Beiträge von LaBellaStella

    Zitat

    Bei mir wäre der perfekte Führerschein zwei geteilt:
    - ein kleiner Theorieteil, über Lernverhalten, Hundeverhalten, Knigge, Bedürfnisse etc
    - ein Praxisteil, in dem das Hund-Mensch-Team für seinen Alltag vorbereitet bzw. ein Stück weit begleitet wird. Hier würde für mich der Schwerpunkt liegen. Unwichtig wäre mir dabei, ob der Hund die gängigen Befehle kann oder nicht. Sondern wichtig wäre mir, dass Alltagssituationen angemessen, gehändelt werden können und dass die Grenzen des eigenen Hundes erkannt und respektiert werden*. Beispiele sind da: Umgang mit Joggern, Walkern, anderen Hunden, Menschen allgemein. Kein Hund müsste sich dabei von jedem anfassen lassen, sondern der Halter sollte wissen/lernen, wie er seinem Hund seinen benötigten Freiraum verschaffen kann, aber auch dass er die Grenzen von anderen Menschen/Tieren zu berücksichtigen hat.
    - Mögliche Konsequenzen bei Problemen beim "Bestehen" wäre für mich in erster Linie ein intensiveres Training/Einzeltraining/Gruppentraining, um an den Problemen gezielt arbeiten zu können

    .

    *hervorhebung von mir

    jap. ganz ähnlich würd ich mir das auch wünschen - gut formuliert!

    bei den leckerlis bin ich nicht sehr penibel: mal buntgemischt vom FN und als besonderes gutti fürs training oder ähnliches nehm ich auch völlig ungeniert frolic. (genauso wie leberkäs oder wienerle oder hartkäse oder oder oder usw.)

    bei der normalen ernährung bin ich vorsichtiger: entweder gibts "selbstgekochtes" oder auch mal "roh" - oder kienings-dosen und ein gescheites TF.

    ich denk mir immer, die menge macht das gift - die jungs sind gesund und vertragen so ein frolic oder FN-leckerchen ganz gut - und die minihandvoll am tag (für drei hunde) ist wohl nicht schlimmer als ein paar chips oder ein paar ripperl schokolade für mich.

    hm...

    also laute musik: jo, kann schon mal vorkommen. grad wenn hier u2 läuft. allerdings, wären es die randfichten, dann wär das wohl tierschutzrelevant :D

    ne, im ernst: meine jungs liegen hier auch meistens seelenruhig rum und schlafen - auch wenns mal ein bisschen rockt. nur klassik kann ich nicht mehr laut hören, bei arien singt sonst joey mit.

    besuch? wieso nicht? meine kinder bekommen besuch, wir bekommen besuch - ist halt so. ein normaler hund sollte das schon mal aushalten können find ich. zumal es hier ja nicht um riesen partys geht. aber selbst wenn: meine verstorbene hündin die war ein richtiger partywusel. je mehr gewühl, desto besser fand sie das. ne richtige kleine "partyschlampe". wobei ich allerdings denke, das sind mehr die ausnahmehunde, den meisten geht sowas wohl doch eher auf die nerven.

    rauch - tja. wir rauchen nicht mehr - aber als wir noch raucher waren wurde auch im beisein der hunde geraucht.

    ich gehör auch zur fraktion der "drübersteiger". wenn sie denn liegen müssen sie nicht aufstehen - allerdings im weg rumSTEHEN müssen sie auch nicht. da schick ich sie dann schlicht zur seite.

    tja - dulden müssen und regeln...ist so ein ding.

    zum anschlagen/bellen: wenn du deinen nachbarn einen freude machen willst, dann sollte man so wenig wie möglich gebelle hören. was sie dulden müssen, da scheiden sich die (gerichtlichen) geister ein wenig, aber es gibt ein paar urteile, die sinngemäß in etwa sagen:

    am stück nicht länger als 10 minuten und über den tag verteilt nicht länger als insgesamt 30 minuten und nicht in der zeit zwischen 22 und 6 uhr und mittags zwischen 13 und 15 uhr (OLG köln Az. 12 U 40/93 ) - das wird als zumutbar angesehen - aber wie gesagt, das ist ein urteil an dem sich gerichte ab und an orientieren - im prinzip wärs immer eine einzelfallentscheidung!

