Beiträge von LaBellaStella

    zu allererst mal:

    herzlichen glückwunsch und alles gute zum "famlienzuwachs" :smile:

    und bevor hier tipps kommen, einer von mir, ein ganz einfacher:

    im grossen und ganzen liest sich das ja alles sehr sehr gut. ihr zwei steht am anfang eines langen zusammenlebens - dass du da ein bisschen nervös und durch den wind bist, ist ganz normal. (hast du den ausdruck "welpenblues" schonmal gelesen? bei dir ists halt kein welpen- sondern ein "ersthundblues")

    da dein hund erst seit dienstag bei dir ist würde ich einfach mal vorschlagen, lass ihm und dir ein bisschen zeit und geh alles, was du ihm gern lernen möchtest, langsam an. schritt für schritt.

    und ganz wichtig: lass dich nicht verrückt machen, hör auf dein bauchgefühl - da liegt man oft gar nicht so verkehrt mit.

    so, und nun, so denk ich, werden gleich viele viele tipps kommen - lies sie dir durch, wäge ab und geh nach deinem gefühl.

    ja, der timmi. der durfte noch. :smile: der durfte freilaufen, der durfte als beschützer der kinder überall hin mit - und er durfte ungestraft die "bösen" vertreiben, bedrohen und auch mal beissen........

    damals der traum aller kinder - heute undenkbar!

    ich leb ja sozusagen im hundeparadies - im vergleich zu so manchen gegenden in DE.

    ich fasse es immer gar nicht, wenn hier so der eine oder andere schreibt, was andernorts alles nicht geht.

    wobei ich immer hoffe, dass nicht hier in meiner gegend irgendwann mal zu viele "unwissende" oder auch wissentliche "der tut nixe" auftauchen und dann aufgrund dessen "mein" hundeparadies auch komplett regelementiert wird. das ist einer meiner schlimmsten alpträume.

    also ich erklär meiner familie - vorallem meinen kids - "den hund" schon immer ganz gern ein wenig vermenschlicht.

    und ab und zu erklär ich sogar mir selber das verhalten meiner hunde spasseshalber "menschlich"

    wenn joey sich das dritte unterwäscheteil aus dem wäschekorb stibitzt und frech wie oskar damit durch die wohnung trabt - dann kann das gar nix anderes sein als ein "juchu frauchen ärgern macht spass - denn dann spielt sie fangen!" :lol:

    und irgendwie hat er ja sogar noch recht damit ;)

    oder wenn sam, der schlauberger, genau weiss, dass er joey nur lange genug ins ohr gröhlen muss, damit der endlich mal aufwacht und sich von der couch runter begibt weil er doch so neugierig ist, warum sam bellt.....das ganze natürlich nur, weil es sich dann sam gemütlichen machen kann auf eben diesem platz auf der couch........

    da interessiert mich der wissenschaftliche hintergrund eigentlich immer nur am rande - ich hab dann sogar den verdacht, dass er mir ein wenig vom spass an den hunden nehmen würde...irgendwie... :smile:

    hm, hab ja einige landwirte in der familie - die meisten haben auch einen hofhund - aber sosehr am hungertuch nagt keiner, dass er nicht mehr in der lage wäre, einen tierarzt zu rate zu ziehen, wenn der hund krank ist.

    und wenn dann der tierarzt eine einschläferung empfiehlt, dann wird diese auch vom tierarzt durchgeführt. nutztier hin oder her - geld hin oder her. eine eher wirtschaftliche einstellung zum tier muss noch lange nicht heissen, dass man mit dem tier umgeht, wie mit nem sack kunstdünger.

    es ging ja hier im fred nicht um einen lange, vielleicht im endefekt unheilbare krankheit, wo man das leben nur durch teure behandlungen verlängern kann - es ging darum, dass überhaupt niemand auf die idee kam, einen tierarzt in einem plötzlichen notfall hinzu zu ziehen.

    es stimmt schon, wenn man die hunde noch irgendwohin fahren konnte zum erschiessen, dann hätte man sie ebenso auch in eine tierarztpraxis fahren können.

