Beiträge von LaBellaStella

    Zitat

    So sehe ich das auch!!
    Ich denke ein Hund sollte durchaus in der Lage sein mal alleine zu sein!

    sicher.

    aber erst nachdem er das alleinsein GELERNT hat.

    langsam gelernt.

    es gibt hunde, die lernen es recht schnell - wenn man von anfang an ein bisschen mitdenkt.

    andere wiederum brauchen recht lange dafür und man kann die zeit nur in allerkleinsten schritten ausdehnen.

    im falle der TE würde ich sagen, der hund kann es eben noch nicht.

    ganz einfach.

    also würde ich hier von ganz von vorne anfangen. mit ein paar sekunden. und mich sehr sehr langsam vorarbeiten.

    6 stunden ist eben für DIESEN 5 monate alten hund definitiv zu lange. (meiner meinung nach ist diese zeit für die meisten hunde in dem alter zu lang).

    sehr interessantes thema!

    ganz ähnlich wie susami das beschrieben hat, seh ich das auch.

    ich denke, so gut wie jedes höher entwickelte säugetier dass in einem wie auch immer gearteten sozialverband lebt, braucht diese try&error phase.

    denn - wenn ich das als beispiel nennen darf - auch bei meinen pferden war es nie anders.

    auch sie kommen irgendwann ins flegelalter - und als reiter bekommst du dann das serviert, was du beim anreiten bzw. "anlernen" nicht wirklich gut gemacht hast ;)

    für mich persönlich ist die flegelphase bzw. die "jungrockerzeit" immer die interessanteste.

    denn - so meine erfahrung - sie sind zwar dann oft temporär taub, himmelhochjauchzend-zutodebetrübt, rüpelig, hochsensibel - aaaaaber ich finde, in dieser phase lernen sie dennoch in unglaublichem tempo.

    (das einzige problem: sie lernen auch das alles in unglaublichem tempo, was wir denn doch eher als "unerwünschtes verhalten" bezeichnen! ;) )

    ich bin mir sicher, es steckt niemals die absicht dahinter uns als menschen "zu ärgern" - sondern es macht im sinne einer entwicklung zum adulten hund sehr viel sinn drin.

    ich sag immer, in dem alter, in der phase "explodieren die synapsen".

    dieser übergang vom "kind" zum "erwachsenen" - der für uns menschen oft so viel stress macht, wenn er sehr deutlich ausgeprägt ist - ist für den hund sehr wichtig.

    das austesten von grenzen, das "abchecken" von rahmen und regeln, das erkennen der eigenen kraft, der eigene fähigkeiten waren wohl in der evolotionären entwicklung der spezies so wichtig, dass es sich bis heute bei vielen arten (inkl. des menschen) so stark erhalten hat.

    die natur irrt nämlich nie - nur was wichtig und fürs überleben unerlässlich ist, wird so fest im verhalten verankert, dass es immer "unbewusst" abgerufen wird.

    ich glaube, es ist sozusagen genetisch fixiert, dass uns unsere nasen in der entwicklungsphase oft doch etwas schwerer machen.

    und nicht nur in der hund-mensch beziehung - auch unter hunden kann man das sehr oft beobachten.

    wer kennt nicht den übermütigen jungrocker, der den althund plötzlich rotzfrech "rausfordert" ?

    mein erster und einziger versuch - vor "jahrhunderten" - mit meinem ersten hund auf einem hundeplatz ein paar trainingsstunden zu nehmen, war auch so eine "prägende" erfahrung!

    hier gabs damals nix anderes als eben den hundeplatz. eigentlich ein shv. irgendwann stand in der zeitung, dass jetzt ein kurs angeboten wird, für "alle" hunde egal welche rasse und zwar gings um "gehorsam im alltag".

    naja, dachte ich mir damals, maja war grad ein jahr alt geworden und so richtig schön mit temporärer pubertärer taubheit gesegnet - das könnt jetzt so mal nicht schaden.

    also nix wie hin.

    es war wirklich ein kurs für "alle rassen": vom klitzekleinen dackeltier über einen riesigen koloss von neufi und allen möglichen mixen in jedem alter und jedes geschlecht standen da so an die 30 hunde und ihre halter in der gegend rum.

