Beiträge von Gammur

    Wir leben nunmal in einer Marktwirtschaft und da geht es eben um Angebot und Nachfrage.
    Ganz ehrlich? Mir ist es Latte ob beim Züchter was hängen bleibt oder nicht. Ich kaufe bei ihm einen Welpen weil ich von seiner Arbeit, verpaarung, Linie überzeugt bin und zeige ihm das indem ich ihn durch meinen Kauf unterstütze. Genauso bei der tierschutzorga die ich auswähle. Dort wo es für mich passt, kaufe ich mir meinen Hund. Festpreise sind ganz und gar nicht in Ordnung.

    Und ob man Lebewesen überhaupt verkaufen, mit ihnen handeln "darf" oder das ethisch nicht ok ist, steht nicht zur Debatte, denn das ist keine Erfindung aus der Neuzeit. Selbst früher haben Menschen mit Tieren gehandelt und bezahlt.

    Ich habe hier einen 250 Euro Hund, einen 300 Euro Hund, einen 850 Euro Hund, einen 1000 Euro Hund und einen 1200 Euro Hund. Ich liebe alle gleich, sie sind alle gleich wertvoll, sie werden alle gut behandelt und ihr Anschaffungspreis spielt im Alltag keine Rolle. Der Anschaffungspreis ist doch aufs Hundeleben gerechnet kaum der Rede wert. Selbst wenn der Hund 2500 Euro gekostet hat.

    Und wenn der Züchter mit meinem Geld sich auf einer tropischen Insel einen Sonnenbrand auf dem Hintern holt, ist mir doch gleich. Schließlich habe ich von ihm im besten Falle meinen absoluten traumhund gekauft und erworben.

    Man kann auch auf Hunde sparen, da ist nichts verwerfliches dran.
    Ich habe als Student zwei Hunde vom Züchter gekauft und darauf gespart.
    Festpreise verhindern Qualität und ganz ehrlich, solches einmischen "von oben" in meine kaufangelegenheiten verbitte ich mir in einem freien, marktwirtschaftlichen Land.

    Lg

    Vielleicht ist das bei Retrievern doch noch etwas anders auch bei al Retrievern.

    Bei June war ich auch erst Mitte 20. bei Hudson Anfang 20 und bei ree Ende 20. hat keinen interessiert. Vor allem da ich gleich sagte, haben und hatten schon Hunde. auch die Zukunft spielte kaum eine Rolle. Und ausgefragt wurde ich nie. Sehr angenehm. Mir wurde dann gesagt, Welpen werden auf jedes Futter vorbereitet und soll jeder machen wie er mag. Junes und Rees Kaufverträge sind eine Seite lang. Da steht nur Züchter so und so, verkauft Hund so und so, an Käufer so und so. Bei June gibt es ein vorkaufsrecht und die bitte HD und ED Röntgen zu lassen.
    Bei ree ist es ein absoluter standardkaufvertrag..
    Ich kaufe einen Hund und will nicht eine Anleitung für die op am offenen Herzen.
    Und beide Züchter züchten mit herzblut und wollen ein gutes Zuhause. Die sortieren halt anders aus bzw. sortiert sich das schnell selber aus.

    Unsere Nachbarn damals kauften einen kleinen havanneser und das war auch ein Akt. fast hätte ich da angerufen, aber dann bekamen sie den Hund doch. Unmöglich sowas.

    Bei Hudson eher begleithundezucht, fuhr meine Mutter mit. Einfach um gar nicht erst solch komische Fragen zu provozieren. Kamen dann auch nicht.

    Wie gesagt bei den lz und al Hunden unterschiedlicher rassen (Border Collies, working kelpies, dsh, aussies und beauceron) gab es da kein Verhör.

    Lg

    Dort wo ich meine Hunde kaufe, ist das kein Thema. Ist gibt ja noch andere Möglichkeiten. Und sorry meine Welpen mussten nach zwei Wochen bereits ein paar Stunden alleine bleiben, war überhaupt kein Thema. Kannten die schon beim Züchter.
    Von mitnehmen, im Zwinger lassen, im abgeteilten garten lassen, eine Betreuung organisieren, homeoffice, halbtagsstelle, Kinder die den Hund rauslassen können, Nachbarn/Freunde die das machen, Hund im Auto mitnehmen, es gibt so viele Modelle und Hunde und Welpen sind ziemlich anpassungsfähig und Glücklich oder unglücklich zu sein hängt doch nicht nur vom alleine bleiben ab.

