Beiträge von SophieCat

    Es gibt (erwachsene) Hunde, die wesentlich aufgeschlossener gegenüber fremden Artgenossen sind, als (erwachsene) Wölfe es typischerweise sind, und die den Kontakt suchen und dabei stark auf Deeskalation setzen. Das ist ein (züchterisch selektiertes und domestikationsbedingtes) Verhalten, dass beim Wolf in das Verhaltensrepetoire von Welpen und Jungtieren gehört, und bei akulten Tieren nicht/weniger zu beobachten ist. Für den Wolf ist/wäre das also ein infantiles Verhalten.

    Ja, nochmal: Für den Wolf - aber nicht für den Hund, und erst recht nicht im innerartlichen Vergleich von Hunden.

    Wenn ein adulter Hund dieses Verhalten zeigt, heisst das nicht, dass der ganze Hund infantil ist - aber sein Verhalten in diesem Moment ist, wenn man es mit seinen undomestizierten Verwandten vergleicht, infantil.

    Du kannst aber nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Entschuldigung aber du drehst dir doch alles so zurecht wie beliebt. Oder wie war das mit dem Neandertaler?

    Ich denke auch, alles über zwei Jahre wäre nicht mehr bedenklich.


    Vorausgesetzt natürlich immer man kastriert/chippt nicht aus Bequemlichkeit.


    Medizinische Indikationen können es natürlich notwendig machen früher zu kastrieren, aber wenn es irgendwie geht, würde ich zwei Jahre als „Mindestalter“ betrachten für die geistige Entwicklung des Hundes. Später, sofern notwendig, umso besser.


    Bei Rüden!

    Ich denke auch das es da kein pauschales Richtig oder Falsch gibt. Dazu sind Hunde und Rassen viel zu unterschiedlich/individuell.


    Meinen Mittelspitz konnte ich bei Fremdhundbegegnungen auch ganz anders führen als meine DSHündin. Den Kleinen konnte ich im Freilauf auch nach Absprache zu anderen Fremdhunden lassen und es ging zu 99% friedlich und nett zu. Bei meiner DSHündin hingegen ging das nicht, Punkt. Die wurde immer rangerufen, angeleint, kein Fremdhundkontakt. Weder im Freilauf und schon gar nicht an der Leine. Nach einer konditionierten Zusammenführung kam sie aber mit fast jedem Hund klar. Das ist dann aber kein Fremdhund mehr.


    Am Ende ist es doch jedem Hundehalter selbst überlassen solange er seinen Hund so führt das er andere nicht belästigt oder gar gefährdet.


    Wichtig finde ich vielmehr die Akzeptanz, das der eigene Weg nicht der Maßstab ist.

    Und zum Wörtchen Infantil.


    Klar kann man jedes Wort auf die Goldschale legen, aber in meinem Weltbild gibt es viele Hunde die als Hauptstrategie in Konflikten ins fiddeln fallen, was für mich vergleichbar ist mit infantilen Verhalten - Situationsbezogen! Vergleichbar mit einem Hund nicht dominant ist, sondern sich vergleichsweise oft dominant verhält. Und das altersunabhängig bis zum Lebenswinter.


    Nenn es von mir aus umgangssprachlich. Dafür erwarte ich von anderen nicht den wissenschaftlich korrekten Einsatz dieses Begriffes :roll:.

    Hundundmehr

    Ich frage mich worauf du schlussendlich eigentlich hinaus willst :ka:


    Du hast Deine Sicht und Erfahrungen auf Hundebegegnungen und andere, nun ja, andere.


    Solange Du Deine Hunde abrufst von angeleinten Hunden oder auf Bitte anderer Hundehalter, finde ich Deinen Weg sympathisch und gut. Es klappt halt für dich und deine Hunde, andere werden nicht von euch belästigt, wunderbar.


    Ich finde es aber bezeichnend andere Hunde als „nicht ganz dicht im Oberstübchen“ zu betiteln, die ab adulten Alter Artgenossenunverträglich sind, und dabei auch beschädigen würden.


    Joah, das würde wahrscheinlich auf einen niedrigen zweistelligen Prozentsatz von adulten Hunden ernsthafter Rassen zutreffen, die einen völlig normalen „Werdegang“ und erfahrene, sachkundige Halter haben.


    Ich halte es für normal das z.B. ein Malinois alle Fremdhunde um sich herum akzeptiert (bestenfalls), solange diese seine Individualdistanz nicht unterschreiten (sagen wir 1m) und dann nach diversen, nicht als solche angenommenen oder als solche akzeptierten, körpersprachliche Warnungen auch beschäfigt. Ein solcher Hund ist keineswegs nicht „dicht im Oberstübchen“.


    Ich würde mir vielmehr Gedanken über einen Tut-Nix machen, der angesichts eines deutlich warnenden Fremdhundes trotzdem meint man könnte vielleicht doch mal die Nase in den Po stecken.

    Meine ist trotz Fremdhundekontakten (leider nicht immer nur netten) sozialverträglich geblieben. Ich bin mit der Zeit wählerischer geworden, aber am Anfang habe ich sie eigentlich zu allen Hunden hingelassen (sofern die Besitzer nichts dagegen hatten).

    Abschirmen kann den Hund auch misstrauisch machen.

    Ist doch super wenn ihr gut damit fahrt. Es gibt eh nicht die eine Lösung.


    Man kann Umorientierung aber auch ganz unspektakulär und positiv aufbauen. Meine adulten Hunde haben sich bei Hundesichtung ohne Abruf automatisch zu mir umorientiert, wurden dafür belohnt, angeleint und vorbei geführt. Warum sollten sie misstrauisch werden wenn sie verknüpfen das es sich für sie lohnt den Fremdhund zu ignorieren? :ka:

    Zum Punkt Fremdhundkontakt.


    Da bringe ich jetzt mal Rasseeigenschaften ins Spiel. Ich zum Beispiel hatte bisher nur Gebrauchshundrassen. Und bei denen ist Artgenossenverträglichkeit nunmal nichts was forciert wurde. Entsprechend konnte spätestens ab Adult Alter gut und gerne auf Fremdhundkontakt verzichtet werden, und ich halte das für völlig normal. Und ja, ich finde es sehr ärgerlich wenn andere Hundehalter uns den Kontakt zu ihren Tut-Nixen dann aufzwingen, weil zu faul (whatever) zum abrufen oder anleinen.


    Was genau bringen meinem Hund Fremdhundkontakte? Man sieht sich eh nie wieder. Mag sein das es 9 von 10 mal friedlich abläuft und dann beim 10min Mal knallt es. Die 9 „netten“ Male wiegen das meines Erachtens nicht auf.


    Nö, dann lieber verabredete Kontakte mit Hund-Halter Gespannen von denen ich weiß das es passt.


    Ansonsten, Fremdhundsichtung > mein Hund wird abgerufen, angeleint und wir gehen freundlich grüßend vorbei.


    Ich habe die Erfahrung gemacht, das dies die größten Chancen einräumt das der eigene Hund sozialverträglich bleibt.