    alles ein wenig chaotisch, der dackel wollte den neufi fressen, der rüde das mädel vernaschen, die jungen wollten toben, die alten brüllten "ruhe" - also alles gar nicht flauschig. die halter -je nach charakter - versuchten, ihre hunde irgendwie irgendwoanders hinzuziehen oder lagen sich schon untereinander in den haaren....

    da erschien der "trainer".

    ein strammes mannsbild mit einer stimme wie donnerhall!

    er brüllte in die runde: "alle aufstellen, der grösse nach!" (man hörte förmlich das "marsch, marsch" ;) )

    jeder versuchte, sich irgendwo einzusortieren.

    weiter hinten hörte man eine frau rufen "ich kann nicht mit meinem rüden hinter der hündin her, die ist läufig!"

    der trainer: "ist der nicht kastriert?"

    die frau: "nein"

    der trainer: "wenn ich mit dem fertig bin, dann isser als wär er kastriert! und jetzt alle im kreis!"

    ...ich bin dann doch leicht kopfschüttelnd vom platz....und nie mehr hin.

    Zitat

    Ich finde das Ziel der Sozialisierung ist ja nicht den Hund an U-Bahn, Einkaufszentrum und co. an sich zu gewöhnen.

    Sondern dass er lernt mit NEUEM umzugehen. Neue Eindrücke zu verarbeiten und damit umzugehen.

    Damit er auch im späteren Problem kein Problem mit Neuem hat und sich leicht an neue Umstände anpasst.

    .

    jap, genauso seh ich das auch.

    ALLES was mal passieren könnte - kann man sowieso nicht üben.

    aber man kann neue situationen üben!

    und damit mein ich nicht, dass man von der U-bahn ins lokal oder aus der einkaufspassage in den bus springt.

    sondern man übt bzw. zeigt dem jungspund, dass auch völlig fremde situationen einigermaßen entspannt und locker zu meistern sind.

    ich persönlich "übe" sowas gar nicht geziehlt. meine jungs durften von anfang an - in kleinen schritten - am alltag der familie teilnehmen.

    mal mit in einen biergarten, mal mit aufs turnier, mal mit auf ein mittelalterfest, mal aufzufahren, mal in fremden autos mitfahren ect.

    immer dann, wenn es sich eh ergeben hat. mal gabs ein paar wohchen gar nix neues, dann mal wieder öfter.....je nachdem und vorallem: kein aufhebens drumrum, nie solange, bis der bogen überspannt war und wir haben "klein" angefangen.

    heute sind "neue" situationen meistens überhaupt kein problem - selbst wenn es ganz ungewöhnliche, neue situationen sind.

    ach jaa..a bissi kann ich den ärger der TE sogar verstehen.

    hab hier ja auch direkt nebenan einen grossen kindergarten.


    die allermeisten der kindergärtnerinnen sind nett, unkompliziert und gut drauf. eine einzige allerdings, die bringt ein paamal im jahr auch seltsame sprüche....

    an die dame hab ich mich mittlerweile gewöhnt und ignoriere sie. beim erstenmal als sie allerdings ihren "böser kampfhund"-spruch brachte, hat mir das auch ziemlich übel aufgestossen.

    damals war ich hier grad eingezogen, hatte nur einen hund - meine verstorbene maja - die war weder "kampfhund" (sprich nur 40cm gross, langes wuschliges fell) noch zu dem damaligen zeitpunkt überhaupt in der lage (davon ab dass sie ein sehr liebes mädel war) irgendwem irgendwas böses zu wollen - sie konnte eh kaum noch laufen....

    die dame ging mit ihrer kindergartengruppe am garten vorbei, sah maja, die friedlich im gras lag und meinte: "schnell kommt vorbei, da drinnen ist ein böser kampfhund"

    das macht sie nun seit 5 jahren jedesmal wenn sie mit einer gruppe kindern vorbei geht. *seuzfer*

    gespräche brachten nix - die werden sofort von ihr abgeblockt. eine kollegin von ihr erzählte mir, dass sie panische angst vor hunden hat.

    nun - das muss ich akzeptieren und dafür hab ich auch bis zu einem gewissen grad verständnis. allerdings hätte ich immer gern die möglichkeit, wenigstens den kindern zu zeigen, dass meine hunde keine "phösen kampfhunde" sind....naja, ab und an kommen ja mal die kinder nachmittags an und fragen, ob sie mal die jungs streicheln dürfen.....ein kleiner lichtblick ist das dann schon immer und ich freu mich.

