Beiträge von die mit dem Hund

    Porus One und Ipakitine wurden über das ursprüngliche Futter gegeben und hat den zweiten Hotspot ausgelöst der sehr heftig war. 😔

    Das Porus One kannt ich gar nicht, aber da versteht man ja überhaupt nicht, was da eigentlich drin ist, außer dass es "Renaltec" ist. Und dass die gleichzeitige Gabe von Calciumcarbonat (= der übliche Phosphatbinder) unproblematisch ist. Da kann im Porus One also was drin sein, was den Hotspot ausgelöst hat. Oder die Kombi mit Ipakitine. Oder etwas im Ipakitine (Laktose, Calciumcarbonat, Chitosan).

    Calciumcarbonat ist ja der gängiste Phosphatbinder, der in der Tiermedizin verwendet wird. In der Humanmedizin dagegen setzt man häufig Alternativen ein, wie Lanthancarbonat oder Sevelamer, weil die besser verträglich sind, denn auch bei Menschen schlägt Calciumcarbonat, vor allem so hochkonzentriert wie in Phosphatbindern, gern auf den Magen. (Marlon hatte davon verstärktes Sodbrennen. Ich hab lange herumgesucht bis ich einen halbwegs passenden Phosphatbinder fand, zwar auch auf Calciumcarbonat Basis, aber scheinbar anders präpariert oder was auch immer, denn das hat er dann vertragen). Die alternativen Phosphatbinder findet man so gut wie gar nicht bei Tiermedizin-Produkten, weil sie viel teurer sind als das Calciumcarbonat. Ich fand nur eins, das Lanthancarbonat enthielt, das war aber so gering dosiert, dass es keine wirkliche Wirkung als Phosphatbinder in diesem Sinne hatte.

    Ich find heute ist die Auswahl an Nierendiät Fertigfutter sehr groß, v.a. bei Nassfutter, es lohnt sich da weiter zu probieren, weil eben bei den Nieren alles übers Futter geht. Und vorher eine Liste der Zutaten der bisher probierten Futter, inklusive Zusätze / Ergänzungsfutter, machen mit Vergleich zum stets vertragenen Standardfutter.

    Und im Hinterkopf behalten, dass Niereninsuffizienz ebenso Fell-, Haut- und auch Darmprobleme verursacht.

    Ich wünsch euch, dass ihr die für Ella geeignete Lösung findet.

    Kleenes87 Sicher möglich, wenn der Hund auf eine bestimmte Komponente darin reagiert. Das ist immer möglich, auch bei Nicht-Spezialfutter.

    Ich würd da in der Ursachenforschung damit beginnen, die Zutatenlisten ganz genau zu vergleichen. Also klare Gegenüberstellung von bisherigem Futter, den probierten Spezialfuttern, und auch den zusätzlich gegebenen Zusätzen (bei dir Ipakitine). Und hierbei auch auf die kleinsten Details achten, also die Mineral- usw. Zusätze. Mit dem Ziel, den gemeinsamen Nenner zu finden, der in den vorherigen gut vertragenen Futter nicht vorkam.

    Schwierig, weil einige Hersteller nicht alles auflisten. Hatte ich früher bei Royal Canin, da lohnt sich aber einen Blick in die internationalen Seiten der Marke zu werfen, da von Land zu Land die Angaben besser aufgeschlüsselt sind. Immer mit Rücksicht, dass die Rezeptur grundsätzlich dieselbe ist, denn die ist in einigen Ländern anders. Beispiel Klinoptilit, ist in einigen Ländern als Futtermittelzusatz nicht zugelassen. Falls die Rezeptur dort komplett anders scheint (auch von der Verpackung), kann man jedoch wenigstens einen Anhaltspunkt haben, was die Marke generell verwendet.

    Also genaue Gegenüberstellung kann helfen, den "Schuldigen" zu finden.


    Zeigt sich die Unverträglichkeit aber auch bei der Verdauung? Oder nur äußerlich als Hotspot, Rückwärtsniesen und Fellveränderung?

    Niereninsuffizienz kann auch starken Juckreiz auslösen, und Fellverlust bzw. Fellveränderung ist auch recht typisch. Was auch in Schüben gehen kann.