    wenn man das hinlegen des hundes auf den fliesen in der unteren wohnung hört, dann ist der boden aber schlecht schallgedämmt. die frage ist, wie sehr stört das deine nachbarin? und was hört sie sonst noch so ? eure tritte? stühlerücken? und nimmt sies hin oder ist sie eher hellhörig? eine gewisse schalldämmung sollte schon vorhanden sein - wobei das eher ein mietrechliches problem sein dürfte.

    das betreten oder verlassen des hauses sollte natürlich auch so leise wie möglich stattfinden - vorallem in den nachtzeiten. allerdings kann, wenn du die gebotene rücksicht auf den lärmpegel nimmst, dir nicht verboten werden, das haus nach deinem gusto zu betreten/zu verlassen. das ist immer hinzunehmen. ausser, du knallst übermäßig mit den türen oder fängst im treppenhaus an arien zu singen oder dein hund rennt bellend durchs treppenhaus.... :smile:

    jo, also hier riecht keiner.

    weder der Gosso noch der Herdimix.

    das dackeltier hatte anfangs als er zu uns kam so einen gewissen "hundigen" eigengeruch - hat sich aber nach ein paar wochen völlig gelegt.

    ich denk auch, dass das futter eine grosse rolle spielt - dackeltier bekam früher eher so das typische supermarktfutter. :smile:

    na na na!

    da solltest du aber schon ein bissi differenzieren.

    ich würde wohl in angst und schrecken leben - bzw schon lange nicht mehr leben - wenn das so stimmen würde.

    ein knurren oder brummen oder lefzen hochziehen ist zu allererst immer kommunikation. damit will einem der hund was sagen. da sollte man sich schon erstmal die mühe machen zu verstehen, was und warum er einem etwas mitteilen will.

    weiter oben wurde das schon schön erklärt - der unterschied zwischen knurren und knurren, die unterscheidung der unterschiedlichen auslöser fürs gebrumm. und die unterschiedlichen möglichkeiten, die man hat, wenn er denn brummt, der hund.

    meine drei knurren alle - aus den unterschiedlichsten motivationen heraus und aus den unterschiedlichsten gründen.

    mir liegt immer zu allererst am herzen, dass ich rausfinde, warum knurrt der jetzt? wie kann ich die situation so gestalten, dass er schlicht keinen grund mehr hat zu knurren?

    da kommt man dann eben auch unter umständen zum tauschgeschäft oder zum schlafplatztabu oder zum ressourcenverteidigungsabbautraining (was für ein wort!) usw.

    ab und an ist es auch - unbenommen - notwendig, dem hund zu zeigen, dass er sich auch schlicht selber aus einer situation rausnehmen kann in dem er eben weggeht. (da ist das couchbeispiel ein schönes - ich setz mich auch auf die couch - wenn dir das nicht gefällt, dann gehst DU (also hund) runter).

    geht man ein bisschen mit überlegung an die sache ran, dann ist das in der regel gar keine grosse sache - und man erreicht mit der zeit einen grossen vertrauensvorsprung beim hund.

    zur reissenden, plötzlich wild zubeissenden bestie ist noch keiner meiner hunde geworden - sie gehen weder grundlos nach vorne noch übernehmen sie die weltherrschaft. warum sollten sie auch? sie haben gelernt zu verstehen, dass ihre menschen ab und an auch dinge tun, die ihnen nicht so ganz gefallen - aber sie haben das vertrauen in ihre menschen, dass das so trotzdem in ordnung ist.

    und ich kann meinen jungs vertrauen, dass sie mir sagen können, wenn sie etwas nicht verstehen oder etwas für sie unangenehmes passiert - so dass ich dafür sorgen kann, dass sie eben grade NICHT selber den nächsten schritt (wie immer der dann auch aussieht) machen müssen.

    sammel einfach immer ein bisschen von jedem stuhlgang bis du zum TA fährst.

    grad wenns doch giardien oder würmer sind, kanns sein, dass nicht in jeder "probe" was auffindbares dabei ist.

    wann ich zum TA fahre, wg. durchfall?

    auch hier gilt die "drei tage regel". joey hat ab und an mal durchfall, bei dem schlägt grosse aufregung gern mal auf die verdauung - wenn da karottenmus (ich nehm immer die babygläschen - die hab ich immer auf vorrat hier, halten ja ne zeitlang) plus "hühnchen mit matschigem reis" nicht innerhalb von zwei tagen hilft, dann gehts auch zum TA.

    ebenfalls wenn ich seh, dass der betroffene hund bauchschmerzen hat oder wenn sich blut ihm kot findet oder wenn der durchfall immer wieder kommt.