    es ist in meinen augen schon ein unterschied, ob ich (event. als jäger) ein tier schwerverletzt irgendwo finde und erlöse oder ob ich als privatperson meine eigenen hunde irgendwo hin bringe damit ein befreundeter jäger sie erschiesst - wohlgemerkt - der jäger kam nicht zufällig vorbei - es war die entscheidung der halter, ihn anzurufen.

    es war auch kein jäger, der seinen eigenen hund erschiesst - es war ein freund oder bekannter der hh.

    da muss schon die frage erlaubt sein, ob die hunde den haltern nicht wenigstens ein notfall-behandlungsversuch wert gewesen sind....

    bei sam dachte ich auch zuerst, der kann gar ned bellen. :D

    er fing so mit ca. 5,6 monaten an - als er auf den geschmack kam wollt er allerdings dann gar nicht mehr damit aufhören.... :lol:

    hat mich viel mühe gekostet, ihm zu erklären, dass er nicht nur weil ers kann nun alles und jedes mit bellen kommentieren muss.


    joey hat von anfang an gebellt - der konnte und kann das bis heute wunderbar..... ;)

    Zitat

    Nur weiss ich jetzt nicht, ob es für einen Hund so ok ist...

    eine pauschale aussage dass "es" für jeden hund ok ist, wirds beim thema alleine bleiben wohl nie geben.

    es gibt hunde, die kommen wunderbar damit zurecht und es gibt hunde, die es höchstens mal einen halbe stunde aushalten.

    soweit ich bei dir rausgelesen habe kommt dein hund gut damit zurecht.

    er scheint zu schlafen, er dekoriert die wohnung nicht um und scheint auch keine heulkonzerte anzustimmen und wirkt wohl auch den rest des tages ausgeglichen.

    das alleinbleiben wurde ja anscheinend gut und langsam aufgebaut. :smile:

    wie oben geschrieben: ich würde nie sagen, jeder hund kann pauschal X-stunden problemlos allein bleiben - aber so, wie du das nun geschildert hast, würde ich sagen, es ist ok.

    Zitat

    Wenn ich lese, wieviel Zeit manche mit ihren Hunden verbringen, dann komme ich ins Stutzen und Frage mich, ob ich evtl zu wenig mache, oder andere einfach sonst nix anderes zu tun haben...

    da musste ich ein bisschen grinsen!

    ist zwar auch immer eine frage des jeweiligen individuums, aber hier hat man als hundehalter ziemlich viel einfluss drauf, was der hund fordert.

    gehst du jeden tag über lange zeit 4 stunden raus mit deiner nase - dann wird er genau das auch irgendwann von dir fordern.

    gehst du jeden tag "nur" 2 stunde raus - dann wird der hund auch damit zufrieden sein.

    zwischen arbeitsjunkie und couchpotatoe gibts ganz ganz viele abstufungen. und auch zwischen auslastung und auslastung! der eine braucht mehr fürs köpfchen, der andere möchte mehr rennen, der eine braucht richtig "arbeit" der nächste ist mit einem schönen spaziergang zufrieden - da kommt es wiederum auf die ausgewogenheit an.....

    hier spielt die tägliche routine, die "gewöhnung" eine recht grosse rolle. auch die ausnahmen von der "berühmten regel" werden dann meistens gut weggesteckt.


    wie o. geschrieben, auch hier: kommt auch immer auf die rasse bzw. den einzelnen hund an - aber im grossen und ganzen hast du das bis zu einem gewissen grad selber in der hand.

    meistens zeigens einem ja die hunde eh, wenns denn zu wenig "äktschn" wird.

    och - bei uns ist das so: wahre liebe gibts nur unter jungs! ;)

    gegenseitiges putzen der ohren oder mal ein liebevoller schlabberkuss - jo.

    das "geknispel" - das machen sie auch hingebungsvoll gegenseitig :D

    kontaktliegen: no go! aber nur, weil der gos das einfach nicht mag. (auch mit menschen nicht so unbedingt).

    ansonsten ergänzen sie sich bestens. :smile:

    sind halt mehr die "harten kerle" - richtige männerfreundschaft eben! :smile:

