Beiträge von Gammur

    Und da bin ich z.b. andere Meinung. Meine Hunde hatte ich mit auf Ausstellungen, großen Shows und die verhalten sich dort teilweise völlig anders als im Alltag. Mein rüde ist durchaus als etwas nervös, hibbelig zu beschreiben im "real live". Auf einer Ausstellung ist soviel los, soviele Hunde, Menschen, Gerüche usw. er macht da praktisch dicht. Wird völlig ruhig, sein Gehirn schafft es einfach nicht alle Eindrücke auf einmal zu verarbeiten und er ist fast ein anderer Hund.
    Wer ihn da sieht, wie völlig entspannt liegt denkt bestimmt " was für ein ruhiger, cooler aussie". Im Alltag allerdings und im hundesport ist er ein triebmonster ohne funktionierenden bremsknopf und echt ein hibbelhund. Hat mich Jahre gekostet, dass der normal gassi gehen konnte.

    Meine Hündin zieht sich auf Shows nochmehr zurück als eh. Sie schützt sich so. Ist fast lethargisch und absolut ruhig von außen gesehen.

    Ich würde mich jedenfalls nicht darauf verlassen, dass der Eindruck den der Hund auf einer Show, Ausstellung macht, wirklich immer so ist.
    Vielleicht einfach beides anschauen? Auf einer Show, zuhause, beim Sport oder der Arbeit und ganz wichtig sprechen mit Züchtern, Besitzern usw.
    Sich nicht nur eine Momentaufnahme verschaffen.

    I

    Namen sind hier auch immer schwierig und speziell. Zudem werden sie teils abgekürzt, teils verlängert.
    Für die nächsten Hunde stehen die Namen schon ziemlich.
    Es sind immer Namen aus dem amerikanischen, englischen.

    Meine kelpie Hündin heißt ja eigentlich Mareeba, genannt Reeba und Ree. Aus June wird oft Junie und Hudson ist öfter mal der alte, oder dicke. (Er ist erst 9 Jahre alt und dick ist er auch nicht wirklich).
    Mal schauen, die Liste für zukünftige Namen ist lang. Kommt auf die Rasse und den Hund an, wie ich dann auswähle.

    Lg

    Ich empfehle niemandem für eine bestimmte Rasse auf Ausstellungen zu fahren. Bei den rassen die ich mag und zu denen ich etwas sagen kann, empfehle ich immer zu arbeitsprüfungen, Leistungstests oder auch einfach auf Trainings und Übungsplätze/wiesen zu fahren, zu schauen wie die Hunde arbeiten und nicht nur einmal sondern oft.
    Bei Shows sieht man nur wie eine Rasse aussieht, aber das was drin steckt im Fell, sieht du nur wenn der Hund arbeitet oder eben Leistung bringt. Muss ja nicht auf Prüfungen sein, aber Training, Alltag reicht da ja auch.
    Ich empfehle auch immer mit dem Züchter und seinen Hunden gassi zu gehen, wenn man noch nicht so richtig viel über die Rasse weiß bzw. ersthundehalter ist.

    Kein Aussiezüchter muss mit mir z.b. Gassi gehen, ich kenne die Macken und Schwierigkeiten. Beim hüten schaue ich mir die elterntiere trotzdem an bzw. wenigstens ein Video von ihrer Arbeit.

    Für mich ist einfach das Innere soviel wichtiger. Vor allem die Klarheit im Schädel. Ein triebmonster ohne Bremse finden manche evtl. geil, weit kommt man damit auf Dauer aber nicht und im Alltag ist so ein Tier auch eher unpraktisch.

    Lg

    Ich finde ebenfalls, dass sich das super anhört. Ein Welpe ist zwar ein hundebaby, aber ja nur ein paar Wochen lang. Die Zeit geht so schnell vorbei.
    Ich habe mittlerweile schon einige Welpen/junghunde gehabt, die waren alle recht unkompliziert. Schliefen schnell durch, waren recht schnell halbwegs stubenrein, blieben flott und gut alleine daheim. Beißhemmung war mit einigen konsequenten Regeln kein Thema.
    Absolut machbar, vor allem wenn man im Home Office ist und sich seine Zeit etwas selber einteilen kann.
    Und ein Goldie ist für eine kleine Familie eine gute Wahl.
    Goldies sind Menschen und hundefreunde, jedenfalls werden sie stark auf Verträglichkeit selektiert. Manche haben noch etwas jagdtrieb, aber meist sehr gut händelbar.
    Die Goldies die ich kenne und ich hatte selber auch einen, waren echte schätze. Verträglich, lieb, unkompliziert, verfressen, verspielt und kinderkumpel. Ich bin mit meiner Hündin durch Dick und Dünn gegangen. Sie war zwar etwas stur, aber absolut lieb und ohne einen Funken Aggression in sich.

    Viel Spaß mit eurem neuen Familienmitglied.