    :D

    da schoss mir sofort das schöne wort "dominaz" durch den kopf. dicht gefolgt vom "rudelchef" oder "alpha" und danach kommt bei mir sofort "aggressiv".

    diese vier begrifflichkeiten werden sooooo oft falsch verwendet, so oft missverstanden und so oft als "ausrede" oder falsche begründung verwendet, dass sie bei mir persönlich auf meiner "negativ" liste ganz oben stehen....

    kurz gesagt: das ganze "rudelführer/alpha/dominaz/aggressiv"-theoriendingsbums geht mir gehörig auf den keks.

    demzufolge finde ich natürlich auch trainings/erziehungsmethoden, die auf pseudowissen von "annoachzehnsiebzich" aufbauen, nicht wirklich prickelnd.

    gleich dahinter kommt übrigens das krasse gegenteil: die totale vermenschlichung oder "verkindlichung" von hunden durch ihre menschen.

    ausserdem stimmt mich die anscheinend immer mehr umsichgreifende "hundefeindlichkeit" der umwelt bedenklich. irgendwie werde ich das gefühl nicht los, dass (unterstützt durch halbseidene medien) es immer mehr menschen gibt, die immer mehr vorurteile gegenüber hundehaltern haben....

    mein AG ist, was kurzfistige urlaubstage oder kurzfristige freie tage betrifft, zum glück recht kulant:

    bei uns gibts einen zentrale personaleinsatzsteuerung. (ist ein sehr grosses unternehmen).

    wir werden zwar gebeten, der jahresurlaub möglichst bald einigermaßen zu verplanen - aber wenn unvorhergesehenes eintritt, kann man ab 7 uhr früh dort anrufen und für den tag urlaub bzw. überstundenabbau beantragen.

    meist ist das kein problem und es wird auch keine begründung verlangt. sollte "die hütte brennen" dann fragen die kollegen von der personalstelle schon mal nach, warum und ob das nicht irgendwie anders geregelt werden kann.

    ich habs noch nie erlebt, dass es, wenn es telefonisch von der personalstelle genehmigt wurde, hinterher irgendwelche schwierigkeiten gab - WENN es nicht zur regel wird.

    (jap, wir hatten auch schon kollegen, die immer, wenn sie eine frühschicht am sonntag hatten und am samstag zu lange gefeiert haben, dann kurzfristig für sonntag frei wollten - kommt sowas öfter vor, dann geht das halt mal nicht).

    unsere personaler haben da relativ viel spielraum - auch stundenweise kann man mal kurzfristig weg.

    allerdings sind allein in meiner "abteilung" oder in meinem "ressort" auch weit über 1100 mitarbeiter tätig - insofern sind natürlich einzelne kurzfristige, ungeplante "ausfälle" leichter zu verkraften.

    jap.

    ich denke auch, dass es da zwischen zwei extremen wie immer auch eine goldene mitte geben kann.

    wenn ich mir so das gespann " unsere schwiegermuttern/schwiegerdackel" angucke - da flippt schwiegermuttern wesentlich mehr aus, als der dackel ;) bei der begrüßung.....

    ich persönlich schätze eine eher ruhige begrüssung meiner jungs (wenn ich vom büro heimkomme)

    mein göga hat überhaupt kein problem damit, von den jungs "begraben" zu werden.

    mittlerweile haben sie gelernt, dass man zwar herrchen stürmisch begrüssen darf, aber frauchen oder die kids das eher weniger schätzen - und verhalten sich dementsprechend.

    da sie auch "fremde" bzw. generell besucher sowieso nur sehr verhalten mehr aus der "ferne" betrachten, ist es für uns persönlich auch so in ordnung.