    Zitat

    Oh Gott, oh Gott :ops: , muss ich mir jetzt Sorgen machen, weil ich beiden geleichzeitig meine Aufmerksamkeit schenke, auch mit beiden gleichzeitig kuschele ohne einen wegzuschicken? Und das auch noch ohne Zank und Streit. Oder kann ich mir das etwa nur deshalb erlauben, weil weder ich noch sonstwas bei uns in den Augen meiner Hunde eine "Ressource" ist. Soweit kommt das noch :gott: . Dann würde ich denen den A:zensur: aufreißen von hier bis Hamburg! Und mir gleich mit, weil ich zu :zensur: gewesen wäre die vernünftig zu erziehen.

    nanana! gleich so hochgeschossen? ruhig, schimmel...

    hat doch niemand geschrieben, dass man nicht gleichzeitig zwei oder mehr hunde beschmusen kann?

    ich hab den post von "die schweizer" ganz anders verstanden:

    wenn ich grad eben, weil ich es so will, einen meiner jungs "bekuschel" und der andere eifersüchtling drängelt sich dazwischen oder meint, hier irgendwelche ansprüche stellen zu müssen DANN wird die "ungeduldsnase" sich wohl gedulden müssen - und eben unter umständen auch weggeschickt.

    nicht mehr, nicht weniger.

    wieso sollte man nicht alle zusammen "bekuscheln" - wenns für alle beteiligten freude macht - ist doch eh alles klar.


    zum thema: ich finde, es geht ganz gut mit zwei intakten rüden. meine sind ca. 2 jahre auseinander - sam ist jetzt drei jahre und 4 monate, joey 18 monate alt. joey ist nun seit 14 monaten hier bei uns.

    türlich gibts hin und wieder mal "meinungsverschiedenheiten" - natürlich gehts meistens um ressourcen.

    die beiden dürfen das gern ausdiskutieren - aber eben nur ausdiskutieren - zünftige wirtshausprügelein gibt es hier definitiv nicht. (ausdiskutieren nenne ich die übliche form der kommunikation unter hunden - ohne irgendwelche körperlichkeiten - also z.b. ein anbrummen des anderen, wenn der sich dem kauteil des ersten nähert).

    im grossen und ganzen gehen meine jungs recht "zivil" miteinander um. bisher hat der pubertäre jungrocker erst einmal gemeint, dass er eine "meuterei" ;) anzetteln muss - es ging um einen liegeplatz - noch bevor ich eingreifen musste, hat der "alte" schlicht und ergreifend mit der schulter gezuckt, ist in aller ruhe aufgestanden, hat sich gestreckt und hat dem "jungrocker" den platz einfach so ohne weiteres überlassen.

    ein gewisses management ist natürlich immer vom halter gefordert. eine gute beobachtungsgabe und ein gutes timing sind ebenfalls von vorteil.

    und, was mir immer wichig ist, zu erwähnen: der "ältere" kann (!) unter umständen irgendwann mal ein paar "rechte" an den "jüngeren" abtreten müssen....(ich glaub, das ist umso wahrscheinlicher, je weniger weit sie vom alter her auseinander sind). das sollte man als halter dann - insofern es eine "friedliche" übergabe ist - auch akzeptieren können.

    ich hab festgestellt, dass genau das vielen hhs rein mental probleme macht.

    Zitat

    Doris, wir reden aber immer noch von den "Spaniern", die ja die Hunde weg schmeißen, töten etc.
    Und diese Leute bringen auf einmal die Welpen zum Tierschutz??
    Passt doch irgendwie nicht zusammen, oder?

    bin zwar nicht doris, aber ich antworte darauf mal - wenn wir grade "von den spaniern" reden.

    da hast du ganz recht: ja, langsam, ganz langsam bringen "die spanier" die überzähligen, nicht gewollten nicht mehr gleich um - sondern eben entweder in perreras oder - wenn der welpe viel glück hat - zum tierschutz.

    und ja, natürlich hat das den "nachteil" (wenn man das so nennen kann) dass es dadurch mehr welpen gibt. logisch.

    ob man das nun als erfolg der tierschutzarbeit vor ort sehen will - da anscheinend ganz langsam ein umdenken stattfindet - aber eben auch mit dem effekt, dass immer mehr hunde/welpen "abgegeben" werden ...das ist wohl eine sache der eigenen einstellung.