    Die Symptome können also grundsätzlich auch von der Niere kommen, und müssen nicht unbedingt mit dem Spezialfutter zusammenhängen.

    Bei Fell-Symptomen ist eine altersbedingte Schilddrüsenunterfunktion auch nicht auszuschließen.


    Mein Rat wäre aber, das Senioren Nassfutter durch ein Nierendiät Nassfutter zu ersetzen. Weil grad Nassfutter, auch für Senioren, generell viel zu viel Protein und Phosphat für eine eingeschränkte Nierenfunktion hat. Dadurch kann man die Nieren sehr gut entlasten.

    Bei den Nieren ist nicht viel Spielraum gegeben. Mit geeignetem Futter kann man, je nach Ausgangssituation (= Schweregrad der Nierenisuffizienz) dem Hund noch einige gute Jahre ermöglichen. Mit allem was nicht geeignet ist kann's hingegen schnell gehen. Geeignetes Futter ist hier die wirksamste Möglichkeit, die man hat.

    Zucchini Ich find es toll, wie du das angehst, und vor allem dass Toffi sich sichtlich besser fühlt. Das ist schön.


    Ich war das gesamte Jahr regelmäßig mit Toffi beim TA, weil sie mir nicht gefiel, weil sie schlecht frass und ihr oft übel war; hab 3x ein großes BB inkl. Pankreaswerte machen lassen - immer ohne Befund.

    Das ist das tückische bei Niereninsuffizienz. Die Blutwerte, also Kreatinin und Urea-N (BUN) Werte erhöhen sich erst wenn ca. ein Drittel bis zur Hälfte (Idexx sagt sogar 75%) der Nierenfunktion bereits eingeschränkt ist. (Darüber ist sich die Wissenschaft anscheinend nicht so einig).

    Die meisten Hunde zeigen vorher schon Symptome, wie bei dir Toffi.

    Bei Marlon war nichts, komplett ohne Symptome, es war ein reiner Zufallsbefund beim jährlichen Blutbild, das ich seit seinem 8ten Lebensjahr machen ließ (eben um rechtzeitig auf Veränderungen reagieren zu können). Auch 2 1/2 Jahre später war er noch ohne Symptome.

    Der SDMA Wert war bei unserem Tierarzt nie im Blutbild inbegriffen, auch nicht nach der Diagnose. Wir haben die Resultate immer vor Ort nach ein paar Minuten bekommen, also ohne Einschicken ins Labor.

    ich hatte vom SDMA Wert gelesen, und dass dies ein zuverlässiger Indikator sein soll, der sich bereits vor Kreatinin erhöht.

    Als ich 3 Monate vor Marlon's Tod (also in etwa 2 1/2 Jahre nach der CNI Diagnose) bei einem anderen Tierarzt war und dort Blutwerte zur CNI gemacht wurden (auch vor Ort, mit Resultat innerhalb 10 Minuten), hatte ich das erste Mal den SDMA Wert - und der deutete zwar auf die CNI hin, aber war laut Wert im Anfangsstadium. Der Tierarzt dort hat Marlon's CNI deshalb auch recht gelassen betrachtet. Seine CNI war da aber schon im sehr fortgeschrittenen Stadium, was die monatliche fortschreitende Erhöhung von Kreatinin und BUN zeigte.

    Aus dieser Erfahrung heraus weiß ich daher nicht wirklich, was ich vom SDMA Wert halten soll. Ich bin sicher nicht eine, die Wissenschaft, Medizin und Labor in Frage stellt, ganz im Gegenteil. Und ich hab vom Zeitpunkt der Erstdiagnose keinen SDMA Wert zum Vergleich. Aber der Wert dann bei dem Tierarzt hat einfach vom Logischen her nicht mit dem Ist-Zustand der anderen Blutwerte übereingestimmt. Da stimmte das Verhältnis nicht.

    Ich fänds daher interessant zu hören, wie das bei anderen eventuell ist, ob da der SDMA Wert wirklich vor dem Kreatinin erhöht war, und im welchem Verhältnis.

