompass. Doch wohin die Tiere sie auch führen, ihrer Vergangenheit kann Franny nicht entfliehen. Schon bald wird die Reise zu einem lebensbedrohlichen Abenteuer.

    Eine Ode an die bedrohten Geschöpfe dieser Erde. Eine Geschichte über die Wege, die wir gehen für die Menschen, die wir lieben. Und sei es bis zum äußersten Rand der Welt."

    Ein fantastisches Buch, zutiefst empathisch, die Charaktere getrieben von Angst, Melancholie und ganz viel Hoffnung. Die wenigen erwähnten Tiere schaffen es mit wenigen Worten zu Protagonisten zu werden, dann zu Mahnmalen, was Menschen der Erde angetan haben. Franny's unbändige Liebe zu ihren Mitgeschöpfen schwingt in all ihren Handlungen mit. Das einzige Manko für mich an dem Buch ist die Struktur, zuweilen springt die Narrative doch sehr hin und her. Es gibt eine aktuelle Zeitlinie, in der Franny auf dem Boot den Vögeln hinterherreist sowie nicht-lineare Rückblenden, die ich interressanter fand und gerne mehr von gehabt hätte.

    Themen dieses Buches sind: Klimakrise und Aussterben, Migration und Zugehörigkeit, Trauer und Schuld, Isolation vs. Verbindung, Erlösung und Wiedergutmachung.

    Einige Abendessen dieser Woche

    Sesamlachs mit Paprika und Chicoree

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    Zoodles mit Halloumi und getr. Tomaten

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    gestern gab es Resteessen

    Pflücksalat, Paprika, getr. Tomaten, Halloumi und gebratene Nektarinen

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