Es kommt einfach auch auf die Hunde, deren Charakter, deren geschichte, deren verhalten an. Würde ich hier alles ungebremst laufen lassen, hätte ich zwei Hündinnen die sich nicht ausstehen könnten, hätte mindestens einen Rüden den sie als Prügelknaben nutzen würden und hätte einen altrüden, der Welpen einfach kaputt machen würde.
Finde ich alles nicht akzeptabel und darum gibt es halt regeln, Grenzen und ein bisschen managment.
Es sind halt nicht alle Hunde grundsätzlich immer nur einfach nett, lieb, verspielt. Trotzdem können auch Hunde in mehrhundehaushalten gut und glücklich leben, die ich umschreibe mal nett, etwas komplizierter sind.
Junes Meinung ist z.b. das Welpen grundsätzlich die daseinsberechtigung fehlt. Zieht hier ein neuer Welpe ein, darf der ihrer Meinung nach so gerade in der Ecke sitzen und leise atmen. Bis zu einem gewissen Punkt darf june einem Welpen hier schon Dinge erklären, aber drangsalieren dauerhaft halt nicht. Genauso wie Hudson sich nicht auf Welpen legen oder setzen darf, oder wenn der Zwerg im Weg steht, einfach drüber walzen. und trotzdem ich weiß, dass meine Erwachsenen Hunde Welpen wirklich zum kotzen finden, zogen hier immer wieder Welpen ein. Und es klappte immer.
Dauerhaft möchte ich auch nicht trennen müssen, aber darum achte ich auch sehr genau darauf, wie ich die Gruppe hier zusammenstelle. Darum ist mit Nevis ein rüde eingezogen und keine weitere Hündin. Ich spiele nicht so gerne mit dem Feuer. Hier leben drei Hündinnen, die vom Alter zu dicht zusammen sind (würde ich so nicht mehr machen), eine weitere Hündin und mir hätte die Gruppe hier um die Ohren fliegen können. Darauf hatte ich keine Lust. Und von intakte Hündin 7 Jahre, kastrierte Hündin 6 Jahre, intakte Hündin 5 1/2 Jahre, wovon 2 Hündinnen doch recht eigene Vorstellungen haben, da brauchte ich keine weitere Hündin dazu setzen. Hätte klappen können, oder lebenslanges managen bedeuten können. So mit einem kleinen Rüden, passte es einfach besser. Dabei sind mit Hündinnen eigentlich lieber.
Manchmal muss man auch einfach die Zügel mal etwas enger nehmen, wenn z.b. sich eine Situation zuspitzt oder ändert. Wir hatten letztes Jahr den Fall, das sich die kastrierte Hündin und die jüngste Hündin mehrmals in der Wolle hatten. Ich habe sehr streng drauf geachtet und die beiden durften nur noch unter Aufsicht zusammen und nur noch mit strengen Regeln. Mittlerweile ist das wieder gut. Das Verhältnis der beiden ist ok, nicht grandios, aber nicht Besorgnis erregend.
Sowas kann auch böse ausgehen. Bin froh, dass sich das hier wieder eingespielt hat.
Lg