    Bezüglich Ipakitine / Phosphatbinder und normales Futter:

    Also, wenn der Hund wirklich überhaupt nicht mit einer Nierendiät der verschiedenen Herstellern klar kommt (z.B. wegen einer Zweitkrankheit, oder extremer Allergie, oder absoluter Unverträglichkeit), dann wird empfohlen das bisherige Futter entweder so weiterzugeben wie bisher, oder so gut es geht Protein- und Phosphor-mäßig an eine Nierendiät anzupassen, UND zusätzlich einen Phosphatbinder zu geben. Weil normale Futter zu viel Phosphat enthalten für die Nieren.

    Das aber nur wenn's wirklich nicht anders geht, und der Hund ansonsten nicht essen würde, bzw. es ihm aufgrund der Zusammensetzung schlechter gehen würde (sprich: Allergie, Fettgehalt, Kohlenhydrate).


    Phosphatbinder sind aber eigentlich nicht dafür gedacht, normale Diäten in Nierendiäten "zu verwandeln".

    Sie werden zusammen mit einer Nierendiät eingesetzt um den erhöhten Phosphorgehalt im Körper zu senken, und dadurch die Arbeit der Nieren zu erleichtern.

    Und, sie werden vor allem im sehr fortgeschrittenem Stadium der Niereninsuffizienz eingesetzt, wenn der Körper trotz Nierendiät mit niedrigem Phosphat das Phosphat nicht mehr ausscheiden kann. So wird noch verhindert, dass sich die Stoffe im Körper ansammeln, was dann zum Endstadium der CNI führt, in der dann auch andere Organe in Mitleidenschaft gezogen werden.


    Demnach sollte der Hund wenn es geht eine formulierte Nierendiät erhalten, und Phosphatbinder erst bei Bedarf eingesetzt werden.

    Wann dieser Bedarf besteht, ist sehr individuell.

    Deshalb macht ein enges Monitoring der Blutwerte Sinn, um immer rechtzeitig eingreifen zu können.

    Als "Absorber" bekommt sie Pronefra (2x tgl.)

    Achtung: das Pronefra ist auf Ölbasis, quasi reines Fett.

    Hab grad nachgeschaut, bei den analytischen Bestandteilen steht 77,9% Fett.

    Das könnte der Grund sein, warum deine Hündin darauf nicht gut reagiert.


    Bei Marlon ging das Pronefra auch überhaupt nicht, hat ebenfalls Durchfall davon bekommen.

    Alternativen dazu, die ich kenne, sind Candioli Renal P oder Pharmacross Normaphos. Letzteres musste ich direkt in der Apotheke bestellen, das führt hier kein Geschäft und kennt auch niemand, ist aber gut.

    Pharmacross hatte mich auch mit dem Kcmega3 überzeugt. Vom Candioli Duomega hatte Marlon Durchfall (wie von jedem Fisch/Lachsöl), aber das Kcmega3 ging, und war das einzige, das er vertragen hat.


    es wäre nur schön, wenn ich auch "einfache" Alternativen hätte

    Das versteh ich, bei mir war es genauso. Marlon hat das RC in Pouches sehr gut vertragen.

    Gibt es ein Nierennassfutter, welches auch für Pankreatitis- Hunde geeignet ist?

    Schwierig, da bei Nierendiät die geringeren Proteine meistens durch Fett kompensiert werden zum Energiebedarf. Ich versteh auch nicht warum die Hersteller da nicht endlich was geeignetes anbieten, auch z.B. für Seniorhunde, die ja mehrfach betroffen sind und oft nicht so einen hohen Energielevel haben, und viele kommen so oder so mit hohen Fettgehalten nicht klar.


    Das Royal Canin Slices in Gravy (in den Pouches) und das Hills Renal Ragout (nicht das Paté) haben auf den ersten Blick als einzige akzeptable Fettgehalte, weil sie eben viel Soße enthalten.

    Das ist hier auch zu bedenken: den Fettgehalt der einzelnen Produkte in Trockensubstanz umrechnen, um einen wirklichen Vergleich zu machen. Denn einige Dosen haben Flüssigkeitsgehalte von 66%, die Pouches von RC z.B. haben aber 80%. Das ist ein großer Unterschied.

    Es lohnt sich das evtl. durchzurechnen.


    Meine Tierärztin meinte Mal, dass bei zwei (oder mehreren) Krankheiten, die gleichzeitig auftreten, und bei denen die Nahrung (also die Komponenten Protein, Fett, Kohlenhydrate usw.) eine ausschlaggebende Rolle spielt, und die angebotenen Diäten so entgegengesetzt sein können im Aufbau (wie auch bei CNI und Diabetes), man sich gezwungenermaßen entscheiden muss, welcher man den Vorrang gibt.