    Mich hat z.b. auch nie ein Züchter gefragt wo der Hund leben wird, draußen, im Zwinger oder im Haus, was der Hund zu fressen bekommen wird, wie oft ich gassi gehe, oder ob der Hund alleine bleiben muss. Auch mein Einkommen und mein erziehungsstil waren nie Thema. Liegt evtl. auch daran dass ich bei arbeitslinien Züchtern gekauft habe und die sind da deutlich relxter als begleithundezüchter habe ich den Eindruck.
    Die stellen keine überzogenen Ansprüche die sie selber auch nicht erfüllen.
    Eine der Züchter hat mir damals folgendes gesagt "es ist nur ein Hund! Stell den bloß nicht auf einen Thron oder in den Mittelpunkt! Ein Hund läuft mit, passt sich an, ist da wenn er zum arbeiten gebraucht wird, ansonsten verhält er sich unauffällig!"
    Ich habe das nicht geglaubt, dann zog June bei mir ein und seit ihr und Reeba weiß ich, es stimmt. Beides reine Arbeitstiere, erzogen während des mitlaufens so nebenher, nie gab es extra Würste, nie viel Zeit und beide sind durch und durch von Welpe an easy. Ruhe lernen? Nie ein Thema! Alleine bleiben? Nie ein Thema! Stubenreinheit? Auch kein Thema. Alltag bewältigen? Nie geübt, lief einfach usw.

    keine Ahnung was ihr für Züchter kennt, die Züchter von vor allem arbeitsrassen und gebrauchsrassen die ich kenne, die stellen solche Fragen nicht. Jedenfalls mir nicht.

    Lg

    Hudson bellt nur beim hundesport. Ich habe ihm das nie austreiben können, leider. Zuhause gibt er keinen Ton von sich und beim gassi auch nicht.

    June meldet lautstark jeden fremden und den Postboten. Sie verteidigt das Grundstück, dafür bellt sie nie beim hüten oder hundesport. Da ist sie absolut leise.

    Insgesamt kläfft aber auch June nicht sinnlos in der Gegend rum, sie hat nur eine null toleranzgrenze gegenüber Fremden in der Nähe des Grundstücks und da wir außerhalb leben, soll sie das auch anzeigen.
    Allerdings verbiete ich ihr wegen jedem pups anzuschlagen. Ginge es nach June würde sie auch hustende Regenwürmer im 2 km Radius ums Grundstück anzeigen. :hust: und das muss nun wirklich nicht sein und ist etwas Zuviel des guten. :ugly:

    Lg

    Erstmal Border und Aussie sind sehr verschieden. Fangen wir bei dem ursprünglichen zuchtziel an. Border Collies wurden und werden teilweise auch noch als reine hütespezialisten in unwirksamen, weitläufigem Gebiet gezüchtet.
    Sie arbeiten teils selbstständig, außer Sicht des Menschen an unterschiedlichem Vieh. Zudem sind Border darauf selektiert worden punktgenau Kommandos wieder und wieder zu befolgen und blitzschnell Kommandos und Reize aufzunehmen.
    In der koppelgebrauchshundearbeit macht ihnen außer evtl. der working kelpie und der Koolie, niemand etwas vor. Sie sind für diese Arbeit selektiert worden und geniale Spezialisten in dem Hütebusiness. (Oder auch fachidioten würden manche sagen).

    Der aussie wurde als ranchhund und Allrounder gezüchtet. Er sollte wachen, schützen, treiben, hüten, Kinder verteidigen usw.
    Einige, wenige aussies können noch ganz gut hüten, aber sie hüten gänzlich anders als Border Collies. Ihr ganzes genetisches Make-up ist anders. Aussies gehen vorwärts, sie sind normalerweise weniger sensibel und penibel im ausführen von Kommandos. Sie wachen und schützen aktiv. Rückzug ist nicht unbedingt was ein aussie im Kopf hat. Aussies sind super reizempfindlich und sie setzen diese Reize meist nach außen um. Durch kläffen z.b. durch schnappen usw.
    Aussies bewegen Vieh, durch eigene Bewegung. Sie neigen dazu brutal in den fluchradius des Tieres zu brechen und können sich schwer zurücknehmen. Ihre Ausbildung kann sehr viel Zeit in Anspruch nehmen und in der weite zu arbeiten ist nicht unbedingt ihr Steckenpferd. Aussies sind tough, viele geradezu lebensmüde.