    bis sich das ganze einigermaßen so eingependelt hat, wie es wünschenswert wäre (sprich dass es in den köpfen der menschen tatsächlich ankommt, dass kastration oder gar erziehung unerwünschte welpen von vorneherein verhindern) - das wird wohl noch eine ganze weile dauern, leider.

    nur, was will man tun? mehr als (kostenlose) kastrationen anbieten und aufklären ohne zu missionieren - was kann man da noch tun?

    gaby z. leitet bei "meiner" orga die vermittlungen nach DE. mit ihr sprach ich vor gar nicht langer zeit mal über die belegung des orga-ths in spanien. sie erzählte, dass jedesmal, wenn die orga an die öffentlichkeit geht (ob nun in schulen, oder auf veranstaltungen oder ob ein einer örtlichen zeitung berichtet wird) jedesmal ist hinterher das tierheim fast überfüllt - mit hunden und auch welpen die dann von den menschen eben dort "entsorgt" werden - statt wie bisher mal eben selber hand anzulegen oder die hunde in einer perrera abzugeben......

    die wenigsten hunde im orga-th sind strassenhunde. fast alle sind schlicht und ergreifend unerwünschte. vorallem ein neuer trend hat sich - lt. gaby - grad etabliert: man gibt die tragende hündin schon vor der geburt der welpen ab. dann muss man sich überhaupt nicht mehr mit den "folgen" der eigenen unwissenheit oder der eigenen bequemlichkeit auseinander setzen....

    aber wie gesagt: wenn wir verlangen, dass die orgas vor ort etwas tun - und dazu gehört eben auch die aufklärung, das immer und immer wieder in die öffentlichkeit gehen - dann hat man eben auch diese folgen irgendwie zu tragen.

    jap, mach ich. (eingangsfrage).

    ich kenne die hunde der orgas nicht immer persönlich, bekomme aber vorab eine ausführliche info über den hund. (sofern bekannt. bei fundhunden kann man - wenn sie nur ein paar wochen im TH sind z.b. natürlich nicht soviel sagen).

    ich mache mit den interessenten einen termin aus - und nehme bei ersthundehaltern meistens sam mit. (bei interessenten die bereits einen hund haben, eher nicht. manuu hat ganz gut beschrieben, warum das nicht immer problemlos geht).

    ab und an darf auch joey mit - wobei der jungrocker eher "hardcore" ist :D (scherz!)


    ein paar wichtige dinge versuche ich im ca. einstündigen gespräch nochmal anzusprechen. (ich bin da dann immer ziemlich "nüchtern" - und beschreib gern, was sein könnte. vom angepinkelten perserteppich, über die neu "gestylten" möbeln bis hin zu krankheiten oder verhaltensproblemen.)

    ansonsten lass ich mir gern erzählen, wie sich die künftigen halter das leben mit hund so vorstellen.

    mir ist es lieb, wenn möglichst alle familienmitglieder, die mit dem hund zu tun haben (also in der regel alle haushaltsmitglieder) bei der vorkontrolle dabei sind.

    ich gucke einfach allgemein, ob es passen könnte. wenn mir etwas auffällt, dann wird auch das angesprochen.

    letztens zum beispiel war ich bei interessenten, die hatten einen sehr glatten laminatboden in der ganzen wohnung. ich hab sie freundlich drauf angesprochen und sie waren ganz dankbar, denn dass diese böden für die meisten hunde nicht so toll sind, hatten sie - bei allen vernünftigen gedanken, die sie sich ansonsten gemacht hatten - nicht bedacht.

    sie fanden auch dann gleich eine gute lösung für das problem. (läufer mit gummiunterlagen wurden gekauft und ausgelegt).

    die allermeisten gespräche sind sehr entspannt und nett. sogar die eine oder andere nette gassifreundschaft hat sich dadurch schon entwickelt.

    ich bleibe ausserdem hier für die region ansprechpartner, sollten sich noch irgendwelche fragen oder probleme ergeben.


    die drei organisationen, für die ich tätig werde, sind die, bei denen ich selber einen hund geholt habe. hat sich so ergeben.