    Daher zwei Ansätze, die ich verfolgen würde:

    Sollte keine der möglichen Nierendiäten aufgrund der Pankreatitis funktionieren, würde ich persönlich auch in Erwägung ziehen, eine Pankreatitis-Diät zu finden, die so gut es geht an eine Nierendiät erinnert (auch von den verwendeten Lebensmitteln), und stark mit Phosphatbindern arbeiten.

    Oder/Auch eine Ernährungsberatung mit den üblichen Anbietern in Anspruch nehmen, denn sie könnten auch Ideen haben, wie man eine der Nierendiäten evtl. so "strecken" kann, dass der Fettgehalt akzeptabel wird, und das Futter auch alle wichtigen Nährstoffe weiterhin abdeckt (sehr wichtig).

    Gibt‘s eigentlich irgendwas, was tatsächlich gegen Halsschmerzen hilft? Ich hab das Gefühl, weder Lutschtabletten noch Schmerzmittel haben bei Halsschmerzen irgendeine Chance. Zumindest nicht die, die ich kenne :ugly:

    Mir hilft am besten ein altes Hausmittel: Essig und Honig, zu gleichen Teilen je 1 Tl (oder auch El) gut vermischt und schluckweise trinken. Ich mach das meist mit Weißweinessig, sonst auch mit Apfelessig.

    Je nachdem wie stark die Halsschmerzen sind, brennt es am Anfang ganz ordentlich :hust:

    Hilft auch bei Husten.

    Weiß jemand, ob dieses Futter (siehe unten), was taugt? Die meisten anderen Renal-Sorten haben mir zu viel Phosphor oder zu viel Protein. Royal Canin mag Pia leider nicht.

    https://www.bitiba.de/shop/hunde/nas…riant=2148937.0

    Ich hab auf ihrer Website geschaut, Disigual stellt Futter für spezielle Krankheiten erst seit 4 Jahren her, das wär mir persönlich zu wenig Erfahrung bei einer Krankheit wie Niereninsuffizienz, bei der das geeignete Futter so wahnsinnig wichtig ist.

    Und es enthält Xylose, bin kein Fan davon, und sehe ich in Italien oft bei Nassfuttermarken von Tierbedarfs-Geschäftsketten.

    Bezüglich niedrigem Protein- und Phosphorgehalt von Disigual: das ist tatsächlich sehr niedrig. Hab kurz herumverglichen, und ja, so niedrig findest du sonst nicht.

    Allerdings: das wär dann ein Futter, das im sehr fortgeschrittenen Stadium Sinn macht.

    Ich weiß jetzt natürlich nicht, ob das bei euch der Fall ist.

    Proteine und Phosphor sollen zwar sehr reduziert werden bei CNI, aber Proteine sollten dennoch mehr als hier drin sein. Sonst fehlt's dem Hund bei Langzeitgabe an wichtigen Nährstoffen.

    Wenn ich unsicher bin über bestimmte Werte, schaue ich was die großen Hersteller machen, und richte mich bei der weiteren Suche nach dem. Denn diese haben jahrzehntelange Erfahrung, plus eigene Labors, plus Studien.


    Ich weiß wie schwer es sein kann, ein Nierenfutter zu finden, das der eigene Hund mag. Marlon mochte es zu Beginn überhaupt nicht, danach doch.


    Beim Durchstöbern auf deḿ verlinkten Anbieter gerade wär mir das Renal Nassfutter von Concept for Life von den Inhalststoffen positiv aufgefallen. Vor allem der Hüttenkäse. Das ist eine sehr gute Proteinquelle bei CNI.

    Die stellen zwar sicher auch nicht seit Jahrzehnten spezielle Futter her, aber die Inhaltsstoffe find ich haben mehr Sinn als beim Disigual.

    Achtung auf den hohen Fettgehalt von vielen Nieren-Nassfuttern, wenn der Hund nicht gut drauf reagiert. Ist leider bei den allermeisten Herstellern so konzipiert, weil sie so die geringere Proteinmenge als Energiequelle kompensieren.