    Und viele dieser ursprünglichen zuchtfaktoren finden sich in beiden rassen. Außer das beide zu den Hütehunden zählen und sich etwas ähnlich sehen, gibt es kaum Gemeinsamkeiten. Eher im Gegenteil, viele Border Collies können Aussies nicht ausstehen und viele Aussies haben ein Problem mit Border Collies. (Wobei Aussies eh nicht zu großer Verträglichkeit mit fremdhunden und Menschen neigen).

    Meine Aussies die mit einem workingkelpie leben, mit ähnlichen Veranlagungen wie ein Border mussten lernen mit dem kelpie umzugehen, denn es verhält sich gänzlich anders als sie selber. Sie verharrt, starrt direkt in die Augen, reagiert peinlichst auf Bewegungen und reagiert darauf. Die Aussies deuten das oft falsch bzw. Stufen dies als Bedrohung und Angriff ein.
    Meine haben gelernt damit zu leben, für andere Aussies ist das oft ein Punkt an dem sie sich das kelpie krallen wollen.

    Und arbeitshund ist nicht gleich arbeitshund. Die Aufgaben variieren doch ziemlich.

    Alleine wie sich Border und Aussie bewegen ist schon total verschieden.

    Lg

    Genauso hier. 3 Bälle maximal. Und nur normale pokebälle für das kleinzeugs. Und Ratten fange ich nur wenn niedrige WP. Die lohnen sich für nichts. Genauso wie habitaks. Die lohnen sich einfach nicht.

    Lg

    Ehrlich gesagt was mein wirkliches Problem mit dem Auslandstierschutz ist, dass so viele unpassende auslandshunde an unpassende Hundehalter vermittelt werden. Ich sehe das wöchentlich im Hundeverein und im Alltag.
    Hunde die unter Medikamente gesetzt werden, um hier irgendwie klar zu kommen, Hunde mit dreifachsicherungssystem um nicht in Panik vor einem Fahrrad zu fliehen, Hunde die mit "Folterwerkzeugen" vom jagen, ziehen an der Leine, und fliehen abgehalten werden. Und ich stehe da und soll mit diesen Leuten und Hunden in einer gruppenstunde Unterordnung machen.
    Mittlerweile schicke ich die weg, zu einzelstunden, an denen sie kein Interesse haben, weil zu teuer. Und dieses Spiel ist wöchentlich und wird mehr. Hunde die auf dem Bauch aus dem Auto kriechend gezogen werden. Und dann der Satz "der ist aus Griechenland. Er hat sich jetzt schon gut eingewöhnt, ist seit 4 Monaten bei uns." Und ich schaue auf das kriechende, panische Hündchen und dann erzählen mir die Menschen was sie von dem Hund erwarten und von mir, weil das alles noch nicht klappt und sie sich das so alles nicht vorgestellt haben.

    Ich kann den Leuten da nicht helfen, so gar nicht. In einer unterordnungsstunde von einem hundesportverein sind sie völlig falsch. Aber das zu verdeutlichen ist natürlich schwierig. Und ja, ädann frag ich mich, wer zur Hölle und warum hat eine orga diese Hunde an diese Familien vermittelt? Was soll so etwas? Warum macht man das?
    Und wenn man wöchentlich damit konfrontiert ist, die Leute hilflos und völlig überfordert sieht, dazu die panischen, unsozialisierten, jagdlich mehr als ambitionierten Hunde sieht, sieht wie die Leute sie irgendwie durch ihren Alltag schleifen, dann hat man es nicht so mit auslandstierschutz. Auch züchterhunde können Probleme mitbringen, nur meist gänzlich andere. Der super freudige labi will zu jedem Hund, der Boxer zieht an der Leine und das püdelchen frisst ständig dreck. Alles händelbar von normalwohenden, ersthundebesitzern. Dabei und daran können wir arbeiten in einer uo Stunde im Hundeverein.
    Aber die vielen auslandshunde mit ihren gigantischen Baustellen, die jede Woche kommen, die kostenfreie schnupperstunde nutzen, feststellen ihre Hunde sind völlig überfordert damit, von uns dann an hundeschulen, einzelstunden verwiesen werden, echt frustrierend. Vor allem wenn die Leute fragen, was denn da eine Stunde kostet, sie auf meine Antworten blass werden und dann folgt sofort folgender Satz : Also das ist uns zu teuer, das wird schon noch. Wir resozialisieren den Hund einfach. Es ist ja schon viel besser geworden." Hund und Herrchen sehen wir nie wieder und auch keine der empfohlenen Trainer, hundeschulen sieht sie je. Dafür ist es mir jetzt schon 3 mal passiert, dass ich Herrchen/Frauchen/Familie Monate später mit neuem Welpen bei uns in der Welpenstunde wieder traf.
    Den problemhund haben sie zurück gegeben und sich dann einen Welpen vom hobbiezüchter ohne Papiere geholt. Weil im Tierschutz sind die Hunde alle so ängstlich.

