Wie sind eure Erfahrungen mit zwei Bezugspersonen?
Ich persönlich finde es gut, wenn Hunde mehrere Menschen kennen. Es kann immer wieder etwas unerwartendes vorkommen, wie zum Beispiel ein Krankenhausaufenthalt. Dann ist es gut, wenn der Hund auch andere Menschen kennt, zu denen er kann.
Ein-Personen-Hund - also bewußt so herangezogen - macht eher Probleme. Besonders beim Alleinebleiben.
Und wie problematisch sind unterschiedliche Erziehungsansätze in der Familie?
Hunde sind nicht doof. Sie können sich immer der jeweiligen Person anpassen. Das soll auch innerhalb einer Familie funktionieren.
Ich würde halt nur darauf achten wollen, daß alle die gleichen Kommandos nehmen.
Nicht daß einer Sitz sagt, und der andere Platz und beide meinen beim Hund, daß nur der Hintern runter gehen soll. Das ist vielleicht jetzt nicht das beste Beispiel, aber genau sowas ist tatsächlich schon einmal vorgekommen. Also solle man sich innerhalb der Familie zumindest die Wörter absprechen, die man nutzen will.
Gerade, wenn man in den Hundesport rein will, empfiehlt es sich, kein HIER für den normalen Alltagsgebrauch Heranrufen zu nehmen. Denn es wird meistens schwieriger, dem Hund später zu erklären, daß man damit das saubere, gerade Herankommen mit dem Vorsitz meint. ich weiß, daß inzwischen zwar die freie Kommandowahl im Hundesport gibt, aber trotzdem wird noch gerne das HIER genommen. Für den Hund ist es schwieriger, das gleiche Wort für Sport und Alltag zu unterscheiden.
Ansonsten bin ich auch ein Freund davon, dem Hund so früh wie möglich den normalen Alltag zu zeigen. Also, alles was bei Euch normal und üblich ist. Nichts verstellen. Natürlich dem Hund die Zeit geben, damit klar zu kommen, alles in Ruhe kennen zu lernen, plus die Pausen dazwischen, um die Eindrücke zu verarbeiten. Aber eben halt selbst so natürlich wie möglich dabei zu bleiben. Schließlich ist dies nun einmal Euer Leben, und der Hund soll ja da auch mit.