    hm, also wir sind im september letzten jahres umgezogen - mit drei hunden.

    ich hab da gar kein so grosses "drumrum" gemacht - die tage vor dem umzug haben sie interessiert zugeguckt, wie wir alles so langsam in kisten verpackt haben - da aber der tagesablauf dennoch der selbe blieb (füttern, gassi ect) war das nicht weiter aufregend.

    kritisch wurds nur, als wir die couch rausgetragen haben - bei dem transport haben wir dann auch gleich die jungs mitgenommen - sie durften gleich mit rein ins neue haus, haben sich alles angeguckt und als dann die couch wieder an ort und stelle war, konnte man sehen, dass sie sich sofort entspannten :smile:

    dein hund ist ja noch recht jung - aber vielleicht habt ihr ja auch schon ab und an freunde oder bekannte besucht ? ich glaub meinen jungs hat das recht viel geholfen, da sie es kennen, auch mal in ungewohnter umgebung zu sein.

    nur mit dem unterschied, dass wir eben nicht mehr "heimgefahren" sondern eben geblieben sind. die erste nacht haben wir dann noch hier unten im wohnzimmer bei ihnen geschlafen - die zweite nacht war dann schon ganz "normal" und jeder hat sich sein plätzchen gesucht wo er schlafen möchte.

    aber auch das kennen sie, wenn sie mit in urlaub kommen ists ja auch "anders".

    bei uns hat es ungefähr 2-3 tage gedauert, dann war das hier für sie ganz vertraut und in ordnung.

    beim umzug selber blieben sie so lange wie möglich im alten haus - sie sind also nicht ständig mit hin und her gefahren. einer von uns ist meistens bei ihnen geblieben.

    ich glaub auch, dass das gar nicht sooooo aufregend ist für hunde - solange sie danach ihre menschen um sich haben und das ganze gewohnte mobiliar usw und sich am tagesablauf nicht allzuviel ändert.

    hm, bei vielem was ich hier so an beschreibungen lese, denk ich eher an souveränität und selbstbewusstsein als an "dominanz" - aber es soll ja nun nicht an einem begriff festgemacht werden.

    wenn einer meiner rüden einem anderen begegnet und die situation völlig korrekt, ohne gedöns, ohne eskalation und cool abläuft, ohne rumgeprolle oder "matchogehabe" - dann haben sich da zwei souveräne rüden getroffen, die es beide wohl nicht nötig hatten, in dieser speziellen situation den anderen übermäßig zu dominieren.

    mein gosso konnte genau das - diese eher ruhige, coole, angstfreie aber selbstbewusste "ausstrahlung" - sehr früh. nicht so "perfekt" wie er es jetzt kann - aber man konnte es doch schon sehr früh sehen.

    der herdi übt noch - der dominiert situationen lieber mal nach dem motto "wer die grösste klappe hat, gewinnt!" - da fehlt ihm noch coolness, selbstbewusstsein und vor allem souveränität. begegnet er einem hund, der das kann, dann backt er kleine brötchen und wird also vom anderen dominiert.

    er lernt allerdings langsam, dass man nicht völlig ausm hemd hüpfen muss, nur weil das gegenüber grad am rad dreht.

    beide können also auf völlig unterschiedliche art in einer situation dominanz zeigen - der eine einfach in dem er auf coole socke macht (bzw eine coole socke ist) und der andere, in dem er vorsichtshalber mal den brüllaffen gibt und ne wirtshausprügelei anzettelt (wenn ich ihn lassen würde, selbstverständlich).

    das halbaustistische dackeltier bring ich lieber mal gar nicht erst ins spiel, der ist nochmal auf eine ganz andere art und weise dominant. ;)

    inwiefern da jetzt was angeboren ist oder erlernt wurde oder altersbedingt ist, kann ich nicht genau sagen. die grundcharakterzüge waren wohl schon immer so angelegt - sind also wohl angeboren - aber das wie man nun in einer situation auf unterschiedliche arten und weisen dominieren kann, das kann wohl durchaus mit training beeinflusst werden - das seh ich beim herdi.

    und ja klar, sicher, auch bei vielen fellnasen gilt: je älter, desto souveräner wird mit situationen umgegangen, desto ruhiger und unaufgeregter werden "probleme" gelöst.

    aber ob sie im alter nun "dominanter" werden oder einfach nur mehr gelassenheit zeigen oder einfach nur mit der zeit mehr erfahrungen sammeln - keine ahnung.