    Echt, und da werde ich wütend auf die tierschutzorgas. Warum muss so etwas sein? Warum machen völlig unerfahrene Menschen vks, ohne zu wissen um welchen Hund es geht und wie der tickt? Oder ob der zu hundeanfängern und deren Vorstellungen passt?

    Und nein, mit liebe geht nicht alles und umziehen in die Pampa für nur einen Hund, kann man nun auch nicht verlangen.

    Und nächste Woche werde ich da wieder stehen und jemand kommt mit 1 jährigem Kettenhund aus Spanien um die Ecke, der aussieht wie ein mix aus deutschkurzhaar und großem münsterländer, mit völlig verformten Pfoten, den der jenige kaum halten kann, weil jeder Windhauch den Hund fast durchdrehen lässt. Und dann folgt die Liste der Probleme und Beschwerden mit dem Hund. Und ich sage:" erstmal zum Tierarzt wegen den Pfoten, aber sie können heute gerne zuschauen, mitmachen, aber ich denke eine hundeschule, ein Trainer für einzelstunden wäre besser."

    Und dann siehe oben.

    Frustrierend. Für alle.

    Und ja, ersthundehalter sind zumeist trotz gutem Willen, mit solchen Hunden alleine überfordert.
    Ich sehe natürlich nur die "problemhunde" im Hundeverein, weil dort ja nur die hinkommen, die mit ihrem Hund ein Problem haben, jedenfalls die mit auslandshunden. Denn der Großteil dieser Hundehalter hat an hundesport, Beschäftigung mit dem Hund gar kein Interesse. Anders als viele der Leute die mit Rassehunden zu uns kommen. Die haben im Alltag nur kleine Problemchen und wollen gerne hundesport machen bzw. wenigstens die BH schaffen.

    Sorry, musste mir mal meinen Frust, mein Unverständnis von der Seele schreiben. Tut mir einfach für die Beteiligten so leid.

    Lg

    Also meine aussies sind nicht unbedingt echt verträglich. Absolut keine hundewiesenhunde. Vor allem meine aussiehündin legt absolut wert auf ordentliches Verhalten. Sie hat sehr genaue Vorstellungen von Höflichkeit und Ordnung. Und sie ist fremden Menschen nicht nur sehr reserviert gegenüber, wenn ich nicht dabei bin, lässt die niemanden fremden aufs Grundstück und das ziemlich überzeugend. Bin ich dabei ignoriert sie fremde Menschen. Möchte von diesen aber weder angefasst, noch angesprochen werden. Unter reserviert stellen sich viele etwas anderes vor.

    Mein rüde lässt sich auch nicht die Butter vom Brot nehmen und ist zwar recht verträglich, aber lässt sich nicht ewig viel bieten. Und unterwürfig, zurückhaltend, rückwärtsgehend oder denkend kommt bei meinen Erwachsenen aussies nicht vor.
    Mit fremdHunden muss ich managen, mit fremden Menschen teilweise. Aber da beides nicht zu unserem Alltag gehört, leben wir easy.

    Und natürlich sind nicht alle aussies so, aber die Rasse ist eben facettenreich und ungewöhnlich sind meine aussies mit ihrem Verhalten, Wesen und Charakter ja nun nicht gerade.
    Wobei Hudson auch nicht jagt. Gibt alles in verschiedenen Ausprägungen. Macht die Rasse so interessant.

    Lg