Mein Hund ist ein Müllhund, der alles frisst, was er findet. Wir haben "Tabu" auftrainiert, sie reagiert auf "Pfui", "Nein", "weiter". Dennoch hat sie kein wirkliches "Unrechtsbewusstsein". Sie lässt Fresszeugs nur liegen, weil ich es so will.
Nach 2 J Training sind wir so weit, dass sie etwas findet und mich ansieht. Wenn ich nicht gucke bzw nix sage, verschlingt sie es.
Gestern eine neue Situation! Sie findet eine Pommes (ihr absolutes Lieblingsfood). Sie zögert, sie sieht nicht zu mir hin - und weicht langsam von der Pommes zurück. Sah aus, als folgt sie einem "Trieb" und weiß selbst nicht so recht warum sie das tut. Sie schaute nicht zu mir! Sie wich vor der Pommes zurück und kam zu mir. Ich war von den Socken! Sollte es ihr langsam in Fleisch und Blut übergehen, was wir seit 2 J üben??
Als Belohnung bin ich aufgestanden, hab die Pommes geholt und ihr gegeben.
Mal sehen, wie sich die Sache weiterentwickelt!
Ein anderer HH beschrieb seine Methode, um seine Hunde vor Vergiftungen zu bewahren: Wenn sie etwas Fressbares finden (egal wo, ob out- oder indoor), sollen sie es zu ihm bringen. Er inspiziert es und gibt ihnen die Hälfte (oder einen Ersatz, wenn das Zeugs, was sie gefunden haben, bedenklich erscheint). Das ist zwar etwas kurios, wenn es sich dabei zB um geklaute Kekse handelt, aber der HH schwörte drauf, da es in seinen Augen die Giftködergefahr enorm senkt.
Beim Jagdverhalten eines Nichtberufjägers kann ich mir eine solche Belohnungsform allerdings auch nur mit Ersatz (Dummy, Laufspiele) vorstellen.
Eine andere Alltagssituation ist, dass ich meinen Hund nach "Bleib" mit Freilauf belohne und sie zum Rennen animiere. Das ist richtig zu sehen, dass sie dann mehr Glücksstoffe als bei einem Leckerli ausschüttet 
Ich denke, die beste Art der Verstärkung hat auch damit etwas zu tun, unter wie viel Spannung der Hund steht - und ob diese Spannung in der Situation gewollt/akzeptabel ist oder nicht.