    Lg

    Ich habe eine June. Einen perfekten nebenherlaufhund ohne viel Arbeit. Sie ignoriert fremde Hunde und Menschen von Welpe an, sie jagt nicht, sie liebt mich und ließt mir jeden Wunsch von den Augen ab. Ich habe nie eine Leine für sie dabei.
    Sie arbeitet mit mir und für mich, gibt immer ihr bestes und macht immer alles richtig.
    Gehe ich mit ihr alleine gassi, habe ich die Nase im Handy und spreche kein Wort mit ihr, braucht es nicht. Ich muss auch nicht schauen was um mich rum passiert, weil sie macht es eh richtig. Weicht aus, läuft hinter mir her und verhält sich so unauffällig, dass ich sie bereits im klamottengeschäft vergessen habe. :hust:
    Sie ist einfach so. Ich sage dann oft:"habe ich sie nicht toll erzogen?" Woraufhin mir diejenigen die June schon immer kennen, einen Vogel zeigen und mir zu verstehen geben, dass dieser Hund alles, nur nicht mein Verdienst ist. :p Und ich einen solchen Hund auch eigentlich nicht verdient habe.

    Dann habe ich Hudson, der es schafft mich in einer Sekunde auf die Palme zu bringen. Gott was habe ich mit dem trainiert. Jetzt ist es ok. Er kann immer frei laufen, ignoriert Fremde ganz ok, außer sie sprechen ihn an und er läuft nicht mehr zu jedem fremdhund hin um ihm "hallöchen" zu sagen. (Reines managment). Aber er ist verträglich, verlässlich, jagt nicht. Aber das war eine Arbeit, Herr im Himmel hat mich dieser Hund manchmal genervt.

    Ree ist anders. In einer Stadt wäre sie eine Katastrophe. Hier auf dem Land ist sie super. Mit ihr schließe ich Abkommen und wir treffen uns in der Mitte zwischen ihren und meinen Ideen. So können wir beide gut miteinander leben. Sie ist sehr führig, hat nur nicht das beste nervenkostüm.

    Meine Hunde sind keine tut Nixe, aber anstrengend empfinde ich sie dort wo ich wohne und gassi gehe auch nicht.
    Ich trainiere aber auch nicht ständig an irgendwas herum, im Alltag sind wir unauffällig unterwegs. Und mit June fällt man eh nie auf, selbst außerhalb des Alltags nicht.

    Manche fänden meine Hunde wohl anstrengend, aber zu mir und wichtiger zu meinem wohn und lebensumfeld passen sie gut, ohne sich großartig verbiegen zu müssen.

    In einer Stadt hätte ich keine aussies und erst recht keinen kelpie. Aber würde ich mitten in der Stadt leben, hätte ich wahrscheinlich gar keine Hunde. Die rassen die ich bevorzuge sind mit dem Stadtleben oft nicht soooo kompatibel.

    Lg

    Jeder ist im Training im Umgang mit den Hunden doch schonmal irrwege gelaufen @Avocado.

    Gott, was habe ich mit Hudson alles ausprobier. Vom clickern, bis blocken, bis ins Fell zwicken, loben, ignorieren, schimpfen, bespielen, usw. usw.
    Irgendwann findet man seine Mischung, seinen Trainer, seine Lösung.
    Und da jeder Hund anders ist, fängst du beim nächsten wieder an, nach der passenden Methode für den Hund und dich zu suchen. Denn was bei Hund A klappt, muss bei Hund B noch lange nicht funktionieren.

    Also macht dir nichts draus, mach dir keine Vorwürfe, du willst das beste für hecci und dich. Und der Weg ist eben nicht nur geradeaus sondern steinig und schwer.

    Lg

    Ach du heiliges. Ja, da haben wir hier noch fast Glück.
    Aber da wo ich gehe, gehen die vom Dorf nicht, weil da müssten sie berghoch, somit treffe ich die Hunde selber nicht. Und an meine Hündinnen kommt der beschäler des Dorfes auch nicht ran. Das fehlte mir noch.

    Aber Tiger/aussie mix. mixen mit allem was so kreucht und fleucht? Vielen Dank auch. Sehr geeignete familienhunde und sicher so verträglich! (Achtung Ironie)

    Lg

    Hier genauso. Ist jetzt das dritte Jahr in Folge. Den Vater der Würfe kenne ich, ist der rüde vom reithof. Und der deckt hier alles was läufig und vier Beine hat. Der rüde sieht übrigens wie ein Berner sennenhund aus, humpelt stark und ist keine fünf Jahre alt. Die Welpen werden sicher super gesund. :verzweifelt:
    Aber bis jetzt wurden die immer als super liebe familienhunde losgeschlagen. Wobei einige aus den ersten Würfen wegen schwerer HD/ED schon eingeschläfert wurden. (Jedenfalls laut unserer tierärztin). Da bekommt man echt die Krise, wenn man von den super gesunden mixen hört und im Dorf ganz anderes abgeht.

    Und mir dann unterwegs oder beim einkaufen erzählt wird "na Rassehunde sind ja auch alle krank". Und mein 9 jährigem rüde ist ja die Ausnahme und gewundert wird sich, wie ein Rassehund mit 9 Jahren, noch so fit sein kann. Mutmaßung:" er ist DIE Aussnahme".
    Und selber den dorfmix mit 3 Jahren kaputt auf allen Beinen einschläfern lassen musste. Aber der Kaufpreis der war ja günstig und Kinder müssen eh mit dem Tod umgehen lernen.

    :dagegen:

    Lg

    Der Seltenheitswert hält sich in Grenzen. Mein dad hatte als Kind einen mix aus dem Dorf. Da waren praktisch alle Hunde miteinander verwandt und haben sich vermehrt.
    ich weiß z.b. dass der Hund meines dads den Hund seines Onkels gedeckt hat =vollgeschwister. Aus dem Wurf ein rüde, den die Nachbarin behalten hat, hat dann die eigene Oma gedeckt usw.
    Diese Mixe wurden übrigens alle nicht alt und gesund nun ja. Meine Oma meinte, der Fritz ist alt geworden, bestimmt 8-9 Jahre alt. :fear:
    Und das waren Mixe, aus Mixe, aus Mixe. Ca. 60 Jahre her.

    Lg

    Welche sehr enge Linien rassezucht? Von welchen rassen sprechen wir da? und übrigens betrifft hoher ik durchaus teilweise mischlinge.

    Ich habe hier zwei Aussies. Beide von Züchtern aus Bayern, beide linientechnisch nichts besonderes, beide mit ASCA Papieren und diese Hunde teilen auf 8 Generationen zurückgerechnet keine Vorfahren miteinander. Auf 10 Generationen zurückgerechnet, teilen sie einen Vorfahren. Was soll da enge Linie sein?

    Und ja, rassehundezucht greift immer mal auf linienzucht zurück, oder hat überhaupt damit begonnen, aber nur weil einige rassen genetisch verarmt sind, trifft das nicht auf alle 400 rassen zu.

    Und der bei mischlingen so gerne genannte heterosis Effekt kann und kommt nur dann überhaupt zur Geltung, wenn beide Elterntiere reinerbig unterschiedlich voneinander gezogen sind. Bei Hunden praktisch ausgeschlossen. Denn dann müssten beide elterntiere über mindestens vier Generationen hinweg auf wenige Merkmale brutal Linien gezogen sein. (Teils mit Inzucht). Bei Kühen z.b. auf den fleischanteil per Kuh.

    Und ja, es gibt rassen die genetisch verarmt sind, leider. Nur es gibt genauso Bauernhof Mixe die genetisch verarmt sind.

    Und von früher muss man nicht anfangen. Da war Selektion soviel härter und alles was schwach, krank, untauglich, anstrengend, schwierig usw. Bei Hunden war, wurde entsorgt, oder wie mein Opa auf dem Dorf sagte:"ging verloren."

    Was nun dies alles mit der Rechtfertigung von mixwürfen zu tun hat? Keine Ahnung. Fakt ist, in Deutschland sitzen hunderte von mixen und Hunden die wie Rasse xyz aussehen, aber keine FCI oder andere Papiere haben, sondern günstig produziert worden sind in Tierheimen. Schaue ich dann ins Ausland, gibt es da ebenfalls tausende Mixe. Der Bedarf an bunt durchgemixten Mixen ist doch wirklich mehr als gedeckt. Eigentlich ist der Markt sogar völlig übersättigt. Ansonsten bekäme man einen mixwelpen und Hunde nicht für einen appel und Ei hinterher geschmissen.

    Ich habe gestern in ein kleines Tierheim in der Nähe geschaut. Da sitzen 10 Hunde. 3 Hunde aus dem Ausland, 7 aus Deutschland. 9 Mixe, ein dsh ohne Papiere.
    Und das war einfach nur irgendein Mini Tierheim aus der Gegend.

    Wo genau sitzen all diese Rassehunde mit Papieren vom ordentlichen Züchter im Tierheim? Kommt doch hoch selten vor.

    Hat so ein bisschen was von Eintopf hier. Manche schmeißen irgendwelche nachgeplapperten "Fakten" in einen Topf, rühen kräftig rum, und heraus kommt ihr Ergebnis, dass ihnen gut in den Kram passt.

    In der rassezucht ist nicht alles Gold was glänzt. Aber wo ist es das schon? Mir geht bei vielen rassen die Leistungsfähigkeit verloren, auf aussehen wird Zuviel wert gelegt und mit Gesundheitsuntersuchungen Zuviel geschönt oder verheimlicht. Zudem ja, manche rassen sind kaputt, warum, wieso, weshalb wird im qualzuchtthema ausführlich besprochen und bedauert.

    Aber das trifft nicht auf alle hunderassen zu und viele gute, seriöse Züchter sehen das und versuchen alles um ihre rassen gesund zu halten und genetisch vielfältig. Wahrscheinlich wird man dazu in Zukunft wieder mehr Zuchtbücher öffnen müssen und mehr auf Leistung und Gesundheit selektieren müssen/dürfen.

    Wie heißt es so schön, "alles ist im Fluss und nichts steht still".

    Lg